Prix Pictet 2012, Power

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Inhaltsangabe zu „Prix Pictet 2012, Power“ von

Der Prix Pictet lenkt den Blick auf Fotografien, die sich mit den zentralen Fragen der globalen Nachhaltigkeit beschäftigen. In seinem vierten Jahr steht der Preis unter der Überschrift „Power“ – und umfasst damit Themen wie Energie, Gewalt und Macht. Mit Erfolg haben wir uns Energiequellen für Reisen, Industrie und unseren modernen Lebensstil erschlossen, doch den Gewalten der Natur sind wir noch immer weitgehend schutzlos ausgeliefert. Infolge von Stürmen, Vulkanausbrüchen oder Erdbeben können Technologie und Infrastruktur vollständig zusammenbrechen. Politische und gesellschaftliche Macht kann sich diesen Herausforderungen stellen, sie kann aber auch zum Instrument von Ausbeutung und Tyrannei verkommen. Mit Weitsicht und Genie setzen die Ausnahmekünstler, die für die Shortlist des renommierten Fotopreises nominiert sind, dieses facettenreiche Thema ins Bild. Bei der Bekanntgabe des neuen Themas sagte Stephen Barber, der Präsident des Prix Pictet: ‘Angefangen bei der furchtbaren Kraft der Naturgewalten und der vom Menschen gezähmten Kraft der Industrie, bis hin zur spontanen Kraft der Menschen, etwas zu bewegen, hat ‘Power’ eine enorme Breite, bezieht Widersprüche und Paradoxa gleichermaßen ein. Als Thema ist ‘Power’ positiv und negativ zugleich. Kurz 'Power' hat die Kraft, Bilder und Fragen zu entdecken, die Ehrfurcht einflössen und uns verstören können.’ Die zwölf nominierten Künstler für den vierten Prix Pictet, den weltweit führenden Preis für Fotografie und Nachhaltigkeit, werden nun die Finalisten-Ausstellung vorbereiten, die vom 10. bis 28. Oktober 2012 in der Saatchi Gallery in London stattfindet. Der französische Fotograf Luc Delahaye wurde am Dienstag, 9. Oktober 2012 als Gewinner des vierten Prix Pictet bekannt gegeben. Er wurde aus zwölf nominierten Künstlern ausgewählt und für die zehn eingereichten Bilder zum Thema Power aus seinem in den letzten zehn Jahren geschaffenen einzigartigen Fotobestand ausgezeichnet. Der mit 100'000 Schweizer Franken (rund 100'000 Dollar, 65'000 Pfund Sterling, 80'000 Euro) dotierte Preis wird von der Schweizer Privatbank Pictet & Cie gestiftet. In Vertretung von Prix-Pictet-Ehrenpräsident Kofi Annan gab dieses Jahr Ehrengast Lord Foster of Thames Bank OM den Gewinner anlässlich des Empfangs zur Eröffnung der Ausstellung Power in der Saatchi Gallery in London bekannt. Die Ausstellung mit Werken der zwölf nominierten Künstler wird ab Mittwoch, dem 10. Oktober 2012 dem breiten Publikum zugänglich sein. Der Gewinner des Prix Pictet wurde aus 12 nominierten Künstlern ausgewählt: Es handelt sich um folgende Fotografen: Robert Adams (USA, 1937) Nominiert für die Fotoreihe: Turning Back, 1999 Daniel Beltrá (Spanien, 1964) Nominiert für die Fotoreihe: Spill, 2010 Mohamed Bourouissa (Algerien/Frankreich, 1978) Nominiert für die Fotoreihe: Périphérique, 2006 Philippe Chancel (Frankreich, 1959) Nominiert für die Fotoreihe: Fukushima: The Irresistible Power of Nature, 2011 Edmund Clark (Grossbritannien, 1963) Nominiert für die Fotoreihe: Guantanamo: If the Light Goes Out, 2009 Carl De Keyzer (Belgien, 1958) Nominiert für die Fotoreihe: Moments Before the Flood, 2009-2011 Luc Delahaye (Frankreich, 1962) Nominiert für verschiedene Arbeiten: 2008-2011 Rena Effendi (Aserbaidschan, 