Bauchgefühle sind Kopfsache

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Inhaltsangabe zu „Bauchgefühle sind Kopfsache“ von

Cover: http://www.epidu.de/buch/541/

— glanzente
glanzente

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  • Rezension zu "Bauchgefühle sind Kopfsache"

    Bauchgefühle sind Kopfsache
    santina

    santina

    05. January 2012 um 20:55

    Bauchgefühle sind Kopfsache handelt von Florentine – Flo – Kessler. Flo glaubt noch an die wahre Liebe, den Traumann, den eierlegenden Wollmilcheber, der nicht perfekt sein muss, gerne ein paar Macken haben darf. Aber er muss sie lieben. Mit all ihren Macken. Bisher war ihre Suche jedoch erfolglos. Gerade löst sie sich von Tobias, mit dem sie ausser körperlicher Nähe nur eine „halbe Beziehung“ und „prophylaktische Zukunftspläne“ verbindet Flo beschliesst, sich vorerst mit keinem Mann einzulassen und lernt dann gleich zwei kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Philipp, Kellner in einem Cafe, an dem er Teilhaber ist und Alexander, Schauspieler am Staatstheater. Philipp macht schnell klar, dass er nicht an Flo interessiert ist und obwohl Flo sich im Klaren darüber ist, dass ihrerseits Gefühle im Spiel sind, lässt sich auf eine Freundschaft mit ihm ein und verbringt viel Zeit mit ihm. Philipp tut ihr gut, er ist witzig, charmant, alltagstauglich und es wird nie langweilig mit ihm. Die beiden reden über Gott und die Welt… aber Liebesdinge sind ein Tabuthema. Die erste Begegnung mit Alexander empfindet Flo als obskur. Er ist geheimnisvoll und faszinierend. Jedes Zusammentreffen ist etwas Besonderes, eine kleine Auszeit. Sie treffen sich nie „einfach so“. Und Alexander liebt Flo. Aber Flo fragt sich, ob das, was zwischen ihnen ist, ausreicht, um es als „Liebe“ zu bezeichnen. Suse fasst an einer Stelle des Buches das Dilemma von Flo zusammen: ->>> Nun liebe Florentine, wer soll dein eierlegender Wollmilcheber sein? … Kandidat A wie Alexander, der obskure Schauspieler mit der betörenden Stimme, dem für Dich keine Pfütze zu tief ist und mit dem du dir die Welt machst, wie sie euch gefällt? Oder Kandidat P wie Philipp, der Kellner und Kumpeltyp, für den Du Yenga-Türme baust und wieder einstürzen lässt, der dich auf eine einsame Burg entführt und gerne mit dir schweigt, aber keine Anstalten macht, Dein Herz zu erobern? Flos Gefühle zu Philipp sind stärker, als die zu Alexander. Sie ist zwar bereit, sich auf Alexander einzulassen, aber ihr ist klar, dass jeder Schritt zu Alexander hin ein Schritt von Philipp weg ist. Und sie weiss nicht, ob sie bereit ist, diese Schritte zu gehen. Mein Fazit: Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und