Kreuzschnitt

von Øistein Borge 
4,3 Sterne bei84 Bewertungen
Kreuzschnitt
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (73):
MikkaGs avatar

Die Handlung erstreckt sich über mehrere Zeitebenen erstreckt, die Auflösung ist intelligent konstruiert. Ein interessantes Krimi-Debüt.

Kritisch (2):
brauneye29s avatar

Hat mich nicht überzeugt

Alle 84 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Kreuzschnitt"

Die Krimi-Entdeckung aus Skandinavien

Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet: Der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ist in seiner Villa in Südfrankreich ermordet aufgefunden worden - doch alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi. Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt. Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Bulls Ermittlungen führen ihn schnell in die Vergangenheit: zu einem grausamen, ungesühnten Verbrechen in den vierziger Jahren …

"Mit das Beste, was ich seit langer Zeit in der norwegischen Kriminalliteratur gelesen habe." Bookbloggeir/ Geir Tangen

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426306048
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Droemer Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.10.2017 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne35
  • 4 Sterne38
  • 3 Sterne9
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Schnicks avatar
    Schnickvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Guter Kriminalroman, der zum Rätseln einlädt.
    Guter Kriminalroman

    "Kreuzschnitt" wird auf dem Cover ganz richtig als Kriminalroman und nicht als Thriller bezeichnet. Das ist insofern wichtig, als Borge weniger Wert auf Spannung, als vielmehr auf das Rätsel selbst legt - und das gelingt ihm sehr gut.


    Der Roman bietet zwei Erzählstränge, von denen einer die Geschichte des entwendeten Gemäldes erzählt, der zweite Erzählstrang spielt in der Gegenwart des Jahres 2014, in denen der norwegische Ermittler Bogart Bull für Europol einen Mordfall an der Cote D'Azur aufklären soll.

    Beide Erzählstränge sind geschickt miteinander verknüpft und es macht sehr viel Spaß, ihnen beiden zu folgen. Vor allem die Geschichte des Gemäldes ist sehr gut eingebunden und vor allem wirklich interessant. Allein die hätte ein (kurzes) Buch verdient. Umso schöner ist es, dass Borge es geschafft hat, die Vergangenheit mit der Gegenwart so unterhaltsam zu verknüpfen. Ich für meinen Teil habe den Roman sehr genossen, der nicht nur eine tolle Geschichte erzählt, sondern auch zum Raten einlädt, wer denn nun der Mörder und was das Motiv hinter den Morden ist. So gesehen ist Borge ein klassischer Kriminalroman gelungen, der trotzdem heutige Leser begeistern kann.

    Ich persönlich freue mich schon sehr auf einen zweiten Band mit Bogart Bull!

    Kommentieren0
    43
    Teilen
    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Die Handlung erstreckt sich über mehrere Zeitebenen erstreckt, die Auflösung ist intelligent konstruiert. Ein interessantes Krimi-Debüt.
    Interessanter Krimi auf drei Zeitebenen


    Cotignac, Südfrankreich im Jahr 1906:


    Der Fauvismus, eine zunächst kontrovers diskutierte Stilrichtung der Malerei, erreicht ihren Höhepunkt. Sieben ihrer Vertreter treffen sich zu einem mehrwöchigen Aufenthalt, einer Art Workshop, auf einem ehemaligen Weingut: Georges Roualt, Kees van Dongen, André Derain, Santiago Gaillard, Edvard Munch, Henri Matisse und Othon Friesz.


    Eymoutiers, Nouvelle-Aquitaine im Jahr 1943:


    Partisanen des Marquis, einer Bewegung der Résistance, planen als Sabotageakt gegen die deutsche Besetzung Frankreichs die Sprengung einer Brücke. Doch der sadistische SS-Obersturmführer Otto Wittmann ist den Maquisards auf der Spur.


