Assimil - Latein ohne Mühe

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  • Moderneres Latein, für Caesar Puristen gewöhnungsbedürftig

    Assimil - Latein ohne Mühe
    sabisteb

    sabisteb

    02. January 2014 um 16:15

    Nachdem das Assimil System für mich mit Polnisch sehr gut funktioniert hat, habe ich mir nun das Lateinische Lehrbuch vorgenommen. Mein großes Latinum ist seit fast 20 Jahren eingestaubt und so lässt sich diese Sprache angenehm wieder aktivieren. Wer beim Lernen auf Grammatik besteht, der sollte von diesem System definitiv die Finger lassen. Diese Lehrbuchreihe richtet sich an Menschen, die noch auf die kindlich natürliche Art Sprachen erlernen und mit Grammatik zunächst gar nichts anfangen können und sich beim Sprachenlernen schon immer gefragt haben, warum man Grammatik lernen muss, das ergibt sich alles irgendwann. Natürlich gibt es einen Grammatikanhang, um auch Freunde der Grammatik friedlich zu stimmen, aber die Lektionen sind nicht nach grammatischen Konstrukten strukturiert sondern man lernt die Formen eher wild durcheinander, wie sie halt kommen. Die Formatierung ist deutlich besser als beim Polnischen Kurs, was auch daran liegt, dass die Bücher in den jeweiligen Ursprungsländern der Sprachen hergestellt wurden und die was Formatierungsfehler und dergleichen angeht, meist deutlich entspannter sind, als wir deutschen. Ich bin nach wenigen Tagen war ich problemlos und angenehm in Lektion 7 angekommen. Nun stellte sich mir aber die Frage, was bitte ist das für ein Latein? Klassisches Latein? Ich weiß es nicht. Ich habe das Gefühl, dass es sich teilweise um eine spätere Lateinform handelt. Nach 17 Lektionen muss ich sagen, da ist ein ganz anderes, angenehmeres Lernen. Im Unterricht hangelte man sich anhand der Endungen von Wort zu Wort und knobelte an den Bedeutungen. Hier ergibt sich der Sinn schon beim Lesen, sehr natürlich. Ich bin begeistert. Die fehlenden Worte ergeben sich dann aus dem Zusammenhang und werden so nach und nach tatsächlich passiv gelernt. Do stark war der Effekt beim polnischen Lehrbuch nicht, vielleicht weil Polnisch nicht gar so eingerostet ist und ich doch regelmäßig Kontakt zu dieser Sprache habe. Latein kommt dem komplett neu lernen schon näher, da das Vokabular in diesem Buch natürlich ganz anders ist als das, was man in der Schule mit Caesar lernt. Hier machen Soldaten keinen Haufen und stellen sich daneben :-) Hier bucht man Hotelzimmer und Macht Urlaub in Lutetia bzw. kauft Hosen und Mäntel. Damit ist klar, das ist ein moderneres Latein, Hosen waren in der Republik sogar verboten. Letztendlich geht es aber darum, ein Sprachgefühl zu bekommen, um dann ohne an den Endungen herumzuknobeln in die Klassischen Texte wechseln zu können, und die klassischen Texte umfassen eben auch modernes Latein wie die Publikationen von Newton (Principia Mathematica Philosophiae Naturalis) oder Galileo (Le Opere Di Galileo Galilei, Volume 1). Nach Lektion 22 muss ich sagen, deutlich besser aufgemacht als frühere Assimil Ausgaben wie das polnisch Lehrbuch. Besonders schön, dass es diesmal einen Vokabelanhang zum Nachschauen gibt, denn einige Worte werden schon anders übersetzt, als man das im Lateinunterricht mal gelernt hat. Hier wird z. Bsp. Wald mit nemus (Nutzwald) statt silva (unbewirtschafteter Wald) wie bei Caesar übersetzt, auch andere Worte haben zivile Bedeutung und nicht jene, die man mal in Latein gelernt hat. Das ist gewöhnungsbedürftig, vor allem auch die modernen Worte für neue Erfindungen, die wohl aus dem Kirchenlatein entlehnt sein dürften oder bei Newton und Konsorten, denn letztendlich war ja Latein noch im 19. Jahrhundert die Sprache der Wissenschaftler (was ich im übrigen absolut fair finde und was wieder eingeführt werden sollte. So müssten ALLE die gemeinsame Sprache lernen und die englischsprachigen Wissenschaftler hätten da keinen sprachlichen Vorteil mehr). ----------- Update: 17.11.2013 Lektion XXXIV geht auf den Kritkpunkt des modernen Lateins ein :-) -Audacter lingua mortua uteris cum de rebus hodiernis agis. Audes enim Latine loqui de caffeo, vel de ludis, qui apud Anglos football et rugby nuncupantur. Haec omnia Romani antiqui ignorabant. - Mores antiqui a nostris minus quam credis differunt. Exempli gratia, equi qui readas nostras trahunt vaporarii sunt, sed homines raedis semper vehuntur. ----------- Update: 2.12.2013 Ab Lektion 50 wird gemischt: Klassische Autoren und moderne Texte. Da kommen dann langsam auch Puristen auf ihre Kosten. Jedoch werden auch nachklassische Autoren vorgestellt. ----------- Update 15.12.2013 Ich bin nun in Lektion 68. In Lektion 50 hatte ich noch überlegt, ob ich die zweite Welle manchen soll, oder nicht. Wer will schon Latein sprechen, man will nur Texte verstehen. Letztendlich habe ich mich für die zweite Welle entschieden und das war gut so. Das aktive Übersetzen festigt die Vokabeln und vor allem die Endungen und Zeitenformen sehr effizient und es macht richtig Spass, wenn es einem nach und nach gelingt Sätze, die man 2 Monate zuvor kaum entziffern konnte vom Deutschen ins Lateinische zu übersetzen. Die Übngstexte der Lektionen ab 50 enthalten mittelalterliche Apothekereide, nachklassische historische Texte und Enzykliken. So z. Bsp Aus den Bekenntnissen des Aurelius Augustinus, I, VIII Einhard (775-840)), das Leben Karls des Großen E Vita Latina, A. Rodot, Sept. 1961 Cato, De Agricula Ex Erasmi Colloquiis familiaribus Vita Latina Nr. 5, Sept 1958 Novum Organum von Francis Bacon Pii XII litteris encyclicis Miranda Prorsus Der kleine Prinz auf Latein - Regulus ----------- Update 27.12.13 - Die zweite Welle ist mir zu groß. Ich verlasse sie. Ich bin in Lektion 81 und stelle die zweite Welle nun doch ein. Ganz ehrlich, Rückübersetzung von klassischen Texten?! Damit kann man die Zwischenprüfung des Lateinstudiums machen, wenn man das hinbekommt. Ich zitiere mal aus der Prüfungsordnung "Die Zwischenprüfung nach neuer Ordnung besteht aus einem studienbegleitenden Teil und einer punktuellen mündlichen Prüfung. In den beiden Veranstaltungen werden Abschlussklausuren geschrieben (Rückübersetzung von Abschnitten aus einer Schrift Ciceros aus dem Deutschen ins Lateinische bzw. Übersetzung von 20 bis 25 Versen aus einem lateinischen Epos; Dauer: jeweils 90 Minuten). Dabei handelt es sich dann um klassisches Latein und man hat 90 min. Hier soll man doch täglich mal 10 min mehr für die zweite Welle einplanen. Ich habe das 30 Lektionen durchgehalten. Irgendwann ist man bei über einer Stunde und mehr. Hier jedoch wären zudem irgendwann Ezykliken und mittelalterliche Texte fällig. Es ist schon fast unmöglich Lektion 32 rückzuübersetzen, den es gibt nun mal verschiedene Vokabeln für viele Worte, genau die richtigen zu treffen ist Glücksspiel, vor allem, wenn man eben noch verrostete Lateinkenntnisse hat und noch andere Vokabeln im Gedächtnis vorhanden sind. Wie in jeder Sprache kann man vieles unterschiedlich formulieren. Ganz ehrlich, wer dei komplette zweite Welle für alle 100 Lektionen durchzieht kann auch gleich mehrere Semester Lateinstudium überspringen... Ich mache ab nun nur noch passiv weiter und steige dann auf Lernkrimis um und werde mir anschließend einige der Vorgetellten Texte wie Regulus und Winnie Ille Pu vornehmen. Heute ziehe ich somit auch einen Punkt ab. So super die Idee auch ist, dem Leser viele klassische Texte vorzustellen und die Worte immer wieder zu varrieren (Mal certamen, mal ludum, woher soll man denn das richtige Wort treffen?), für die zweite Welle ist so was komplett ungeeignet. Das ist dann eben doch ein Unterschied zu modernen Sprachen, wo die Texte in den ersten 50 Lektionen deutlich besser zu bewätligen sind. Was für Französisch funktioniert und dort nach 80 Jahren ausgereift ist, funktioniert leider für Latein nur bedingt.

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  • Moderneres Latein, für Caesar Puristen gewöhnungsbedürftig

    Assimil - Latein ohne Mühe
    sabisteb

    sabisteb

    03. December 2013 um 13:23

    Nachdem das Assimil System für mich mit Polnisch sehr gut funktioniert hat, habe ich mir nun das Lateinische Lehrbuch vorgenommen. Mein großes Latinum ist seit fast 20 Jahren eingestaubt und so lässt sich diese Sprache angenehm wieder aktivieren. Wer beim Lernen auf Grammatik besteht, der sollte von diesem System definitiv die Finger lassen. Diese Lehrbuchreihe richtet sich an Menschen, die noch auf die kindlich natürliche Art Sprachen erlernen und mit Grammatik zunächst gar nichts anfangen können und sich beim Sprachenlernen schon immer gefragt haben, warum man Grammatik lernen muss, das ergibt sich alles irgendwann. Natürlich gibt es einen Grammatikanhang, um auch Freunde der Grammatik friedlich zu stimmen, aber die Lektionen sind nicht nach grammatischen Konstrukten strukturiert sondern man lernt die Formen eher wild durcheinander, wie sie halt kommen. Die Formatierung ist deutlich besser als beim Polnischen Kurs, was auch daran liegt, dass die Bücher in den jeweiligen Ursprungsländern der Sprachen hergestellt wurden und die was Formatierungsfehler und dergleichen angeht, meist deutlich entspannter sind, als wir deutschen. Ich bin nach wenigen Tagen war ich problemlos und angenehm in Lektion 7 angekommen. Nun stellte sich mir aber die Frage, was bitte ist das für ein Latein? Klassisches Latein? Ich weiß es nicht. Ich habe das Gefühl, dass es sich teilweise um eine spätere Lateinform handelt. Nach 17 Lektionen muss ich sagen, da ist ein ganz anderes, angenehmeres Lernen. Im Unterricht hangelte man sich anhand der Endungen von Wort zu Wort und knobelte an den Bedeutungen. Hier ergibt sich der Sinn schon beim Lesen, sehr natürlich. Ich bin begeistert. Die fehlenden Worte ergeben sich dann aus dem Zusammenhang und werden so nach und nach tatsächlich passiv gelernt. Do stark war der Effekt beim polnischen Lehrbuch nicht, vielleicht weil Polnisch nicht gar so eingerostet ist und ich doch regelmäßig Kontakt zu dieser Sprache habe. Latein kommt dem komplett neu lernen schon näher, da das Vokabular in diesem Buch natürlich ganz anders ist als das, was man in der Schule mit Caesar lernt. Hier machen Soldaten keinen Haufen und stellen sich daneben :-) Hier bucht man Hotelzimmer und Macht Urlaub in Lutetia bzw. kauft Hosen und Mäntel. Damit ist klar, das ist ein moderneres Latein, Hosen waren in der Republik sogar verboten. Letztendlich geht es aber darum, ein Sprachgefühl zu bekommen, um dann ohne an den Endungen herumzuknobeln in die Klassischen Texte wechseln zu können, und die klassischen Texte umfassen eben auch modernes Latein wie die Publikationen von Newton (Principia Mathematica Philosophiae Naturalis) oder Galileo (Le Opere Di Galileo Galilei, Volume 1). Nach Lektion 22 muss ich sagen, deutlich besser aufgemacht als frühere Assimil Ausgaben wie das polnisch Lehrbuch. Besonders schön, dass es diesmal einen Vokabelanhang zum Nachschauen gibt, denn einige Worte werden schon anders übersetzt, als man das im Lateinunterricht mal gelernt hat. Hier wird z. Bsp. Wald mit nemus (Nutzwald) statt silva (unbewirtschafteter Wald) wie bei Caesar übersetzt, auch andere Worte haben zivile Bedeutung und nicht jene, die man mal in Latein gelernt hat. Das ist gewöhnungsbedürftig, vor allem auch die modernen Worte für neue Erfindungen, die wohl aus dem Kirchenlatein entlehnt sein dürften oder bei Newton und Konsorten, denn letztendlich war ja Latein noch im 19. Jahrhundert die Sprache der Wissenschaftler (was ich im übrigen absolut fair finde und was wieder eingeführt werden sollte. So müssten ALLE die gemeinsame Sprache lernen und die englischsprachigen Wissenschaftler hätten da keinen sprachlichen Vorteil mehr). ----------- Update: 17.11.2013 Lektion XXXIV geht auf den Kritkpunkt des modernen Lateins ein :-) -Audacter lingua mortua uteris cum de rebus hodiernis agis. Audes enim Latine loqui de caffeo, vel de ludis, qui apud Anglos football et rugby nuncupantur. Haec omnia Romani antiqui ignorabant. - Mores antiqui a nostris minus quam credis differunt. Exempli gratia, equi qui readas nostras trahunt vaporarii sunt, sed homines raedis semper vehuntur. ----------- Update: 2.12.2013 Ab Lektion 50 wird gemischt: Klassische Autoren und moderne Texte. Da kommen dann langsam auch Puristen auf ihre Kosten. Jedoch werden auch nachklassische Autoren vorgestellt.

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