Todesermittlung. Polizeiliche Aufklärungsarbeit, Grundlagen und Fälle

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Inhaltsangabe zu „Todesermittlung. Polizeiliche Aufklärungsarbeit, Grundlagen und Fälle“ von

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    Todesermittlung. Polizeiliche Aufklärungsarbeit, Grundlagen und Fälle

    Jetztkochtsie

    18. May 2010 um 11:06

    Vorab sollte ich erwähnen, daß ich nicht die aktuelle Ausgabe, sondern die 2003 erschienene Auflage gelesen haben. Ob die von mir später genannten Mängel in der Neuauflage von 2009 behoben wurde vermag ich somit nicht zu beurteilen. Grundsätzlich handelt es sich hier um ein informatives und fundiertes Sachbuch, mit wertvollen Hinweisen und Tipps für da Verhalten am Leichenfundort und die Beurteilung der verschiedenen Leichenerscheinungen bzw. der Fundsituation. Allerdings geht mir das Buch um wirklich hilfreich für polizeiliche Arbeit zu sein viel zu wenig in die Tiefe der Materie. Immer wieder hatte ich eher das Gefühl ein für den Laien geschriebenes Werk in den Händen zu halten, das zwar durchaus Unterhaltungswert besitzt, aber auf mein vorhandenes Grundwissen wenig Rücksicht nimmt. Zu jedem Kapitel gibt es immer eine kurze allgemein gehaltene Einleitung und Hinweise woran welche Todesart zu erkennen ist und im Anschluß werden Fallbeispiele aufgezählt, die teilweise aufgrund ihrer Kuriosität sehr interessant sind, zwischenzeitlich aber auch mal zu einem herzhaften Gähnen veranlassen, weil sie sich wiederholen. Leider ist das Buch nur sehr schlecht bebildert und gerade an den Stellen, wo ich mir Bilder gewünscht hätte, fehlen sie, um dann an anderer Stelle aufzutauchen, an der ich mir dann dachte, gut, auf dem Bild erkennt man jetzt eigentlich nicht sooo viel, das hätte man sich auch sparen können. Mein größter Kritikpunkt ist aber der, daß das Buch so offensichtlich veraltet ist und überholte Ansichten vertritt, bzw. auf neue Möglichkeiten der Identifizierung und Ermittlungstechnik schlichtweg nicht eingeht. Während die Isotopenanalyse mit keinem Wort erwähnt wird, werden Ermittlungmethoden vorgestellt, die ich so in ihrer Anwendung für sehr fragwürdig bzw. wenig erfolgsversprechend halte. (z.B. Sichtbankverfahren zur Identifikation mittels Projektion eines Fotos (zu Lebzeiten aufgenommen) auf den Schädel des Toten) Auch das Identifikationsverfahren mittels DNA wird immer nur am Rande erwähnt und nicht in der Gänze mit den Möglichkeiten erkannt, die es mittlerweile bietet. (hier hoffe ich, daß die aktuelle Auflage da detaillierter ist.) Trotz meiner Kritikpunkte fand ich das Buch aber gerade wegen der vielen (wenn auch manchmal etwas langatmigen) Fallbeispiele durchaus interessant und hilfreich, wenn ich auch den Preis für wenig angemessen halte und es wesentlich bessere Werke mittlerweile auf diesem Gebiet gibt. ( z.B. Todesermittlung von Grassberger und Schmid)

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