spielt mitten im Leben. Rike Rheinau hat einen tollen, leicht zu lesenden Schreibstil, der mich von der ersten Seite weg in den Bann des Buches gezogen hat. Dazu hat auch beigetragen, dass die Hauptpersonen sehr sympatisch sind. Flo hat ihre Macken, aber sie ist sehr liebenswert. Genau wie ihre beste Freundin Suse. Ich könnte mir vorstellen, viele Frauen werden sich in einer der beiden wieder finden. Entweder Flo, Single, auf der Suche nach dem Richtigen, die sich bei Suse ausweint, oder Suse, verheiratet, mit Kind, die sich mit den Problemen einer Ehefrau und Mutter herumschlagen muss, die aber immer für ihre Freundin da ist, wenn sie gebraucht wird. Bei den beiden männlichen Protagonisten lagen meine Sympathien stark bei Philipp. Das war auch der Grund, warum ich das Buch in einer Nacht gelesen habe. Ich musste wissen, warum Philipp nicht an einer Beziehung mit Flo interessiert ist (und hatte die leise Hoffnung, dass sie vielleicht doch noch zusammen kommen). Aber auch Alexander ist keinesfalls unsympatisch und als Leser gönnt man Flo schliesslich das grosse Glück. Hier ist etwas passiert, was ich in dieser Form schon lange nicht mehr erlebt habe, das Buch hat mich auf eine emotionale Berg- und Talfahrt mitgenommen. Ich habe wirklich mitgelitten. Rike Reinau spielt in der Geschichte mit Worten, Zitaten und Liedtexten (z.B. „Sometimes goodbye’s the only way“ aus Shadow of the day von Linkin Park), die die Besonderheit des Buches noch mehr herausstellen. Dazu gehören auch die Contradictio in adiecto, die Widersprüche in sich, die Florentine „sammelt“. Begriffe wie der „reale Traummann“. Kleine Ergänzung dazu: Durch das Buch habe ich mich zum ersten Mal intensiver mit diesen Widersprüchen in sich beschäftigt und es ist schon faszinierend, wieiviele Contradictio in adiecto man selbst verwendet, z.B. die Sekunden, die schleichen, oder die Jahre, die an einem vorbei rasen. Für mich ist auch der Titel des Buches ein Widerspruch in sich, denn entweder entscheide ich mit dem Kopf, oder eben aus dem Bauch heraus. Zurück zum Buch: Bauchgefühle sind Kopfsache ist mehr als ein seichter Frauenroman. Es ist die Geschichte über das Auf und Ab des Lebens. Ich konnte lachen, aber auch ein paar Tränchen verdrücken und habe mich gut unterhalten gefühlt. Ich freue mich sehr, dass die EPIDU-Community einmal mehr meinen Geschmack getroffen hat und die User diesem Buch ihre Stimme gegeben haben, so dass es verlegt wurde. Ich vergebe fünf von fünf Sternen, auch weil mir "Bauchgefühle sind Kopfsache" so gut gefallen hat, dass ich es innerhalb von drei Tagen zwei Mal gelesen habe. Auch das kommt nicht oft vor :)

