Versprich mir einen Kuss

(36)

Lovelybooks Bewertung

  • 24 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 30 Rezensionen
(12)
(16)
(7)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Versprich mir einen Kuss“ von

Zwei Menschen, verbunden durch eine grausame Fügung. Julias Glück zerbricht, als sie ihren Mann verliert. Ihr Leben scheint sinnlos geworden zu sein, bis sie auf Stephan trifft. Eine heilende Verbindung entsteht, doch dann schlägt das Schicksal erneut zu. Julias Entscheidung, ihrem Mann zu folgen, kann und will Stephan nicht akzeptieren. In einer Zeit voller Schmerz, Angst und Trauer beginnt eine zarte Liebe zu erblühen. Werden die Gefühle stark genug sein, der verzweifelten Julia neue Hoffnung zu schenken?

Nicht überzeugend, wenig glaubwürdig, viele Grammatik- und Logikfehler

— Insi
Insi

Eine sehr rührende Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

— colonia08
colonia08

Leider nicht so gut wie erwartet, trotzdem unterhaltsam

— LutinGanda
LutinGanda

Eine süße Geschichte für Zwischendurch, die leider einige Schwächen hatte.

— allthesespecialwords
allthesespecialwords

Eine wundervolle Liebesgeschichte, die in keiner Weise kitschig ist.

— pinkyfisch
pinkyfisch

Eine starke Frau die für ein Leben "danach" kämpft!

— Suselpi
Suselpi

Liebevoll und anrührend

— monja1995
monja1995

Taschentuchalarm

— Sonnenbluemchen67
Sonnenbluemchen67

Ein Buch voller Leid, Schmerz und Verzweiflung, aber auch voller Liebe, Lebenswille und Hoffnung!

— MestraYllana
MestraYllana

Eine melancholische Achterbahnfahrt der Gefühle. Berührend und mit einer heftigen, aufwühlenden Thematik.

— raven1711
raven1711

Stöbern in Liebesromane

Vorübergehend verschossen

Was für eine köstliche Liebeskomödie, die ich nur jedem wärmstens weiterempfehlen kann.

claudi-1963

Wie die Luft zum Atmen

Eine tolle, sehr individuelle Liebesgeschichte, die nur auf den Nebenschauplätzen zu viele Klischees bot.

marcelloD

Vorwärts küssen, rückwärts lieben

Erzähltempo eher gemächlich, aber nur gelegentlich langatmig; authentisch, dann wieder surreal; facettenreiche Figuren.

katha_dbno

Die Oleanderschwestern

Eine romantische Geschichte über eine Familie und ihr Anwesen,,,

Angie*

Wild Dream: Roman (Grand-Valley 2)

Eine weitere schöne Geschichte aus Hotchkiss :D

Chronikskind

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Nicht überzeugend, wenig glaubwürdig, viele Grammatik- und Logikfehler

    Versprich mir einen Kuss
    Insi

    Insi

    30. September 2016 um 11:51

    Der Stil:Den Prolog fand ich verwirrend, die ersten Seiten noch ganz gut. Aber dann nahm „Versprich mir einen Kuss“ nach und nach doch mehr die Züge einer Nacherzählung an. Leider so gar nicht mein Fall. Da kommen keine Emotionen rüber, da baut sich keine Spannung auf.Mir persönlich ist das auch alles etwas zu steif geschrieben, nicht flüssig genug. Stellenweise wirken die Sätze sehr abgehackt. Vielleicht soll damit Spannung erzeugt werden, was der Autorin aber leider nicht gelingt. Insgesamt ist der Erzähler sehr weit weg.Durch das komplette Buch hinweg sind immer wieder Grammatikfehler zu finden, die den sowieso kaum vorhandenen Lesefluss noch weiter einschränken. Besonders schlimm wird es im letzten Viertel. Da hat sich mir der Eindruck aufgedrängt, dass die Autorin nur noch fertig werden wollte und keinen Wert mehr auf eine sorgfältige Überarbeitung gelegt hat.Die Charaktere:Da der Erzähler so weit außenstehend ist, habe ich überhaupt keinen Zugang zu den Figuren finden können. Julias Taubheit, Verzweiflung und Wut zu Beginn konnte ich überhaupt nicht nachempfinden, ich hab einfach keinen Zugang zu ihr gefunden.Ihr Verhalten ist auch immer wieder völlig unlogisch und nicht stringent: Die Rücksicht einer Freundin scheint erst willkommen, eine Seite später stört sich Julia daran. Erst heißt es, dass Julia in ihrer Trauer kaum isst, bzw nichts zu essen kauft, dann etwas später ist Essen ihre schon immer eine Hilfe, mit Problemen umzugehen. Außerdem finde ich es unrealistisch, dass alle sich Sorgen machen, dass sie zu wenig isst, obwohl sie zugenommen hat. Auch soll sie sich anderen gegenüber irrational und unfair Verhalten - für beides finden sich keine Belege im Text.Die Gedanken, die sie später bezüglich ihrer Gefühle für Tobias und Stefan hat, verwirren mich ziemlich und sind nur bedingt nachvollziehbar. Da passt auch die Darstellung teilweise nicht so zu der eigentlichen Erzählweise von weit außerhalb.Auch mit Stefan konnte ich nichts anfangen. Außerdem muss der Typ sich Klonen können. Julia geht während der Ladenöffnungszeit zu seinem Laden, und als sie ankommt ist grade eine Gitarrenstunde rum – wie kann er unterrichten und seine Kunden gleichzeitig betreuen? Vor allem sind sein Laden und der Unterricht nur ein Hobby, er ist hauptberuflich Streetworker Achja. Frau und Kind hat(te) er auch noch, bzw ist später ständig bei Julia im Krankenhaus.Wie viele Stunden hat bitte sein Tag?Dass die beiden bis zum Schluss so gar keine Idee haben, was in dem anderen vorgeht ist für mich ebenfalls nicht nachvollziehbar. Dass Stefan denkt, es gebe einen anderen, oder sagt, dass er sie nicht kennt... Er sitzt über 4 Wochen jeden verdammten Tag bei ihr. So blind kann er nicht sein. Und Julia auch nicht. Wieso sollte er jeden Tag bei ihr sein und all das tun, was er tut, wenn sie ihm egal ist?Die Story:Vielleicht vorweg:Auch wenn viele Selfpublisher dem Lektorat/Korrektorat kritisch gegenüber stehen. Bei diesem Buch hätte ich mir eines, oder zumindest sorgfältige Testleser gewünscht. Neben den Grammatikfehlern, über die ich ab und an noch hätte hinwegsehen könnte, häufen sich hier aber auch die Logikfehler im Storyverlauf.Am Anfang fällt es besonders bei der Zeitlinie auf. Was einmal 2 Wochen sind, sind wenige Sätze später nur eine. Was an einer Stelle ein Jahr her ist, ist ein paar Absätze später nur 100 Tage her… Solche Fälle gibt es immer wieder: An der Scheibe von Stefans Gitarrenladens hängen Fotos von Konzerten und Stephan. Und dann 2 Sätze später ist nur ein einzelnes Bild von Stephan auszumachen.Der Prolog ist nachdenklich, verwirrend. Zunächst aber wohl für viele Mädels nachvollziehbar, die mal unglücklich verliebt waren. Da hat man eben manchmal ein Gedankenwirrwar im Kopf. Genauso wie den brennenden Wunsch im Bauch, dem Typen, der an all dem schuld ist, all diese Gedanken an den Kopf zu werfen und ihm zu zeigen, was er angerichtet hat.Wenn man allerdings weiterliest, merkt man irgendwann, dass der Eindruck, den man am Anfang hatte gar nicht stimmt. Was wie große Gefühle und wohl auch eine Affäre klingt, war eigentlich nur eine kurze Schwärmerei der Protagonistin Julia mit Anfang/Mitte zwanzig. Und damit wirkt der Prolog auf mich im Nachhinein aufgesetzt und übertrieben.Die Beschreibung des Krankheitsverlaufs und der Therapie sowie der zugeknallte Therapieplan scheinen mir total an den Haaren herbeigezogen vor. Jeder Mensch reagiert andere auf die Chemo. Manche stecken Sie recht gut weg, andere eben nicht. Genauso ist es mit dem Ausfallen der Haare... Das passt so gar nicht zu den Erfahrungen und Erzählungen die ich mit Krebspatienten gemacht habe.Auch, dass sie nach der ersten Untersuchung schon alle Infos hat und genau weiß, wie schlimm es steht... Da wurde doch noch kein Krebsgewebe entnommen, ins Labor geschickt und untersucht.Außerdem nimmt Julia unnatürlich viel ab den ersten 4 Wochen der Chemo. Klar ist es anstrengend für den Körper, aber Krebspatienten können/dürfen ganz normal essen... Dass sie ein bisschen abnimmt? Klar. Aber von eher etwas mollig auf abgemagert? Finde ich nicht realistisch... Auch nicht das sämtliche Muskeln verschwunden sein sollen, wenn sie vorher einige hatte. Von 73 auf 55 und dann innerhalb weniger weiterer Tage auf unter 50, wie man später erfährt - na ich weiß ja nicht.Ich hätte mir bei so einem ernsten Thema etwas mehr Recherche und Seriosität gewünscht.Der Eindruck der schlechten Recherche erhärtet sich auch an anderer Stelle: Die Reitlehrerin lässt Stefan, der nach eigenen Angaben noch nie geritten ist, alleine mit seinem Pferd in der Bahn reiten und er soll sogar traben. Welcher gute, Verantwortungsbewusste Reitlehrer tut so was...?Mein Fazit:Leider ziemlich vernichtend. Eine schlecht recherchierte, unglaubwürdige und vorhersehbare Story. Unsaubere und blasse Charaktere zu denen ich keinen Zugang gefunden habe. Ein langweiliger Schreibstil inklusive einiger Fehler.

