Borat

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Inhaltsangabe zu „Borat“ von

Nachdem er Kasachstan verlassen hat, ist<br>Borat nach Amerika gereist um hier einen<br>Dokumentarfilm über das Land und seine<br>Einwohner zu drehen. Kreuz und quer<br>fährt er durchs Land und trifft hier auf<br>wahre Leute im wahren Leben...... Eine Satire soll entlarven, aufrütteln, Reaktionen provozieren. <I>Borat</I> hatte all das schon erreicht, bevor er überhaupt in den Kinos gestartet war: Die kasachische Regierung empörte sich über die Darstellung ihres Landes und der Filmverleiher verkleinerte den US-Kinostart um über tausend Leinwände aus Angst, das Publikum könne den Humor des Films nicht verstehen. Allen Zweifeln zum Trotz avancierte <I>Borat</I> dennoch zum größten Überraschungshit im Filmherbst 2006 und startete einen kontroversen Siegeszug, der seinen Höhepunkt schließlich mit der Verleihung des Golden Globes für den besten Hauptdarsteller an Sacha Baron Cohen fand, der zuvor schon als seine Kunstfigur Ali G. weltweit bekannt geworden war. Als Borat Sagdiyev schlüpft Cohen hier in die Persönlichkeit eines TV-Reporters aus Kasachstan, der nach Amerika reist, um von der größten Nation der Welt Lektionen für seine Heimat zu lernen. Die dünne Handlung ist nicht weiter wichtig, das Herzstück von <I>Borat</I> ist die Begegnung des frauen-, schwulen-, juden- und behindertenfeindlichen Reporters mit ganz normalen Amerikanern, die nur allzu gerne alle Vorurteile bejahen, die Borat ihnen anbietet. Inszeniert wie eine echte Reportage und gefilmt im Guerilla-Stil ist die Art und Weise, wie <I>Borat</I> der angeblich so aufgeschlossenen westlichen Welt den Spiegel ihrer eigenen Heuchelei vorhält, ebenso dreist wie schlichtweg genial, und dazu auch noch unglaublich komisch. Angereichert mit derbem Slapstick-Humor und voll von unvergesslichen Momenten ist <I>Borat</I> nicht nur eine brillant gelungene Satire, sondern ein wagemutiger komödiantischer Geniestreich, der seinesgleichen sucht. -- <I>Frank-Michael Helmke</I>
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  • Rezension zu "Borat"

    Borat
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 18:33

    Wie hieß doch gleich die Hauptstadt von Kasachstan? Borat ist eine Komödie, eine Dokumentation, ein Reisebericht und ein Roadmovie, vor allem ist er aber ein Enthüllungsfilm, der auf schonungslose Weise die wahre Denkweise der Amerikaner offen legt und uns - den Zuschauern - einen einzigartigen Blick hinter die Masken angeblicher Offenheit, Toleranz und Kultiviertheit gibt. Und wenn ich es mir recht überlege, begegnen uns tagtäglich auch hier diese Typen. Wer jetzt denkt, Borat sei ein bitterernster Film, der irrt, denn Borat schafft es auf extrem lustige und teilweise schockierende Weise zu enthüllen. So viel wie bei diesem Film habe ich schon lange nicht mehr gelacht. Bei diesem Film gehen die Meinungen stark auseinander, ob er nun verdeckt intellektuell und komisch oder aber einfach nur geschmacklos und rassistisch sei (ich persönlich gehöre ganz klar zu erster Gruppe). In den meisten negativen Kritiken kann man zwischen den Zeilen lesen, dass die jeweiligen Verfasser die eigentliche Aussage des Filmes nicht verstanden haben, denn so offensichtlich sind die Schwachstellen in der Formulierung ihrer Kritik Die Figur des Borat wird von den meisten Kritikern als ein rassistischer und homophober Macho wahrgenommen. Borat mimt den hinterwäldlerischen Reporter und sagt Dinge frei heraus, die seine Interviewpartner nur denken. Er ist eher wie ein Psychotherapeut, der sich das Vertrauen der Leute zu eigen macht und ihre innersten Gefühle und Neigungen ans Tagelicht fördert. Gerade dieses machohaftes Auftreten und seine derbe Art, die Cohen mit großer schauspielerischer Leistung glaubwürdig verkörpert, sind ganz bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Der Humor ist derb, meistens sehr tief unter der Gürtellinie und hundertprozentig nicht politisch korrekt. Man muss schon ein sehr großer Freund des schwarzen Humors sein, um an diesem Film seine Freude zu haben. Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert.

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