Ödön von Horváth Jugend ohne Gott

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Inhaltsangabe zu „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth

Diese Hardcover-Ausgabe ist Teil der TREDITION CLASSICS. Der Verlag tredition aus Hamburg veröffentlicht in der Buchreihe TREDITION CLASSICS Werke aus mehr als zwei Jahrtausenden. Diese waren zu einem Großteil vergriffen oder nur noch antiquarisch erhältlich. Mit TREDITION CLASSICS verfolgt tredition das Ziel, tausende Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen wieder als gedruckte Bücher zu verlegen und das weltweit! Die Buchreihe dient zur Bewahrung der Literatur und Förderung der Kultur. Sie trägt so dazu bei, dass viele tausend Werke nicht in Vergessenheit geraten.

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  • Die Moral der Jugend

    Jugend ohne Gott
    Orisha

    Orisha

    „Ein kleines Buch empfehle ich Ihnen, eine Erzählung Jugend ohne Gott von Horváth. Sie ist großartig und schneidet quer durch den moralischen Weltzustand von heute.“ (Hermann Hesse an Alfred Kubin, 1938)Ein Lehrer, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Ein Jugendcamp. Ein Mord. Der namenlose Lehrer traut seinen Augen nicht, als, in einem Aufsatz, eine Menschengruppe als minderwertiger angesehen wurde als eine andere. Den Schüler daraufhin ansprechend, gerät der Vorfall schnell aus dem Ruder, der Lehrer findet sich beim Rektor wieder mit einer Verwarnung. Ein paar Tage später reist die Klasse zu einem Ausflug in den Wald. Der Hitlerjugend ähnlich geht es um die Erziehung der Jugend, sie sollen exerzieren lernen, der Lehrer muss als Begleitung mit. Argwöhnisch beobachtet er seine Jungs und als der Lehrer etwas Ungewöhnliches entdeckt, tritt er eine Entwicklung los, dessen Folgen er nicht absehen kann. Ein Mord geschieht, doch nichts ist wie es scheint.Horvaths Kritik am nationalsozialistischen Regime ist gekonnt und mutig. Mutig, weil er jenes Büchlein bereits 1937 veröffentlichte und kaum verwunderlich, landet sein Werk nur ein Jahr später auf der Liste verbotener Bücher. Horvath zeigt die Verrohung der Jugend auf. Eine Jugend, die zu Mitläufern erzogen wird, die nicht mehr eigenständig denkt. Phrasen nachplappert, ohne sich deren Bedeutung vollends bewusst zu sein. Eine Jugend, der alles egal ist, die gleichgültig mit dem Strom schwimmt. Der Zweifel an Gott ist somit nicht weit. Gott, der sich im Gewissen, im moralischen Wesen des Individuums zeigt. Ein Gott, an den der Lehrer nicht mehr glaubt, lässt er doch solche Zustände zu. Dabei sind sie Menschgemacht, das erkennt auch der Lehrer und zieht seine eigenen Konsequenzen.Fazit: Horvaths Büchlein kann ich nur empfehlen: halb Kriminalgeschichte, halb Gesellschaftskritik, bringt es die Zustände auf den Punkt und auch sprachlich ist das Buch ein Genuss. Einfach und verständlich geschrieben, ohne dabei langweilig oder trivial zu werden.

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    • 3
  • Das Zeitalter der Fische