    Mehr
  • zum weinen schön

    Versprich mir einen Kuss
    Guaggi

    Guaggi

    09. December 2015 um 17:52

    Der Anfang des Buches, in Form eines Liebesbriefes, irritierte mich ein wenig. Ich konnte mit dem dort verwendeten Schreibstil einfach nichts anfangen und befürchtete schon, dass es so im ganzen Buch weitergehen würde. Doch diese Angst war unbegründet. Dennoch war ich von dem Geschehen überrascht, erwartete ich doch eine Liebesgeschichte und kein Drama. Das Geschehen wird hauptsächlich aus der Sicht von Julia geschildert, doch ab und an bekommt der Leser auch die Sichtweise von Stephan offenbart. Diese Passagen waren immer besonders emotional und auch von Selbstzweifeln geprägt. Die Hauptprotagonistin Julia musste einige Schicksalsschläge ertragen und ich muss gestehen, das ich ihren Wunsch, ihr Leben zu beenden und ihrem Mann somit zu folgen, verstehen kann. Umso wundervoller verlief die Entwicklung, zwischen Julia und Stephan. Sie teilten ein Stück weit das gleiche Leid, und als es für Julia erneut dramatisch wurde, blieb er an ihrer Seite. Diese Unterstützung war einfach rührend und ging mir ans Herz. Schon alleine der Gedanke, das ein quasi wildfremder Mann trotz eigenem Verlust, so viel Anteil an dem Schicksal einer jungen Frau nimmt bescherte mir eine Gänsehaut. Fasziniert war ich auch von detailliert beschriebenen Leidensweg von Julia durch die Chemo. Dieses Buch lies mich viele Dinge mit anderen Augen sehen. Trotz allem war ich jedoch etwas enttäuscht von dem rasanten Ende der Lektüre, denn ich hätte gerne noch mehr über die entstehende Liebe und Julias Kampf gegen ihre Krankheit erfahren. Eine wundervolle Geschichte, die seinem Leser vor Augen führt, dass man trotz allem Leid das einem widerfährt die Hoffnung nie verlieren sollte.

    Mehr
  • Versprich mir einen Kuss

    Versprich mir einen Kuss
    BieneMa

    BieneMa

    25. October 2015 um 16:57

    Also, erst einmal fand ich die Idee mit Julias Geschichte, dem schicksalshaften Unfall und der Verbindung zu Stephan, sehr gut. Ich konnte die meiste Zeit sehr gut mit Julia mitfühlen und es hat mich sehr getroffen, was ihr so alles passiert ist. Anna Fricke hat einen angenehmen Schreibstil, der sich schnell lesen lässt. Doch kamen mir manchmal zu viele umgangssprachliche Wörter vor, die ich an diesen Stellen lieber weggelassen hätte. Aber das störte im Lesefluss nicht besonders. Dies tun jedoch die vielen Details an manchen Stellen, wie beispielsweise als Julia Nudeln macht. Das hätte man in einem Satz zusammenfassen können. Die Chemo-Sache fand ich sehr interessant. Ich kenne mich mit so etwas nicht besonders gut aus, deshalb kann ich nicht sagen, inwieweit das realistisch geschildert ist, aber mir kam es sehr glaubwürdig vor. Die Schmerzen, mit denen das einher gehen muss wurden gut beschrieben und nicht verharmlost, was mir sehr gut gefiel, da ich so besser mit Julia mitfühlen und mich in sie hineinversetzen konnte. Julia und Stephan mochte ich sehr. Beide haben schon einiges erlebt und mussten einigen Schmerz ertragen, aber haben durchgehalten. Nicht so anfreunden konnte ich mich mit Doc. Ich kann nicht genau sagen warum, aber ich kam mit ihm nicht klar. Er hat mich einfach oft genervt, warum ist schwer zu sagen. Das Ende fand ich sehr gelungen! Ich wusste bis zu den letzten Seiten nicht, ob sie es schafft und hab richtig mit gefiebert, weil es für mich so unvorhersehbar war, was passiert. Im Nachhinein finde ich übrigens auch den Titel wirklich gut gewählt. Er passt zu Buch und Geschichte und hat mich schon motiviert es zu lesen, weil ich wissen wollte, was er bedeutet. 

    Mehr
  • Einfach toll!