    Oslo, Norwegen in der Gegenwart:


    Nach dem Tod seiner Frau und der gemeinsamen Tochter stürzt Kommissar Bogart Bull ab den Alkoholismus, macht eine Entziehungskur und tritt danach seine Stelle bei der Osloer Kriminalpolizei wieder an. Aber er ist nur noch ein Schatten seiner Selbst und seine Chefin beschließt, dass er zwei Dinge braucht: einen Tapetenwechsel und eine neue Aufgabe als Agent des Europols. Sein erster Fall führt Bull nach Südfrankreich, wo der reiche norwegische Unternehmer Axel Krogh ermordet wurde.


    Der Kriminalroman springt zwischen diesen drei Zeitebenen hin und her – nur nach und nach setzen sich die Bruchstücke zusammen zu einem clever konstruierten, komplexen Fall, dessen Wurzeln weit zurückreichen.


    Für mich waren es besonders der historische Hintergrund und die gekonnte Verknüpfung der verschiedenen Handlungsstränge, die das Buch originell und spannend machten. Man kann zwar schon früh erahnen, wo (und  wann) der Schlüssel des Ganzen wohl liegen muss, aber wie genau alles zusammenhängt, das ist die Frage! Natürlich gibt es da auch die ein oder andere unerwartete Wendung und  die Auflösung konnte mich überraschen.




    Die Spannung ist in meinen Augen eher eine ruhige, und ein paar Mal wird der Spannungsbogen auch unterbrochen, wenn die Geschichte in eine andere Zeit springt. Manches hätte vielleicht etwas gestrafft werden können, aber ansonsten fand ich die Geschichte durchweg sehr interessant.


    Gegen Ende hilft Kommissar Zufall etwas bei der Auflösung, aber das fand ich noch verzeihlich, weil es auf mich nicht zu konstruiert wirkte.


    Im ersten Moment hatte ich die Befürchtung, Kommissar Bogart Bull könnte ein furchtbares Klischee sein. Immerhin tummeln sich in der skandinavischen Kriminalliteratur die Ermittler mit Alkoholproblemen nur so, und langsam verliert das an Wirkung. Bogart stellte sich jedoch als die erfrischende Ausnahme heraus. Er ist auf dem besten Weg, sein Leben wieder in die Spur zu bringen und ist auch ein erfreulich umgänglicher Typ, der mit den französischen Ermittlern gut und ohne Egotrips zusammenarbeitet. Ich hätte nichts dagegen, ihm in weiteren Bänden in andere Länder zu folgen! Auf Norwegisch ist ein zweiter Band bereits erschienen, ich hoffe also auf eine deutsche Übersetzung.


    Auch die anderen Charaktere fand ich gut geschrieben, glaubhaft und ohne Klischees.


    "Der Widerschein seines blassen Gesichts hing wie ein Gespenst über den Lichtern auf der anderen Seite der Bucht."
    (Zitat)


    Der Schreibstil ist sehr ansprechend – oft ruhig, mit klaren Sätzen, aber auch mit prägnanten Bildern, die Atmosphäre erzeugen.


    Fazit:


    In Südfrankreich wird die Leiche eines reichen Norwegers gefunden, mit einem großen eingeschnittenen Kreuz auf dem Rücken. Aus seiner Villa wurde lediglich ein einziges Bild eines unbekannten Malers gestohlen – der sich aber rasch als der berühmte norwegische Maler Edvard Munch identifizieren lässt. Europol-Ermittler Bogart Bull, hinzugezogen aus Oslo, folgt den Spuren, die in die Zeit der deutschen Besatzung Norwegens führen.  


    Mich hat besonders angesprochen, dass die Handlung sich über mehrere Zeitebenen erstreckt und die Auflösung intelligent konstruiert wurde. Der angenehme Schreibstil und der sympathische Ermittler taten ihr Übriges, um dieses Krimi-Debüt in meinen Augen zu einem Erfolg zu machen.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Nadl17835s avatar
    Nadl17835vor 9 Monaten
    Frischer norwegischer Wind...

    Die schlimmen Erlebnisse und Verluste suchen den ehemals erfolgreichen und nun alkoholgeplagten, verbitterten Bogart Bull immer wieder heim. Doch er hat einen Schlussstrich gezogen und will endlich wieder durchstarten und seinem kümmerlichen alten Leben den Rücken kehren. Sogleich wird er von Interpol nach Frankreich versetzt, wo ein alter steinreicher Norweger in seinem Haus ermordet wurde. Doch das bleibt nicht der einzige Mord und es fehlt jede Spur eines möglichen Täters. Die Ermittler müssen tief graben, tief in der Vergangenheit suchen...


    Bereits am Anfang wird man mit der schweren Vergangenheit und dem Risiko eines Polizeibeamten konfrontiert und kann Bulls Absturz und die Verzweiflung ein Stück weit verstehen und nachvollziehen. Danach beginnen die Ermittlungen, die einen erst in die Irre führen, da man denkt zu wissen welches Motiv sich hinter der Tat verbirgt, da dieses am offensichtlichsten erscheint. Nach einem weiteren Geschehnis wird diese Vermutung jedoch wieder zunichte gemacht. Zwischendurch wird eine weitere Geschichte erzählt, die sich in einem kleinen Dorf Frankreichs während des zweiten Weltkrieges abgespielt hat und mit den aktuellen Geschehnissen korreliert. Inwiefern dies zusammenhängt wird allerdings erst später im Buch immer klarer. Der Autor verliert sich gerne in ausschweifenden Beschreibungen der Protagonisten und der Umgebung, was mich nicht gestört hat. Die Spannung ist immer nur so semi-vorhanden und steigert sich bis zum Schluss zum großen Finale. Die Motive sind ziemlich offensichtlich, aber der passende Täter fehlte, auch wenn es einen Verdächtigen gab, der es nach logischer Schlussfolgerung am ehesten sein könnte. Die Auflösung hat mich überrascht, denn ich wäre nie darauf gekommen, weil die Person zuvor nicht in Erscheinung trat.


    Alles in allem ein solider Krimi, der oft langatmig und etwas Spannungsarm ist.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    brauneye29s avatar
    brauneye29vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Hat mich nicht überzeugt
    Hat mich nicht überzeugt

    Zum Inhalt: 
    Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet. 
    Meine Meinung: 
    Leider konnte mich das Buch so überhaupt nicht einfangen. Die Sprünge zwischen jetzt und früher waren zwar nicht uninteressant, konnten für mich aber auch keine richtige Spannung in das Buch bringen. Auch hatte ich extreme Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, der mir so düster und wenig eingängig daher kam. Die Protagonisten lagen mir leider auch nicht so wirklich und das trägt dann oft schon dazu bei, dass die Geschichte nicht so richtig bei einem ankommt. 
    Fazit: 
    Hat mich nicht überzeugt.

    Kommentieren0
    60
    Teilen
    G
    Gisevor 10 Monaten
    Gut durchdachter Kriminalroman

    Nach dem tödlichen Unfall seiner Frau und seiner Tochter durchlebt der Osloer Kriminalkommissar Bogart Bull eine schwere Zeit. Seine Versetzung zu Europol bietet ihm eine Chance, zurück zu sich selbst finden. Der erste Fall bringt ihn nach Südfrankreich, wo der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ermordet aufgefunden wird. Entwendet wurde dabei ein Gemälde von Edvard Munch. Zusammen mit dem örtlichen Kriminalkommissar macht er sich auf die Suche nach dem Mörder und dessen Motiven – und stößt bald auf eine tragische Geschichte aus der Vergangenheit.

    „Kreuzschnitt“ ist das Debüt des norwegischen Autors Øistein Borge, der aus der Film- und Werbebranche kommt. Die vorliegende Geschichte spielt in drei Zeitebenen, so dass der Leser sich die tragischen Hintergründe zu dem Mord langsam anlesen kann. Obwohl der Mensch Bogart Bull den Verlust seiner Familie noch bewältigen muss, spielt sein Privatleben nur am Rand eine Rolle, im Mittelpunkt des Buches steht der gut ausgefeilte Plot um den Mord an Axel Krogh. Wohltuend ist die gute Zusammenarbeit der Kriminalkommissare, die sich sehr gut ergänzen, ohne auch nur einen Moment in ein Kompetenzgerangel zu geraten. So kann sich der Leser beim Mitraten auf das Wesentliche konzentrieren. Mancherlei überraschende Wendungen laden dazu ein, immer wieder neu zu überlegen, wobei die Auflösung lange nicht vorhersehbar ist.

    Sehr gerne möchte ich weiteres lesen über diesen Kommissar. Ich hoffe, dies ist der Beginn einer Reihe, der den Leser mit dem Kommissar in weiteren kniffligen Fällen durch Europa reisen lässt. Von mir eine Leseempfehlung für alle, die einen gut durchdachten Kriminalroman lieben.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    takabayashis avatar
    takabayashivor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Endlich mal ein spannender und nicht so düsterer skandinavischer Krimi, bei dem ein Norweger in Südfrankreich ermittelt
    Der Kommissar, der mit Vornamen Bogart heißt

    Bogart Bull, Ermittler bei der Kripo Oslo, hat eine schwere Zeit hinter sich - seine Frau und seine Tochter sind von einem jungen Vergewaltiger aus steinreicher Familie, den Bull überführt und ins Gefängnis gebracht hatte, vorsätzlich angefahren und getötet worden. Daraufhin hatte er sich in den Alkohol geflüchtet, hatte sich dann aber von den vereinten Kräften seines Vaters und seiner Chefin zu einer Entziehungskur überreden lassen. Nun verordnet ihm seine Chefin ein neues Betätigungsfeld: er soll bei einem Projekt von Europol mitarbeiten, bei dem es darum geht, die örtliche Polizei zu unterstützen, wenn es um Mordfälle an Ausländern geht.
    Mittlerweile ist in Südfrankreich der außerordentlich vermögende norwegische Geschäftsmann Axel Krogh in seiner Villa ermordet und geschändet aufgefunden worden. Außer einem unsignierten Bild von Edvard Munch scheint nichts zu fehlen, die anwesenden Freunde und Familienmitglieder haben alle ein Alibi.
    In Rückblenden in das Jahr 1943, in denen es um deutsche Besatzer und Mitglieder der französischen Résistance geht, erschließt sich dem Leser allmählich, dass es einen Zusammenhang zwischen dem heutigen Verbrechen und den damaligen Geschehnissen geben muss.
    Eine noch weiter zurückliegende Erzählebene erklärt die Entstehung und Geschichte des Munch-Bildes, das während eines Sommeraufenthaltes - heute würde man sagen Workshop - von Matisse, Munch und 5 anderen Malern gemalt wurde.
    Kommissar Bull uns sein französischer Partner werden relativ schnell miteinander warm und arbeiten sehr gut zusammen, doch letztendlich ist es Bull, der die entscheidenden Erkenntnisse hat.
    Sehr locker und gut geschriebener, und, auch wenn der Ermittler ein eher tragisches Schicksal hat, tendenziell amüsanter Krimi aus Norwegen, nicht so düster und schwerblütig wie skandinavische Krimis sonst oft sind. Gute, knappe Charakterisierungen der auftretenden Personen, die größtenteils sympathisch wirken. Sehr spannende Geschichte, deren Auflösung bis zum Ende nicht vorhersehbar ist. Falls Kommissar Bull noch weitere Fälle aufklären sollte, werde ich ihn mit Sicherheit dabei begleiten.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Krimines avatar
    Kriminevor einem Jahr
    Ein tiefgründiger und fesselnder Kriminalroman

    Mein Leben für das deiner Lieben. Ein grausamer Grundsatz, den ein auf Abwege geratener Sohn wohlhabender Eltern nutzt, um Rache zu üben. Als Amokfahrer in Oslo unterwegs, tötet er Kommissar Bogard Bulls Frau und ihre gemeinsame Tochter Anine. Bogard, der den Unfall nicht verwinden kann und glaubt, mitschuldig am Tod seiner Familie zu sein, findet von nun an seinen Trost im Alkohol. Allerdings nur bis zu dem Tag, als ihn seine Chefin zu einer Sondereinheit versetzt, die länderübergreifende Morde in Europa löst. Denn von nun an gilt seine Aufmerksamkeit einem mysteriösen Fall, der mit einem frühen Gemälde des norwegischen Kunstmalers Edvard Munch zusammenhängt.

