Dolomiten-Sagen Band I

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Inhaltsangabe zu „Dolomiten-Sagen Band I“ von

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  • Sagenschatz der Dolomiten – Teil I

    Dolomiten-Sagen Band I
    buchwanderer

    buchwanderer

    17. September 2016 um 19:38

    „Es wechseln die Geschlechter die Sage bleibt sich treu“ (S.101) Zum Inhalt: A.Schaefer schreibt: „Mit herzerfreulicher Naivität und in einfachster Tonart erzählt und gestaltet Wolff Geschehnisse von in ihrer Auswirkung oft klassischer Größe;“ („Heimat“, Nr. 44, Beilage der Münchner Neuesten Nachrichten vom 4. Dez. 1929) und in der Österreichischen-Touristenzeitung Nr. 2 vom 1. Feb. 1930 liest man, „daß diese drei Bändchen in ihrer Gesamtheit ein seltenes Werk tiefster und schönster Berglandpoesie darstellen“ und „unendlich viel mehr bedeuten als ein bloßes gewissenhaftes Sammelwerk.“ Karl Felix Wolff (* 21. Mai 1879; † 25. November 1966) trägt in seinem ersten Band Sagen zusammen, die um die stets präsenten Themen wie Liebe, Krieg, Macht, Einsamkeit und Verlassenwerden kreisen, wobei neben den Sagen-Klassikern, wie „König Laurin und sein Rosengarten“ auch Jules-Verne-hafte Erzählungen (siehe „Die bleichen Berge“) Einzug halten. Immer wieder sind Nachworte oder Fußnoten zu den einzelnen Geschichten eingewoben, so dass Erklärendes den Zugang zu Text und Geschichte vereinfacht. Dazu tragen nicht zuletzt auch jene informativen Abschnitte bei, in denen der Autor auf die zeitgenössische Literaturkritik, sowie die Resonanz in seiner Leserschaft, wie auch die Entstehungswege der akribisch recherchierten Sammlung eingeht. Zum Inhalt des ersten Bandes: Die bleichen Berge, Die Seelaus Hütte, Das Wasserrinnen-Tal, Die Nachtigal vom Saßlong, Die Latemar-Puppen, Das Weib des Urimannen, Der Wintersenner im Rosengarten, Der Hirte vom Monte Cristallo, König Laurin und sein Rosengarten, Die Seiser Alm und die verheißene Zeit, Ladina, Die Salwària, Das große Sehnen, Der Zöllner von Karneid, Der Farbenglanz des Karer Sees, Die Königin der Crodéres Fazit: Sowohl Druck, buchbinderische Verarbeitung, makrotextueller Aufbau, als auch die sprachliche Gestaltung weisen das Buch als ein Gustostückerl für geschichtlich Interessierte aus. Und nicht zuletzt unterstreicht dies die Zusammenstellung der überlieferten, teils uralten Sagen, die Karl Felix Wolff von den ladinischen und deutschen Dolomitenbewohnern gesammelt, rekonstruiert und bearbeitet hat. Auf dem Titelblatt des ersten Bandes weist Wolff die 3 Bücher seiner Sagensammlung als „Ausgabe in drei selbständigen Bändchen“ aus. Wolff gelingt es in den Texten „dem Geiste, der die Poesie der deutschen und ladinischen Dolomitenbewohner durchweht“ (S.4) behutsam näher zu kommen. Hierbei legt der Autor das Ziel, resp. den Zweck der Sammlung klar indem er den Leser bittet, sein „Werk als das zu nehmen, was es sein will: ein Versuch etwas Erlöschendes in seinen vollen Formen wieder aufleben zu lassen.“ (S.16). Zum Buch: Die hier besprochene Ausgabe von 1935 zeichnet sich durch einen festen Leineneinband aus, der den in straffer Fadenheftung gehaltenen Buchblock umschließt. Als Seitenbedruckstoff wurde ein etwas faseriges Papier verwendet und der obere Anschnitt des Buchblockes in roter Farbe gehalten. Typografisch ist der Text, bis auf die Seiten und Bogennummerierung, in Fraktur gehalten, deren Variation nur in wenigen Schnitten stattfindet. Daraus ergibt sich ein weitestgehend homogenes und ästhetisches Druckbild, das es auch dem in der Fraktur Ungeübten leicht macht den Text fließend zu lesen. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck des Bandes durch einen schlicht gehaltenen Schutzumschlag.

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