Ein Sommer, der bleibt

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(5)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ein Sommer, der bleibt“ von

Hören und Sprechen nicht als Derivat des Geschriebenen zu begreifen, sondern ihm als eigenständiger Form Gehör zu verschaffen - das war von Anfang an das besondere Anliegen von supposé. Mit "Ein Sommer, der bleibt" gehen wir auf diesem Weg einen bedeutenden Schritt weiter: In langen Gespräch-Sessions haben supposé-Betreiber Klaus Sander und der Schriftsteller Peter Kurzeck das bislang weitgehend mit Wissenschaftlern und Philosophen entwickelte Produktionsverfahren der freien Erzählung für die Literatur angewandt. Herausgekommen ist ein Roman, der ausschließlich in akustischer Form existiert. Vergleichbar der improvisierten Vortragskunst der legendären schwarzen Bluessänger, die er in den 60er Jahren in hessischen Army-Clubs gehört hat, gerät Peter Kurzeck aus dem Gespräch heraus ins Erzählen und findet so zu einer neuen Form des Romans: ein Text, der erst während der Rede, während der Aufnahme entsteht, ohne Buchvorlage oder Manuskript eine Beschwörung. So entspinnt sich aus einer Kindheit im Dorf Staufenberg ein exemplarisches Leben, in dem schließlich die Kunst der Erinnerung in eins fällt mit der Kunst der Literatur. Das Dorf Staufenberg im Landkreis Gießen liegt auf einer Felskuppe. Hoch oben die alte Burg. Wenn der böhmische Flüchtlingsjunge Peter vom Turm ins Tal blickt, kommt ihm das wogende Korn vor wie das Meer, das er nicht kennt, sich aber immer wieder vorstellen muss, und die Flugameisen, die nur hier und nur an wenigen, Jahr für Jahr wiederkehrenden Tagen Hochzeit feiern, erzählen ihm vom Sommer, der kommt. Er sieht die Menschen im Dorf, von denen er nun selbst einer ist, und er sieht all die Wege, die vom Dorf wegführen: in die Weite des Tals vor dem Autobahnbau, zur Lahn und den Lahnwiesen, wo er mit den anderen Kindern spielt und einmal fast sein Taschenmesser verliert, zur Mühle, wo er mit seiner Mutter um ein Säckchen Mehl bittet, zum Rex-Filmtheater Lollar und zur Buderus-Hütt, dem großen Eisenwerk, nach Gießen zum Papierwarenhändler und zum Teufelslustgärtchen, und nicht zuletzt nach Frankfurt, wohin er später mit seinem Freund Eckart in den großen glitzernden Amischlitten der GIs trampt. Ein Kaleidoskop an Geschichten fügt sich zu einem detailreichen Bild von Nachkriegsdeutschland und früher Bundesrepublik.

Stöbern in Historische Romane

Die Legion des Raben

Eine geniale Fortsetzung von "Fortunas Rache" - fesselnd bietet das Buch einen Einblick in das Leben von Sklaven im Röm. Reich

Bellis-Perennis

Schwert und Krone - Meister der Täuschung

Rundherum gelungen würde ich zusammenfassend sagen, ich bin schon extrem neugierig, wie die Geschichte weitergeht.

HEIDIZ

Nachtblau

Ein etwas flacher Roman

Melli274

Belgravia

Ich finde das sollten Fans von Downton Abbey gelesen haben

Kerstin_Lohde

Die letzten Tage der Nacht

Hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Ein Werk, das ich nicht so schnell vergessen werde

HarIequin

Ein Tal in Licht und Schatten

Ein interessanter Roman über Südtirol der mir gut geschrieben ist

Kerstin_Lohde

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Ein Sommer, der bleibt"

    Ein Sommer, der bleibt
    Solitude

    Solitude

    16. January 2010 um 22:25

    Ich habe eine ganze Zeit gebraucht, um "reinzukommen" war dann aber begeistert von diesem Hörbuch. Das Besondere daran ist, dass der Auto tatsächlich einfach erzählt, statt zu lesen. Man hat irgendwann das Gefühl, mit ihm irgendwo gemütlich zu sitzen, während er sehr kurzweilig und anschaulich aus seinem Leben in der Nachkriegszeit erzählt. Eine richtige Handlung in üblichen Sinn gibt es garnicht, und trotzdem wird man gefesselt von der Erzählweise. Schwer zu beschreiben, am besten selber reinhören!

    Mehr
  • Rezension zu "Ein Sommer, der bleibt"

    Ein Sommer, der bleibt
    KollegeKraftwagen

    KollegeKraftwagen

    21. June 2008 um 15:09

    Ein wirklich einzigartiges Projekt: die frei erzählte und aufgezeichnete Geschichte von Peter Kurzecks Kindheit in Staufenberg/Wetterau ist ein absolutes Hörerlebnis. Erst wenn man den Kurzeck-Sound mal gehört hat, erschließen sich seine Bücher wirklich!