    Versprich mir einen Kuss
    colonia08

    colonia08

    01. August 2015 um 10:07

    Cover & Klappentext Das Cover des Buches finde ich unheimlich schön. Die Silhouetten eines Mannes und einer Frau auf einer Wiese, vor einen wunderschön bunten Hintergrund stechen total ins Auge. Ich finde es wirklich wunderschön! Der Klappentext liest sich zugleich sehr schön und unheimlich traurig. Man will gerne wissen, was mit Julia und Stephan passiert. Inhalt Julias Mann stirbt bei einem Autounfall. Dieses Ereignis wirft sie stark aus der Bahn, sie weiß nichts mehr mit ihrem Leben anzufangen und möchte am liebsten selbst nicht mehr leben. Doch dann trifft sie auf Stephan, der früher ihr Gitarrenlehrer war und für den sie schon damals etwas geschwärmt hat. Die beiden treffen sich und Julia erzählt im von dem tragischen Unfall ihres Mannes. Im Verlaufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass auch Stephans Frau und Kind durch den selben Unfall ums Leben gekommen sind. So teilen die beiden das gleiche schwere Schicksal. Doch das ist nicht alles: Julia muss ins Krankenhaus und bekommt eine schwere Diagnose: Krebs, inoperabel. Die einzige Möglichkeit ist eine schwere neuartige Therapie. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an Stephan, der direkt an ihrer Seite ist und dort während der gesamten Therapie bleibt. Zunächst hat Julia keine Hoffnung und möchte ihren Mann am liebsten folgen, doch Stephan gelingt es, ihr neuen Mut zu geben. Gemeinsam durchleben sie die Schritte der Therapie, in der es Julia mal besser, mal schlechter geht. Julia hat eine Liste mit Dingen, die sie noch erleben möchte und Stephan ermöglicht ihr diese Dinge. So kommen sich die beiden immer näher, doch keiner der beiden traut sich aufgrund der schlimmen Erlebnisse den ersten Schritt zu machen. Doch nachdem ein entscheidender Schritt in der Therapie überstanden ist, machen beide diesen Schritt und Julia hat die Kraft und den Willen zum Überleben durch Stephan wieder erlangt. Charaktere Julia ist eine sehr authentische Protagonistin, die man nur bewundern kann. Sie hat viele Rückschläge in ihrem Leben erlitten und hat dennoch nicht aufgegeben. Auch wenn sie manchmal kurz davor ist aufzugeben, tut sie es doch nicht, das finde ich sehr toll. Man spürt ihre Angst, aber auch ihre Zuneigung und Unsicherheit gegenüber Stephan. Ich habe die ganze Zeit über mit ihr mitgefühlt, aber nicht auf eine mitleidige Weise wegen ihrer Krebserkrankung, sondern mehr wegen ihrer Liebe zu Stephan und dem Verlust ihres Mannes. Am besten gefällt mir, dass Julia trotz allem ihren Humor nicht verliert. Stephan ist sowas wie der gute Samariter der Geschichte. Er kennt Julia zunächst kaum und weicht ihr dennoch nicht von der Seite. Er ist die ganze Zeit über stark für Julia und gibt ihr ihren Lebenswillen zurück. Durch das, was Stephan mit seiner Frau erlebt hat, ist es umso erstaunlicher, wie bedingungslos er bei Julia bleibt und sie immer zum Lachen bringt.Stephan finde ich einfach einen tollen Mann! Schreibstil & Sonstiges Der Schreibstil der Autorin ist auch in diesem Buch super, leicht zu lesen und zu verstehen. Besonders toll finde ich an diesem Buch, wie die Autorin es schafft, Freud und Leid so nah beieinander zu beschreiben, ohne das der Leser überwiegend in einer der beiden Stimmungen zu verweilen. Das Buch handelt zwar von einer krebskranken Frau, aber man hat nicht das Gefühl, dass die Krankheit im Vordergrund steht und alles andere überwiegt. Bewertung Dieses Buch ist absolut toll und macht einen zwar nachdenklich, bringt einen aber nicht in eine negative Grundstimmung. Ich mag dieses Buch sehr! 

    Mehr
  • Witzig, emotionsgeladen, traurig

    Versprich mir einen Kuss
    Reasworld

    Reasworld

    23. February 2015 um 16:56

    Meine Meinung: Julia ist 24/25, Studentin, und glücklich mit Tobias verheiratet, bis zu diesem schicksalhaften Tag vor einem Jahr. Ein schwerer Unfall bei dem Tobias im Auto ums Leben kam, als er von einem LKW zerquetscht wurde. Heute beschließt Julia in den kleinen Musikladen von Stephan zu gehen, der um die Ecke ihrer Arbeitsstelle ist. In ihn hatte sie sich schon verguckt, als Tobias seinen Gitarrenunterricht hier hatte. Hier erfährt sie, dass Stephan bei eben jenem Unfall von vor einem Jahr seine Frau und seinen Sohn verloren hatte. Verbunden durch diese gemeinsame Erfahrung versuchen sich die beiden gegenseitig aufzubauen. Besonders Stephan hat so seine Schwierigkeiten Julia davon zu überzeugen, dass das Leben weiter geht. Erst als Julia erneut einen Schicksalsschlag erleidet nimmt sie die Kraft her, überleben zu wollen. Schreibstil und Charaktere: Der Schreibstil von Anna Fricke ist flüssig. Oft musste ich schmunzeln, wenn ich die Aktionen von Stephan und Julia gelesen habe. Was während des Radfahrens im Fitness-Studio ab und an doch etwas komisch wirkte, wenn ich da radelnd vor mich hin grinste... Aber die Art und Weise wie die beiden umeinander rum tanzten, wie die Katze um den heißen Brei... Ja, doch... Meinetwegen hätten die Charaktere noch etwas greifbarer sein können, waren aber an sich nicht völlig platt. Sagen wir mal so 2,5D? ^^  Fazit und Empfehlung: Eie berührende Geschichte um die Liebe und die Trauer eines verlorenen Menschen durch welchen 2 sich bis dahin fast unbekannt Menschen näher kommen und einen weiteren Schicksalsschlag gemeinsam überstehen wollen. Die Idee find ich gut gewählt und gut umgesetzt. Auch bei Anna liegt der Fokus der Geschichte mehr auf der Schicksalsbewältigung als auf der Liebe zwischen zwei Menschen. Ich finde diese Mischung aus Liebes- und Schicksalsroman sehr gut. Einen reinen Liebesroman oder einen Schicksalsroman der effektiv real ist, damit kann ich mich gedanklich nicht anfreunden. Daher freue ich mich, euch diese tolle Autorin vorstellen zu dürfen. Wer also auf eine Mischung zwischen zwei Genres steht kann mit diesem Buch meiner Meinung nach nichts falsch machen.

    Mehr
  • Wahre Liebe!!!

    Versprich mir einen Kuss
    oVanillao

    oVanillao

    18. February 2015 um 18:15

    Julia hat bei einem Autounfall das verloren, was ihr lieb war - ihren Mann Tobias. Aus Trauer und Angst, alleine zu sein, besucht sie ihren alten Gitarrenlehrer Stephan, für den sie immer schon geschwärmt hatte. Doch dieser hatte auch einen sehr schlimmen Schicksalsschlag hinter sich. Er verlor seine Frau und seinen Sohn bei dem gleichen Autounfall, wie Julia, Tobias. Beide versuchen sich gegenseitig aus ihrer Trauer zu helfen. Doch dann trifft Julia ein erneuter Schlag.  Bei einer ärztlichen Untersuchung findet man bei ihr Krebs am Herzen. Inoperabel! Die einzigste Hoffnung ist ein neu entwickeltes, sehr starkes Chemoprojekt. Dabei wird Julia so viel Gift in die Organe getan, das akute Lebensgefahr besteht. Das einzigste, was Julia wirklich vor einem Organversagen retten könnte, wäre ihr Lebenswillen. Doch genau an diesem zweifelt sie. Julia fragt sich, ob sie all das überhaupt noch auf sich nehmen will, oder ob sie nicht doch einfach zu Tobias soll. Stephan kann und will nicht zulassen, das Julia stirbt.  Er versucht ihr zu zeigen, dass das Leben lebenswert ist und, dass er auf sie warten wird.

    Mehr
  • Versprich mir einen Kuss von Anna Fricke

    Versprich mir einen Kuss
    derkleinebuecherwurm

    derkleinebuecherwurm

    06. January 2015 um 14:47

    Als erstes muss ich sagen, dass mir das Cover wirklich sehr gut gefällt. Ich liebe das Farbenspiel und die Idee mit den Schatten, aber ich muss leider sagen, dass es meiner Meinung nach nicht ganz zur Geschichte passt. Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich gleich eine ganz andere Geschichte im Kopf und war über den Verlauf dann doch etwas verwundert. (Das ist ziemlich schwer für mich, denn eigentlich fahre ich voll drauf ab, aber in Verbindung mit der Geschichte muss ich anders bewerten... (ein Teufelskreis)). Der Schreibstil war meiner Meinung nach sehr einfach zu verfolgen und es waren auch ein paar Formulierungs-Gänsehaut-Momente dabei! Wirklich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Mein Hauptkriterium ist die Story. Ich finde... es zu viel. Erst verliert Julia ihren Mann, dann die erschreckende Diagnose und eine knallharte Therapie. Stephan versucht ihr ihre größten Wünsche zu erfüllen, was meiner Meinung nach wieder zu einfach ist. Er erfüllt einen Punkt nach dem anderen und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das alles so leicht geht. Auch die ganzen "Zufälle" erschienen mir zu gewollt und waren für mich nicht immer ganz glaubwürdig. Ebenfalls der Umgang mit der Krebsgeschichte war für mich etwas kritisch, der Wechsel zwischen brechen, abnehmen und Tagen an denen man fit durchs Leben spazieren kann war für mich etwas zu krass. Die Charaktere haben mir gut gefallen, Julia ist eine starke junge Frau und bestimmt irgendwann, wenn Anna groß rauskommt, ein super Vorbild für andere Menschen. Stephan ist ein Traum von einem Mann (Er spielt Gitarre?!?!?!), erfüllt Julia jeden noch so kleinen Wunsch nur um sie glücklich zu machen und auch er sollte irgendwann mal als Vorbild fungieren. Meine Lieblingsperson war schlichthin: Doc. xD Ich liebe ihn! Der weltbeste Azubi der... Welt :D Wirklich ein ganz cooler Typ!! Gefühle waren allemal dabei (besonders am Ende), wo ich wirklich mal Tränen der Verzweiflung im Auge hatte und zwischendrin wo ich doch ab und an verträumt lächeln musste. Lustig war es auch und obwohl es mir etwas an Spanung gefehlt hat, hat es mir gut gefallen und ich hatte es im Nu durchgelesen. Vielen Dank Anna, dass ich es lesen durfte! Für euch habe ich noch eine Nachricht (Achtung das klingt jetzt gleich ein bisschen wie Science Fiction): Für mich das erste Buch von Anna Fricke, aber bestimmt nicht das Letzte! ;)

    Mehr
  • Eine Achterbahn der Gefühle

    Versprich mir einen Kuss
    onion73

    onion73

    05. October 2014 um 21:49

    Nach einem etwas holprigen Einstieg begann mich die Handlung zu fesseln. Anfangs erschienen mir die geschilderten Begegnungen und Situationen etwas wirklichkeitsfremd. Doch mit Fortschreiten der Geschichte, wurde ich mit den beiden Hauptcharakteren Julia und Stephan warm und begann diese in mein Herz zu schließen. Die Handlungsabläufe wurden flüssiger und plausibler. Dies ist eine herzerwärmende Geschichte zweier Menschen, die nach harten Schicksalsschlägen zueinander finden und gerade, als sie beginnen einen neuen Lebensinhalt anzunehmen, einen erneuten Rückschlag verarbeiten müssen. Dennoch geben sie nicht auf und stehen für einander ein. Durch die gemeinsam durchzustehenden harten Zeiten kommen sie einander näher und eine zarte Liebe entfacht. Intensiv und mit viel Feingefühl erzählt Anna Fricke ihre Geschichte. Den Leser erwartet eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle. Es gibt kein Allheilmittel und ob die beiden eine gemeinsame Zukunft haben werden bleibt offen. Und gerade das macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Kein wahres Happy End erwartet den Leser und dennoch leuchtet ein strahlender Hoffnungsschimmer am Ende des Buches auf und sagt: "Schau immer nach vorn und gibt die Hoffnung nicht auf. Es lohnt sich immer zu kämpfen." Ein großes Dankeschön an Anna Fricke, die mir dieses Buch zum Rezensieren überlassen hat. Ich freue mich schon auf weitere Bücher.

    Mehr
  • Versprich mir einen Kuss

    Versprich mir einen Kuss
    sabz

    sabz

    05. October 2014 um 13:42

    Kurzinfo:  Zwei Menschen, verbunden durch eine grausame Fügung. Julias Glück zerbricht, als sie ihren Mann verliert. Ihr Leben scheint sinnlos geworden zu sein, bis sie auf Stephan trifft. Eine heilende Verbindung entsteht, doch dann schlägt das Schicksal erneut zu. Julias Entscheidung, ihrem Mann zu folgen, kann und will Stephan nicht akzeptieren. In einer Zeit voller Schmerz, Angst und Trauer beginnt eine zarte Liebe zu erblühen. Werden die Gefühle stark genug sein, der verzweifelten Julia neue Hoffnung zu schenken? [Amazon.de] Inhalt:  Julia verliert ihren Mann Tobias bei einem schweren Autounfall. Ein harter Schicksalsschlag für die 25 Jährige, der sie schwer mitnimmt. Sie entschließt sich dazu, Stephan - ihren ehemaligen Gitarrenlehrer - zu besuchen, in den sie schon damals verliebt war, als Tobias noch am Leben war und der 10 Jahre älter ist als Julia.  Stephan hat einen ähnlichen Schicksalsschlag erlebt. Denn beim selben Unfall hat er seine Frau und seinen Sohn verloren. So haben beide jemanden gefunden, mit dem sie endlich wirklich über das ganze sprechen können, jemanden, dem es gleich ergangen ist.  Doch kurz darauf der nächste harte Schlag für Julia, sie hat einen großen Tumor, inoperabel. Doch die Ärzte wollen eine neue Methode an Julia testen, um ihr leben zu retten. Doch will Julia überhaupt gerettet werden ? Sie vertraut sich Stephan an, und dieser wird ein sehr enger vertrauter und Freund, der Julia jeden Tag im Kampf ums überleben zur Seite steht.  Meinung:  die Liebe Anne hat mich gefragt, ob ihr Buch - Versprich mit einen Kuss - lesen möchte & dieses Angebot habe ich sehr gerne angenommen. Nach kurzen technischen Schwierigkeiten habe ich es geschafft das Ebook auf Rosemary (so heißt mein Kindle jetzt !) zu laden und konnte es gar nicht erwarten, damit zu beginnen.  Ich war von Anfang an fasziniert aber auch schockiert von der Geschichte.  Alleine die Vorstellung, den Ehemann bei einem Unfall zu verlieren, ist der absolute Horror für mich. Mein Mann hatte vor kurzem auch einen Unfall, bei dem GOTT SEI DANK nur ein Sachschaden entstanden ist und er mit einem großen Schock davon gekommen ist.  Es ist eine grausame Vorstellung und ich hatte Julia schon da in mein Herz geschlossen. Ich wollte sie in den Arm nehmen, für sie da sein.  Und dann noch der nächste Schlag .. ein riesiger Tumor, der sich nicht entfernen lässt da er schon gestreut hat. Und dennoch die Hoffnung, es gibt eine Möglichkeit Julia zu retten. Der Weg wird schwer und schmerzhaft sein. Doch sie könnte wohlmöglich Leben. ÜBERleben !!  Und Stephan, er ist einfach der Traum. Er kümmert sich um Julia, fühlt sich für sie verantwortlich, sitzt jeden Tag an ihrem Krankenbett und hilft ihr, wieder Hoffnung zu schöpfen, den Kampf nicht auf zu geben. Ich bekomme schon wieder eine Gänsehaut, wenn ich an diese berührende Geschichte zurück denke.  Julia führt auch ein Online - Tagebuch, indem sie ihre Krankengeschichte Dokumentiert. Sie schreibt dort auch eine Wunschliste auf, was sie noch alles erleben möchte, bevor sie stirbt. Denn die neue Methode kann sie durchaus das leben kosten. Stephan ist ein toller Mann, der diese Liste findet & ihr soviele Wünsche wie möglich erfüllt.  Ein wundervolles Buch, das mich sehr berührt und mitgerissen hat. Es hat mich die ein oder andere Träne gekostet, aber ich konnte mich auch riesig freuen. Es ist wirklich klasse und ich kann es nur weiter empfehlen. DANKE Anne, dass du mir dieses Lese vergnügen bereitet hast ! :) 

