Ödön von Horváth

 3.8 Sterne bei 643 Bewertungen
Autor von Geschichten aus dem Wiener Wald, Kasimir und Karoline und weiteren Büchern.
Autorenbild von Ödön von Horváth (©)

Lebenslauf von Ödön von Horváth

Edmund Josef von Horváth † 1. Juni 1938 in Paris

Neue Bücher

Sechsunddreißig Stunden

Neu erschienen am 01.06.2020 als Hörbuch bei Hierax Medien.

Alle Bücher von Ödön von Horváth

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Cover des Buches Geschichten aus dem Wiener Wald (ISBN: 9783518743836)

Geschichten aus dem Wiener Wald

 (89)
Erschienen am 08.08.2015
Cover des Buches Kasimir und Karoline (ISBN: 9783518188286)

Kasimir und Karoline

 (32)
Erschienen am 24.08.2009
Cover des Buches Glaube Liebe Hoffnung (ISBN: 9783518743669)

Glaube Liebe Hoffnung

 (12)
Erschienen am 08.08.2015
Cover des Buches Der jüngste Tag (ISBN: 9783150089088)

Der jüngste Tag

 (13)
Erschienen am 01.08.2009
Cover des Buches Der ewige Spießer (ISBN: 9783518762868)

Der ewige Spießer

 (10)
Erschienen am 13.05.2019
Cover des Buches Geschichten aus dem Wienerwald (ISBN: 9783123524370)

Geschichten aus dem Wienerwald

 (8)
Erschienen am 20.01.2009
Cover des Buches Sechsunddreißig Stunden (ISBN: 9783846001479)

Sechsunddreißig Stunden

 (3)
Erschienen am 09.11.2011

Neue Rezensionen zu Ödön von Horváth

Neu
M

Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

Eine andere Sichtweise
Matheavor 6 Monaten

Das Buch „Jugend ohne Gott“ von Ödon von Horvath wurde in der Vorkriegszeit geschrieben, daher ist die Sprache, die man hier liest, natürlich veraltet. Dennoch finde ich das Buch sprachlich gut gelungen, es ist echt und zeigt einfach, wie man früher gesprochen hat, beziehungsweise auch wie sich unsere Sprache in den Jahren verändert hat. Man sieht auch, wie sich die Moral und die Denkweise der Menschen oder besser gesagt der Gesellschaft geändert hat. Durch die Sichtweise des Lehrers erfahren wir viel über die Zeit damals, wie sich alles verändert hat und dass es davor nicht so gewesen ist. Viele sind einfach mit dem Strom mitgeschwommen, weil es sonst Konsequenzen gegeben hätte. Das heißt, nicht jeder wurde geblendet und war der gleichen Meinung, es gab mehr „Andersdenkende“, als ich persönlich dachte. Deshalb finde ich, dass das Buch gut zum Thema Nationalsozialismus passt. Der Aufbau ist auch gut nachzuvollziehen, jedoch sind mir Schülernamen (B, T, N, Z, R,W,…) zu verwirrend und deshalb war mir das Buch auch teilweise zu unübersichtlich. Im Großen und Ganzen ist das Buch okay, jedoch denke ich, wäre ein Film hier vorteilhafter, weil man dann zu den Schülern Gesichter bekäme und dadurch alles übersichtlicher werden würde. Dies würde die Verwirrung, die man beim Lesen hat, lösen. Da nicht nur der Nationalsozialismus thematisiert wird, sondern es auch einen Kriminalfall gibt, bleibt im Buch die Spannung bis zum Schluss erhalten.

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S

Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

Jugend ohne Gott
Sheryvor einem Jahr

Das Buch ist wohl leicht zu lesen, beinahe zu leicht, sodass man dazu neigt gelangweilt zu werden.
Da der Schreibstil ziemlich einfach gehalten ist versteht man den Inhalt recht gut, man kann jedoch auch zwichschen den Zeilen lesen.
Es transportiert einige wichtige Themen die sich kaum, bis gar nicht geändet haben seit der Erscheinung des Buches.
"Jugend ohne Gott" passt auch sehr gut in die heutige Zeit in der wir spürbar immer mehr wieder zu den Vorurteilen, die es schon damals gab gehen.
Das mag wohl ein Grund sein, warum das Buch 2017 neu verfilmt wurde. 

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Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

Mut zur Wahrheit
Michael4319vor 2 Jahren

„Jugend ohne Gott“ ist der dritte Roman von Ödön von Horváth und erschien 1937.

Zum Inhalt: Die Geschichte spielt während der Machtergreifung der Nazis. Der Protagonist, ein Lehrer der immer noch an das Gute im Menschen und ein baldiges Ende der grausigen Zeit denkt, wird an der Schule immer wieder mit der vorherrschenden Ideologie konfroniert. Während dem Korrigieren eines Aufsatzes streicht er voller Ärger eine Äußerung des Schülers N durch, der die Schwarzen abwertend beschreibt.

Als er den Schüler darauf anspricht, wird er als Konsequenz vom Vater des N aufs tiefste beschimpft. Er würde versuchen, durch „Humanitätsduselei die Seelen der Kinder zu unterhöhlen trachten“.

Der Lehrer macht sich während diesen Zeiten immer wieder Gedanken zu Gott, ob es ihn überhaupt gebe und wie er der Menschheit gegenüber eingestellt wäre.

Während einem Zeltlager schließlich wird ein Schüler, N, ermordet. Es kommt zu einem Gerichtsprozess, bei dem auch der Lehrer unter Verdacht gerät. Um den Verdacht abwenden zu können, muss der Lehrer schließlich eingestehen, dass er selbst Unrecht begangen hat. Erst dadurch kommen weitere Tatsachen ans Licht, die bei der Aufklärung des Falles helfen.

 

Der Roman zeigt sehr plastisch auf, wie sich Menschen, vor allem junge Kinder, von einem System beeinflussen lassen. Die Kinder werden in der Schule durch Lektüre gezielt in ihrem Denken beeinflusst (Der Weiße steht über dem Neger, wäre mehr wert etc).

Der Lehrer hadert die ganze Zeit über mit seinem Bild zu Gott. Er gesteht ein, den Glauben an ihn während dem ersten Weltkrieg verloren zu haben. Auch wird die emotionale Kälte und der blinde Gehorsam, dem die Menschen unter dem Regime ausgesetzt, mit einem Fisch verglichen(„Die Buben lesen alles. Aber sie lesen nur, um spötteln zu können. Sie leben in einem Paradies der Dummheit und ihr Ideal ist der Hohn. Es kommen kalte Zeiten, das Zeitalter der Fische.“)Der Fisch taucht immer wieder als Metapher für Kaltherzigkeit auf.

 

Das Werk steht für den Mut, auch in grausamen Zeiten für Ideale einzustehen und ihnen zu folgen, komme was wolle. Während der Großteil der Schüler den blinden Gehorsam der Masse darstellt, die blindlings einem Führer nachlaufen, kann man im Lehrer einen Individualisten erkennen, der die Zeichen der Zeit erkennt, anfangs noch versucht, sich unterzuordnen, sich schließlich aber für die Wahrheit zu interessieren und gegen widrige Umstände (da auch sein Lehrerposten durch eine Aussage seinerseits gefährdet ist) nachzuforschen beginnt, um das Rätsel um den Mord des N zu klären.

 

 

 

 

 

 

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Zusätzliche Informationen

Ödön von Horváth wurde am 08. Dezember 1901 in Sušak geboren.

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von 9 Lesern aktuell gelesen

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