Restlicht

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(0)
(1)
(0)
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Restlicht"

    Restlicht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. May 2011 um 18:05

    Der Erzähler kehrt nach langen Jahren wieder in sein Heimatdorf zurück, Grund ist der Tod seines Vaters. Während er sich wieder in der gewohnten Umgebung bewegt, denkt er oft an das plötzliche Verschwinden seiner Jugendliebe Astrid, das scheinbar zufällig mit dem Mord an einer jungen Norwegerin zusammen fällt. Von der Vergangenheit verfolgt beschließt er den Dingen auf den Grund zu gehen... Ich habe dieses Buch nun zum zweiten Mal gehört. Das erste Mal war vor ungefähr einem Jahr. Damals hatte es so gar keinen Eindruck bei mir hinterlassen. Und heute ist das nicht viel anders... Es handelt sich um einen eher lustlos geschriebenen Krimi, der mich nicht beeindruckt hat und der sich aus der Masse der Veröffentlichungen im Genre auch nicht besonders hervor hebt. Der Plot ist einfach gestaltet, zu einfach - manchmal. Jegliche Wendungen in der Geschichte sind zwar unvorhersehbar, aber nicht wirklich kreativ und sehr unspektakulär. So stellt sich nach der Auflösung der Geschichte beim Leser auch keine Erleichterung ein, denn was wirklich passiert ist, ist um Längen öder, als das was ich mir vorher ausgemalt hatte. Dazu kommen noch die vielen offenen Fragen: Wer hat das norwegische Mädchen umgebracht? Ich weiß es nicht. Der Autor weiß es sicher auch nicht, sonst hätte er diese Frage in seinem Roman beantwortet. Nach der Beschreibung im Buch zu urteilen, weiß es nicht einmal das norwegische Mädchen selbst... Die Figur des Ich-Erzählers ist mir zu stumpf beschrieben. Man erfährt zwar, dass er als Fotograf in Amerika lebt, sein Heimatdorf meidet und unsterblich in Astrid Termöhlen verliebt war, aber ich konnte trotzdem keine Beziehung zu ihm aufbauen. Durch das komplette Buch hindurch blieb der Erzähler mir fremd, trotz der Ich-Perspektive. Die Ich-Perspektive wechselt sich ab mit der 3. Person. Denn ungefähr die Hälfte des Buches spielt 1975, als der Mord an der Norwegerin geschah und Astrid verschwand. Die Wechsel der Perspektive und Zeit geschehen völlig unvermittelt und ich habe so oft die Orientierung verloren. Das ist ein schwerwiegendes Manko, das sich größten Teils auf das Hörbuch beziehen dürfte, da durch die Kürzung selten angesagt wird, wann man sich befindet und wer erzählt. Peter Lohmeyer hat mich mit seiner Stimme und Sprechtechnik nicht vom Hocker gerissen, so viel ist klar. Ich fürchte, dass seine schlunzige Leseweise auch dazu beigetragen hat, dass ich mit dem Buch wenig anfangen konnte und es mich so gar nicht mitgerissen hat. Er gibt zwar dem Hirngeschädigten Bengt und der an Speiseröhrenkrebs sterbenden Frau seines Jugendfreundes Mike eine individuelle Stimme, ansonsten hat er aber keine großen Trick drauf - manche Stimmen lassen sich leider irgendwie nicht biegen und klingen immer gleich. Die Entscheidung von Random House Audio den selben Sprecher beide Teile lesen zu lassen, trägt dazu bei, dass man als Hörer oft den Faden verliert und nicht mehr weiß, wer gerade die Geschichte erzählt. Für dieses Buch gibt es keine Empfehlung. Es hat mich absolut nicht vom Hocker gerissen. Es fehlt die Spannung, die diesen Roman zu einem guten Krimi macht. Ich hab da schon viel besseres gelesen - ein drittes Mal werde ich dieses Hörbuch nicht hören.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks