Øistein Borge Kreuzschnitt

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Inhaltsangabe zu „Kreuzschnitt“ von Øistein Borge

Die Krimi-Entdeckung aus Skandinavien Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet: Der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ist in seiner Villa in Südfrankreich ermordet aufgefunden worden - doch alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi. Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt. Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Bulls Ermittlungen führen ihn schnell in die Vergangenheit: zu einem grausamen, ungesühnten Verbrechen in den vierziger Jahren … "Mit das Beste, was ich seit langer Zeit in der norwegischen Kriminalliteratur gelesen habe." Bookbloggeir/ Geir Tangen

Interessanter Inhalt mit leider fast zu wenig Spannung

— shellydvs

Ein tolles Debut, mit einer packenden Story und einem interessanten Kommissar.

— twentytwo

Grausame Verbrechen in der Vergangenheit und Gegenwart!

— mannomania

Ein grandioser Krimi mit einem spannenden Fall und einer emotionalen Geschichte aus der Vergangenheit.

— Lealein1906

Ein spannender und kurzweiliger Krimi, dessen Tiefgang sich erst nach und nach erschließt.

— klottchen

Interessante Charaktere und die länderübergreifenden Ermittlungen konnten neben der komplexen Handlung überzeugen. Band 2 darf kommen!

— tinstamp

habe mich mit dem Buch schwer getan

— DianaE

Authentischer Ermittler mit tragbarem seelischen Ballast in einem Fall, mit spannendem glaubhaften Verlauf und nicht vorhersehbarem Ende.

— Ro_Ke

etwas zäh

— karin66

Sympatische und authentische Charaktere, eine wendungsreiche und spannende Handlung sowie ein angenehmer Sprachstil.

— Flaventus

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  • Rezensionen
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  • Themen
  • Absolut begeisternd

    Kreuzschnitt

    Streiflicht

    11. October 2017 um 18:51

    Dieser Krimi hat mich von der ersten Seite an absolut begeistert und überzeugt. Bogard Bull mochte ich sofort, auch trotz seiner Düsterkeit aufgrund seiner schlimmen Vergangenheit. Vielleicht auch gerade deswegen. Er ist ein aufrechter Polizist und kämpft für die Wahrheit. Er ist hart im Nehmen und bekommt eine Spezialaufgabe, die er mit Bravour meistert, auch wenn ihm einige Steine in den Weg geworfen werden. So ein Roman kann nur aus Skandinavien stammen, düster und humorvoll zugleich. Beim Lesen war ich oft erschreckt oder geschockt, musste aber auch immer wieder lächeln oder lachen. Einfach nur perfekt. Gleichzeitig war die Geschichte von Anfang an spannend und bis zum Ende wusste ich nicht genau, wer der Täter war und warum was passiert ist. Einfach nur genial. Die Schreibweise ist unglaublich temporeich und reißt den Leser richtig mit. Man mag gar nicht mehr aufhören zu lesen und ist am Ende richtig traurig, dass das Buch schon zu Ende ist. Also bleibt mir nur, auf eine baldige Fortsetzung mit Kommissar Bull zu hoffen. Jedenfalls mit eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe!    

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  • Interessanter Inhalt mit - für mich - leider fast zu wenig Spannung

    Kreuzschnitt

    shellydvs

    11. October 2017 um 18:10

    Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet: Der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ist in seiner Villa in Südfrankreich ermordet aufgefunden worden - doch alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi. Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt. Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Bulls Ermittlungen führen ihn schnell in die Vergangenheit: zu einem grausamen, ungesühnten Verbrechen in den vierziger Jahren ... Der Krimi war inhaltlich wirklich sehr gut und detailliert!Ich muss jedoch zugeben, dass es mich nicht so mitgerissen hat wie einige andere Krimis und Thriller... Trotzdem war es gut und einfach zu lesen und auch bereits der Anfang hat mich sehr angesprochen. Ich wünschte, es wäre im Laufe des Buches etwas mehr Spannung geblieben, würde es aber dennoch als unterhaltsame Lektüre bezeichnen.Ich denke, dass richtiger Thriller einfach mehr für mich ist als "nur" Krimi und empfehle das Buch darum trotzdem an Krimi-Fans weiter. :)