    Mehr
  • Gute Grundidee, nicht so tolle Protagonistin

    Versprich mir einen Kuss
    LutinGanda

    LutinGanda

    03. October 2014 um 12:33

    Meinung: Das Cover ist doch wirklich wunderschön, oder? Es sieht einfach toll aus und gefällt mir richtig gut. Der Prolog des Buches war schon sehr interessant, wenn auch etwas verwirrend. Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht, da der Prolog aus einem Brief besteht und der nicht ganz durchschaubar auf mich wirkte. Von der Geschichte her gefiel mir das Buch eigentlich ganz gut, aber es hat mich nicht umgehauen. Teilweise hatte ich auch ziemliche Probleme mit dem Buch. Einerseits wollte ich es weiterlesen, andererseits wollte ich einfach nicht weiterlesen. Ich war nicht genervt, aber ich kam nicht so richtig rein. Das lag sowohl an Julia, der Protagonisitn, als auch an meinen Erwartungen. Denn dieses Buch wurde mitunter mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" verglichen. So gut ist es meiner Meinung nach nicht. Denn Julia ... ist ein schwieriges Thema für mich. Ich kam nicht an sie ran, konnte einfach keinen Draht zu ihr aufbauen. Aber dazu später mehr. Die Geschichte an sich war eigentlich nicht schlecht. Wie im Klappentext erwähnt, verliert Julia ihren Mann und sieht keinen Sinn mehr im Leben. Dann trifft sie Stephan wieder, einen "alten Bekannten". Die Beiden bauen eine ganz besondere Verbindung zueinander auf, die mir eigentlich auch sehr gut gefiel. Denn vor allem Stephan gefiel mir einfach super gut, er war ein echt toller Charakter. Was er macht, um Julia davon zu überzeugen, dass das Leben lebenswert ist, war echt ziemlich süß. Ich fand es toll, allerdings auch manchmal etwas übertrieben. Das Buch war nicht so überzeugend und großartig, wie ich erwartet hatte. Denn durch diesen Vergleich wurden meine Erwartungen wirklich hochgeschraubt. Aber .. Julia gab dem ganzen einfach einen unglaublichen Dämpfer. Wie gesagt, ich war nicht genervt, sondern einfach lustlos. Ich hatte teilweise wirklich keine Lust, denn mir hat diese Verbindung zu Julia gefehlt. Und das war garantiert ein ganz großes Manko meinerseits. Dieses Buch verlangt halt vor allem viel Empathie für Julia, denke ich. Aber das war nicht alles, was mir die Lust am Lesen etwas gemindert hat. Zum einen kam mir das Buch am Anfang etwas seltsam vor. Es ging alles ziemlich schnell und man ist praktisch am Anfang nur so durchgerast. Da war der Tod von Julias Mann Tobias, der sehr schnell ging. Ich zumindest bekam keinen rechten Eindruck von der Beziehung zwischen Tobias und Julia und konnte das ganze nicht so richtig nachempfinden. Dafür gab es zu wenig Flashbacks und keine Zeit vor seinem Tod. Das fehlte mir etwas, um wirklich die Verbindung der Beiden fühlen zu können. Tobias selbst gefiel mir auch nicht. Er war mir von dem wenigen das man mitbekam einfach unsympathisch und auch seine Reaktionen auf diverse Aussagen Julias fand ich fragwürdig. Nächster Punkt: Die Verbindung, das Vertrauen zwischen Stephan und Julia war wirklich sehr rasch vorhanden und kam fast aus dem Nichts. Damit meine ich nicht das Verständnis für einander, sondern wirklich das Vertrauen. Denn in ihrem ersten wirklichen Gespräch miteinander erzählen die sich Sachen, die ich zumindest nur meinen engsten Freunden erzählen würde. Zu dem Zeitpunkt sind sie aber nur flüchtige Bekannte. Dann hat es mich unglaublich gewundert, wie schnell Julia eigentlich ihren zweiten Schicksalsschlag überwunden hat. Achtung Spoiler! Julia hat Krebs. Und das erste was sie nach dieser Info und einem Gespräch mit Stephan macht ist, sich eine Kamera zu kaufen um ihren Krankheitsverlauf zu dokumentieren. Das ging wieder viel zu schnell und ich kam gar nicht richtig mit. Kein "Oh, ich muss vielleicht sterben" oder "Ich muss ins Krankenhaus und werde vielleicht sterben" und sich damit auseinandersetzen, was das vielleicht bedeuten könnte. Das hat mich total irritiert und es für mich einfach unauthentisch gemacht. Zumindest konnte ich es in dem Moment nicht nachvollziehen. Vor allem, warum will sie ihren Krankheitsverlauf eigentlich dokumentieren, wenn sie doch eigentlich sterben will? Das macht anderen betroffenen nicht unbedingt Mut und wäre auch sonst eher etwas Trauriges. Da muss ich leider wirklich verstehen, dass ich es nicht verstehen konnte. Spoiler Ende. Ansonsten war das Buch recht gut, allerdings keine Geschichte, die mich groß mitgenommen oder überwältigt hat. Dafür fehlte es mir einfach an der Verbindung zu Julia. Tut mir wirklich leid, aber sie war einfach nicht mein Fall. Charaktere: Julia: Eine 25-jährige Frau, die ihren Mann verliert und seitdem keinen wirklichen Sinn mehr im Leben sieht. Bis Stephan kommt, der ihr ein wenig aus dem Chaos hinaus hilft. Ich hatte wirklich meine Probleme mit Julia. Mir fehlte es irgendwie an allem. Vor allem an dem nötigen Verständnis. Über die Zeit nach dem Tod von Tobias, die sie zum verarbeiten brauchte, möchte ich dabei gar nicht reden. Ich meine, generell. Weder konnte ich verstehen, was sie an Tobias so toll fand, noch was sie eigentlich für Gedanken hatte. Denn ich konnte einfach kaum etwas von dem was sie tat verstehen. Ich verstand nicht, warum sie Stephan praktisch sofort ihr ganzes Leben anvertraute. Ich verstand auch nicht, wie es ihr praktisch egal war, dass sie Krebs hatte. Von Anfang an kam mir das alles sehr fragwürdig vor, ihre Gedanken etc. Ich weiß auch nicht. Da fehlt einfach die Verbindung. Wenn ich an Julia denke, dann kann ich nicht sagen, dass ich sie mochte oder nicht. Sie war mir einfach egal, irgendwie. Klar, irgendwann habe ich sie auch mal bemitleidet. Aber für mich ist sie immer noch eine Fremde.  Stephan: Ein 35-jähriger Mann, der einst Julias Gitarrenlehrer war. Kurz nach dem Unglück sehen sich die Beiden wieder und daraus entsteht eine ganz besondere Verbindung (mit besonders meine ich übrigens "magisch", weil ich ja das schnelle Vertrauen so anprangere, wollte ich das nochmal klarstellen.). Stephan war einfach toll. Er war nett, einfühlsam und ein echter Gentleman. Ich mochte ihn von Anfang an und was er alles für Julia gemacht hat, war einerseits total schön, andererseits hat er es mit seinen eigenen Einfällen doch etwas übertrieben, fand ich. Aber obwohl er Julia kaum kennt, tut er so viel für sie. Das war wirklich schön. Denn er ist echt ein treuer Kerl, der ihr sofort zur Seite steht und einfach immer für sie da ist. Stephan war ein richtig toller Typ.  Fazit: Dieses Buch ist für mich schwer in abschließende Worte zu fassen. Es war schon schön, aber es war halt nur eine normale Geschichte, die mich nicht wirklich berührte. Zumindest nicht dann, wenn sie mich berühren sollte. Ich weiß auch nicht. Ich sehe das ganze sehr zwiespältig und weiß wirklich nicht so richtig, was ich davon halten soll. Es hat mich unterhalten und es hat mich auch interessiert. Aber Julia und ich wollten einfach keine Freunde werden. Dafür habe ich Stephan umso mehr geliebt.  Dieses Buch erhält von mir 3,5/5 Schmetterlinge.