    Jugend ohne Gott
    VroniMars

    VroniMars

    21. March 2017 um 20:07

    »Wie gerne würden sie krepieren auf irgendeinem Feld! Der Name auf einem Kriegerdenkmal ist der Traum ihrer Pubertät.« Sie ist verroht, gefühlskalt, unmoralisch jene »Jugend ohne Gott«, die Ödön von Horváth (19011938) von seinem Ich-Erzähler, einem namenlosen Lehrer, beschreiben lässt. Eingebettet in die Geschichte eines Mordes zeichnet Horváth gekonnt das verstörend eindrückliche Bild einer gedankenlosen, ideologisch verblendeten Jugend am Beginn des NS-Regimes. Der szenisch komponierte Roman erschien erstmals 1937 in Amsterdam und wurde schon kurz danach in acht weitere Sprachen übersetzt. Trotz des 1938 folgenden Verbots durch die Nationalsozialisten machte er seinen Autor schnell international bekannt.Auch wenn das Buch wirklich sehr schmal und dementsprechend in einem Rutsch zu lesen ist, hat der Roman sehr viel zu bieten. Da wäre zum einem die Suche nach dem Mörder, wodurch sehr viel Spannung erzeugt wird. Zum anderen sind die vielen Anspielungen auf das NS-Regime, was ich sehr interessant finde. Des Weiteren handelt das Buch auch von der Suche nach Gott/Gewissen, was mich persönlich auch zum Nachdenken angeregt hat. Der Schreibstil des Autors hat mir sehr zugesagt. Der Ich-Erzähler kann einem sehr gut mit seinem zynischen Kommentaren für sich einnehmen. Es gibt viele Stellen, die einem schmunzeln lassen und mindestens genauso viele, die einem schockieren. Ich habe diesen Roman mit einer elften Klasse gelesen, welche von der Thematik des Buches sehr angetan waren. 

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • Jugend ohne Gott - Ödön von Horvath

    Jugend ohne Gott
    SonnenBlume

    SonnenBlume

    11. September 2014 um 21:47

    Jugend ohne Gott ist in der Zwischenkriegszeit angesiedelt, in der die Jugend hauptsächlich für den Kampf genutzt werden soll. Dies ist auch der Grund, warum sie „moralisch“ erzogen wird. Allerdings haben die Burschen des Gymnasium nicht wirklich ein Gewissen oder gar Moral. Sie sehen andere Menschen oftmals als wertlos an, was ihrem Lehrer sehr missfällt. Dieser lässt eine Bemerkung fallen, dass Neger doch auch nur Menschen seien und muss sich sogleich mit dem Vater eines Jungen und sogar dem Direktor auseinander setzen. Die Jugend zu dieser Zeit ist skrupellos, gewissenslos und eiskalt. Nur der Lehrer, nur er ist einer der Einzigen, die sich Gedanken machen und Kritik üben, wenn vielleicht nicht öffentlich, dann zumindest hinter verschlossener Tür oder nur für sich selbst, rein in Gedanken. Er ist ein Mann mittleren Alters, der oft philosophiert und sich in seinen Gedankengängen verliert. Als dann das Osterlager vor der Tür steht, in dem die Burschen weitere militärische Grundausbildung genießen sollen, graut es dem Lehrer bereits vor den zehn Tagen. Irgendwo in den Bergen, mitten im Nirgendwo. Im Lager selbst spielen sich dann aber die verschiedensten Szenen ab. Es wird gerauft, es wird geliebt, es wird gestritten und es wird gemordet. Denn plötzlich, am vorletzten Abend, ist einer der Schüler tot. Er wird irgendwo entfernt vom Lager aufgefunden, von zwei Waldarbeitern, die erschrocken über so eine grausame Tat sind. Die Ermittlungen beginnen, bereits ein halbes Jahr darauf ist die Verhandlung. Einer der Mitschüler wird verdächtigt, den anderen erschlagen zu haben. Aber der Lehrer hat eine ganz andere Vermutung, möchte dem Gericht jedoch selbst erst einmal reinen Wein einschenken, bevor er mehr oder weniger auf eigene Faust Ermittlungen anstellt. Ich kann mir vorstellen, dass das Buch zu der Zeit, zu der er veröffentlicht wurde, ein regelrechter Skandal war. Gerade in diesen Jahren war Kritik an der Politik im wahrsten Sinne des Wortes tödlich und Ödön von Horváth schreibt gleich ein ganzes Buch voller unterschwelliger Kritiken. Es zeigt aber auch genau so, dass der Schein trügt. Nicht alle sind der Meinung, dass die politische Situation zu dieser Zeit in Ordnung ist, es gibt auch Schüler, die der Allgemeinheit nicht zustimmen. Am Anfang stellte ich mir das Buch sehr viel schlimmer vor, als es letztendlich war. Man muss sich zwar zu Beginn an die Sprache gewöhnen, was aber sehr schnell geschehen ist. Oft kommen Wörter in anderer Verwendung vor als heute, wenn man aber genau liest, kann man die Bedeutung gut erfassen. 

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  • Historisches Zeugnis

    Jugend ohne Gott
    Arun

    Arun

    Hier ein für mich „Moderner Klassiker“ des Autors Ödön von Horváth – Jugend ohne Gott. Das Buch erschien 1937 in Amsterdam und wurde ein Jahr später in Deutschland verboten. Klappentext des Verlags: Alles Denken ist ihnen verhasst. Sie pfeifen auf die Menschen! Sie wollen Maschinen sein, Schrauben, Räder, Kolben, Riemen - doch lieber als Maschinen wären sie Munition: Bomben, Schrapnells, Granaten. Wie gerne würden sie krepieren auf irgendeinem Feld! Der Name auf einem Kriegerdenkmal ist der Traum ihrer Pubertät. Meine Meinung: Der Autor beleuchtet für uns einen Teil des Lebens aus dem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte dem sogenannten „3. Reich“ Ein Gymnasiallehrer für Geschichte und Geographie unterrichtet eine Klasse mit vierzehnjährigen Schülern. Ihm fällt beim korrigieren von Klassenarbeiten auf dass sich viele Schüler vom Zeitgeist und Propaganda leiten lassen. Als er die Schüler darauf anspricht kommt es am nächsten Tag schon zu Beschwerden von Seiten der Eltern welche der NS-Ideologie stark verhaftet sind. Unser Lehrer spürt das es seine Schüler nur noch schlecht erreichen kann, viele vertreten andere Standpunkte zudem spielt auch die Pubertät eine nicht geringe Rolle. Bei einer Vormilitärischen Übung die als eine Art Zeltlager durchgeführt wird kommt es sogar zu einem Mord der einen Gerichtsprozess nach sich zieht. Der Autor hält seiner Leserschaft einen Spiegel vor was zum Zeitpunkt des Erscheinens des Romans wahrscheinlich nicht von allen gern gesehen wurde. Gut gefallen hat mir zum Beispiel die Umschreibung eines gewissen „Führers“ als „Oberplebejer“ Das nur knapp 140 Seiten umfassende Buch sollte man als Zeitdokument gelesen haben, es enthält wie der Titel schon aussagt auch einige religiöse Aussagen auf die ich jetzt aber nicht eingehen möchte.

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    • 3
  • Ein Klassiker der Literatur - immer noch Aktuell

    Jugend ohne Gott
    Stephanus

    Stephanus

    12. November 2013 um 13:42

    Ein Lehrer in der Zeit des Nationalsozialismus steht dieser Bewegung kritisch gegenüber, wagt jedoch selbst nicht dagegen vorzugehen. Er erkennt die immer stärker werdende Kraft des Nationalsozialismus auf die Jugend und der damit einhergehenden Manipulation, Verrohung und dem Verfall von Werten. Selbst gerät er dabei immer stärker in diesen Kreislauf und findet sich, nachdem ein Schüler bei einer militärischen Übung ermordet wird, sich selbst darin verstrickt und seine eigenen Werte verlierend. Erst im Glauben findet er schließlich den Mut zur Wahrheit und bleibt letztlich als Verlierer zurück, während die Jugend immer weiter und stärker vom perviden und menschenverachtenden nationalsozialistischen Gedankengut infiziert wird. Vom Autor wird in sehr ausgefeilter und stilistisch hervorragender Weise eine Systemkritik am Nationalsozialismus und dessen pervertierter Gedankenwelt geschaffen, die viele Ereignisse des kommenden 2. Weltkriegs vorausahnt. Das Buch ist aber nicht nur eine Lektüre für diese Epoche sondern auch heute noch immer aktuell mit seinem schonungslosen Aufdecken von manipulativer Kraft und Indoktrination und für mich, auch nach dem dritten Mal lesen immer noch empfehlenswert.

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  • Ein guter Klassiker

    Jugend ohne Gott
    WildRose

    WildRose

    05. April 2013 um 14:07

    "Jugend ohne Gott" hat mir ziemlich gut gefallen. Ich lese zwar nicht allzu oft "Klassikerr", doch Ödön von Horváths Roman fand ich sehr interessant  und die Themen, die darin behandelt werden, sind auch heute noch aktuell. Das Buch wirft verschiedene Fragen und Gedanken auf und regt so zum Nachdenken an. Allerdings fand ich "Jugend ohne Gott" sehr, sehr kurz und somit war es nicht ganz so eindringlich, wie ich mir das von einem Buch erhoffe, dass so interessante Themen behandelt. Vieles hätte ausführlicher beschrieben sein können. Dennoch bin ich froh, es gelesen zu haben und denke auch, dass es jungen Leuten einen Denkanstoß geben könnte.

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  • Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

    Jugend ohne Gott
    Heane

    Heane

    08. January 2013 um 20:40

    Darin ein Lehrer der verzweifelt eine Nische für sich und seine Ansichten sucht. Auffallen will er um keinen Preis, seinen Schülern aber verkommene Werte vermitteln auch nicht, so windet er sich zwischen den Stühlen und scheitert wohl gerade durch diese Unentschlossenheit am Allermeisten. Als es auf einem Zeltlager zu einem tragischen Zwischenfall kommt verändert sich nicht nur für den Lehrer das komplette Denken und Handeln. Aus der Ich-Perspektive des Lehrers werden die Ereignisse geschildert, dabei tritt auch der Charakter dieser Person deutlich zu Tage. Klar und mit umsichtig gesetzten Worten führt uns Horvàth in die Lebenswelt des Protagonisten und macht ihn für uns mit allen seinen Schwächen und den wenigen Stärken, die er sein Eigen nennen mag lebendig. Mit „Jugend ohne Gott“ legte Ödön von Horvàth einen sozialkritischen Roman vor, der Seinesgleichen sucht. Auf 182 Seiten bemüht der Autor Metapher um Metapher, zitiert die Bibel und andere bekannte Schriften und spart nicht an kritischen und sarkastischen Aussagen. Kein Wunder, dass der Roman 1938 auf der „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“ geführt wurde und im gesamten Reichsgebiet eingezogen wurde, zu offensichtlich waren die Vergleiche zum Deutschen Reich und seiner Propagandamaschinerie. Mehr als nur einmal fragt man sich bei „Jugend ohne Gott“, welche Generation Horvàth wohl gemeint haben mag, die gottlos durch ihr Leben geht. Die damaligen Jugendlichen, oder vielleicht doch die Erwachsenen, denen es nicht gelingt Verständnis für die Jüngeren aufzubringen und damit eine Brücke zu deren Einstellungen zu schlagen? Am Ende mag ich für mich herauslesen, dass jede Generation gottlos ist und es immer an uns selbst liegt, dies zu ändern oder noch zu verstärken. Im Kleinen wie im Großen.

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  • Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

    Jugend ohne Gott
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. February 2012 um 22:26

    Zeitlos. Klassiker. Immer wieder.

  • Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

    Jugend ohne Gott
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. February 2012 um 11:59

    Ein wichtiges Buch mit einer nach wie vor hochaktuellen Thematik! Zu Recht ein Klassiker! Kann es auf jeden Fall empfehlen!

  • Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

    Jugend ohne Gott
    Sky

    Sky

    19. January 2012 um 14:39

    Lehrer im Kampf gegen das System Ein Lehrer korrigiert die Aufsätze seiner Schüler zum Thema: „Warum müssen wir Kolonien haben?“ und findet den Satz: „Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul.“. Nach seiner Meinung ist er falsch und er möchte ihn verbessern, da Neger auch Menschen sind, doch unterlässt es, da er die Aussage im Radio gehört hat und zwar gegen das System ist, aber nicht dagegen ankämpfen will. Doch beim Herausgeben der korrigierten Aufsätze, sagt er zum betreffenden Schüler trotzdem, vor der ganzen Klasse, dass Neger Menschen sind und fängt sich damit Empörung bei Schülern und Lehrern ein. Als eine Fahrt ins Zeltlager ansteht, wo die militärische Ausbildung im Vordergrund steht, bricht das Chaos aus. Zuerst wird ein Schüler bestohlen und ein Schüler kommt ums Leben. „Jugend ohne Gott“ ist ein Roman zum Thema Nationalsozialismus, der vor dem Ausbruch des zweites Weltkriegs erstmalig 1937 erschien und rückt die Moral, zu dieser kritischen Zeit, in den Mittelpunkt der Gesellschaft. Dabei hat das Werk an Aktualität und Wert über die Jahre hinweg nicht verloren. Es dreht sich um schülerische Gewalt, um Machstrukturen unterhalb der Schüler wie auch Gruppenzwang und dies so unaufdringlich in dieser schmalen Lektüre, dass man schier verwundert und verblüfft ist. Das System wird jedoch niemals eindeutig angesprochen und bleibt unter einen besonderen Mantel, obwohl einen bewusst ist welche Allegorie für welche Persönlichkeit steht. Er stellt einen Vergleich mit dem römischen Reich auf, der passender nicht sein könnte für den Nationalsozialismus. Gleichzeitig auf eine philosophische Art und Weise, die einen fasziniert und Aufmerksamkeit erregt. Aus der Perspektive des Lehrers erleben wie die Welt als Kritiker und stummer Gegner des Systems, der sich im Laufe der Geschichte immer weiterentwickelt, seine Überzeugungen immer weiter in den Fokus rückt und schlussendlich doch erhebt gegen die Welt um ihn herum und lebendig wird durch seine Gedankenwelt und den stetigen inneren Monolog voller Zweifel und Bedenken und Gegenwehr. Dadurch wird er greifbar und man fühlt sich mit ihm verbunden, während man als Leser mit ihm durch die Geschichte schreitet. Auch die weiteren Charaktere, haben trotz ihrer fehlenden äußeren Erscheinung und Gedankenwelt, eine Authentizität oder eine Blässe, die vor allem im Bereich der Schüler, gewollt und damit die Systematik, die hinter der Manipulation steckt, begreifbarer macht. Er tickt durch die Vielfalt der Charakterprofile viele Bereiche der Gesellschaft hab, so dass man einen Feldwebel oder auch Pfarrer hat und deren Gedanken durch Dialogie repräsentieren lässt. Dabei hat Ödön von Horváth gänzlich auf einen schwierigen Schreibstil verzichtet und arbeitet mit kurzen Hauptsätzen, die das Lesen der doch schweren Thematik einfach gestaltet und hält nichtsdestotrotz ein sprachliches Niveau, welches auch beim anspruchsvollen Leser Gefallen findet. Man merkt ihn seine Arbeit als Theaterstückautor an, so dass auch oft manche Szenen auf einen Wirken wie eine Aufstellung in einer Aufführung, was keinenfalls negativ zu betrachten ist. Aus all diesen Faktoren schafft Horváth einen Roman, dessen Ende verblüfft und doch den faden Beigeschmack innehält, zum Umdenken bewegt und verdeutlicht, wie weit der Nationalsozialismus noch münden wird. Bestechend scharfer Blick auf eine Gesellschaft, deren Umschwung und deren negativen Folgen, die schlussendlich in der Realität im Krieg gemündet sind, vor dem uns dieses Buch gewarnt hat. Fazit Eine Lektüre zum Thema Nationalsozialismus, auf Fokus der schulischen Umgebung, der überzeugt, moralisch anstößig ist und zu einer dekadenten Zeit veröffentlicht wurde. Ein Werk, welches an seiner Intensität und Kraft wie Aktualität über die Jahre hinweg nichts eingebüßt hat. Ein Muss für alle, die den Nationalsozialsmus unaufdringlich erleben wollen.

