Philosophie für Anfänger von Sokrates bis Sartre

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Inhaltsangabe zu „Philosophie für Anfänger von Sokrates bis Sartre“ von

Der Titel ist Programm: Diese Originalausgabe gibt einen leicht verständlichen Überblick über die abendländische Geschichte der Philosophie von den Vorsokratikern bis ins 20. Jahrhundert. Die Form ist eine Synthese von Philosophiegeschichte und Lexikon, die Anordnung chronologisch. Die Originalität dieses Buches besteht gerade darin, dass analog zu unseren Philosophie für Anfänger -Bänden die wichtigsten Philosophen auch mit Primärtextausschnitten vorgestellt werden. Wie insbesondere die von Ralf Ludwig verfassten Kant- Einführungen gezeigt haben, erweist sich seine mitunter sehr saloppe Sprache als probates Mittel, sich barrierefrei mit Philosophie zu beschäftigen. Der Aufbau mit Haupt- und Nebenartikeln lässt rasches Nachschlagen zu. Vor allem aber kann der interessierte Leser den Höhepunkten der abendländischen Philosophie chronologisch folgen.

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  • Eine sachgerechte und verständliche Grundorientierung

    Philosophie für Anfänger von Sokrates bis Sartre
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    03. March 2015 um 11:07

    Eine sachgerechte und verständliche Grundorientierung Die Philosophie ist einerseits die einflussreiche Grundlage des Denkens, der Kultur und der inneren Werteausrichtung der entsprechenden Kultur (wobei es in diesem Buch um die abendländische Kultur), andererseits aber im Konkreten nicht immer einfach zu verstehen. Und es ist auch nicht zu beobachten, dass dieses Verständnis und die jeweiligen philosophischen Betrachtungen im Lauf der Jahrhunderte einfacher und klarer geworden wären. Da stimmt die Beobachtung Ludwigs durchaus: „Je höher die Unverständlichkeit, desto größer die Bedeutung der Denkprodukte“, konstatiert er als scheinbare Messlatte für den aktuellen philosophischen Diskurs. „Was ist das Sein?“, ist die Grundfrage aller Philosophie und ebenso gilt, dass sich das Sein einer einfachen, geraden und klaren Erklärung in seiner Komplexität deutlich zu entziehen versteht, „sind die Antworten darauf schwieriger als die Frage“. Und so nähern sich seit der Antike Denker aus verschiedenen Richtungen, mit sehr verschiedenen Herangehensweisen an die Betrachtung des Seins dieser Frage. Das Leben „stoisch“ ertragen oder „mit Genuss“ (der näher bezeichnet werden muss) täglich „belohnen“? Die Welt als „gut“ betrachten und in ihr Aufgehen oder sie negieren und sich fernhalten? Den Menschen als „Tier“ verstehen, der von einem ominösen, unbewussten „Willen“ allein angetrieben wird? Oder als „Krone der Schöpfung“ und konstruktiver „Herrscher der Welt“ mit der Kraft der „Ratio“ gesegnet? Ralf Ludwig macht sich auf, und dies durchaus meist in verständlicher Sprache, einen geschichtlichen Überblick über die philosophischen Denksysteme von der Antike bis zur Gegenwart darzustellen. Sokrates, Platon , Aristoteles, Pythagoreer, Neuplatonismus finden hier ebenso komprimiert dargestellt (die sokratische Schule etwas ausführlicher) wie die Scholastik des Mittelalters (mit einem Verweis auf die Mystik) und die Philosophie der Neuzeit (Rationalismus, Aufklärung, Idealismus, Hegel) und die damit einhergehende Neuordnung der Werte. Nicht immer einfach und, trotz aller Bemühungen um eine nachvollziehbare Sprache auch nicht ohne entsprechenden Abstraktionsgrad finden sich diese Zusammenfassungen der Kerngedanken der philosophischen Richtungen im Buch, die dann im letzten Teil noch deutlicher zum Tragen kommen. Neukantianismus, Neu-Positivismus, Existenzialismus oder Pragmatismus (noch am ehesten „einfach“ zu verstehen) sind keine einfachen Gedankengebäude, die tatsächlich griffige Antworten liefern würden. Hier ist es für den Leser des Öfteren nötig, einige Seiten zurückzublättern und neu Anlauf zu nehmen (ohne Garantie, dann wirklich all diese Gedankengebäude auch wirklich zu verstehen). Nicht immer einfach macht es Ludwig dann auch mit seiner teils sehr komprimierten und dichten Beschreibung, in seinem Versuch, so gut wie alles irgendwie mit zu erwähnen und mit unterzubringen. Dennoch kann der Leser ihm nach der Lektüre durchaus darin zustimmen, dass „indem der Mensch fragt, verändert er sich mit seinen Antworten“. Denn vieles teils hoch abstrakt gedachte hat durchaus ja seinen erkennbaren Einfluss auf kulturelle Haltungen der Gesellschaft gefunden. Eine anregende und mit vielen Fäden versehene Grundorientierung der Philosophiegeschichte, die nicht immer einfach zu verstehen oder zu lesen ist.

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