Chronik des Cthulhu-Mythos I von H. P. Lovecraft (20. Oktober 2011) Broschiert

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Inhaltsangabe zu „Chronik des Cthulhu-Mythos I von H. P. Lovecraft (20. Oktober 2011) Broschiert“ von

Kunstwerk der Imagination

— GillGartenstadt
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    Chronik des Cthulhu-Mythos I von H. P. Lovecraft (20. Oktober 2011) Broschiert

    GillGartenstadt

    02. October 2017 um 12:23

    Geräusche übertönen Geräusche. Bilder überblenden Bilder. Lovecrafts Welt, ein mit Liebe kunstvoll verwobenes Netzwerk einzigartiger Novellen und Erzählungen, hält für den mutigen Leser einen unerschöpflichen Reichtum lebendiger Imagination bereit. Seltsam und selten, ungewöhnlich und unheimlich, verspielt und visionär. Vergnügliche Verknüpfungen sichtbarer und unsichtbarer Dinge. Das ist die Faszination des Unfassbaren, der Fantasie und Fantastik. Die Geschichten des Cthulhu-Mythos in beiden Bänden sind so angelegt, dass sie in entsprechender Atmosphäre, also bei gedimmtem Licht und Grabesstille (oder für ängstliche Gemüter bei gleißender Sonne am Pool), in einem gelesen werden können. So dachte ich. Doch auf magische Weise wurden sie während des Lesens immer länger, und ich habe mich wiederholt gewundert, warum ich so langsam vorankam. Bis ich verstanden habe, was die eigentliche Meisterleistung Lovecrafts ist; nämlich den Leser zu manipulieren, seine Gedanken und Sinne so stark zu aktivieren, bis er die Geräusche, die sich hinter den beschriebenen Geräuschen verbergen, selber hört, die Bilder, die sich hinter den beschriebenen Bildern verstecken, selber sieht! Selbst der Erzähler ist manchmal so erschrocken, dass er das Erlebte nicht in Worte fassen mag und das Denken lieber dem Leser überlässt. Und wenn man auf Orte, Namen, Bücher stößt, die einem gerade in einer anderen Geschichte begegnet sind, hält man erneut inne, erinnert sich staunend oder lacht, wenn wieder mal das von Lovecraft erfundene Necronomicon, das verbotene Buch des verrückten Arabers, dem ahnungslosen und stets forschenden Protagonisten als Informationsquelle dient oder jemand eine Braut aus Innsmouth heiratet, dem fürchterlichen und natürlich fiktionalen Fischerort, in dem die seltsam verhuschten Bewohner scheinbar durch Inzucht entstellte, fischäugige trockenschuppige Gesichter haben. Der wissende Leser freut sich dann auf die folgende Beschreibung dieser Ehe. (Schatten über Innsmouth und Das Ding auf der Schwelle, Band II) Viele Geschichten spielen in der grünen hügeligen Landschaft Neuenglands mit seinen liebevoll beschriebenen spitzdachigen und verwinkelten Häusern, die mit ihren knarrenden Holzdielen oftmals selbst zum Hauptcharakter einer Erzählung werden. Über diese an sich märchenhaft beschriebene Welt bricht stets das Grauen von außen herein, das aber immer geistreich und originell erdacht ist, beispielsweise als Farbe aus dem All, die sich über einen Bauernhof ergießt, oder als Töne, die der wahnsinnige Erich Zann mit seiner nächtlichen Geigenmusik überspielen muss. (Band I) Der Schrecken ist meist ein kosmischer aus den schwarzen Tiefen des Weltalls, Naturgesetze werden ausgehebelt, Raum und Zeit fliessen im Kopf eines schlafwandlerischen Nathaniel Wingate Peaslee zusammen (Schatten aus der Zeit, Band II), und die Beschreibungen gottverlassener Orte, an denen urzeitliche Ungeheuer in bizarren Behausungen in der Wüste, im Eis oder auf dem Meeresgrund schlummernd auf ihre Erweckung warten, sprengen den Horizont in wirklich fremde Welten, die so manchen Schöpfungsmythos in den Schatten stellen. Sehr zu empfehlen sind die Vorworte von Marco Frenschkowski, die ich immer nachher gelesen habe, um den Text unvoreingenommen auf mich wirken zu lassen. Hier wird jede Erzählung aufschlussreich in ihrem geschichtlichen, literarischen und biografischen Zusammenhang betrachtet, es werden Lovecrafts Inspirationsquellen (Briefe, Filme, Bücher) – so sie noch auffindbar sind – genannt, und man erhält einen Blick in das Leben Lovecrafts und seine kompromisslose Begeisterung für das Schreiben. Und er war sich bewusst, dass imaginative Literatur, anders als romantische und realistische, nur wenige anspricht. 

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    Chronik des Cthulhu-Mythos I von H. P. Lovecraft (20. Oktober 2011) Broschiert

    Blacksally

    27. September 2017 um 13:24

    Meine MeinungDieses Schmuckstück ist der Hingucker in meinem Bücherregal, denn es hat nicht nur ein (wie ich finde) sehr schönes Cover, auch der Buchrücken ergibt zusammen mit dem zweiten Band ein Bild, was mir sehr gut gefällt.Im Buch selbst finden wir 11 Geschichten des Cthulhu-Mythos und ich war begeistert das jede einzelne Geschichte ein informatives Vorwort besitzt. Was ich dazu aber sagen muss, man sollte diese Vorworte erst nach der Geschichte selbst lesen, da manchmal doch etwas zu viel Information drin steckt und die Geschichten Spoilern könnte. Der Schreibstil der Geschichten ist wieder typisch Lovecraft: Düster, unheimlich und mit einer gewissen Melancholie versehen, die nur er hinbekommt. Mir haben alle Geschichten durchweg gefallen und ich könnte jetzt garnicht sagen ob ich wirklich eine Lieblingsgeschichte habe, denn jede ist auf ihre weiße schaurig-schön.Auch die allgemeine Aufmachung des Buches ist sehr hochwertig, denn der Umschlag des Buches sieht aus als wäre er aus Leder, auch die Haptik lässt das Buch angenehm in der Hand liegen. Was ich mir etwas mehr gewünscht hätte, wären Bilder im Buch. Hier finden wir leider nur eines ganz zu Anfang. AutorDer US-amerikanische Schriftsteller Howard Phillips Lovecraft (20. August 1890 - 15. März 1937) ist einer der einflussreichsten Autoren im Bereich der fantastischen Literatur. H. P. Lovecraft ist der Erfinder des Cthulhu-Mythos.FazitWieder ein außerordentlich gutes Buch, dieses tollen Schriftstellers. Ich bin einfach Fan von ihm und auch wenn er schon lange nicht mehr unter uns weilt, hat er dennoch die Fähigkeit uns immer noch zu gruseln.

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