Vom Wiederaufbau zur Arbeit 4.0

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Inhaltsangabe zu „Vom Wiederaufbau zur Arbeit 4.0“ von

ArbeitnehmerInnen und ihre Gewerkschaften kommen in Bayern-Klischees nicht vor, und IG-Metall-Tariferfolge werden in der Regel mit anderen Regionen in Verbindung gebracht. In diesem Band wird die Geschichte anders erzählt: von Metaller­Innen der ersten Stunde über ZeitgenossInnen des »Wirtschaftswunders« bis zu den KollegInnen der Gegenwart.

Als sich 1947, noch unter alliierter Besatzung, in München die IG Metall Bayern gründete, waren die wenigen industriellen Zentren des Freistaates weitgehend zerstört. Die Kriegswirtschaft hatte eine Rüstungsindustrie entstehen lassen, aber das Land war immer noch agrarisch geprägt, auch wenn Millionen Flüchtlinge aus dem Osten kamen und große und kleine Unternehmer in Bayern ihren Besitz vor »den Russen« in Sicherheit bringen wollten.

Die Metallgewerkschafter, die Nazi-Terror und Krieg überstanden hatten, kämpften zunächst darum, das nackte Überleben zu sichern und die Fabriken wieder zum Laufen zu bringen. Wirtschaftsdemokratie war ihr Programm, um zu verhindern, dass die alten NS-Eliten wieder Politik und Wirtschaft kontrollierten.

Seit der Gründung der Bundesrepublik forderte die IG Metall Teilhabe der ArbeitnehmerInnen am wachsenden Wohlstand. Mit der Wiederkehr der kapitalistischen Krise und der Intensivierung der Arbeit spielten qualitative Forderungen eine immer größere Rolle.

Die Tariferfolge der IG Metall Bayern haben Maßstäbe gesetzt. Während das Land früher das Armenhaus des Bundesrepublik war, liegen die Einkommen in den von der IG Metall organisierten Industriebranchen in Bayern heute mit an der Spitze in Deutschland. Die starke Mitgliederbasis, gerade auch unter jüngeren KollegInnen, hat diese Erfolge möglich gemacht – auch das macht Mut für die Herausforderungen der Zukunft.

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