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  • Kreuzschnitt

    Kreuzschnitt

    twentytwo

    09. October 2017 um 16:31

    Sie hat ihn offiziell zwar vor die freie Wahl gestellt, den neugeschaffenen Posten bei Europol anzunehmen, trotzdem ist die Chefin von Bogart Bull überaus erleichtert, dass ihr, im Fall seiner Ablehnung, seine Zwangsversetzung erspart bleibt. Bevor Bull sich noch lange besinnen kann, worauf er sich eingelassen hat, befindet er sich bereits auf dem Weg an die Côte Azur. Mit gemischten Gefühlen sieht er der Begegnung mit dem vor Ort zuständigen Kommissar entgegen, den er bei den Ermittlungen im Fall des ermordeten norwegischen Unternehmers Axel Krogh unterstützen soll. Entgegen Bulls Befürchtungen, entwickelt sich die Zusammenarbeit mit dem französischen Kollegen äußerst positiv. Trotzdem gelingt es ihnen, aufgrund mangelnder Indizien nicht, Mörder und Motiv einzugrenzen. Erst als sich aus einem vagen Hinweis in die Vergangenheit eine Spur ergibt, können sie hoffen den Täter zu stellen.FazitEine überaus spannende und komplexe Geschichte, die in einer gelungenen Mischung aus Gegenwart und Historie, für beste Unterhaltung sorgt.

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  • Grausame Verbrechen in der Vergangenheit und Gegenwart!

    Kreuzschnitt

    mannomania

    06. October 2017 um 22:07

    Zum Inhalt:Ein norwegischer Unternehmer und Kunstsammler, Axel Krogh, wird in seiner Luxusvilla in Südfrankreich brutal ermordet. Auf dem Rücken wurde ihm ein Kreuz eingeritzt (s. Titel). Außerdem fehlt ein unsigniertes Bild von Edvard Munch, das einen Dämon darstellt und die Zahl Sieben.Bogart Bull ist Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei. Er hat selbst eine schwere Zeit hinter sich. Bei einem provozierten Autounfall hat er seine Frau und auch seine geliebte Tochter verloren. Zunächst stürzt er ab in die Alkoholsucht. Aber, seine Chefin, Eva Heiberg, gibt Bull die Chance, als norwegischer Ermittler bei Europol für den Fall des Axel Krogh zuständig zu sein, auch sein Vater unterstützt ihn.Bull beginn mit seinem französischen Kollegen Jean Moulin, Kriminalpolizei in Marseille, mit der Arbeit...werden sie den Fall gemeinsam lösen können...?Doch das Rätsel liegt in der Vergangenheit, es bezieht sich auf Verbrechen während des 2. Weltkrieges.Unterschiedlich verfolgt der Leser die Ermittlungen und man glaubt, so langsam dem Motiv näherzukommen und hatte einen Verdacht. Dann folgen wieder überraschende Wendungen.Der Schreibstil und die charakteristischen Darstellungen wurden sympathisch beschrieben. Die Zusammenarbeit mit dem französischen Kommissar war sehr gut und entwickelte sich freundschaftlich, dazu immer wieder gewisse Inputs in der Landessprache, das hatte Charme.Fazit:Ein für mich fesselnder und spannender Krimi mit authentischen Ermittlern auf Eurobasis.Lediglich die Bezüge zur Vergangenheit waren mir - in Summe - dann doch etwas zu langatmig und auf Dauer einfach zu viel.

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  • Tolles Abenteuer mit tollem Erzählerlebnis

    Kreuzschnitt

    Lealein1906

    06. October 2017 um 19:30

    „Kreuzschnitt“ ist wirklich mal wieder ein schöner Krimi, den ich lesen durfte. Es geht um Bogart Bull, einen Kommissar, der gerade Frau und Kind verloren hat. Das kommt zwar immer mal wieder vor und hilft Bull emotional näher gekommen, aber es nimmt keine dominante Rolle ein. Jetzt wird er zu Europol versetzt und zu einem mysteriösen Fall. Der reiche Norweger Axel Krogh wird ermordet, mit einem Kreuz auf dem Rücken aufgefunden und ein kleines Bild seiner bedeutenden Sammlung wird gestohlen. Doch Bull und seine französischen Kollegen tappen im Dunkeln, es gibt noch nicht einmal einen Verdächtigen. Und die Ermordung Kroghs wird nicht der einzige Mord bleiben. Zusätzlich zu dem Fall gibt es einen zweiten Erzählstrang, der das Besondere dieses Krimis ausmacht: Immer wieder wird aus der Vergangenheit berichtet und von dem Bild, das gestohlen wurden. Wir erfahren von seiner Herkunft, aber auch die Geschichte drum herum, die dann vor allem im zweiten Weltkrieg spielt und von wirklich grausamen aber auch unheimlich spannenden Dingen erzählt. Da will ich gar nicht zu viel vorwegnehmen, aber diese zweite Ebene gibt dem Krimi wirklich viel Emotionalität mit und bringt völlig neue Sachen mit in die Ermittlungen, vor allem weil man am Anfang gar nicht weiß, wie das so alles zusammenhängen soll. Das ist dem Autor super gelungen. Der Schreibstil ist für einen Krimi total angemessen und man kommt schnell durch. Auf jeden Fall bleibt man lange im Dunkeln und selbst wenn man denkt, man hat es raus, hat man am Ende doch nicht Recht. Das Cover ist zwar mit dem Schwarz-Gelb sehr interessant, spricht mich aber nicht völlig an. Trotzdem hat mich der Inhalt total überzeugt, deswegen kann ich für diesen spannenden Krimi nur fünf Sterne geben und ihn herzlichst an alle Krimifans weiterempfehlen.

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  • Leserunde zu "Kreuzschnitt" von Øistein Borge

    Kreuzschnitt

    m_exclamationpoint

    Internationale Verbrecherjagd mit skandinavischem Flair Das florierende Kommissariat von Europol ist Dreh- und Angelpunkt für die internationale Verbrecherjagd und stellt das ehrgeizige Ziel vieler Kommissare in Oslo dar – nicht so jedoch für Kommissar Bogart Bull. Europol ist für ihn nur eine weitere Strafe in seinem Leben voll Depression und Melancholie. Nachdem er Frau und Kind bei einem Unfall verloren hat ist jeglicher Lebenswille und Ermittlergeist aus seinem Körper gewichen. Bis ein mysteriöser Fall langsam sein Interesse weckt...Begleite Kommissar Bogart Bull bei der Aufklärung eines Kriminalfalles und mach mit bei unserer Leserunde zum überwältigenden Norwegen-Krimi "Kreuzschnitt" von Øistein Borge.Über das Buch:Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet: Der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ist in seiner Villa in Südfrankreich ermordet aufgefunden worden - doch alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi. Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt. Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Bulls Ermittlungen führen ihn schnell in die Vergangenheit: zu einem grausamen, ungesühnten Verbrechen in den vierziger Jahren …"Mit das Beste, was ich seit langer Zeit in der norwegischen Kriminalliteratur gelesen habe." Bookbloggeir/ Geir TangenÜber den Autor:Øistein Borge wurde 1958 in Norwegen geboren und lebt heute in Oslo und Palma de Mallorca. Er arbeitete als Regisseur, Texter und Creative Director in der Filmbranche und in der Werbung. Darin war er so erfolgreich, dass er nicht nur in Norwegen mit Preisen ausgezeichnet wurden, sondern zum Beispiel auch mit zwei goldenen Löwen beim Werbefilmfestival in Cannes. Der Kriminalroman "Kreuzschnitt" ist sein Literaturdebüt.Gemeinsam mit dem Droemer Verlag vergeben wir in unserer Leserunde 20 Exemplare von "Kreuzschnitt". Was ihr tun müsst, um dabei zu sein? Bewerbt euch bis einschließlich 06.09. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Kunst hat viele Gesichter und ist bekanntlich eine Frage des Geschmacks. Welches Kunstwerk ist so unbeschreiblich, dass ihr euch vorstellen könntet dafür zu töten? Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen. Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.  

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    • 388
  • Auf´s Kreuz gelegt

    Kreuzschnitt

    Ro_Ke

    04. October 2017 um 18:02

    Klappentext (Lovelybooks): Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet: Der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ist in seiner Villa in Südfrankreich ermordet aufgefunden worden - doch alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi. Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt. Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Bulls Ermittlungen führen ihn schnell in die Vergangenheit: zu einem grausamen, ungesühnten Verbrechen in den vierziger Jahren. Meine Meinung: Øistein Borge präsentiert seinen Lesern einen durchweg spannenden Kriminalroman, in dem die Motivsuche in ein dunkles Kapitel der Vergangenheit führt.  Borge versteht es, mit seiner recht schonungslosen Darstellung der Morde in der Gegenwart und den grausamen Geschehnissen in der Vergangenheit, die Leser zu schockieren und an die Seiten zu fesseln.  Beide Handlungsstränge bieten einen spannenden Verlauf, der es dem Leser nie leicht macht, hinter die Auflösung zu kommen, denn der Autor schafft es, die Leser immer wieder geschickt auf´s Kreuz zu legen. Vorhersehbarkeit ist in diesem Kriminalroman definitiv ein Fremdwort. Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet und bieten ausreichend Tiefe, um sich ihnen verbunden zu fühlen. Kommissar Bull hat zwar einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten, dieser überfrachtet jedoch zu keinem Zeitpunkt die glaubhaft dargestellte Ermittlungsarbeit.  Diese artet nicht in ausufernde Hahnenkämpfe aus, sondern es macht Spaß, dem internationalem Team bei den Ermittlungen zu folgen.  Die Zusammenführung der beiden Handlungsstränge bietet am Ende ein stimmiges, wenn auch sicher überraschendes Ganzes.  Fazit: Authentischer Ermittler mit tragbarem seelischen Ballast, in einem Fall, mit spannendem glaubhaften Verlauf und nicht vorhersehbarem Ende.

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  • „Den syvende demonen“ trifft es genauer

    Kreuzschnitt

    klottchen

    03. October 2017 um 22:27

    „Den syvende demonen“ heißt das Original, also der siebte Dämon. Dieser Titel entspricht meines Erachtens viel eher dem Inhalt als die Übersetzung „Kreuzschnitt“. Vordergründig ist es durchaus ein spannender und gut zu lesender Krimi. Letztlich ist das Buch aber viel komplexer und thematisiert individuelle Schuld und Schuldfähigkeit im Sinn von individueller Verantwortlichkeit von dem einzelnen Menschen.   Ein norwegischer Kommissar, dessen Frau und Tochter durch einen von ihm überführten Verbrecher brutal ermordet werden, flüchtet sich in Alkohol. In seiner Existenzkrise wird er nach Frankreich abgeordnet, wo ein norwegischer Industrieller getötet und geschändet wurde. Zusammen mit dem sympathischen, französischen Kollegen, dessen Vorväter heldenhaft in der Resistance gekämpft hatten, ermittelt er den Fall, der in die Vergangenheit, zurück zur deutschen Besetzung 1943 und zu einer Künstlergruppe 1906 führt. Szenenhaft wird der Leser in verschiedene Handlungs- und Zeitstränge hineingeworfen, die ihm nahelegen, das Verbrechen habe mit einem Dämonenbild von Edward Munch, dem französischen Widerstand und Naziverbrechen zu tun. Dagegen können die Ermittler nur bruchstückhaft erahnen, dem bzw. den weiteren Morden könne ein Motiv jenseits von Geld- und Machtgier zugrunde liegen.   Der Krimi ist sprachlich flüssig, ohne langatmige Passagen. Die handelnden Personen werden knapp, aber scharf gezeichnet. Mich hat die Handlung des Romans gefesselt. Die teilweise unerwarteten Zeitwechsel erhöhen die Spannung, da der Erzähler zudem aus wechselnden Perspektiven anderer Romanfiguren erzählt. Ich habe mich aber auch schwer getan, eine Begeisterung stellte sich nicht ein. Lange brauchte ich heraus zu bekommen, weshalb ich immer wieder stolperte. Sprachliche Formulierungen waren mir nicht leicht genug, Sprachbilder passten nicht richtig. Ich war immer wieder irritiert. Im Nachhinein lag dies an meiner zugegeben stereotypen Krimi-Erwartungshaltung. Wer also nur miträtseln möchte, wer der Mörder ist, wird dem Anspruch dieses Buches nicht gerecht. Mich hat der Autor zum Nachdenken gebracht, eben im weitesten Sinne über „Dämonen“ in und um uns herum.

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  • Der siebente Dämon

    Kreuzschnitt

    tinstamp

    03. October 2017 um 15:40

    Mit "Kreuzschnitt" hat der norwegische Autor Øistein Borge den ersten Fall rund um Kommissar Bogart Bull geschrieben. Das Buch ist kein 08/15 Krimi, denn die Aufklärung des Falles ist länderübergreifend und wird in zwei Zeitebenen erzählt. Das ist vielleicht nicht Jedermanns Sache, doch zum Verständnis der Geschichte einfach ein MUSS.Der Krimi startet mit einem Prolog, der Befürchtungen in mir weckte, dass wir es wieder mit dem typischen kaputten skandinavischen Ermittler zu tun haben, denn Kommissar Bogart Bull hat einen schweren Verlust erlitten. Seine Frau und seine Tochter wurden mit tödlicher Absicht von einem jungen Mann, den Bull überführt hat, ermordet. Daraufhin verliert er jeglichen Halt und beginnt zu trinken. Hier hätten wir also wieder den typischen kaputten Ermittler ohne Familie und alkoholabhängig, wie wir ihn aus vielen skandinavischen Krimis kennen. Doch der Autor kratzt hier die Kurve und schickt seinen Komissar auf Entzug und Bull bekommt die Chance zur Rehabilitierung - und nutzt sie auch! Seine Chefin Eva Heiberg versetzt ihn zu Europol und schickt Bull nach Südfrankreich um einen Mord an einem Landsmann aufzuklären.In einer luxuriösen Villa wurde der norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh brutal ermordet und geschändet. Am Rücken wurde ihm ein Kreuz eingeritzt und eines seiner Kunstwerke fehlt. Es ist ein unsigniertes Bild von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt und die Zahl Sieben.Bogart Bull und sein französischer Kollege Jean Moulin von der Kriminalpolzei Marseille beginnen die Ermittlungen und tappen doch einige Zeit im Dunklen. Geht es um Kunstraub? Oder um ein Verbrechen aus satanischen Kreisen? Doch das Rätsel liegt in der Vergangenheit und Bulls Ermittlungen führen ihn zu einem grausamen und ungesühnten Verbrechen während des 2. Weltkrieges.Geschickt verbindet der Autor die Geschehnisse in der Gegenwart mit einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit. Mit einem für einen Krimi unüblichen Erzählmittel blendet der Autor zunächst zurück ins Jahr 1906. In Cotignac an der Côte d‘Azur treffen sich im Haus von Santiago Gaillard einige Künstler, darunter auch Henri Matisse und Edvard Munch, die gemeinsam sieben Bilder mit einem Dämön zeichnen und durchnummerieren, aber nicht signieren.Weiters gibt es einen Handlungsstrang aus der Vergangenheit, der in Frankreich während des Zweiten Weltkrieges spielt und sich mit der Résistance befasst. Obwohl ich schon viele Bücher zum Thema Zweiter Weltkrieg gelesen habe, gibt es hier Stellen, die mir wirklich zugesetzt und mich sehr aufgewühlt haben.Abwechselnd verfolgen wir nun Bulls und Moulins Ermittlungen in der Gegenwart und werden Stück für Stück an das Motiv herangeführt, das in der Zeit des Zweiten Weltkrieges zurückliegt. Die Handlung ist vielschichtig und ziemlich komplex, die Grundstimmung eher düster.Überraschende Wendungen ließen mich immer wieder von meinem Verdacht abkommen und brachten Spannung ins Geschehen. Zum Ende hin fügt sich alles perfekt zusammen und lässt keine Fragen offen. Wer vor Rückblenden in den Zweiten Weltkrieg nicht zurückschreckt und einen Krimi mit Anspruch sucht, der kann hier zugreifen!Charaktere und Schreibstil:Mit Bogart Bull hat der Autor einen sehr menschlichen und sympathischen Kommissar erschaffen, der noch sehr um seine Frau und seine Tochter trauert. Trotzdem nimmt er die Hilfe, die sich ihm durch seinen neuen Job anbietet, an. Gefallen hat mir auch, dass sich die Zusammenarbeit mit dem französischen Kommissar sehr positiv gestaltet und am Ende sich sogar eine Freundschaft entwickelt. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und wirkten ebenfalls sehr glaubwürdig.Die Handlung ist vielschichtig und komplex, der Schreibstil angenehm und flüssig. Man fühlt mit Bull und rätselt beim Kriminalfall mit.Fazit :Ein etwas anderes Krimi, der aus dem ewigen Einheitsbrei diverser Krimis heraussticht, auch wenn sich nicht jeder mit dem Vergangenheitstrang anfreunden wird können. Interessante Charaktere und die länderübergreifenden Ermittlungen konnten neben der komplexen Handlung überzeugen. Ich werde sicher auch zum Folgeband rund um Kommissar Bogart Bull greifen!

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  • Ein sehr gelungenes Debüt!