    "Kreuzschnitt" ist nach einer erfolgreich veröffentlichen Jugendkrimireihe der erste Kriminalroman für Erwachsene, den der aus der Film- und Werbebranche stammende norwegische Autor Øistein Borge geschrieben hat. Beginnend mit dem Mord an einem schwerreichen Unternehmer und Kunstsammler, dem ein Unbekannter ein Kreuz in den Rücken geschnitten hat, über ein verschwundenes Gemälde, dessen Wert lange Zeit nicht bekannt gewesen ist, bis hin zu einem ungesühnten Verbrechen, das in den Kriegswirren um 1943 seinen Ursprung hat, wird der Leser in ein Geflecht aus brutal verübten Verbrechen gezogen, das nur schwer zu durchschauen ist.

    In mehreren Zeitebenen und an verschiedenen Orten erzählt, verwirrt die Handlung zunächst, bis der für Europol arbeitende norwegische Kommissar Bogard Bulls durch den fachkundigen Hinweis seines Vaters einen vagen Zusammenhang erkennt. Von da an geht es strikt voran. Verdächtige werden aufgespürt und befragt, Ermittlungsansätze neu ausjustiert und umgesetzt und auch der Killer wird wieder aktiv und wendet sich dem nächsten Opfer zu. Ein wendungsreiches Geschehen, das in einer ungeschönten Sprache geschildert wird und mit bildhaften Beschreibungen versehen, ungemein fesselt. Und obwohl die Rückblicke in die Vergangenheit zum Teil sehr ausufernd geraten sind und dadurch die Spannung ab und an zum Erliegen kommt, überzeugt die Geschichte einer perfiden Rache vor allem durch ihre Glaubwürdigkeit und einem nicht zu unterschätzenden emotionalen Aspekt. 


    Fazit:
    "Kreuzschnitt“ ist ein tiefgründiger Kriminalroman, der eine brutale Mordserie in der Gegenwart mit einem grausamen Verbrechen in der Vergangenheit geschickt verbindet und damit abwechslungsreich und fesselnd unterhält.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor einem Jahr
    Øistein Borge - Kreuzschnitt

    Der Mord an einem schwerreichen norwegischen Unternehmer bringt den Osloer Kommissar Bogart Bull an die Côte d’Azur. Der alte Axel Krogh wurde jedoch nicht nur einfach ermordet, sondern seine Leiche auch noch mit einem Kreuz geschändet. Ein einfacher Raubüberfall war es offenkundig nicht, denn aus der Villa wurde nur ein kleines, scheinbar unbedeutendes Gemälde gestohlen. Bull und sein französischer Kollege Moulin tappen im Dunkeln, spätestens als wenige Tage später die Tochter des Millionärs ebenfalls ermordet wird, steigt der Druck auf die beiden Ermittler durch die Behörden und die Öffentlichkeit ins Unermessliche. Es gibt keine Spuren, aber die Kreuze auf den Rücken der Toten lassen Bull ahnen, dass mehr als Geldgier hinter den Morden steckt.

    Øistein Borge ist die neue Entdeckung am skandinavischen Krimiautorenhimmel. Sein Debüt, das bereits im vergangenen Jahr in Norwegen begeistert aufgenommen wurde, lässt noch einiges von dem Regisseur und Texter erwarten. Er kann hier mit einer cleveren Geschichte, die viele unerwartete Wendungen nimmt und am Ende sauber gelöst wird, überzeugen. Auch sein Protagonist Bogart Bull hat einiges an Potenzial für noch folgende Romane.

    Was dem Roman gänzlich fehlt, ist das nordische Flair, was aber im Wesentlichen durch den Handlungsort in Südfrankreich bedingt ist. Erfreulicherweise werden wir nicht mit ausgiebigen Diners gelangweilt und die Landschaftsbeschreibungen sind ebenfalls kein seitenfüllendes Accessoire der Handlung. Hier schon einmal ein großer Pluspunkt gegenüber der überbordenden Masse an Frankreich-Krimis der letzten Jahre. Kommissar Zufall hat nur eine winzige Rolle bei der Lösung des Falls, wenn leider auch entscheidend für die Aufklärung, aber irgendwoher müssen die Impulse ja kommen und es hat hier zumindest die Glaubwürdigkeit des Plots nicht nachhaltig geschädigt. Einziger Makel waren für mich die langen Erzählungen in der Kriegszeit. Zwar waren sie für die Motivation des Mörders essentiell, aber leider für meinen Geschmack etwas zu ausführlich und nur begrenzt spannend und interessant.

    Alles in allem jedoch ein überzeugender Krimi, den man in einem Zug durchliest und der die Erwartungen weitgehend erfüllen kann.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Endlich mal ein skandinavischer Thriller, der mich wirklich begeistert hat.
    Endlich mal ein skandinavischer Thriller, der mich wirklich begeistert hat.

    Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich viel Wert auf das Cover lege. Und auch hier, bei diesem vorliegenden Buch, war es das Cover, das meinen Blick angezogen hat. Diese Trennung der Farben, das Herrenhaus...irgendwie sieht das ziemlich mystisch aus.  Da ich jedoch mit dem skandinavischen Krimis so meine Probleme habe, war ich nun wirklich gespannt, was mich erwartet würde.

    ØISTEIN BORGE beschreibt seinen Protagonisten, Kommissar Bogart Bull, sehr gefühlvoll. Schnell wird klar, dass der Leser praktisch von Anfang an dabei sein soll. Man erlebt das Gefühlschaos aufgrund des Todes der Ehefrau und der Tochter, und auch den tiefen Fall in den Alkoholkonsum. Dieses ist zwar mittlerweile nichts mehr außergewöhnliches in den Krimis, dennoch fand ich es hier sehr ansprechend. Gefühlvoll aber nicht zu emotional. Man erlebt seinen Fall, aber auch, wie er sich selbst wieder aufrappelt, auch dank seines Umfeldes.

    Durch die sehr interessanten Wendungen bleibt die Handlung sehr spannend und man möchte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Das Buch umfasst zwei Handlungsstränge, die perfekt am Ende ineinander übergehen.

    Fazit:

    Für 9,90 € erhält man hier einen Thriller, der einen über 336 Seiten hinweg, bestens unterhält.
    Endlich mal ein skandinavischer Thriller, der mich wirklich begeistert hat.

    Kommentare: 1
    13
    Teilen
    crazy_book_lover1s avatar
    crazy_book_lover1vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend bis zum Ende
    Absolut Lesenswert

    Inhalt:
    Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet: Der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ist in seiner Villa in Südfrankreich ermordet aufgefunden worden - doch alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi. Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt. Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Bulls Ermittlungen führen ihn schnell in die Vergangenheit: zu einem grausamen, ungesühnten Verbrechen in den vierziger Jahren …

    Meinung:
    1.Cover
    Das Cover ist sehr treffend gestaltet. Durch die Zweiteilung/Schnitt werden die zwei Zeitebenen gut wiedergespiegelt, in der die Handlungsstränge verlaufen. Auch die Farben sind sehr ansprechend, sodass einem das Buch direkt auffällt.

