Éric Plamondon

 4 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor*in von Taqawan.

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Cover des Buches Taqawan (ISBN: 9783857878237)

Taqawan

 (9)
Erschienen am 04.01.2021

Neue Rezensionen zu Éric Plamondon

Cover des Buches Taqawan (ISBN: 9783857878237)
M

Rezension zu "Taqawan" von Éric Plamondon

Nervenzehrend
misspidervor 2 Monaten

Eine Mischung aus Krimi und Geschichtsstunde über das Leben und Schicksal der Mi'gmaq, die durch Kolonisation in Reservate getrieben und durch Gesetze ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden.
Obwohl mich beide Teile dieses Buches, die in wechselnden Kapiteln erzählt wurden, sehr gefesselt haben, wirkten viele Episoden zusammenhanglos und hätten für meinen Geschmack noch viel weiter ausgeführt werden können. Trotz des umfangreichen Glossars am Ende des Buches hatte ich das Gefühl, mir fehlten immer noch zu viele Informationen um die hier erzählte Geschichte der Ureinwohner besser verstehen zu können. Der Krimiteil war brutal, gnadenlos und ungeschönt und machte mich mehr als betroffen. Fazit: ein eindringlicher Roman, der ein weiteres dunkles Kapitel der Menschheitsgeschichte auf ungewöhnliche Weise beleuchtet.

Cover des Buches Taqawan (ISBN: 9783857878237)
mabo63s avatar

Rezension zu "Taqawan" von Éric Plamondon

Kriminalfall im Umfeld der Besiedelung Kanadas
mabo63vor 2 Jahren

'In Québec haben wir alle Indianerblut.Entweder in unseren Adern oder an unseren Händen' [...]


Taqawan, so nennen die Mi'gmaq - ein indigenes Stammesvolk - den Lachs der zurück an seine Geburtstätte kommt um wiederum zu laichen.


Es herrschen Unruhen zwischen den Mi'gmaq und den Regierungsstellen, es geht um Fischereirechte. Für die Mi'gmaq eine Katastrophe wenn sie nun auch noch den Fischfang verlieren, haben die Europäer doch bei der Besiedelung bereits den grössten Teil ihrer riesigen Wälder abgeholzt und damit auch die Grundlage für die Jagd nach Wild genommen.


In diesen Unruhen geschieht ein grausames Verbrechen an der 15 jährigen Océane, dem Mi'gmaq Mädchen. Ives, ein ehemaliger Ranger welcher den Dienst aus Protest gegen die Gewalt an diesem indigenen Stamm quittiert hat, macht sich auf die Suche nach den Tätern.


Die Halbinsel Gaspésie, nordöstlich von Québec ist Schauplatz dieses Romans. Mit viel geschichtlichem Hintergrundwissen welches in kurzen Kapiteln in den Plot eingeschoben wird, lernt man viel über das Leben der Mi'gmaq, über ihre Jagd, ihre Kultur, ihre Geschichte und man erfährt mit welchen Ungerechtigkeiten dieses Volk noch in den 80er Jahren zu kämpfen hatte - und wohl immer noch hat.


Leseempfehlung!


Cover des Buches Taqawan (ISBN: 9783857878237)
renees avatar

Rezension zu "Taqawan" von Éric Plamondon

Indian Rights
reneevor 2 Jahren

Ein interessantes Buch! In seinem Aufbau und auch thematisch ist dieses Buch ungemein interessant und auch lehrreich von Eric Plamondon konstruiert. "Taqawan" ist ein interessanter Trip zu den Mi'kmaq und gleichzeitig ein aufrüttelnder und auch aufwühlender Blick in die Geschichte und die indianische Politik Kanadas.

Dieses Buch wird als Krimi gehandelt, ist in meinen Augen aber deutlich mehr. Schon der Aufbau des Buches hat einen künstlerisch wirkenden Aspekt. Und thematisch dreht es sich schon in Teilen um ein kriminelles Geschehen. Doch genauso ist eine Gesellschaftskritik in den Zeilen untergebracht. Und ebenso ist dieses Buch auch ungemein informativ, was einerseits die Mi'kmaq und ihre Geschichte/ihr Sein/ihr Wesen betrifft, andererseits verdeutlicht dieses Buch aber auch den Umgang der europäischen Migranten mit den indianischen Ureinwohnern und klagt diese Verhaltensweisen an.

Folgendes Zitat aus diesem Buch finde ich hierzu gerade sehr aufschlussreich.:
„In Québec haben wir alle Indianerblut. Entweder in unseren Adern oder an den Händen.“

Die Handlung des Romans beginnt mit einer brutalen Razzia am 11. Juni 1981 auf der kanadischen Gaspésie-Halbinsel im Staat Québec, politisch inszeniert und ein Machtgehabe weißer alter Männer über die Ureinwohner verdeutlichend. Ein junges Mädchen, die 15-jährige Océane steht von hier an zentral und Eric Plamondon lässt sie ein beispielhaftes Martyrium durchleben. Ein Martyrium, welches die indianischen Ureinwohner seit der Ankunft ihrer neuen Mitbewohner auf dem amerikanischen Doppelkontinent durchleben müssen.

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