    Kreuzschnitt

    hundeliebhaber

    03. October 2017 um 12:50

    Bogard Bull muss den herben Verlust seiner Frau und seiner Tochter verkraften, was ihm alles andere als leicht fällt. Aus diesem Grund versetzt seine Chefin ihn zu Europol und schickt Bull schnell zu seinem ersten Fall im neuen Job.Ein norwegischer Millionär und Kunstsammler wurde ermordet und geschändet. Einziger Anhaltspunkt für Bull und seinen Kollegen Moulin ist ein Gemälde, das aus dem Haus des Toten verschwunden ist. Øistein Borge verfügt über einen sehr angenehmen Schreibstil, den er erzählerisch gut anzuwenden weiß. Der Prolog beginnt sehr spannend und wird dann von erzählenden Kapiteln abgelöst. Dadurch werden dem Leser jedoch die Charakterzüge des Ermittlers dargeboten, was eine gute Nähe schafft.Der Autor erzählt auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart und der Zeit um 1945. Es dauert, wie zu erwarten, bis der Leser die wichtigen Zusammenhänge sehen und die Bezüe zu Bulls Ermittlung erkennen kann. Wie es bei einem Kriminalroman üblich ist, nimmt die eher ruhigere Erzählung viel Raum ein. Dennoch weiß Øistein Borge Spannungsmomente herzustellen und so einen konstanten Spannungsbogen zu erhalten, der zwischenzeitlich immer wieder steigt und dann langsam wieder fällt.Vor allem die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, sind sehr gut dargestellt und glänzen durch ordentlich recherchierte Fakten, die harmonisch in den Erzählverlauf eingearbeitet sind.Øistein Borge ist hier ein tolles Debüt gelungen, das einen schlüssigen Fall mit einem sympathischen und authentischen Ermittler beinhaltet. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, sodass sich auch die erzählenden Passagen mit Genuss lesen lassen!

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  • Oisten Borge – Kreuzschnitt

    Kreuzschnitt

    DianaE

    30. September 2017 um 19:08

    Oisten Borge – Kreuzschnitt Nach dem Tod seiner Ehefrau und seines Kindes, der sich als Mord herausstellt, verliert Kommissar Bogart Bull seinen Lebensmut und auch fast seine Stelle bei der Osloer Polizei. Seine Chefin Eva Heiberg erkennt Bull´s Potenzial und fordert ihn, in dem sie ihn in eine andere Abteilung versetzt: Von nun an soll er sich an den Ermittlungen im Ausland beteiligen, wenn dort ein Norweger unter ungeklärten Umständen zu Tode kommt. Genau so ein Fall führt in nach Sainte-Maxime in das Haus Maison Krogh. Der Kunstsammler und hochbetagte alte Mann wurde ermordet aufgefunden und grausam verstümmelt. Dazu fehlt in dem überteuerten Anwesen nur ein einziger Gegenstand: Ein Bild, nicht besonders hübsch und mit einem eigenwilligen Motiv. Als Bull und sein „neuer“ Kollege Moulin ermitteln, verdichten sich die Hinweise, die zu Gräueltaten im zweiten Weltkrieg führen. Als ich mir die Leseprobe zu Kreuzschnitt durchgelesen habe, habe ich etwas ganz anderes erwartet, als das worum sich der Krimi letztendlich dann gedreht hat. Der Klappentext und die Leseprobe handeln von einem grausam verübten Mord, einem geraubten Kunstwerk und bekommen habe ich eine sehr ausschweifende, streckenweise langatmige und zu detaillierte Ausführung zum zweiten Weltkrieg und eine Kriminalgeschichte, die ich persönlich nicht immer nachvollziehbar fand. Das ich so meine Probleme mit der Story hatte liegt vielleicht einerseits an dem überbordenden Fremdenhass, der in diesem Buch allgegenwärtig scheint, aber vielleicht auch an den für mich nicht ersichtlichen Ausschweifungen der Charaktere und der Schauplatzbeschreibungen. Ich hatte es recht schnell schwer, weiter in der Geschichte voran zu kommen, und ich will ehrlich sein, hätte ich das Buch nicht in einer Leserunde besprochen, hätte ich es bei ungefähr der Hälfte des Buches zur Seite gelegt. Es ist nicht zu leugnen, dass der Autor sein Herzblut in das Buch gesteckt hat, viele Fakten recherchiert und eine sehr schöne Grundidee hatte. Weiterhin wird beim Lesen klar, welche Wortgewandtheit der Autor besitzt, und ich bin mir sicher, dass auch, wenn ich dieses Buch aufgrund der Thematik nicht so ansprechend fand, ich das nächste Buch ebenfalls lesen werde, denn Herr Borge hat eine wirklich überaus anschauliche Art seine Geschichte, die Schauplätze und die Charaktere zu beschreiben. Auch die Geschichte in zwei Zeitperspektiven zu gestalten, war überaus geschickt und so kommt der Leser nur langsam hinter des Rätsels Lösung. Der gebrochene, charmante und etwas eigenwillige Ermittler Bull hat die Geschichte deutlich aufgepeppt und seine Ermittlungsansätze waren interessant mit zu verfolgen. Ich bin froh, dass er zum Ende hin doch noch die Kurve zu bekommen scheint, und vielleicht ist das nächste Buch des Autors nicht so düster und beklemmend. Dennoch, ich habe einfach nicht zu dem Buch gepasst und die Chemie hat hier einfach nicht gestimmt. Das ist schade, und ich bedaure, keine positivere Rezension schreiben zu können. Empfehlen kann ich das Buch allen Krimilesern, die viel Wert auf detaillierte Beschreibungen, ausschweifende Story, die an der Thematik des zweiten Weltkrieges interessiert sind und einen Ermittler, der auch mal außergewöhnliche Wege geht. Das Cover ist ein hübscher Blickfang. Auf der einen Seit steht die Dunkelheit, auf der anderen Seite das Licht. Fazit: Bedauerlicherweise schweift die Thematik weit vom Klappentext und der Leseprobe ab, sodass ich mich mit dem Buch schwer getan habe. 2,5 Sterne.

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  • Kreuzschnitt

    Kreuzschnitt

    karin66

    30. September 2017 um 04:39

    Das Cover und der Titel haben mein Interesse an dem Buch geweckt. Lassen sie doch auf einen spannenden Krimi hoffen. Auch der Klappentext hat mich in meiner Vermutung bestätigt. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.  Die einzelnen Personen sind durchdacht und sehr gut ausgewählt. Kommissar Bogart Bull ermittelt hier in einem Fall. Er selbst hat auch schon einen schweren Verlust erlitten, seine Frau und sein Kind wurden bei einem Autounfall getötet. Er ermittelt nun in einer Mordserie, bei der die Opfer postmordum noch geschändet wurden. Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Es beginnt zwar spannend, doch dann flacht der Spannungsbogen sehr ab und das Ganze zieht sich sehr in die Länge und wird zäh wie Kaugummi.  Schade, denn die Thematik und die Idee waren eigentlich sehr vielversprechend und hätten besser umgesetzt werden können.

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  • Tolle Erzählweise, spannender Fall

    Kreuzschnitt

    Jule_liest

    29. September 2017 um 15:44

    Rezension zu „Kreuzschnitt“ von Oistein BorgeInhalt:Bogart Bull, eigentlich Kriminalpolizist in Oslo, wird zu Europol versetzt, nachdem er aufgrund des Verlustes seiner Frau und seiner Tochter eine schwere Zeit durchmacht. So gelangt er nach Frankreich, wo ein norwegischer Millionär ermordet wurde. Da alle Verdächtigen ein Alibi haben, ist Bulls einziger Anhaltspunkt ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämonen zeigt. Die Ermittlungen führen Bogart Bull schnell zu einem grausamen Verbrechen in der Vergangenheit.Meinung:Der Schreibstil des Romans ist angenehm und sehr gut lesbar. Als Leser kann man sich gut in die Situationen des Buches hineindenken. Im Roman wechseln sich Abschnitte, die in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielen, ab. Die Verbindungen der Ereignisse aus den beiden Zeiten ist dem Autor gut gelungen. Der grobe Zusammenhang wird zügig deutlich, ohne jedoch alle Details zu verraten. So bleiben in beiden Handlungssträngen stets offene Fragen. Der genaue Zusammenhang, und damit auch die direkte Verbindung zum Mordfall in der Gegenwart, klärt sich erst am Ende.Zu Beginn war ich etwas hin- und hergerissen. Die Geschichte nahm, meiner Meinung nach, nur langsam Fahrt auf und auf den ersten Seiten passierte weniger als ich erwartet hatte. (Vielleicht hatte ich als Krimi-Neuling auch zu hohe Erwartungen?) Nach den ersten Abschnitten wird der Krimi dann aber richtig spannend. Das Buch kann mit einigen unerwarteten Vorfällen aufwarten, sodass die Spannung immer weiter steigt und auch bis zum Ende erhalten bleibt. Der weitere Verlauf des Krimis hat den schwachen Start in jedem Fall wieder wettgemacht. Der Autor hat mit Bogart Bull einen interessanten Hauptcharakter geschaffen. Der Ermittler ist einerseits sehr scharfsinnig, andererseits alles andere als perfekt. Gerade seine Ecken und Kanten machen ihn aber zu einem tollen Charakter. Die Klischees werden schon zu oft bedient. Er wird mit Sicherheit auch in weiteren Fällen erfolgreich ermitteln können.Toll ist auch das letzte Kapitel, dass bereits die Neugierde auf den nächsten Band weckt.Insgesamt handelt es sich bei dem Krimi um einen spannenden Fall, der mit seiner Erzählweise und einem interessanten Hauptcharakter besticht. Nach anfänglicher Schwäche kommt viel Spannung auf, die bis zum Schluss erhalten bleibt. Ein Krimi der unterhält. Ich empfehle ihn in jedem Fall weiter und würde Bogart Bull gerne bei weiteren Fällen begleiten.

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  • Dieses Erstlingswerk überrascht

    Kreuzschnitt

    Flaventus

    29. September 2017 um 07:52

    Dieses Erstlingswerk überrascht. Schon der Anfang des Buch beginnt mit einem echten Epilog und nicht mit einem ersten Kapitel, das einfach Epilog genannt wurde. Und dann braucht es nur zwei weitere Kapitel und der Leser ist mittendrinnen in einem spannenden und verzwickten Mordfall.   Vor und Zurück In diesem Buch werden einige erzählerische Stilmittel verwendet, die mir sehr gefallen. Da sind zum Beispiel die Gedankenfetzen, die den Textfluss auflockern und die wir alle kennen. Sie machen den Unterschied zwischen dem, was man sagen möchte und dem, was tatsächlich die Lippen formen. Diese Blicke in die Gedanken der Protagonisten lockern nicht nur die Erzählung auf, sie lassen die Charaktere auch zugleich authentischer wirken. Zudem sind sie wohldosiert und werden nicht sintflutartig eingesetzt. Ein weiteres Stilmittel sind die Rückblenden in eine Vergangenheit, die der Leser anfänglich nicht einzuordnen weiß. Sie entführen den Leser in eine andere Welt, die irgendeinen Bezug zum aktuellen Fall aufweist. Es darf mitgeknobelt werden, wie die Handlungsstränge zueinandergehören.   Wendungen Innerhalb der Erzählstränge, sowohl in der Gegenwart, wie auch in der Vergangenheit, werden nach und nach Puzzleteile freigesetzt, die sich langsam zu einem großen Ganzen zusammenfügen und den Leser immer wieder zu überraschen wissen. Gekonnt wird der Leser geradezu dazu eingeladen, sich an den Ermittlungen zu beteiligen, woran der flüssige und leicht lesbare Schreibstil einen nicht unwesentlichen Anteil hat. Dabei verliert sich Borge nicht in verschwenderischen Umschreibungen der Umgebung oder des Landes, sondern kommt immer gleich auf den Punkt. Er versteht es, den Leser einzufangen und mitzunehmen.   Fazit Sympatische und authentische Charaktere, eine wendungsreiche und spannende Handlung sowie ein angenehmer Sprachstil: Kein Wunder, dass dieses Erstlingswerk als „Die Krimi-Entdeckung aus Skandinavien“ gefeiert wird. Für mich persönlich ist es die bisherige Krimi-Überraschung des Jahres schlechthin. Wer sich diesem Genre nicht verschrieben sieht, weil er fürchtet, dass sowieso in immer gleicher Tatort-Marnier Mordfälle behandelt werden, der sollte einen Blick risikieren und sich ebenfalls von diesem Buch überraschen lassen. BTW: Wem ist aufgefallen, dass die Printversion ein anderes Cover als die E-Book-Version aufweist … ? Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

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  • Ganz anders als erwartet

    Kreuzschnitt

    Julianchen

    26. September 2017 um 22:44

    Bereits die Leseprobe hat mich begeistert, allerdings habe ich eine andere Handlung erwartet, einen typisch nordischen Krimi, etwas dunkel, bedrückend und kalt. Ich dachte an einen psychopathischen Mörder, der sich am Ermittler rächen will und nicht an so eine vielschichtige Geschichte in der Geschichte. Der charismatische Ermittler Bull hat seine Frau und seine Tochter verloren. Er beginnt gerade wieder Fuß zu fassen, als er zu einer Behörde bei Europol abkommandiert wird. Der Mord an einem reichen schwedischen Unternehmer in Südfrankreich zwingt ihn zu einer Reise nach Sant Tropez. Dort stößt er auf allerlei Ungereimtheiten, Familienintrigen und einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit, das gerächt werden will. Dieses Buch vereint zwei meiner liebsten Genre: Krimi und historische Geschichte aus der Zeit vor 1945. Spannend und bewegend wird das Schicksal des jungen Tigo geschildert, dessen Vater Künstler im Kreis um Matisse und Munch war und sograusam sterben musste. Ein wirklich spannender Krimi, der durch die verschieden Perspektiven und Zeitebenen überrascht. Einzig die Auflösung ist etwas vorhersehbar, aber das tut dem sehr positiven Gesamteindruck keinen Abbruch.

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