Die Mordbrennerin

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Die Mordbrennerin
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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783451079290
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Herder, Freiburg
Erscheinungsdatum:01.05.1984

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    Favolevor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Mordbrennerin. Schreckliche Dorfgeschichten."

    Das Buch besteht aus drei Kurzgeschichten sowie einem Nachwort.
    Friedrich Hebbels "Anna", die kürzeste der drei Geschichten, handelt von der Magd Anna. Vom Freihherrn bedrängt, von den anderen Dienstboten verspottet, ergibt sie sich scheinbar in ihr Schicksal.
    In "Eine Geschichte von bösen Sprichwörtern" von Ludwig Anzengruber wird deutlich gemacht, dass viele Sprichtwörter sowohl im guten als auch im bösen benutzt werden können. Die Kriminalgeschichte befasst sich mit den Taten und Sprichwörtern eines Großknechts, der zum Bauern wird.
    Die längste Geschichte, Friedrich Halms "Die Marzipan-Lise", ist ebenfalls eine Art Kriminalgeschichte, mit fast schon mystischem Einschlag. Die Titelgeberin spielt dabei nur eine hintergründige Rolle. Im Mittelpunkt steht ein armer Buchhalter, der eine neue Anstellung im Hause eines reichen Kaufmanns mit hübscher Tochter findet.
    Das Nachwort, welches fast so lang wie die drei Geschichten zusammen ist (!), steht zum Schluss und befasst sich zunächst mit den Dorfgeschichten im Allgemeinen und danach mit den einzelnen Geschichten und Autoren.
    Insgesamt waren die drei Geschichten ganz kurzweilig, wenn auch zum Teil aufgrund ihrer Entstehungszeit in umständlicher Sprache verfasst. Flüssiges und leichtes Lesen war es definitiv nicht. Die Geschichten selbst hätten wohl dennoch mindestens drei Sterne verdient, da sie inhaltlich doch überzeugen konnten. Das ausufernde Nachwort jedoch ließ mich insgesamt maximal zwei Sterne geben. Es ist mit viel gesellschaftlichem und historischem Hintergrundwissen versehen, welches aber deutlich prägnanter hätte dargestellt werden können. Die recht wissenschafltiche Herangehensweise fand ich für das Buch unpassend und störend.

    Fazit: Die drei Geschichten sind ganz unterhaltsam. Das Nachwort sollte man sich sparen, sofern man kein tiefgehendes wissenschaftliches Interesse daran hat.

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