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  • Rezension zu "Bauchgefühle sind Kopfsache"

    Bauchgefühle sind Kopfsache
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. December 2011 um 10:14

    Wenn sie Lust haben ein paar Tage zu verbringen mit einer Frau, die eigentlich nicht auf Partnersuche war und plötzlich ganz viele Erfahrungen macht mit Männern - freiwillige und unfreiwillige - dann ist dieses Buch genau das richtige für Sie!

    Meine Rezension habe ich hier bereits geschrieben:
    http://wp.me/pJUzK-jW

  • Rezension zu "Bauchgefühle sind Kopfsache"

    Bauchgefühle sind Kopfsache
    Feuerfluegel

    Feuerfluegel

    05. December 2011 um 18:32

    Wer hier einen typisch kitschigen Frauenroman erwartet liegt genau richtig. So bunt und kitschig und schmalzig wie das Cover, liest sich auch dieser Roman. Leider ist die Geschichte an sich nicht ausreichend durch kombiniert und überzeugt eher mit unschönen Brüchen, als mit einer emotionalen und romantischen Geschichte zum träumen. Florentine ist zwar im Großen und Ganzen eine sympathische Figur, irgendwie herzig mit ihrer liebevollen Macke Contradictios der deutschen Sprache zu sammeln und manchmal sogar ganz lustig in ihrem Zynismus, bereitete mir aber mit ihrem ewigem Gejammer, ihrer überzogenen Melancholie und ihrem durchgehenden Selbstmitleid zeitweise aber auch Kopfschmerzen. Ab und an hatte ich das arge Bedürfnis ihr in den Allerwertesten zu treten, damit sie aufwacht und zu leben beginnt und nicht nur davon redet es zu tun. Die beiden männlichen Personen sind beides auch eher Stereotypen, was nicht anders zu erwarten war, aber da beide sehr liebevoll beschrieben werden und beide auf ihre ganz eigene Art auch sympathisch sind, fiel das nicht allzu sehr ins Gewicht. Wenn auch gerade Philipp mit seiner unentschlossenen Art und seinen angeblich so freundschaftlichen Gefühle fast durchgehend sehr unreif wirkte. Alle anderen Nebenfiguren sind zwar ebenfalls sehr herzlich beschrieben, bleiben aber auch schlichtweg farblos und damit uninteressant und sehr stark im Hintergrund, auch wenn es Versuche von Seiten der Autorin gab diesen Umstand zu ändern. Die Ich-Perspektive dagegen ist sehr gut gewählt. So muss sich der Leser fast zwangsläufig mit den Emotionen und den tausend gefühlten Abgründen Florentines auseinander setzen und ist bis zum Ende ebenfalls unentschlossenen, wankelmütig und zweifelnd, wie die Protagonistin. Das bisschen Spannung was den Roman begleitet wäre bei einer anderen Perspektive restlos verloren gegangen. Leider wird der etwas seichte Handlungsfaden und die Leichtigkeit der Lektüre nicht vollständig durchgehalten. Viel zu oft verliert sich die Autorin in philosophischen Betrachtungen, die so gar nicht zu Florentine passen wollen. Ihre Dialoge strotzen von gewollt tiefgehenden Betrachtungen des Lebens, der Liebe und der Welt an sich. Somit wirkten sowohl der Stil als auch die Protagonistin etwas unrund und damit gleichzeitig auch unglaubwürdig und nur wenig authentisch. Die emotionalen Szenen waren mir dagegen dann meistens zu platt beschrieben. So ein richtiges Mitfühlen mit der Protagonistin wollte einfach nicht möglich sein. Ich muss auch sagen, dass es mir bis zum (eigentlich recht gut gelungenen) Ende herzlich egal war, für welchen der beiden Männer sie sich schlussendlich entscheiden würde. Ich war nur froh, dass sie irgendwann gelernt hat mit den ganzen Gefühlen etwas humorvoller umzugehen und sich im Verlauf der Geschichte nicht mehr allzu oft im Selbstmitleid ertränkt hat. Dafür muss man der Autorin auf jeden Fall ein Händchen für die Beschreibungen von Orten bescheinigen. Das Setting veränderte sich zwar nicht groß, was ich auch nicht erwartet hatte, besticht aber mit einigen sehr schön beschriebenen Orten und lud damit dann doch noch etwas zu Träumen ein. Egal ob es eine Burgruine im Abendlicht war, oder der vollgestopfte Ramschladen, den Florentine entdecken darf. Auch die Kunstausstellung und das Theaterstück waren liebevoll und detailreich beschrieben und wussten zu gefallen. Leider passten auch einige dieser Einschübe nicht so recht in die ansonsten eher trockene Handlung. Im Großen und Ganzen ist das Buch eine durchaus unterhaltsame, wenn auch eine stellenweise etwas unschlüssige Lektüre. Ein Buch zum Schmunzeln für zwischendurch und als solches tatsächlich zu empfehlen. 3 von 5 Punkten

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  • Rezension zu "Bauchgefühle sind Kopfsache"

