Ödön von Horváth

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Ödön von Horváth

Lebenslauf von Ödön von Horváth

Edmund Josef von Horváth † 1. Juni 1938 in Paris

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Ödön von HorváthÖdön von Horváth, Geschichten aus dem Wiener Wald (Textnavigator für Schüler)
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Ödön von Horváth, Geschichten aus dem Wiener Wald (Textnavigator für Schüler)
Ödön von HorváthKasimir und Karoline
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Kasimir und Karoline
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 (33)
Erschienen am 24.08.2009
Ödön von HorváthGlaube Liebe Hoffnung
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Glaube Liebe Hoffnung
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 (12)
Erschienen am 20.01.2009
Ödön von HorváthDer jüngste Tag
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Der jüngste Tag
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 (13)
Erschienen am 01.08.2009
Ödön von HorváthGeschichten aus dem Wienerwald
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Geschichten aus dem Wienerwald
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 (5)
Erschienen am 20.01.2009
Ödön von HorváthSechsunddreißig Stunden
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Sechsunddreißig Stunden
Sechsunddreißig Stunden
 (3)
Erschienen am 09.11.2011
Ödön von HorváthGesammelte Werke. Kommentierte Werkausgabe in Einzelbänden
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Neue Rezensionen zu Ödön von Horváth

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M

Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

Mut zur Wahrheit
Michael4319vor 2 Monaten

„Jugend ohne Gott“ ist der dritte Roman von Ödön von Horváth und erschien 1937.

Zum Inhalt: Die Geschichte spielt während der Machtergreifung der Nazis. Der Protagonist, ein Lehrer der immer noch an das Gute im Menschen und ein baldiges Ende der grausigen Zeit denkt, wird an der Schule immer wieder mit der vorherrschenden Ideologie konfroniert. Während dem Korrigieren eines Aufsatzes streicht er voller Ärger eine Äußerung des Schülers N durch, der die Schwarzen abwertend beschreibt.

Als er den Schüler darauf anspricht, wird er als Konsequenz vom Vater des N aufs tiefste beschimpft. Er würde versuchen, durch „Humanitätsduselei die Seelen der Kinder zu unterhöhlen trachten“.

Der Lehrer macht sich während diesen Zeiten immer wieder Gedanken zu Gott, ob es ihn überhaupt gebe und wie er der Menschheit gegenüber eingestellt wäre.

Während einem Zeltlager schließlich wird ein Schüler, N, ermordet. Es kommt zu einem Gerichtsprozess, bei dem auch der Lehrer unter Verdacht gerät. Um den Verdacht abwenden zu können, muss der Lehrer schließlich eingestehen, dass er selbst Unrecht begangen hat. Erst dadurch kommen weitere Tatsachen ans Licht, die bei der Aufklärung des Falles helfen.

 

Der Roman zeigt sehr plastisch auf, wie sich Menschen, vor allem junge Kinder, von einem System beeinflussen lassen. Die Kinder werden in der Schule durch Lektüre gezielt in ihrem Denken beeinflusst (Der Weiße steht über dem Neger, wäre mehr wert etc).

Der Lehrer hadert die ganze Zeit über mit seinem Bild zu Gott. Er gesteht ein, den Glauben an ihn während dem ersten Weltkrieg verloren zu haben. Auch wird die emotionale Kälte und der blinde Gehorsam, dem die Menschen unter dem Regime ausgesetzt, mit einem Fisch verglichen(„Die Buben lesen alles. Aber sie lesen nur, um spötteln zu können. Sie leben in einem Paradies der Dummheit und ihr Ideal ist der Hohn. Es kommen kalte Zeiten, das Zeitalter der Fische.“)Der Fisch taucht immer wieder als Metapher für Kaltherzigkeit auf.