    Mehr
  • Eine süße Geschichte für Zwischendurch

    Versprich mir einen Kuss
    allthesespecialwords

    allthesespecialwords

    02. October 2014 um 13:11

    Worum geht’s? Bei einem Autounfall kommt nicht nur Julias Mann Tobias ums Leben, sondern auch eine weitere Frau und ihr Sohn. Wochen später trifft Julia auf ihren ehemaligen Gitarrenlehrer und Schwarm Stephan und findet heraus, dass auch seine Familie bei dem Autounfall ums Leben gekommen ist. Er ist einige Jahre älter als sie, aber das hindert die beiden nicht daran sich gegenseitig Trost zu spenden. Doch dann findet Julia heraus, dass sie einen seltenen Tumor hat und für eine neue Behandlungsmethode in Frage kommt. Aber will sie überhaupt weiterleben? Schreibstil Der Schreibstil kam mir sehr ungewöhnlich vor. Er vermittelte den Eindruck, dass der Erzähler weiter außerhalb der Geschichte stand und die beiden Protagonisten mit sehr viel Abstand beobachtete. Diese Schreibweise findet man mittlerweile ja eher selten auf dem Markt, so dass ich mich erstmal wieder daran gewöhnen musste. So war er leicht verdaulich, aber leider auch nichts besonders Schönes. Manchmal war es mir einfach nicht rund genug, sondern machte eher den Eindruck, als ob die Autorin sich nicht so viel Mühe bei der Überarbeitung gegeben hat, und hier stellenweise ihre Plotplanung übernommen hat. Meine Meinung Das Erste, was mir gleich positiv aufgefallen ist, ist das wunderschöne Cover. Ich liebe es, auch wenn ich mit einer etwas anderen Geschichte gerechnet hätte. Die Charaktere sind größtenteils sympathisch, wenn auch manchmal etwas ungewöhnlich. So trägt die Protagonistin Julia Dreadlocks (sowas habe ich bisher noch nie gelesen), mag Pferde und besonders Motorräder so gerne, dass sie alle möglichen technischen Details aufzählen kann (die mich als Leser nicht so wirklich interessieren), und liebt Achterbahn fahren und ältere Männer. Nach dem Tod ihres Mannes Tobias gibt die Studentin ihr komplettes Leben auf, bis sie sich an ihren früheren Schwarm Stephan erinnert und ihm einen kurzen Besuch abstattet, um ihre Sehnsucht zu stillen. Stephan ist besagter etwas älterer Schwarm, der eine Frau und ein Kind hatte, die bei eben dem Autounfall ums Leben gekommen sind, bei dem auch Tobias gestorben ist. Diese ganzen Zufälle haben mich schon irgendwie gestört, da es doch extrem gewollt schien, dass sie vorher schon was füreinander gefunden haben und nun zufällig ihre Familienmitglieder bei dem gleichen Unfall sterben, damit sie zufällig eine Verbundenheit verspüren, um sich so zufällig wieder einen Sinn fürs Leben geben zu können. Ihr versteht, was ich meine, oder? So weit, so gut - aber dann bekommt Julia Krebs. Ein seltener Tumor, der sie zum perfekten Versuchsobjekt für eine neue Behandlungsmethode macht. Sie weiß aber nicht, ob sie überhaupt noch weiterleben möchte, was man als Leser absolut nachvollziehen kann. Stephan gibt ihr aber Halt in der schwierigen Situation und erfüllt ihr ihre Wünsche, obwohl er nicht einmal sicher ist, ob sie nicht eigentlich viel zu jung für ihn ist. Die Sache mit dem Krebs ist ja eigentlich das zentrale Thema des Romans, aber trotzdem fühle ich mich, als wäre der Tod des Ehepartners nicht genug. Nein, es fehlte noch eine Schippe mehr Drama, damit der Leser auch wirklich merkt, dass Julia ganz schön arm dran ist. So wirklich zufrieden bin ich mit dem Plot nicht. Die Zeit, die die beiden vor ihrer erste aggressiven Behandlung miteinander verbringen, ist süß und romantisch geschildert. Sie erleben jede Menge kleinere Abenteuer und kommen sich immer näher, so dass sich des Öfteren ein kleines Lächeln auf mein Gesicht geschlichen hat. Von der Krebsgeschichte bin ich jedoch nicht überzeugt, dazu habe ich schon zu oft gesehen, wie es tatsächlich ist und auch schon einige Bücher gelesen, die damit realistischer umgehen. Schön wäre es, wenn es eine Therapie gäbe, bei der man ein bisschen Haare verlieren, viel brechen und ein bisschen abnehmen würde, um an anderen Tagen wieder voll fit solche Abenteuer erleben zu können und am Ende (so vermute ich zumindest, denn es soll eine Trilogie werden, also kenne ich das Ende nicht) wieder quicklebendig aus der Sache herauskommt. Fazit Insgesamt kann ich euch Versprich mir einen Kuss als süßes Buch für Zwischendurch empfehlen. Dafür, dass es als eigenständig publiziertes Buch, nicht professionell korrigiert und lektoriert wurde, ist es eine solide Geschichte, die manchmal ein bisschen zu "zufällig" und verträumt wirkt, aber Liebhabern von romantischen Geschichten sicher gefallen kann. Wer hier jedoch ein gut recherchiertes Werk über Krebs und die Leidensgeschichte, die dahinter steckt, sucht, wird enttäuscht sein.

    Mehr
  • Ein Schicksalsschlag kommt selten alleine …

    Versprich mir einen Kuss
    StMoonlight

    StMoonlight

    20. September 2014 um 18:38

    ~°~ Eindrücke / Meinung ~°~  >>> ACHTUNG! SPOILER!!! <<<  ~ Cover/ Aufmachung ~  Das Cover ist romantitsch-kitschig und ein wenig verspielt: Ein Pärchen auf einer Wiese. Wer mich kennt weiß, dass mich dieses Cover nicht zum Kauf bewegt hätte. ;) Dennoch passt es zur Handlung des Romans.  ~ Geschichte/ Handlungsstränge ~ Worum geht es in diesem Buch überhaupt? So ganz sicher war ich mir am Anfang auch nicht. Ich rechnete mit einer kitschigen Liebesromance und vielen “Schatzi’s”, “Bussi’s” und “Herzwehwechen”, wurde dann aber sehr schnell eines besseren belehrt: Als Julia auf der Arbeit ist bekommt sie einen Anruf. Ihr Ehemann hatte einen schweren Autounfall. Sofort macht sie sich auf den Weg ins Krankenhaus, doch für ihren Liebsten kam jede Hilfe zu spät … Entsprechend deprimiert zieht sie sich komplett zurück, verlässt die Wohnung gar nicht mehr. Es dauert Wochen ehe sie sich wieder “unters Volk” wagt. Mehr oder weniger zufällig zieht es sie zu Stephan, ihrem ehemaligen Gitarrenlehrer, in den sie sich damals ein wenig verliebt hat. Was sie dort eigentlich will weiß sie nicht, denn er ist verheiratet, hat einen Sohn und ihr Verlust ist schließlich noch frisch. Doch im Laufe des Gespräches stellt sich heraus das auch er einen Verlust zu beklagen hat. Beim selben Verkehrsunfall wie Julias Mann, starben auch Stephans Frau und sein Sohn … Zu allem Überfluss bekommt Julia noch eine schockierende Botschaft: Sie hat Krebs! Glücklicherweise gibt es eine neue Therapie. Julia soll dieser als erste Patientin unterzogen werden. Das diese alles andere als harmlos sein wird ist schnell klar. Julia hat sowieso keinen Lebenswillen mehr und würde am liebsten einfach sterben. Doch dann dringt Stephan immer mehr in ihr Leben – und ihr Herz. Schließlich erstellt sie eine Liste mit Dingen die sie erleben möchte… ~ Sprachstil ~ Die Sprache ist sehr fluffig ohne dabei salopp zu wirken. Es ist eher als würde man einer Unterhaltung direkt beiwohnen. Es ist nicht viel ausgeschmückt und eben “auf den Punkt” gesagt was gemeint ist. Anders und anfangs ungewohnt, aber keineswegs unpassend. Ich habe dieses Buch zügig gelesen ohne das ich etwas nachblättern musste. Sehr angenehm. ~ Eindrücke / Meinung ~ Wie eingangs bereits erwähnt hatte ich nicht so recht eine Ahnung was mich erwarten würde. Was ich bekam wühlte meine Gefühle total auf und teilweise war ich kurz davor das Buch abzubrechen. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil es mir sehr nahe ging. Vielleicht bin ich auch einfach vorbelastet, denn ich habe Julias Kampf bei meinem Vater hautnah miterlebt… Emotionen kochten hoch und oft hatte ich Bilder vor Augen, so dass ich schlucken musste. Aus erste Hand kann ich daher bestätigen dass das was die junge Frau hier durchmacht der Realität sehr nahe kommt. Die Gefühle bringt die Autorin sehr gut rüber. – Nicht nur die Negativen. Es ist spannend den Weg und auch die Entwicklung von Julia zu verfolgen. Trotz allem fehlt aber ein wenig Spannung. Der Leser begleitet Julia durch die Schicksschläge, doch ich hatte keine Stelle an der ich überrascht war. Alles ist irgendwie “seicht” und auch vorhersehbar.  ~°~ Fazit ~°~  Eine schöne und realitätsnahe Geschichte um eine junge Frau und die Leiden der Menschheit, gepaart mit einem (großem) Hauch Romantik. Hier gibt es noch Potenzial nach oben. Da ich bereits bei anderen AutorinInnen die Entwicklung mitverfolgen durfte, bin ich mir sehr sicher, dass der nächste Teil bereits einiges mehr zu bieten hat! Ich bin jedenfalls sehr gespannt.

    Mehr
  • dramatisch, aber etwas zu künstlich

    Versprich mir einen Kuss
    Chiawen

    Chiawen

    18. September 2014 um 10:01

    „Versprich mir einen Kuss“ von Anna Fricke ein dramatischer Liebesroman. Ein Anruf lässt Julia ins Krankenhaus eilen, denn ihr Mann wurde dort eingeliefert. Doch ist dieser bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Sie kann ihn nur noch identifizieren.  Völlig aus der Bahn geworfen drängt sich ihre heimliche Liebe in den Kopf. Sie beschließt ihn zu besuchen und auch er hat seine Frau verloren.   Bis zu dem tragischen Unglück wusste Julia eigentlich genau was wie möchte. Doch durch den Tod ihres Mannes wird sie total aus der Bahn geworfen und hat eigentlich zu nichts mehr Lust. In Stephan findet sie dann endlich wen, der sie versteht.   Die Charaktere sind sehr originell gestaltet. Wobei man bei Julia den Verdacht hat, dass sehr viel von der Autorin selbst in ihr steckt und dies nicht nur auf die Rasterlocken bezogen. Als Leser kann man Julia und ihre Lage verstehen und nachvollziehen, doch die großen Emotionen werden nicht direkt an den Leser übertragen.   Dramatische Szenen spielen sich in diesem Buch ab. Zum einen der tragische Unfall, der zwei Familien zerrissen hat, aber auch eine Krebserkrankung muss sich gestellt werden. Den Protagonisten bleibt also nichts erspart.   Der Prolog besteht aus einem sehr langen Brief, den Julia an Stephan schreibt. Diesen gibt sie allerdings nie ab. Am Anfang ist das Gefühlschaos, was sie dort beschreibt, verwirrend, weil man so viele Zusammenhänge nicht kennt. Vor allem ist es extrem lang. Ansonsten schreibt die Autorin richtig leicht und flockig vom Hocker. Man hat aber das Gefühl, dass die Geschichte etwas künstlich ist. Sicher ist es möglich, dass es so passiert, aber es wirkt schon sehr gewollt. Dafür wird der Leser aber gut unterhalten mit der Beziehung zwischen Julia und Stephan. Es ist spannend zu sehen, wie die zwei sich entwickeln.   Was allerdings beim Lesen etwas stören kann, ist die explizite Nennung von Marken. So wird zum Beispiel eine Fotokamera mit vollem Namen genannt oder auch der Name des Geschäftes. Man könnte dies ruhig weg lassen, denn damit kann nicht jeder Leser etwas anfangen.   Das Cover ist sehr bunt und zeigt ein Pärchen. Es ist ein richtiger Eye-Catcher.     Das Cover ist mir auf einigen Blogs schon ins Auge gefallen und nun wollte ich das Buch mal selber lesen. An sich ist es eine schöne Geschichte. Doch ist sie mir zu künstlich und aufgesetzt. Gestört hat mich auch die „Schleichwerbung“   Es gibt 3 von 5 Wölfen.

    Mehr
  • Versprich mit einen Kuss

    Versprich mir einen Kuss
    Naddlpaddl

    Naddlpaddl

    15. September 2014 um 12:47

    Julia verliert ihren Mann Tobias bei einem Autonunfall und hat mit ihrem eigenen Leben danach eigentlich schon abgeschlossen. Für sie macht nichts mehr einen Sinn bis sie auf Stephan trifft. Die zwei Freunden sich an und Stephan kann Julia tatsächlich ein wenig aus ihrer Lethargie befreien. Doch dann schlägt das Schicksal erneut zu und Julia will sich selbst eufgeben und ihrem Mann Tobias in den Tod folgen. Stephan möchte dies nicht akzeptieren und lässt nichts unversucht um Julia das Leben wieder lebenswert zu gestalten. Wird dies funktionere? Kann er Julia neue Hoffnung schenken? Die ersten 100 Seiten habe ich mich sehr schwer getan mit dem Buch. Ich bin irgendwie nicht richtig rein gekommen und auch die ganze Geschichte mit Tobias Tod un dem Wiedersehen mit Stephan ging mir ein bisschen arg schnell und ich hab mich ein wenig überrumpelt gefühlt. Doch irgendwann hatte die Geschichte mich gepackt und ich habe dieses Buch auch an einem Abend verschlungen. Die Story an sich hat mir sehr gut gefallen. Es war nichts Neues, aber man kann eben das Rad nicht neu erfinden. Trotzdem waren die einzelnen Elemnte so gewählt, dass sie neu zusammengesetzt wurden und somit doch eine neue Geschichte ergeben haben. Ich hatte nur das Gefühl wenn man als Leser an einem Punkt angekommen ist wo man dachte: Wow, das kann doch nicht sein! Hat die Autorin immer noch einen oben drauf gesetzt, was mir die Stimmung immer ein wenig gedämpft hat. Teilweise habe ich so den Bezug zur ganzen Geschichte verloren weil ich nur noch darüber nachdenken konnte, das so was im echten Leben bestimmt nicht passieren würde. Ich weiß es ist eine fiktive Geschichte, da ein Großteil der Dinge die in diesem Buch passieren aber im wirklichen Leben auch so passieren könnten hätte ich mir da an manchen Stellen gewünscht die Füße tewas still zu halten. Weniger ist eben manchmal mehr. Und doch war es irgendwann so weit, ich war verliebt in Stephan und konnte auch mit Julia trauern und ja gegen Ende musste ich mir auch ein Tränchen verdrücken. Damit hätte ich zu Beginn des Buches niemals gerechnet. Die Geschichte konnte mich letztendlich in ihren Bann ziehen und hat mich gepackt. Julias Leben ist aber auch ein einzieger Haufen Schicksalsschläge und deshalbt ist es umso schöner Stephan dabei zu beobachten wie er versucht alles möglich zu machen nur um Julia ein Lächeln zu schenken. Die beiden haben mich voll und ganz überzeugt. Ich frage mich nur wie viel von der Autorin in dieser Geschichte steckt, denn rein optisch scheinen sie und Julia schon mal übereinzustimmen. Der Schreibstil war auch unerwartet gut. Deutsche Autoren neigen meist dazu alles so lange mit adjektibven auszuschmücken und jedes kleinste Detail eines Baumes zu beschreiben, bis sie die Geschichte tot geschrieben haben. Dies ist hier defintiv nicht der Fall! Man bekommt als Leser einen flüssigen einfachen Stil geboten in den man sich schnell hinein finden kann und somit ziemlich bald in einen angenehmen Lesefluss kommt. Da das Buch für mich ein paar kleine Makel aufweist möchte ich nicht die volle Punktzahl geben und doch lohnt es sich die Geschichte zu lesen! Ich habe es nicht bereut und würde das Buch auch jederzeit weiter empfehlen! Vielen Dank noch mal an Anne, die keine Kosten und Mühen gescheut hat um uns ihr Baby zu Verfügung zu stellen!

    Mehr
  • Eine traurige und schöne Lektüre, für mich aber kein Lese-Muss

    Versprich mir einen Kuss
    Milaromantics

    Milaromantics

    14. September 2014 um 11:54

    Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform Preis: 9,90 € Erscheinungsdatum: 2.Juli 2014 Seitenanzahl: 274 Reihe?: Einzelband Bestellen: *hier* Über die Autorin: Anna Fricke wuchs im ländlichen Lippe auf, wo sie sich auch heute noch beheimatet fühlt. In der 12. Klasse veröffentlichte Anna bereits im Rahmen eines Schulprojektes ihren ersten Roman in einer Mini-Auflage, von knapp 30 Exemplaren. Der Roman hieß “Ayra – Memento Mori” und handelte von Sieben Menschen, die den Drachen in sich entdeckten. 2013 veröffentlichte Anna “Fynia – Wo die Schafe sterben gehen”, als ihren Debutroman. “Versprich mir einen Kuss” ist ihre zweite Veröffentlichung. Der erste Satz: Hallo, du vertrauter Fremder, hallo Stephan... Ich schreibe Dir, um mir zu sagen, dass es Zeit für einen Abschied ist. Inhalt: Die 25-jährige Julia verliert bei einem schlimmen Autounfall ihren Ehemann Tobias. Es ist ein schwerer Schicksalsschlag für sie, der sie sehr mitnimmt. Die Trauer und die Schuldgefühle überwältigen sie. Dann spricht sie mit ihrem ehemaligen Gitarrenlehrer Stephan, in den sie schon lange verliebt war, auch als Tobias noch am Leben war. Stephan hat bei demselben Autounfall seine Frau und sein Kind verloren. Julia und Stephan vertrauen sich einander an und reden über ihre geliebten verstorbenen Partner. Doch kurze Zeit später erleidet Julia einen weiteren schweren Schicksalsschlag. Sie hat Krebs. Als erstes erzählt sie es Stephan und dieser wird für sie ein Freund und Vertrauter in der bevorstehenden schweren Zeit. Meine Meinung: Das Cover hat mich eigentlich nicht so sehr angesprochen, aber der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Der Anfang der Geschichte konnte mich leider nicht richtig fesseln, aber das letzte Viertel des Buches hatte mich dann gepackt. Die Handlung ist gut ausgedacht, auch wenn sie ziemlich vorhersehbar verläuft, wie beispielsweise mit den Wünschen, die Julia sich erfüllen möchte bevor die schwarzen Tage ihrer Spezialchemo beginnen. Dieses Element wird in den meisten Krebsbüchern benutzt und ich hätte mir hier etwas Neues gewünscht. Aber die Autorin bekommt hier von mir einen großen Pluspunkt, da mich diese Stellen am meisten fesseln konnten. An diesen Stellen gefällt mir der Schreibstil von Anna Fricke am besten weil sie diese Szenen ausführlicher und detailreicher als den Rest des Buches beschreibt. Ihr Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Charaktere finde ich sehr schön ausgedacht und beschrieben, aber ich hätte mir noch ein bisschen mehr Informationen über sie gewünscht, wie das Aussehen, ihre Lebensgeschichte und zum Teil noch mehr Gedanken und Gefühle. Die Autorin benutzt den auktorialen Erzählstil womit man sich in beide Protagonisten einfühlen kann, aber manchmal hätte ich mir noch mehr Gedanken und Gefühle vor allem von Stephan gewünscht. Was mir sehr gut an dem Buch gefallen hat, war das Fachwissen in Bezug auf die Krankheit. Ich habe sehr mit Julia mitgefühlt. Ebenfalls schön finde ich, dass Julia einen Blog schreibt und darin auch ihre Krankheit verarbeitet. „Versprich mir einen Kuss“ würde ich als ein sehr dramatisches Buch bezeichnen, da die Protagonisten viele Schicksalsschläge zu verarbeiten haben, es ist schön geschrieben und zum Teil, von der Krankheits- und Liebesgeschichte her, sehr realistisch. Fazit: Trotz einiger Schwachstellen habe ich das Buch gerne gelesen. Wer eine ernsthafte, traurige und schöne Lektüre sucht, dem wird „Versprich mir einen Kuss“ gefallen. Für mich war es eine schöne Lektüre zwischendurch, aber kein Lese-Muss.

    Mehr
  • weitere