    Bauchgefühle sind Kopfsache
    Klusi

    Klusi

    22. November 2011 um 21:35

    Florentine würde man am liebsten persönlich kennenlernen. Ihre Art, wie sie über sich und ihre Erlebnisse plaudert, ist offen und herzlich, und Flo ist nicht zimperlich. Egal ob Fettnäpfchen oder Wasserpfütze, sie springt mit Schwung hinein. Auch hat die Ich-Erzählerin eine außergewöhnliche Leidenschaft, sie sammelt Stilmittel. Immer wenn sie besondere Wortschöpfungen entdeckt, greift sie zum Notizbuch. Da tummeln sich Palindrome neben Pleonasmen, und die Protagonistin ist immer auf der Suche nach einem Contradictio in adiecto. Die Ausführungen dazu fand ich sehr interessant und vergnüglich. Trotz ihrer negativen Erfahrungen in einer Beziehung mit Tobias, die eigentlich gar keine ist, lässt sich Flo nicht unterkriegen. Entschlossen beendet sie diese Farce. Ihre selbst verordnete Patentlösung, dem anderen Geschlecht erst einmal aus dem Weg zu gehen, klappt leider dann doch nicht so gut, wie erhofft. Gerade jetzt lernt sie verschiedene Männer kennen, die mehr oder auch weniger, auf ganz unterschiedliche Weise, an ihr interessiert sind. Einige Erlebnisse bringen Flo ziemlich aus dem Konzept, und sie sucht Rat und Unterstützung bei ihrer besten Freundin Suse, die sich immer wieder als hilfreiche Stütze erweist. Die Protagonisten wirken alle sehr authentisch, wie aus dem wirklichen Leben herausgegriffen. Florentines Verabredungen sind meist etwas Besonderes, eine Sammlung schöner Momente an einladenden, originellen Schauplätzen. Letztendlich kommen schwierige Entscheidungen auf Florentine zu, wer soll denn nun ihr Herzblatt sein? Sie ist selbstkritisch und geht nicht leichtfertig mit Gefühlen um, und das macht sie besonders sympathisch. Sie hat ihre ganz eigene Philosophie der Liebe. Das Zusammenspiel zwischen Kopf und Bauch gestaltet sich nicht immer einfach, und man begleitet Flo auf einer Berg- und Talfahrt der Empfindungen, zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt: „Trauer und Glück nehmen sich bei der Hand…“. Rike Reinau hat hier ein richtiges Wohlfühlbuch geschrieben. Es ist eine ganz wunderbare Geschichte, zum Mitweinen, Mitlachen und Mitfühlen.

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  • Rezension zu "Bauchgefühle sind Kopfsache"

    Bauchgefühle sind Kopfsache
    sabz

    sabz

    19. November 2011 um 20:29

    Klappentext: Florentine ist darum bemüht, nach einer gescheiterten Beinahe-Beziehung dem anderen Geschlecht aus dem Weg zu gehen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Ob in ihrem Stammcafé, der Disko oder dem Zeichenkurs: Hinter jeder Tür lockt das vermeintliche Glück. Es umgarnt sie, schmeichelt ihr und flüstert verheißungsvolle Beschwörungen. Dabei spart es nicht mit tragischer Ironie und einladenden Fettnäpfchen, in deren Tiefen sie ein ums andere Mal zu versinken droht. Flo muss sich feigen Helden und nackten Tatsachen stellen. Sie besucht alte Ruinen, trifft obskure Schauspieler und ist dabei stets bemüht, zwischen Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden. Wird es ihr am Ende gelingen, ihren realen Traummann zu finden? Inhalt: Flo ist Single und versucht nach einer gescheiterten "Beinahe - Beziehung" den Männern schier krampfhaft aus dem Weg zu gehen. Sie will ihr Single leben genießen, will Kurse belegen usw - und das ganze OHNE MANN! Doch dieses Vorhaben ist schwieriger als gedacht, dann dass Glück mit der Liebe scheint überall zu lauern, egal ob im Stammcafe, der Disko oder im Zeichenkurs, und sie tritt auch ins eine oder andere Fettnäpfchen und sie ist stets bemüht, zwischen "Traum" und Wirklichkeit zu unterscheiden ... Und dann lernt sie jemand kennen .. oder besser gesagt, sie lernt gleich zwei Männer kennen mit denen sie viel erlebt und auch das eine oder andre mal verspürt Flo Schmetterlinge im Bauch aber ob da auch mehr draus wird ?! ... Meine Meinung: Das Buch "Bauchgefühle sind Kopfsache" ist ein wirklich tolles, witziges Buch dass sich super lesen lässt. Viele Situationen kommen einem so bekannt vor, man hat sicher das eine oder andre selbst schon mal erlebt und muss immer öfter schmunzeln :) Ein wirklich tolles Buch, dass "Beste Freundin - Qualität" hat :p Wirklich empfehelenswert! Daumen nach oben! Und das Cover finde ich übrigens auch super! :)

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  • Rezension zu "Bauchgefühle sind Kopfsache"

    Bauchgefühle sind Kopfsache
    Reni

    Reni

    11. November 2011 um 18:26

    Schon lange habe ich keinen reinen Frauenroman mehr gelesen. Doch als ich das chaotisch, bunte Cover und die dazugehörige Inhaltsangabe von "Bauchgefühle sind Kopfsache" erblickte, sagte mein Bauchgefühl ganz spontan: "Ja, das könnte eine unterhaltsam, witzige Lektüre für mich sein! Was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht und fühlte mich sogar positiv überrascht. Trotzdessen die Hauptprotagonistin Florentine etliche Klischees des Singledaseins durchlebt und mir der Plot teilweise vorhersehbar erschien, fühlte ich mich bestens unterhalten. Es dauert nicht lange und man befindet sich mitten drin in Florentines chaotischem Singleabenteuer. Ein großes Plus ist der stets frische, humorvolle und lebendige Scheibstil von Rike Reinau, der sich mal von seiner einfachen, mal von seiner ergreifenden Seite zeigt. Kaum mit dem ersten Kapitel begonnen, war ich voller Tatendrang gefangen in Florentines Liebeschaos. Wenn sie ihren unzuverlässigen (und leicht blässlich gestalteten) Gelegenheitslover abserviert, mit ihrer besten Freundin Suse shoppen geht und zwei neue Männer in ihr Leben treten ... dann stahl sich zuweilen ein kleines Lächeln auf mein Gesicht. Sicherlich kommen einem so manche Buchszenen bekannt vor, scheinen sie doch wie aus dem Leben gegriffen oder Bestandteil etlicher Frauenromane zu sein. Einsame Singleabende auf dem Sofa, während die beste Freundin mit dem Ehemann kuschelt, sowie eine komplizierte Freundschaft zwischen den Geschlechtern, sprechen da wohl für sich ... nämlich eine humorvolle, herzliche, gelegentlich verträume und auch verletzliche Sprache. Gänsehaut-Feeling trifft auf zuckende Mundwinkel! Zunächst erschienen mir die einzelnen Charaktere ein wenig farblos, das änderte sich jedoch recht schnell. Stückchenweise erfährt man, was sie bewegt und was sie ausmacht. Das fand ich toll! Insbesondere Florentine ist eine sympathische, junge Frau mit reichlich Feuer und Optimismus im Herzen. Interessant zieht sich ihre Leidenschaft für Stilmittel wie ein roter Faden durch die Handlung. Schon einmal was von einem Contradictio in adiecto gehört (ein Wiederspruch im Beiwort)? Ich nicht! Nichtsdestotrotz war es immer wieder schön auf reale Traummänner und feige Helden zu treffen, gemeinsam mit ihnen durch Pfützen zu springen oder in der Sauna zu schwitzen. Bei Letzteren war die Qual der Wahl selbst für mich keine Leichtigkeit. Wer wird Florentines Herz erobern? Der schnuckelige, bindungsscheue Kellner Phillip oder der sexy, obskure Schauspieler Alexander? Beide lernt sie unter witzigen Umständen kennen, aber nur einer vermag es, das aufziehende Gewitter in Florentines Brust zu verscheuchen. Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand, sie wahrhaftig zu erforschen macht allerdings so viel Spaß, dass ich darüber leicht hinwegsehen konnte. Mein Traumkandidat war dann doch bald gefunden. Ein Blick in sein CD-Regal genügte (Zitat: "Da liegt Klassik, neben Hardrock und Linkin Park neben Laith Al Deen") und mein Herz gehörte ihm - die Klassik mal ausgenommen, ganz nach meinem Geschmack! Genauso wie die sporadischen Textzeilen aus Linkin Parks "Shadow oft he Day", die wundervoll in die Story mit eingebaut wurden ... neben erwähenswerten Künstlern, wie den Beastie Boys oder Johny Cash. Ich bin begeistert! Kurz gesagt: Mein Bauch- und Kopfgefühl sagt eindeutig JA zu Rike Reinaus Debütroman! Auf reale Traummänner und feige Helden zu treffen, wurde nicht nur für Hauptprotagonistin Florentine zu einem humorvollen, herzzerreißenden und gelegentlich klischeebehafteten Erlebnis ... ich war ebenfalls Feuer und Flamme. Also nichts wie rauf aufs Sofa und einfach nur lachen und genießen!

