Orphan Train: A Novel by Kline, Christina Baker (2013) Paperback

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Inhaltsangabe zu „Orphan Train: A Novel by Kline, Christina Baker (2013) Paperback“ von

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  • Der Zug der Waisen

    Orphan Train: A Novel by Kline, Christina Baker (2013) Paperback
    Saralonde

    Saralonde

    13. September 2016 um 17:35

    New York, 1929: Die kleine Niamh ist das älteste Kind einer irischen Auswandererfamilie. Nach einem Unglück, bei dem sie ihre Familie verliert, wird sie von einer Hilfsorganisation zusammen mit zahlreichen weiteren Kindern jeden Alters in einen sogenannten Waisenzug gesetzt, der sie zu aufnahmebereiten Familien weiter im Westen des Landes bringen soll. Leider sehen viele potentielle Adoptiveltern die Kinder eher als billige Arbeitskräfte oder gar als Arbeitssklaven. Auch Niamh, deren Name zu unaussprechlich für amerikanische Ohren ist, hat es sehr schwer. Maine 2011: Die sechzehnjährige Molly lebt als Pflegekind bei wenig verständnisvollen Adoptiveltern. Nach einem Vorfall in der Schule wird sie zur Leistung von Sozialstunden verdonnert. Sie soll in einem großen Anwesen einer alten Dame namens Vivian beim Aufräumen des Speichers helfen. Vivian, die einmal Niamh hieß, beginnt Molly ihre Geschichte zu erzählen. Christina Baker Kline bedient sich in ihrem Roman eines Erzählschemas, das derzeit besonders beliebt ist: dem Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Gut gemacht, mag ich diese Erzählweise. Die Geschichte der jungen Niamh bzw. Vivian ist spannend erzählt und schockierend angesichts der Ausbeutung der Kinder und der schreienden Ungerechtigkeit. Als Vivian schließlich erwachsen ist, schreitet mir die Handlung jedoch zu schnell voran, was auch daran liegt, dass der interessanteste Teil der Geschichte zu diesem Zeitpunkt bereits erzählt ist. Die Autorin hätte sich hier vielleicht ganz auf Vivians Kindheit konzentrieren sollen, dann hätte allerdings eine kleine Liebesgeschichte gefehlt, die eingeflochten ist und vielen Lesern vielleicht wichtig ist. Die in der Gegenwart ablaufende Geschichte hat mir ebenfalls gefallen, die junge Molly hat ihre Ecken und Kanten, was sie aber erst recht sympathisch macht. Ihr leiblicher Vater ist Angehöriger eines Stammes der nordamerikanischen Ureinwohner und mir hat gefallen, wie Molly in ihrer Schularbeit Vivians Schicksal mit den Traditionen ihres Volkes in Verbindung bringt. Das Buch ist in einer angenehmen Sprache geschrieben und liest sich sehr flott. Solide Unterhaltungsliteratur mit spannendem und bisher selten thematisiertem historischem Hintergrund.

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