Sprachlos. Eine Weltgeschichte ohne Worte

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Inhaltsangabe zu „Sprachlos. Eine Weltgeschichte ohne Worte“ von

Eine Geschichte unserer Zivilisation ganz ohne Worte? Aber sprachlos machen uns die Tagesnachrichten auch ziemlich oft! Der brutale Umgang der Menschen miteinander hat sich seit Jahrtausenden leider nicht zivilisiert. Der Sachcomic beginnt mit dem Anschlag von 9/11 und der Frage, warum konnte das alles so falsch enden? Die Perspektive der einzelnen Epochenbilder ist nicht wie üblich die der Gewinner sondern die der Beherrschten, Hungernden und Versklavten. Die Erzählweise ist geprägt durch starke Bilder, der Text ist reduziert auf Sprechblasen in „Bildersprache“ (kurze Erklärungen dazu im Anhang). „Es war doch schon immer so“, damit gibt sich dieser Comic nicht zufrieden. Er liefert nachgewiesenermaßen viel Stoff für Diskussionen um die Interpretation der ökonomischen und politischen Epochen. Also ist dieses Geschichtsbuch auch hervorragend geeignet für politische Bildung, zur Überprüfung eigener historischer Kenntnisse und für den internationalen Dialog (Anhang dreisprachig: Englisch, Französisch, Spanisch).

Mit Spaß und vielen Bildern wird hier in Form einer Graphic Novel die Weltgeschichte aus der Perspektive des Außerirdischen erzählt.

— Osilla
Osilla

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    Sprachlos. Eine Weltgeschichte ohne Worte
    Osilla

    Osilla

    25. April 2017 um 18:18

    „Wir verfolgen so die Weltgeschichte quasi durch die Augen eines außerirdischen Beobachters. Und dabei können wir unsere eigenen Gedanken über den rätselhaften, chaotischen Wahnsinn entwickeln, der da abgeht.“ (Seite 5) Ich hatte leider so gut wie nie interessanten Geschichtsunterricht in der Schule. Somit ist mein Wissen auch nicht gerade berauschend, schon gar nicht länderübergreifend. Meist wurden immer die selben Themen (1. und 2. Weltkrieg) abgefrühstückt. Ich war also begeistert, als ich eine Besprechung des Buches Sprachlos. Eine Weltgeschichte ohne Worte hörte. Mit Spaß und vielen Bildern wird hier in Form einer Graphic Novel die Weltgeschichte aus der Perspektive des Außerirdischen erzählt. Polyp ist ein britischer Cartoonist. Er arbeitet seit vielen Jahren für diverse Kampagnen und NGOs (Nichtregierungsorganisationen) zum Beispiel in Bereichen des Menschenrechts und Umweltbewegungen. Die Graphic Novel beginnt mit einer Zeichnung des Anschlags 9/11. Davon ausgehend werden dann die politischen Geschehnisse auf der Erde beschrieben. Hierbei gibt es tatsächlich keine Worte. Selbst die Sprechblasen sind mit Symbolen versehene, sodass der Leser sich seinen eigenen Reim darauf machen muss. Es gibt zusätzlich ein Buch im Buch, welches die Weltgeschichte vereinfacht in Kürze darstellt und eine Mögliche Reaktion der geschundenen Erde ausweist. Ganz ohne Worte kam das Buch dann aber doch nicht aus, es gibt einige Zitate zur Einstimmung, sowie ein Vorwort des Autors. Im Anhang findet man noch einen Abschnitt „Mit anderen Worten“ (jeweils in den Sprachen deutsch, englisch und französisch), welche mögliche Übersetzungen der bebilderten Sprechblasen bereit hält.Auf dem Youtube Kanal der Verlages ist ein Buchtrailer zur Graphic Novel zu finden. Mir hat die Lektüre des Buches Spaß gemacht, da ich mein begrenztes Wissen hervor holen und bei vielen Dingen zunächst etwas rätseln musste.  Es ist also keine Lektüre, die man von a bis z vorgekaut bekommt. Nein, man wird zum Denken angeregt. Die ersten Seiten habe ich gemeinsam mit meiner 5-jährigen Tochter gelesen (sie hatte mir das Buch zu meinem Geburtstag geschenkt). Es war gar nicht so einfach, ihr die ganzen politischen Verstrickungen zu erklären. Schnell fällt einem auf, dass einige Teile der Menschheitsgeschichte sich wiederholen. Aktuelle Probleme, sind nicht wirklich neu, sondern so oder so ähnlich bereits in der Vergangenheit aufgetreten. Klassenkampf, Krieg, Unterdrückung, Verantwortung, verschiedene Glaubensrichtungen und Reichtum sind die treibenden Kräfte und bestimmen unsere Weltgeschichte enorm.Interessant fand ich, dass die abgebildeten Menschen keine vollständigen Gesichter haben. Lediglich der Kiefer und die Zähne sind zu sehen, aber das reicht schon aus, um die Gemütslage der gezeichneten Person eindeutig darzustellen. Für die Lektüre dieses Geschichtsbuches ist ein wenig Grundwissen zur Weltgeschichte notwendig. Ohne etwas Wissen, erscheint es einem wiederholt nur um Krieg und Zerstörung zu gehen. Spannend ist hier auf jeden Fall, dass sowohl die Weltgeschichte, als auch die Sprache an sich komplett mit Bildern zu visualisieren ist. Es bedarf tatsächlich keiner Worte um Geschehnisse dem Leser zu vermitteln. Durch den Verzicht auf die Worte wird es für den Leser aber trotzdem zu einer Herausforderung, wenn er alle Bilder im Detail verstehen möchte. Das macht die Lektüre des Buches so besonders.Etwas schade fand ich, dass es hier größtenteils um die negativen Aspekte unserer Weltgeschichte geht. Mich würde eine positive Weltgeschichte ohne Worte aber auch sehr interessieren. Es war doch sehr viel Krieg, Kampf und Blutvergießen zu sehen. Aber das ist ja nicht alles, was in den letzten Jahrhunderten geschehen ist. Unsere Weltgeschichte hat durchaus viele positive Ereignisse zu bieten. Vielleicht gibt es ja bald ein zweites Werk zur Weltgeschichte der Menschheit. Ich würde es sofort kaufen.

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