Ödön von Horváth Der jüngste Tag

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Inhaltsangabe zu „Der jüngste Tag“ von Ödön von Horváth

Der jüngste Tag war das letzte Stück, dessen Uraufführung ödön von Horváth 1937 noch erlebte, und das erste Stück Horváths, das 1945 wieder gespielt wurde. Ein »Kunstwerk, das sich bemüht, die Bühne wieder zur moralischen Anstalt zu machen«, hieß es im ›Tagesboten‹, Brünn. Und 1945 in ›Die Furche‹, Wien: »Die Dialektik von Schuld und Sühne, von Verbrechen und Strafe, gesehen aus der Lebensmitte christlichen Existenzdenkens.«Bei dem ungarischen Schriftsteller Kàlmán Mikszáth entlehnte Horváth Thema und Personen für Ein Dorf ohne Männer, bei dem römischen Komödiendichter Plautus Motive und Personen für seine beiden letzten Bühnenstücke Ein Sklavenball und Pompeii, an dessen Ende die Frage steht: »Sagt, Götter, was habt Ihr vor mit meiner Welt?!« (Quelle:'Flexibler Einband/22.10.2001')

Gelungenes Trauerspiel, das juristische und metaphysische Schuld am Beispiel eines Zugunglücks thematisiert. Schöner Denkanstoß!

— Originaldibbler

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  • Zum Nachdenken anregendes Stück über Schuld

    Der jüngste Tag

    Originaldibbler

    18. March 2015 um 00:40

    "Der jüngste Tag" ist ein Schauspiel aus der Feder von Ödön von Horváth. Es wurde 1937 uraufgeführt. Es handelt sich dabei um ein eher kurzes Trauerspiel in 7 Bildern. Am Anfang Zentrum der Handlung steht der Stationsvorsteher Hudek, der sich ganz alleine um einen kleinen Bahnhof kümmern muss, da das restliche Personal wegrationalisiert wurde. Das erste Bild endet mit einem Zugzusammenstoß, zu dem es kommt, weil Hudek kurz abgelenkt ist.  Wer ist Schuld an dem Unglück? Juristisch gesehen natürlich Hudek allein. Moralisch ist die Situation natürlich komplexer. Und sie wird in dem Moment noch komplexer, als zwei der Beteiligten lügen, um Hudek unschuldig aussehen zu lassen. Am Anfang des Dramas steht ein Wort das heute noch zeitgemäßer ist als 1937: "Rationalisierung". Auch wenn Rationalisierung nicht das Thema, sondern nur kleiner Aspekt der Schuldfrage ist, zeigt es doch, wie zeitgemäß das Stück noch heute ist. Die Frage nach der metaphysischen Schuld, um die sich dies Schauspiel hauptsächlich dreht, ist natürlich eh eine zeitlose. Ein gelungenes Stück, das zum Nachdenken anregt.

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