Videoclip und andere Erzählungen

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Inhaltsangabe zu „Videoclip und andere Erzählungen“ von

Stöbern in Historische Romane

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  • Rezension zu "Videoclip und andere Erzählungen"

    Videoclip und andere Erzählungen
    gst

    gst

    24. November 2010 um 10:33

    Nach fünf Jahren zeigte sich der MDR-Literaturwettbewerb "immer deutlicher als Teil der literarischen Szene", schreibt der in dieser Anthologie-Ausgabe nirgends namentlich erwähnte Herausgeber. Für die Jahresauswahl der besten Kurzgeschichten aus dem Jahr 2000 zeichnet der Mitteldeutsche Rundfunk. Wie im Vorwort zu lesen ist, hat sich die Hoffnung der Gründungsstunde, den Namhaften der Literatur aus DDR-Tagen ein Forum zu bieten, nicht erfüllt. Stattdessen nahm der Nachwuchs die Gelegenheit wahr, ans Licht der Öffentlichkeit zu treten. "Die Seelenlage der Autorinnen und Autoren entwickelt sich in erfahrbaren Weltverhältnissen und diese sind derzeit vor allem bestimmt von wirtschaftlichem Pragmatismus". Für die jungen Autorinnen und Autoren "bedeutet die Literatur keinen Kurzausflug, sondern ein Stück Lebensform. Schreiben als Versuch, sich einem besinnungslosen Leben zu verweigern". In dieser Zusammenfassung der zwölf besten Geschichten aus dem Jahr 2000 findet der Leser erstaunlich viele Kurzgeschichten, die Leben wieder ,in Fahrt' bringen". Die erste Preisträgerin, die 1963 geborene Undine Materni, bleibt in "Erwähnung" bei den Anfängen oder, anders ausgedrückt: Was beschäftigt einen Schriftsteller auf der Suche nach Stoff? Erinnerungen an die Kindheit dominieren bei der damals 27jährigen Katja Oskamp, deren belanglos lautender Titel "Rolf, Mucki und so weiter" viel mehr enthält, als die Geschichte eines Hamster und eines Zwergkaninchens und es auf den zweiten Platz schaffte. Was das Fremde und der Sog der Gruppe mit liebesunfähigen Jugendlichen anstellen können, erzählt Elke Domhardt in "Die Maus". Dafür erhielt sie von der Jury und den Hörern der vierstündigen Literaturnacht den dritten Preis. Wilhelm Bartsch, dessen - in meinen Augen brutaler - "Videoclip" der Anthologie ihren Namen gab, war bereits 1997 unter den Preisträgern. Schon damals gehörte sein "Ruhmesmuseum" nicht zu meinen Lieblingsgeschichten. Aber ich bin ja auch kein Jurymitglied ... Interessant ist Reinhard Böhners "Zantl". Er beschreibt den Alltag eines Dementen, dem nicht nur der Körper, sondern auch die reale Umgebung ein Gefängnis ist. "In Fahrt" prangert Ines Eck herrschende Gesellschaftsnormen an und begibt sich mit ihrer Protagonistin auf die Suche nach Gerechtigkeit. Gesellschaftskritik pur ist auch "Gneisenaustraße" von Maik Lippert. In seinem Text geht es ums Geldverdienen und wie Menschen gegen einen Hungerlohn ausgenutzt werden. "Orlik trug nicht nur im Leben zur Erhöhung der Einschaltquote bei, sondern erst recht im Tod" ist das erschreckende Resüme von Christoph Kuhn in "Orliks Vermächtnis". Eindrucksvoller lässt sich die Anonymität der Großstadt, die Einsamkeit und der "Sinn" von Talkshows kaum darstellen. Mit 21 Jahren war Ricarda Anna-Rose Junge die Jüngste der Besten. Ihr "Barenberg" ist eine eiskalte Charakterstudie. Gisela Krafts "Graue Liebe" könnte auch den Titel 'andere Länder, andere Sitten' tragen. Der Inhalt ließ mich etwas konsterniert zurück, doch vom Stil her sagte mir diese Story zu. "Zwanzig Tage Eden" gehört zu meinen Favoriten dieses Buches. Regina Röhners Momentaufnahmen zeigen eindrucksvolle Ausschnitte aus einer Mütter-Kind-Kur. Zu meiner besonderen Freude hat Hans-Georg Günzel mit seiner Mundartgeschichte "Die Weihnachtsgans" den Sonderpreis der Zeitschrift Triangel erhalten. Der ehemalige Pfarrer aus dem Erzgebirge erzählt darin von Heimweh und dass das Sein dem Haben überlegen ist. Da kann man nachlesen, welche Formalitäten beim deutsch-deutschen Grenzübertritt zu bewerkstelligen waren und bekommt einen deutlichen Eindruck von den Auswirkungen der Planwirtschaft ... Summa summarum muss ich zugeben, dass ich zwar Gänsebraten (in meinem Fall ein Synonym für schwer verdauliche Lektüre) liebe, danach aber wieder leichte Kost brauche. Die ist in dieser Anthologie kaum vorhanden. Im ersten Jahr dieses Literaturwettbewerbs fand ich in den Kurzgeschichten noch mehr humorvolle Aspekte. Inzwischen wird die Lektüre immer schwergewichtiger, was ihr in meinen Augen nicht unbedingt gut tut. Nicht umsonst erreichen leichtfüßigere Geschichten ein größeres Publikum ... Kommentar

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