 

Das Werk steht für den Mut, auch in grausamen Zeiten für Ideale einzustehen und ihnen zu folgen, komme was wolle. Während der Großteil der Schüler den blinden Gehorsam der Masse darstellt, die blindlings einem Führer nachlaufen, kann man im Lehrer einen Individualisten erkennen, der die Zeichen der Zeit erkennt, anfangs noch versucht, sich unterzuordnen, sich schließlich aber für die Wahrheit zu interessieren und gegen widrige Umstände (da auch sein Lehrerposten durch eine Aussage seinerseits gefährdet ist) nachzuforschen beginnt, um das Rätsel um den Mord des N zu klären.

 

 

 

 

 

 

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jackdecks avatar

Rezension zu "LiteraMedia / Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

Jugend ohne Gott
jackdeckvor 5 Monaten

Der Roman wird aus der Perspektive eines Lehrers erzählt, der an einer Schule für eher privilegierte Schüler unterrichtet. Der Pädagoge hat seinen Glauben sowohl an Gott als auch an die Menschheit im ersten Weltkrieg verloren. Die „Blutpumpe“, die „Knochenmühle“, die „Schlachtbank“, oder einfach nur die „Hölle“ des großen Krieges der alle Kriege beenden sollte, hat nicht nur Millionen Menschen massakriert, sondern auch hunderttausende traumatisiert. Jugend ohne Gott" wurde von Ödön von Horváth geschrieben und 1937 erstmals veröffentlicht. In der Ich-Form beschreibt es einen jungen Geschichtslehrer, der sich nach rassistischen Bemerkungen seiner Schüler mit ihnen anfeindet. Als Gegner des NS-Regimes und somit klarer Feind der Schüler, fährt er gemeinsam mit seiner Klasse in ein Zeltlager, wo sich ein Großteil der Geschichte abspielt.
In der Geschichte wird der Lehrer oft mit Gott konfrontiert. Er versucht beispielsweise zu hinterfragen, wie ein Gott so etwas Schreckliches wie das NS-Regime zulassen kann. Er hinterfragt sich selbst ebenfalls und trifft oft auf Schuld, Angst und sein eigenes Gewissen. Dieses Buch ist jedem kritischen Menschen zu empfehlen und vor allem auch den anderen, da es vielleicht dem einen oder anderen die Augen öffnet!

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Daphne1962s avatar

Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

Jugend ohne Gott
Daphne1962vor 8 Monaten

Dieses Hörspiel eignet sich hervorragend als Schullektüre. Es ist im letzten Jahr auch als Film im Kino gelaufen, obwohl es recht kurzweilig ist.

Lehrer L hat es nicht leicht mit seinen Schülern. Sie sind aufmüpfig und schreiben rassistische Kommentare in ihren Schulaufsätzen. Bei schlechter Benotung machen die Eltern Druck und auch die Schulleitung steht nicht so wirklich hinter dem Lehrer.

Wir schreiben die Zeit der 30er Jahre, kurz bevor Hitler die Macht ergreift. Es entwickelt sich ein Drama, als die Klasse in ein Zeltlager aufbricht. Als ein Mord geschieht, wird die ganze Klassenfahrt zu einem nervenaufreibenden Konstrukt aus Lügen und Verdächtigungen.

Ödön von Horvath (1901-1938) war einer der bedeutendsten österreichisch-ungarischen Schriftsteller und verfasste seine Werke auf Deutsch. Es ist wichtig, sich auch mal wieder den Werken von Schriftstellern zu widmen, die den Zeitgeist der damaligen Zeit beschrieben und auch sozialkritisch etwas zu Papier
brachten. Gerade in der heutigen Zeit, wo man das Gefühl hat, es wiederhole sich vieles, ist diese Art der Literatur lehrreich. Schade, das der Autor so früh verstorben ist. Man hätte sicherlich noch viel interessantes aus seinen Büchern auf die Bühne bringen können. Es war mein 2. Hörspiel von Horvath und ich hoffe, es gibt noch ein paar in den Archiven. 

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Ödön von Horváth wurde am 08. Dezember 1901 in Sušak geboren.

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