    2.Schreibstil
    Der Schreibstil ist schön locker und angenehm, weshalb sich das Buch super schnell lesen lässt.
    Durch die zwei verschiedenen Zeiten bleibt das Buch sehr spannend und wirkt im ersten Moment wie zwei verschiedene Geschichten (Historischer Roman / Krimi), doch diese führen im laufe des Buches zusammen und man hat kein Gefühl von Langeweile. Alles ist klar und verständlich geschrieben und für jeden geeignet.

    3.Personen
    Sowohl die Hauptperson als auch die Nebencharaktere werden treffend und ausführlich beschrieben und haben auch ihre gewisse Tiefe. So kann man sich prima in die einzelnen Figuren hineinversetzten. Keiner kommt in dieser Hinsicht zu kurz.

    Gesamteindruck:
    Das Buch konnte mich von der ersten Sekunde an fesseln und die Seiten fliegen nur so dahin. Man kann sagen das "Kreuzschnitt" ein spannendes und aufregendes Debüt ist, dass die Herzen der Krimifans höher schlägen lässt. Bis zum Ende ist dem Leser nicht klar wer der eigentliche Täter ist. Für mich ein absolutes Hilight das 5 von 5 Sternen erhält.

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Ähnliche Bücher für noch mehr Lesestunden

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    m_exclamationpoints avatar

    Internationale Verbrecherjagd mit skandinavischem Flair

    Das florierende Kommissariat von Europol ist Dreh- und Angelpunkt für die internationale Verbrecherjagd und stellt das ehrgeizige Ziel vieler Kommissare in Oslo dar – nicht so jedoch für Kommissar Bogart Bull. Europol ist für ihn nur eine weitere Strafe in seinem Leben voll Depression und Melancholie. 

    Nachdem er Frau und Kind bei einem Unfall verloren hat ist jeglicher Lebenswille und Ermittlergeist aus seinem Körper gewichen. Bis ein mysteriöser Fall langsam sein Interesse weckt...

    Begleite Kommissar Bogart Bull bei der Aufklärung eines Kriminalfalles und mach mit bei unserer Leserunde zum überwältigenden Norwegen-Krimi "Kreuzschnitt" von Øistein Borge.

    Über das Buch:
    Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet: Der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ist in seiner Villa in Südfrankreich ermordet aufgefunden worden - doch alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi. Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt. Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Bulls Ermittlungen führen ihn schnell in die Vergangenheit: zu einem grausamen, ungesühnten Verbrechen in den vierziger Jahren …

    "Mit das Beste, was ich seit langer Zeit in der norwegischen Kriminalliteratur gelesen habe." Bookbloggeir/ Geir Tangen

    Über den Autor:
    Øistein Borge wurde 1958 in Norwegen geboren und lebt heute in Oslo und Palma de Mallorca. Er arbeitete als Regisseur, Texter und Creative Director in der Filmbranche und in der Werbung. Darin war er so erfolgreich, dass er nicht nur in Norwegen mit Preisen ausgezeichnet wurden, sondern zum Beispiel auch mit zwei goldenen Löwen beim Werbefilmfestival in Cannes. Der Kriminalroman "Kreuzschnitt" ist sein Literaturdebüt.

    Gemeinsam mit dem Droemer Verlag vergeben wir in unserer Leserunde 20 Exemplare von "Kreuzschnitt"
    Was ihr tun müsst, um dabei zu sein? Bewerbt euch bis einschließlich 06.09. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: 

    Kunst hat viele Gesichter und ist bekanntlich eine Frage des Geschmacks. Welches Kunstwerk ist so unbeschreiblich, dass ihr euch vorstellen könntet dafür zu töten? 

    Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen. 

    Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.  
    crazy_book_lover1s avatar
    Letzter Beitrag von  crazy_book_lover1vor einem Jahr
    https://www.lovelybooks.de/autor/Øistein-Borge/Kreuzschnitt-1445562895-w/rezension/1500041008/ Nun gibt es auch endlich meine Rezension. Hatte ein paar technische Probleme ;D Mir hat der Krimi super gut gefallen. Danke das ich das Buch lesen durfte.
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks