El Narco: The Bloody Rise of Mexican Drug Cartels by Grillo, Ioan (2013)

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Inhaltsangabe zu „El Narco: The Bloody Rise of Mexican Drug Cartels by Grillo, Ioan (2013)“ von

Auf den Punkt gebracht - ein stets lesenswertes Buch.

— Lienz
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    El Narco: The Bloody Rise of Mexican Drug Cartels by Grillo, Ioan (2013)

    Lienz

    Buch und Autor: El Narco von Ioan Grillo zeichnet den blutigen Aufstieg der mexikanischen Drogenkartelle detailliert und anschaulich nach. Das Buch ist in drei wesentliche Teile gegliedert: Geschichte und Struktur der Kartelle sowie Ausblick auf ihre weitere Entwicklung. Grillo unterteilt die drei großen Bereiche weiter in Unterkapitel, sodass der Leser sich ausgezeichnet orientieren kann. Die Chronologie der Entwicklung ist der rote Faden, an dem entlang Grillo seinen Lesern das Grauen nahebringt. Und die Gier der Warlords. Neben der faktischen Darstellung der Ereignisse greift der Journalist Grillo, der u.a. für das TIME Magazine schreibt, auch Einzelschicksale auf. Ein Plus dieses Sachbuchs besteht im Index sowie den Anmerkungen, sodass man sehr schnell nochmals nachlesen kann.   Meinung: Wer Mexiko kennt, und zwar nicht nur Cancun und Acapulco, für den ist das Buch ein Muss. Es erzählt die Geschichte korrupter Politik in einem Land, das von einer hauchdünnen Oberschicht beherrscht wird, und in dem sich mafiöse Strukturen gleich der „Piovra“, dem Kraken mit den tausend Armen, in Mexiko wie ein Krebsgeschwür entwickeln. Nicht wegzudenken ist die Rolle der DEA (Drug Enforcement Adminitration – die US-Drogenvollzugsbehörde) und der CIA in diesem blutig-dreckigen Spiel. Das letztlich eskaliert. Seit 2006 hat der Drogenkrieg mehr als 70.000 Opfer gefordert. Viele von ihnen sind einfache Leute wie du und ich. Kollateralschaden. Aber auch Ermordete, die von menschlichen Bestien aus keinem augenscheinlichen Grund geschlachtet wurden. Im Drogenhandel, el Narco, geht nicht mehr nur um Marktanteile, es geht um Macht in der Untergrundpolitik. Doch jetzt wacht die Bevölkerung auf, die Mütter sind nicht länger willens zu schweigen. Journalisten agieren ebenfalls im Untergrund. Viele zahlen einen hohen Preis: ihr Leben.   Ganz Persönliches: Ich kenne Mexiko von zwei Aufenthalten, war 1998 lange als Rucksacktourist und 2012 von Texas aus dort. 1998 waren zwar die Aufstände in Chiapas – aber ich habe mich sicher gefühlt. Als Frau, allein. Ein wunderbares Land. 2012 war ich vorsichtig, da ich grenznah zu den USA unterwegs war. Die Menschen sind immer noch die gleichen mit ihren offenen Herzen. Doch die schlechten unter ihnen schlagen jetzt mit Maschinenpistolen und unvorstellbarer Brutalität zu. Es war in einem gut besuchten Restaurant, dass ich den ersten Kopf ohne Körper gesehen habe.   Fazit: Das Buch beschreibt die Monstrosität des Drogenkriegs völlig unprätentiös, dafür auf den Punkt gebracht. Absolut lesenswert.

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