Der indiskrete Roboter

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Inhaltsangabe zu „Der indiskrete Roboter“ von

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    Der indiskrete Roboter
    buchwanderer

    buchwanderer

    19. April 2016 um 14:44

    „»…, die Natur reagiert nun einmal nicht immer vorhersehbar, sie hat einen unerschöpflichen Vorrat an Überraschungen auf Lager; das ist ja gerade das Interessante an ihr.«“ (S.75) Zum Inhalt: Drei Erzählungen aus der Feder von Gerhard Branstner beschäftigen sich mit größtenteils – so zumindest oberflächlich betrachtet – durchwegs techniklastigen Problemstellungen. Sei es nun das Beheben eines Problems in der Energieversorgung eines kosmischen Leuchtturms („Die entlaufene Maschine“), das Abwenden einer Katastrophe durch das Wiedereinfangen einer vom Kurs abgekommenen Trägerrakete für atomaren Müll („Der indiskrete Roboter“) oder das Aufklären und Abwenden einer drohenden ökologischen Katastrophe („Das Raumschiff unter Wasser“). Stets gelingt es den Helden der anekdotenhaften Texte mit Bravour die an sie gestellten technischen Anforderungen zu erfüllen. Weitaus diffiziler verhält es sich da schon mit einer weiteren Ebene in den Erzählsträngen, nämlich der zwischenmenschlichen und nicht zuletzt jener zwischen Mensch und Maschine, wobei der Roboter Oskar dabei eine Art Archetyp der Mensch-Maschine-Schnittstelle einnimmt. Fazit:Hans Ticha trägt mit seinen an die Pop-Art erinnernden Illustrationen zu einem mehrdimensionalen Leseerlebnis bei, indem er dem Text zusätzliche Tiefe und einprägsame Symbolik verleiht, getreu dem Motto „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, verleiht er den Kurzgeschichten eine Nuance welche bereichernd mit dem Textfluss Hand in Hand fortschreitet. Dem aufmerksamen Leser erschließt sich neben dem Offensichtlichen in den Texten Branstners eine tiefsinnige Auseinandersetzung mit der Frage nach den Verantwortlichkeiten des gestaltenden Menschen: Sind selbständige Maschinen sich selbst auch moralische Instanz oder bleibt letzten Endes immer der Konstrukteur der Verantwortliche für Handeln und Wesen seiner Schöpfung. All dies gelingt in einer humorvollen, wenig Zeigefinger-lastigen Leichtigkeit. „Es geht heiter zu im Buch, so heiter und unbeschwert, wie sich Gerhard Branstner den Umgang der Menschen miteinander in Zukunft – und nicht nur für die allzu ferne – wünscht.“ (Klappentext)

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