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  • Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

    Jugend ohne Gott
    Phie

    Phie

    06. January 2012 um 13:46

    Dieses Buch wurde im Rahmen des Deutschunterrichtes gelesen. Die anfängliche Skepsis verwandelte sich aber rasch in Interesse, wenn man sich erstmal eingelesen hat. Dieses Buch zeigt deutlich wie die Jugend zur Zeit des Nationalsozialismuses beeinflusst wurde, ja mit wie viel Eifer sie sogar den Befehlen nachgehen. Und jeder der damit nicht recht einverstanden ist hat es schwer seine Meinung zu verbreiten oder Anstöße in die richtige Richtung zu geben. Dennoch wird es wohl nicht zu meinen Lieblingsbüchern gehören, denn dafür fand ich die Verflechtung der Geschehnisse doch etwas zu schnell. Man hätte ruhig einige Stellen noch um einige Details erweitern können. Und auch ein ausführlicheres Ende hätte ich mir gewünscht. Vielleicht bin ich aber auch etwas zu kritisch, da es unter Zeitdruck gelesen werden musste mit anschließenden Test. Dennoch würde ich mir wünschen, dass es vermehrt in den Schulunterricht an passender Stelle eingebaut wird. Natürlich ist es auch für Interessierte für das private Bücherregal geeignet.

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  • LovelyBooks Adventskalender Türchen 18: "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler

    Ein Buch für Hanna
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    LovelyBooks wünscht allen Lesern am heutigen Adventssonntag eine ruhige und besinnliche Zeit. In unserem Adventskalender wartet in Türchen Nr. 18 ein von Kritikern bereits sehr hoch gelobtes Buch auf Euch - "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler aus dem BELTZ Verlag: ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die 14-jährige Hanna Salomon hasst den Spitznamen »Püppchen«, er macht sie so klein, wie sie sich selbst oft fühlt. Als sie im Sommer 1939 Deutschland zusammen mit anderen Mädchen verlässt, heißt es: »Ihr seid die Glücklichen, die Auserwählten!« Das Ziel ist Palästina, mit Zwischenstation Dänemark. Dort, auf dem Land, bei der alten Bente, gibt es zwar keine Palmen und das Meer ist nicht so blau wie in Andersens Märchen, aber man ist sicher vor den Nazis. Was ein Irrtum ist. Zusammen mit den Mädchen Mira, Bella, Rosa, Rachel und Sarah wird Hanna nach Theresienstadt deportiert. Eine Notgemeinschaft. „Aufgeben gilt nicht“, hat Mira immer gesagt, „das Leben geht weiter.“ Hanna hat mehr Glück als andere und überlebt das Lager. Erst neun Jahre später, 1948, gelingt es ihr, nach Palästina auszuwandern, wo sie endlich ein Zuhause findet..... Pressestimmen: »Hannas Geschichte ist gnadenlos traurig und unendlich hoffnungsvoll zugleich.« Lesefrüchte im WDR 5 »Mirjam Pressler entwickelt in dieser Geschichte eine erzählerische Intensität, die der Gefühlswelt der jugendlichen Hanna entspricht. Ein gelungener Balanceakt zwischen literarischer Distanziertheit und unvermittelter Sentimentalität.« Süddeutsche Zeitung »Pressler berichtet ohne Schnörkel vom Schicksal einer ungewöhnlichen Frau. Sie mutet den jungen Lesern die Wahrheit zu.« Die Welt Leseprobe und weitere Informationen: http://www.beltz.de/de/kinder-jugendbuch/beltz-gelberg/titel/ein-buch-fuer-hanna.html ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Fünf Exemplare dieses dramatischen und dennoch poetischen Jugendbuchs verlosen wir zusammen mit dem BELTZ Verlag. Bitte postet uns dazu bis zum 31.12.2011, welche Bücher Ihr zu diesem Thema bereits kennt bzw. als besonders gut umgesetzt empfandet (wie z.B. "Das Tagebuch der Anne Frank") und warum es weiterhin so wichtig ist dieser Zeit zu gedenken und dies auch an Jugendliche zu vermitteln.

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    • 109
  • Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

    Jugend ohne Gott
    Admiral

    Admiral

    13. October 2011 um 15:42

    In seinem Roman "Jugend ohne Gott" umreißt Ödön von Horvath eine kritische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit, in die er hineinlebte und wofür er ursprünglich Dank in Form einer Eintragung seines Werkes in die "Schwarze Liste" erhielt. Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte ist ein Lehrer. Der Lehrer. Er erkennt die Missstände im Lande wagt es aber nicht sie anzusprechen oder seinen Schülern zu vermitteln, sodass er Verallgemeinerungen wie "Alle Neger sind feige und faul." in Klassenarbeiten stehen lassen muss. Auch anhand der Tatsache, dass soviel Schlimmes geschieht glaubt er nicht an Gott. Oder er will nicht an ihn glauben, denn wie könnte ein Gott sowas zulassen ? Fragt er sich. Wegen der Aussage, Farbige seien auch Menschen läuft er beinahe Gefahr gefeuert zu werden, kann dem aber nur mit Hilfe des Dirketors entkommen. Stattdessen muss er die Schüler auf einen Ausflug in ein prämilitärisches "Urlaubs"camp begleiten, wo eine Kamera verschwindet und ein Schüler erschlagen aufgefunden wird. Er vermutet, dass ein bestimmter Schüler mit einer Räuberbande unter einer Decke steckt und an den Vorfällen beteilgt, wenn nicht sogar für eben jene verantwortlich ist. Er und die Anführerin der Verbrecherbande werden angeklagt, doch der Lehrer erfährt, dass die beiden unschuldig sind und unter einer großen Kraftanstrengung und viel Mühe, gelingt es ihm den wahren Schuldigen zu stellen. Dieser erhängt sich und der Lehrer meint die Anwesenheit Gottes zu erkennen, den die Unschuldigen werden befreit und der Schuldige wurde bestraft. Ein Roman, der vor Gesellschaftskritik nur so trotzt und an dem man die Verhältnisse der damaligen problematischen Zeit sehr wohl erkennen kann. Sehr prägnant zeigt er damalige Missstände auf, wie Rassismus, fehlende Zusammengehörigkeit, die Abwesenheit von Ehrlichkeit, Anstand, Höflichkeit, Gerechtigkeit und vor allem von gesundem Menschenverstand. Nur leider werden heutzutage noch Schüler damit belastet. Obwohl dieses Werk doch sehr an die damalige Zeit gebunden ist, wird es als sehr zeitgenössische dargestellt, was mir nach der Lektüre dieses Buches doch sehr schleierhaft und unnachvollziehbar vorkommt. Aber ein nettes Buch für zwischendurch.

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  • Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

    Jugend ohne Gott
    Marlischen

    Marlischen

    21. July 2011 um 21:41

    Dieses Buch fasziniert. Auch beim dritten mal Lesen. Die Geschichte rund um den frustrierten Geschichtelehrer, der in einem Mord an einem Schüler verwickelt ist, lässt nicht kalt. Die Sprache ist galant, graziös, poetisch und doch bodenständig. Kurze Gedankenspiele über aktuelles Geschehen, wechseln mit philosophisch-religiösen Thesen und Ansichten. Kurz vor dem zweiten Weltkrieg verfasst. ist die Geschichte gerpägt von kommenden harten Zeiten, Gewalt und Rassismus. Gerade dies verleiht dem Roman eine brennende Aktualität.

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