1977) Nominiert für die Fotoreihe: Still Life in the Zone, 2010 Jacqueline Hassink (Niederlande, 1966) Nominiert für die Fotoreihe: Arab Domains, 2005-2006 An-My Lê (USA/Vietnam, 1961) Nominiert für die Fotoreihe: 29 Palms, 2003-2004 Joel Sternfeld (USA, 1944) Nominiert für die Fotoreihe: When It Changed, 2007 Guy Tillim (Südafrika, 1962) Nominiert für die Fotoreihe: Congo Democratic, 1997-2006 Bei der gleichen Veranstaltung erteilte Jacques de Saussure, Senior-Teilhaber von Pictet & Cie, dem britischen Fotografen Simon Norfolk den mit 40’000 Schweizer Franken (rund 40’000 Dollar, 27’000 Pfund Sterling, 30’000 Euro) dotierten Prix-Pictet-Reportageauftrag. Der Künstler wird nach Afghanistan reisen, wo Pictet & Cie die Arbeit der Schweizer humanitären Hilfsorganisation Medair in der abgelegenen Provinz Bamiyan unterstützt. Der Reportageauftrag-Gewinner wurde dieses Jahr zum ersten Mal nicht aus den 12 nominierten Fotografen, sondern aus einer langen Liste von Empfehlungen ausgewählt, welche einzelne Jury-Mitglieder anhand der Liste aller bisher nominierten 650 Fotografen erstellt haben. Die Schlussentscheidung trafen die Teilhaber von Pictet & Cie. Der Prix Pictet wird an Fotografen vergeben, die im Rahmen eines breit gefassten Themas ausdrucksstarke Botschaften mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und insbesondere Umwelt vermitteln. Der Prix Pictet hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit ausdrucksstarker Fotokunst die Öffentlichkeit auf dringende Sozial- und Umweltprobleme des neuen Jahrtausends aufmerksam zu machen. Der Prix Pictet wurde 2008 von der Genfer Privatbank Pictet & Cie ins Leben gerufen und konnte sich rasch als einer der weltweit führenden Fotopreise etablieren. Der Prix Pictet besteht aus zwei Teilen: einem Preis in Höhe von CHF 100'000, den der Fotokünstler erhält, der in den Augen der unabhängigen Jury eine Reihe von Arbeiten geschaffen hat, welche am überzeugendsten auf das Thema des jeweiligen Preises eingehen; und einem Reportageauftrag, der von den Teilhabern von Pictet & Cie einem der vorgeschlagenen Künstler für eine Reise in eine Region erteilt wird, in der die Bank ein Nachhaltigkeitsprojekt unterstützt. Jedes Jahr befasst sich der Prix Pictet mit einem anderen Thema. In diesem vierten Jahr des Prix Pictet ist dies Power. Es ist ein sehr weites Thema, das Widersprüche und Paradoxa gleichermaßen einbezieht und beeindruckende und aufwühlende Bilder und Probleme offenlegt, die sowohl verstörend als auch beeindruckend sind. Professor Sir David King, Präsident der Prix-Pictet-Jury, sagte in Bezug auf die nominierten Künstler: „Zunächst möchte ich allen nominierten Künstlern gratulieren. Ich möchte aber auch allen Künstlern danken, die ihre Arbeiten für den diesjährigen Prix Pictet eingereicht haben. Die Qualität der geprüften Werke machte das Bewertungsverfahren zu einer extremen Herausforderung, aber auch zu einer sehr lohnenden Erfahrung. Aufgrund des Umfangs und der erstklassigen Qualität der Fotos, die unsere Jury zu bewerten hatte, benötigten wir ziemlich viel Zeit, bis wir die Liste der Nominierten bekanntgeben konnten. Es gab viele tolle Bilder und fesselnde Nachhaltigkeitsgeschichten, die wir leider nicht in die Liste aufnehmen konnten. Unter Berücksichtigung der Gesamtqualität der eingereichten Arbeiten sind die Werke der zwölf nominierten Künstler umso bemerkenswerter.“

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  • Rezension zu "Prix Pictet 2012, Power" von Prix Prix Pictet

    Prix Pictet 2012, Power
    HeikeG

    HeikeG

    12. January 2013 um 11:13

    "Macht ist überall und kommt von überall." (Michel Foucault) . Das englische Wort "power" steht für Leistung, Kraft, Strom oder Energie. Es kann aber auch Macht und Gewalt bedeuten. "Power" war das Thema des 4. Prix Pictet, eines Preises für Fotografie und Nachhaltigkeit, der seit dem Jahr 2008 auf Initiative der in Genf gegründeten Privatbank Pictet & Cie zusammen mit der Financial Times geschaffen wurde. Sein Zweck und die damit verbundene Aufgabe: den Einsatz der Fotografie als Medium für die Vermittlung grundlegender Nachhaltigkeitsbotschaften an ein weltweites Publikum. Oder um es mit den Worten von Kofi Annan, seinem Ehrenpräsidenten, zu sagen: "Ich hoffe aufrichtig, dass der Prix Pictet zum besseren Verständnis der Veränderungen in unserer Welt beitragen und das Bewusstsein der Dringlichkeit präventiven Handelns stärken wird." . Genauso vielfältig, abstrakt und schwer zu greifend wie der englische Begriff, so mannigfaltig und antagonistisch gestalten sich auch die Aufnahmen der Preisträger, deren atem(be)raubende Arbeiten dieses Buch prägen. Allen Fotos wohnt ein unglaublich feines Gespür für die Theatralik und die Vieldeutigkeit des Begriffes "power" inne, der in der deutschsprachigen Ausgabe mit "Macht" übersetzt wurde. Ja, sie gehen sogar so weit, dass dem Betrachter unwillkürlich der Begriff "Ohnmacht" in den Sinn kommt. So zum Beispiel bei einer Aufnahme des ehemaligen Präsidenten von Amerika - Bill Clinton -, der in einem unbeobachteten Augenblick auf dem UN-Klimagipfel in Montreal im Jahre 2005 beinahe ängstlich von seinem Rednerpult aufschaut. Oder der hilflos wirkende Gemeinderat von Yamhill, einer 700 Seelen-Gemeinde in Oregon, mit ihrer höchst destruktiv abgelichteten Bürgermeisterin. Eine völlig andere Seite der Macht oder Energie stellen vollständig verschleierte Frauen, die sich vor einer Hausfassade abseilen, dar. Keine nachgestellte Filmsequenz ist hier zu sehen, sondern sie legen gerade ihre Abschlussprüfung an der Frauenpolizeiakademie in Teheran ab. . Auf 80 Seiten wird der Betrachter durch einen Strudel an Gefühlen und Emotionen gerissen. Einzelne Fotografien hervorzuheben fällt schwer. Allen, doch so unterschiedlichen Preisträgerarbeiten, wohnt eine unglaublich intensive Kraft inne, egal, ob es um Öl- oder Naturkatastrophen, Krieg, Gefängnis oder Ausbeutung geht. Zumeist sind auf gegenüberliegenden Seiten dem Betrachter entgegengesetzte Kontroverse dargestellt. Links der nackte chinesische Minenarbeiter, der auf Knien kriechend, einen Kohlenwagen hinter sich herzieht. Auf der rechten Seite die gewaltige Staubfahne eines Hurrikans in North Dakota, dessen Rüssel alles mitreißt, was auf seinem Weg liegt. Hier das hell erleuchtete Straßenraster des nächtlichen Chicagos, dort die gespenstische Ruine des Kesselhauses der Battersea Power Station, einem ehemaligen Kohlekraftwerk in London. Oder aber die staubverschleierte Straßenszene mit einem kaum wahrnehmbaren, zerstörten Wrack eines Panzers in Ramadi (Irak), neben einem Wohnmobil in Ungarn, das hell erleuchtetes Fenster mit der im Hintergrund riesigen, bröckelnden Mauer kontrastiert. Diesen verstörenden, schockierenden, eindrucksvollen, beklommenen, bestürzten und/oder nachdenklichen, unglaublich intensiver Bilder kann man sich, einmal aufgeblättert, nicht entziehen. Alle Arbeiten veranschaulichen die mit dem englischen Wort "power" so knapp und prägnant bezeichnete Macht, Kraft, Leistung und Energie der Fotografie und ganz allgemein gesprochen, auch der Kunst, selbst "unter der Zensur die offiziellen Versionen der Realität zu unterlaufen und bloßzustellen", wie es der Journalist der Financial Times - Harry Eyres - in seinem Artikel "Das sich wandernde Gesicht der Macht" so eindrucksvoll schildert. . Fazit: "Macht muss nicht notwendigerweise unterdrücken, einengen und Zwang ausüben; sie ist eine aktive Kraft, die Bedeutung hervorbringt, auch wenn diese Bedeutung laufend infrage gestellt und überprüft werden muss." Genau dies erreicht dieses außergewöhnliche Buch, das noch lange nach dem Zuschlagen der letzten Seite nachwirkt.

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