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  • Rezension zu "Bauchgefühle sind Kopfsache"

    Bauchgefühle sind Kopfsache
    Ritja

    Ritja

    01. November 2011 um 11:46

    Ich fand die Geschichte gut und phasenweise war sie auch gut zum Schmunzeln. Wer hat es nicht schon einmal erlebt – den Liebeskummer. Alles ist düster und grau und ohne Freude. Alles erinnert an die Person, von der man getrennt wurde. Man will nichts essen (außer Schokolade vielleicht), hat keinen Spaß an Kino, Theater, Freunden und der Umgebung. Man ist trübsinnig und schlecht gelaunt und dazu kommen immer wieder die verdammten Tränen. Durch diesen Grauschleier kann man natürlich nicht erkennen, dass es noch andere Menschen gibt (Männlein wie Weiblein). Ebenso geht es der Hauptakteurin. Sie will jetzt erstmal keine Männer mehr kennen lernen. Sie stürzt sich ins Nachtleben mit Doris und schon steht er da…der Mann. Nein, er wird ignoriert, denn es ist Männerfreie Zeit. Auch der Kellner im Cafe ist ganz nett und sieht gut aus. Und dann ist ja noch das Speed-Dating und Martin….und die Gefühle für den Ex. Und schon sitzt sie wieder bei Suse und heult und weiß nicht weiter. Die Achterbahn der Gefühle wurde witzig und mit einem Augenzwinkern von Rike Reinau beschrieben und trifft auch häufig ins Schwarze. Florentine ist chaotisch symphatisch und (fast) ehrlich zu sich und den Männern. Ihren inneren Kampf kann man gut nachvollziehen und leidet auch manchmal mit ihr, wenn es mal wieder um die Entscheidung Kopf oder Bauch geht. Doch nicht nur die weibliche Seite des Liebeskummers wird gezeigt, sondern auch (ein bisschen) hinter die Fassade des Mannes geschaut. Was denkt er? Welche Gefühle hat er, wenn er Flo sieht oder trifft? Was verstehen sie unter Liebe und Beziehung – wie kommt man von egoistischen ICH zum gemeinsamen WIR? Die Geschichte ist gut und flüssig zu lesen. Es macht Spaß Flole zu begleiten zu ihren Dates und Nicht-Dates. Das Cover fand ich nicht so gelungen. Im Buchladen hätte ich es wahrscheinlich nicht beachtet. Wenn man die Geschichte gelesen hat, kann man die einzelnen Bilder gut zuordnen, doch meistens entscheidet sich der Kauf eines Buches (vor dem Lesen) durch das Cover und den Klapptext. Insgesamt aber ein schönes Buch zum Schmökern und Schmunzeln für einen trüben Tag im Winter oder einen Strandtag oder...oder...einfach mal lesen und Spaß haben.

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