ÿhermann Hesse Rosshalde

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Inhaltsangabe zu „Rosshalde“ von ÿhermann Hesse

Hesse beschreibt auf sehr eindrückliche Art, wie Entscheidungen befreien können.

— gst
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  • Geschichte einer unglücklichen Ehe

    Rosshalde

    gst

    21. January 2015 um 18:38

    Roßhalde nennt sich das große Grundstück mit Herrenhaus und Atelier, das ein Maler für sich und seine Familie einst kaufte. Wo er hoffte glücklich zu werden, leben nun einsame Menschen. Johann Veraguth hat sich in sein Atelier zurückgezogen, an das er eine spartanische Wohnung anbauen ließ. Seine Frau Adele lebt mit dem gemeinsamen Sonnenschein, dem fünfjährigen Pierre im Herrenhaus, wo sich die Familie nur noch zum Essen trifft. Der 14jährige Albert verbringt die meiste Zeit des Jahres im Internat und kommt nur noch in den Ferien nach Hause.Eines Tages meldet ein alter Freund des Malers seinen Besuch an. Mit Erschrecken spürt der die Kälte zwischen den Eheleuten. Bei einem weinseligen Gespräch erfährt er, dass die Ehe bereits zum Scheitern verurteilt war, doch die Liebe zu dem kleinen Pierre von beiden Seiten eine räumliche Trennung verhinderte. Nun versucht der Freund, ein Weltenbummler, den Maler zu einem Urlaub in Indien zu überreden. „Was du ihm geben kannst, ist Liebe, Zärtlichkeit, Gefühl – das sind Dinge, von denen ein Kind meist weniger braucht, als wir Alten meinen. Und dafür wächst der Kleine in einem Hause auf, wo Vater und Mutter einander kaum mehr kennen, wo sie sogar seinetwegen eifersüchtig sind! Er wird nicht durch das gute Beispiel eines glücklichen, gesunden Hauses erzogen, er ist frühreif und wird ein Sonderling werden.“ Hesse hat in diesem, 1914 zur ersten Mal erschienenen Eheroman sehr eindrücklich die Phase des Unglücks und der Zweifel eingefangen, die sich mit dem Moment der Entscheidung verändert, heller wird. „Es war ihm, als sei sein Leben nun wieder ein klarer, entschieden nach der ihm bestimmten Richtung drängender Fluß oder Strom, während er vorher so lange Zeit in einem sumpfigstillen See gezögert und unschlüssig um sich selbst gedreht hatte.“ Viel geschieht nicht in den ersten zwei Dritteln des Buches. Hesse erzählt ausführlich über die Befindlichkeit des Malers, der in seiner Arbeit ein Ventil gefunden hat. Während wir Leser den kleinen Pierre kennenlernen, wird uns das Gelände von Roßhalde und vor allem der Seelenzustand des Malers nähergebracht. Im letzten Drittel gibt es dann allerdings doch noch eine dramatische Entwicklung... Mich hat dieser frühe Bekenntnisroman von Hermann Hesse sehr berührt.

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