Schöne Dinge selbst gestalten

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3,0 Sterne bei1 Bewertungen
Schöne Dinge selbst gestalten
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Inhaltsangabe zu "Schöne Dinge selbst gestalten"

In diesem Handbuch zeigen 15 junge Designer, wie
man heute bastelt. Mit den richtigen Techniken und
Materialien lassen sich praktische und ästhetisch
ansprechende Objekte für die verschiedensten
Bereiche gestalten. Die Palette reicht von modischen
Accessoires wie Filz-Handtaschen und Schmuck über
Einrichtungsideen und Tischdekorationen bis hin zu praktischen Helfern für den Alltag und kleinen
Überraschungen, die sich blitzschnell umsetzen
lassen. Alle Techniken werden Schritt für Schritt genau
erklärt und, wo nötig, durch Schnittmuster ergänzt,
sodass auch Anfänger sie leicht nachvollziehen
können. Und die Ergebnisse können sich im wahrsten
Sinne sehen lassen!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783848005246
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:360 Seiten
Verlag:h.f.ullmann publishing
Erscheinungsdatum:01.09.2013

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    sabistebs avatar
    sabistebvor 5 Jahren
    Für Anfänger OK, für erfahrene Bastler und Handarbeitsfreaks zu trivial

    === Die Techniken ===
    Die jungen Designer dieses Buches kreierten Dinge mit folgenden Techniken (deren Grundtechniken auf wenigen Seiten zusammengefasst schematisch dargestellt werden.
    1. Sticken
    2. Häkeln
    3. Knöpfe (Garne und Techniken)
    4. Nassfilzen
    5. Nadelfilzen
    6. Pappmaché
    7. Papierschöpfen
    8. Glas gravieren
    9. Brandmalerei
    10. Übertragung von Bildern auf Gegenstände und Stoffe
    11. Kleine Knotenkunde
    12. Kiesel
    13. Samen
    14. Blätter und Blumen trocknen
    Diese Auswahl ist aus mehreren Gründen in meinen Augen nicht ganz optimal. Ich bastel sehr viel und beherrsche diverse Handarbeitstechniken und das seit Jahren, ABER Brandmalerei und Glasgravur sind nichts, was selbst Leute wie ich herumliegen haben.
    Ich habe Glasgravur im Labor gemacht (wenn auch nur, um Laborglaswaren zu kennzeichnen) und ich kann sagen, das ist nicht trivial. Das lernt man nicht einfach so nebenbei. Die Werkzeuge rutschen leicht ab und so wirklich einfach lässt sich Glas (zumindest Borsilikatglas) damit nicht gravieren, letztendlich sind wie wieder auf Stifte umgestiegen und haben regelmäßig die Signaturen nachgezogen.
    Branding Geräte hat man daheim auch nicht herumliegen und so einfach sind die im Bastelladen auch nicht zu bekommen.
    Die Übertragung von Bildern mittels Druckerfolien ist weder kreativ noch besonders innovativ. Klassische Übertragung mittels Bügelstiften und Seidenpapier bzw. Kreide und Rädelwerk, scheinen diese Jungdesigner nicht mehr zu kennen.
    Die Verwendeten Samen sind schön, in Europa aber so gut wie nicht zu bekommen, jedenfalls habe ich (Biologin, die alles verbuddelt, was irgendwie keimen könnte) noch nie Samen der Sheanuss, Kautschuk, Kokoba, Entada, Raphia Palme gesehen, heimische samen jedoch, wie Eichel, Kastanie und Co kommen nicht vor.

    === Die Projekte ===
    Geschmackssache. In meinen Augen, die ich Handarbeitsbücher und Bastelbücher von 1880 – heute daheim herumliegen habe, weder neu, noch innovativ noch kreativ. Da haben die Kränzchenarbeiten von 1897 mehr zu bieten. Ich persönlich finde es nicht wirklich schön auf verschiedensten Dingen Knöpfe aufzunähen (ja, vielleicht gibt es Leute, die Lampenschirme mit Knöpfen verziert schön finden (S. 221), die „dekorativen“ Stickereien (S. 53), die teils vorgeschlagen werden, sind Kindergartenniveau und über die Häkelarbeiten schweige ich einfach mal. Dinge wie „Drahtgefecht mit Perlen“ (S. 218) verwenden käufliche Drahtgeflechte, in die dann Perlen mit Draht montiert werden (S. 218), dabei stehen scharfe Drähte en Masse ab, das ist weder schön noch sicher. Dabei lassen sich solche Drahtgeflechte mit Lochgrund oder Rohrstuhlgrund ganz einfach klöppeln und die Perlen dabei direkt einarbeiten. Umhäkelte Windlichter (S. 222) sind sowas von out, das macht man schon seit Jahren und findet massig Anleitung auf diversen Handarbeitsseiten wie DROPSdesign, die zudem auch noch innovativer und schöner sind.
    Besonders geärgert hat mich aber, dass Teils Infos fehlen, wie bei „Haute Couture Blumen (S. 56); Wie wurden die Blütenblätter so exakt und naturgetreu aus dem geprägten Papier geschnitten? Nahm man echte Blütenblätter oder Blätter als Vorlage? Was für geprägtes Papier wird genau verwendet? Würde das auch mit gewissen Stoffen funktionieren?

    === Fazit ===
    Wer gar keine Ahnung von Bastelarbeiten und Handarbeiten hat und einfach einen groben Überblick über verschiedene Techniken will, um auszuprobieren, was einem am besten liegt, ist mit diesem Buch gut bedient. Es eignet sich durchaus auch als Inspiration, um einige der Projekte in anderen Materialen durchzuführen (Keramikarbeiten statt branding auf Holz z. Bsp.) oder generell Ideen zu entwickeln wie Drahtklöppelarbeiten mit Perlen.
    Wirklich schön, brauchbar und gut nacharbeitbar sind einige der Ideen zwar, aber neu und innovativ ist was anderes. Mit Folien Dinge zu bekleben, Stoffe mit Bügelbildern, Knöpfen oder einfachsten Stickereien zu versehen, das kann man auch ohne dieses Buch und habe ich teils schon als Kind gemacht. Teilweise ist man wirklich besser mit Seiten wie Ravelry, DROPSdesign und Co bedient, als mit diesem Buch.
    Das Schwierigkeitsniveau der Arbeiten würde ich als grundschultauglich beschreiben, nichts für erfahrene Bastlerinnen oder jene, die mehrere Handarbeitstechniken perfekt beherrschen, die werden sich mit solchen Kinkerlitzchen gar nicht erst abgeben wollen, zu wenig Herausforderung, um es mal milde auszudrücken.

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