Psychologie der Massen

(21)

Lovelybooks Bewertung

  • 31 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 4 Leser
  • 2 Rezensionen
(10)
(11)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Psychologie der Massen“ von

GUSTAVE LE BON (1841-1931) Arzt, Ethnologe, Soziologe und Psychologe. Er gilt als Begründer der »Massenpsychologie«. Sein berühmtes Werk »Psychologie der Massen« übte einen nachhaltigen Einfl uss in der Wissenschaft und praktischen Politik aus. Dieses Grundlagenwerk der Sozialpsychologie beeinfl usste nicht nur Siegmund Freud (»Die Massenpsychologie und die Ich-Analyse«), sondern wurde auch von Politikern und Diktatoren des 20. Jahrhunderts für die Ausarbeitung ihrer Propagandatechniken benutzt.

Massenmanipulation a la charte

— georg_moor
georg_moor

Dieses Buch sollte zum Schulpflichtprogramm in gehören.

— NicoWeinard
NicoWeinard

Wohl ewig brandgefährliche Anleitung zur Instrumentalisierung und Manipulation von Menschen

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

Stöbern in Sachbuch

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

Homo Deus

Hararis Buch polarisiert, regt zum Nachdenken an und lässt kaum jemanden kalt.

Bellis-Perennis

Hillbilly-Elegie

Reflektierendes, biografisches Sachbuch über die eigene Herkunft und die möglichen Gründe für eine USA unter Donald Trump! Sehr lehrreich!

DieBuchkolumnistin

The Brain

Das Buch hat mich sehr bewegt, denn wir wissen immer noch wenig darüber, wie das Gehirn funktioniert und woher unser Ich-Gefühl kommt.

Tallianna

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Psychologie der Massen" von Gustave Le Bon

    Psychologie der Massen
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    29. November 2014 um 06:43

    So aktuell die Problematik ist, so borniert erscheinen einige der Ausführungen des Autors, der seine subjektive Meinung stark in diverse Passagen einfließen lässt, was ein unverzeihlicher Fehler für Sachliteraten ist. Das vermittelte Geschichtsbild ist mit Vorsicht zu genießen, da zwar Aspekte wie die Dynamik hinter Aufstieg und Fall von Hochkulturen durchaus richtig erläutert werden, die Reduzierung auf den mitunter übertrieben mächtig dargestellten Einfluss der Bevölkerung auf die Entwicklung des Staatswesens aber entscheidende, andere Faktoren außer Acht lässt. Diese Tendenz, alle beschriebenen Einflussgrößen immer in Harmonie mit dem eigenen Konzept zu bringen, zieht sich durch das Buch und offenbart auch einen für die damalige Zeit überaus talentierten Selbstvermarkter, der Hinweise auf seine anderen Werke einstreut. Zu den erläuterten Themenkreisen des Buches gehören die Geschichte der Massenpsychologie, psychologische Erläuterungsversuche, die Faktoren Gefühle, Beeinflussbarkeit und Einseitigkeit, die Ideen, Urteile und Einbildungskraft von Menschengruppen, religiöse Motive, Einfluss von Politik, Schule und Überlieferungen, die Macht von Worten und Bildern zur Manipulation, den Unterschied zwischen veränderlichen und unveränderlichen Meinungen und Grundanschauungen, eine Einteilung der Massen in gleich/ungleichartige sowie verbrecherische und die, aus erwähnten Punkten resultierende Einflusswirkung auf Rechtssprechung, Wahlverhalten und Parlamentsversammlungen. Psychologische Faktoren konzentrieren sich unausgewogen stark auf das Unterbewusste und andere, bis heute weitgehend unerforschte Bereiche der Neurologie, so dass die daraus resultierenden Schlussfolgerungen über die zugrunde legenden Denkmuster Raterei sind, während die beschriebenen Handlungsmuster ins Schwarze treffen. Mitunter werden wahre Kritikpunkte wie die Tatsache, dass das Bildungssystem durch stumpfe Repetition nur als großer Trichter fungiert, ohne anwendbares Wissen zu vermitteln, dadurch disqualifiziert, dass die Schulen als Brutstätten für Radikale, Anarchisten und subversive Elemente dargestellt werden. Das konservative und elitäre Weltbild zeigt sich auch in einer Verachtung für gewöhnliche Menschen und einer Herabwürdigung für Demokratie und Sozialismus, die in krassem Widerspruch zu den anderen, weitreichenden Erkenntnissen des Buches stehen. Dazu kommen Rassismus, Sexismus, Aussagen wie dass eine Herrschaft des Pöbels die Zivilisation verhindert hätte und eine, selbst für die Zeit des Übergangs vom 19. ins 20. Jahrhundert, verstörende Geisteshaltung. Vor allem weil mannigfache Beispiele anderer Autoren desselben Zeitalters oder selbst der Antike zeigen, wie eine seriöse und ohne derartig Polemik auskommende wissenschaftliche Arbeit durchaus möglich ist, ohne den Leser mit den eigenen Gedanken zu infizieren, während man einen Schnellkurs in Volksverhetzung durchexerziert. Wahrhaftig erschreckend ist, wie häufig in diesem Werk 38 Jahre vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten von den Führern der Massen die Rede ist und welch Implikationen auf die Wirkungsbreite des Werkes dies zulässt, da einige der beschriebenen Mechanismen in der Praxis bis heute erfolgreich angewandt werden. Wen wundert es, hat sich der Mensch in den letzten 100.000 Jahren doch, physiologisch betrachtet,kaum merklich weiter entwickelt. Wäre dies Werk mit mehr Bedacht auf Objektivität und stärker von aufklärerischen und durch Standesdünkel unbeeinflussten Gedanken geprägt worden, hätten sich seine fatalen Auswirkungen bis heute wesentlich mindern, wenn nicht gar für etwas Konstruktiveres nutzen lassen. Ließe sich das Wissen über die Wirkungsmechanismen doch auch für positive Anliegen verwenden, anstatt immer nur der Instrumentalisierung aus selbstsüchtigen Motiven zu dienen. So bleibt es ein erschreckendes Einmaleins der Manipulation und Kontrolle aus sinistren Gründen und die ernüchternde Erkenntnis, dass sich einzelne, relativ in ihren Fähigkeiten eingeschränkte, staatsbildende Insekten, durch die Schwarmintelligenz in ihrer Leistung und Effizienz gegenseitig potenzieren. Beim Menschen hingegen liegt zwar der Mittelwert aller Schätzungen einer Gruppe zu einem vorgegebenen Thema häufig erstaunlicher- sowie unerklärlicherweise nahe am richtigen Wert, dafür werden aber etliche andere Entscheidungen von einem wesentlich bedenklicheren Faktor bestimmt, der mit der Anzahl der beteiligten Individuen sprunghaft ansteigt. Der Schwarmblödheit.

    Mehr
  • Interessant, aber schwer zu lesen

    Psychologie der Massen
    gorgophol

    gorgophol


    Das Buch ist wirklich interessant, gerade vor dem Hintergrund, dass es schon 100 Jahre alt ist. 
    Vieles ist heute noch weit offensichtlicher als damals. 

    Leider macht es das Alter auch etwas schwer zu lesen, bzw die Beispiele sind für uns heute weit weniger mit Leben erfüllt, als es 1911 der Fall gewesen sein mag. 

    Trotzdem ein lesenswertes Buch zum Thema Massenpsychologie. 

    • 3