Y - The Last Man

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Inhaltsangabe zu „Y - The Last Man“ von

After a mysterious plague devastates the global male population, Yorick Brown is the last man left alive. His mother is the President, his only friend a monkey called Ampersand and his survival in this hostile new world is constantly in question.
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  • Rezension zu "Y: The Last Man 1" von Brian K. Vaughan

    Y - The Last Man
    Collaroy

    Collaroy

    26. October 2010 um 09:54

    Zunächst hatte ich einen Bogen um diese Reihe gemacht, weil sie doch sehr gehypt wurde. Das macht mich tendenziell immer eher skeptisch, aber in diesem Fall kann ich bestätigen, daß der Hype absolut gerechtfertigt ist. Die Y-Reihe basiert auf dem "Was-wäre-wenn"-Szenario, daß weltweit plötzlich alle männlichen Lebewesen sterben. Allein Protagonist Yorick sowie sein Kapuzineräffchen Ampersand bleiben mit einem Y-Chromosom übrig und schlagen sich auf der Suche nach einer Erklärung durch die Lande. Der erste Band fängt ohne großes Vorgeplänkel an: es werden die Hauptfiguren kurz vorgestellt, dann geht das große Sterben auch schon los und man wird mitten in die Action katapultiert. Obwohl Yorick eigentlich nur seine Freundin suchen möchte (zuletzt in Australien gesichtet) wird er wider seinen Willen für den Auftrag rekrutiert, das Rätsel des Männersterbens zu lösen und gegebenenfalls die Menschheit zu retten. Mit von der Partie eine Wissenschaftlerin und eine geheimnisvolle Geheimagentin, die ihm zur Seite gestellt werden. Das Trio läuft allen möglichen Charakteren über den Weg- von Heldinnen über Opportunistinnen und mysteriösen israelischen Kampfkommandos bis hin zu verrückten Amazonen ist so ziemlich alles zwischen Gut und Böse dabei. Yorick selbst ist ein liebenswürdiger Comicheld- relativ helle, aber auch ein bißchen tollpatschig und definitiv mit der Situation überfordert. Letztendlich ist die Mischung der Personen sehr ausgewogen (wenn auch natürlich etwas Testosteron-arm), was mit einer ordentlichen Portion Humor noch weiter aufgewertet wird. Was ich besonders interessant fand, sind die Folgen des Aussterbens der Männer. Was sich anhört wie eine Männerphantasie (der einzige Mann unter Frauen), ist in Wahrheit ein riesiges Problem. Nicht nur das offensichtlich bevorstehende Aussterben der Menschheit, sondern auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft: die Straßen sind hoffnungslos verstopft (haufenweise tote Fahrer) und können nicht schnell genug freigeräumt werden, es gibt nur wenige weibliche Ingenieure, die z.B. Kraftwerke o.ä. bedienen können, fast keine Piloten usw. ... sprich, die gesamte Infrastruktur bricht zusammen und mit ihr die bisherige gesellschaftliche Ordnung. Warum die halbe Menschheit stirbt und warum ausgerechnet Yorick und sein Äffchen Ampersand überleben, wird im ersten Band natürlich nicht erläutert, ich bin mir aber ziemlich sicher, daß Vaughan hierfür eine gute Erklärung in der Hinterhand hat. Und nicht zuletzt sagt mir das Artwork total zu- das ist zwar natürlich sehr subjektiv, aber ich finde die Zeichnungen wirklich absolut gelungen. Darin steckt viel Talent und Detailfreude, so daß es nicht nur Spaß macht, das Buch zu lesen, sondern auch, sich die Bilder genauer anzusehen. Also Fazit- drei gute Gründe, die Serie weiterzulesen: 1.) super Story, spannend und intelligent dargestellt 2.) originelle und unterhaltsame Charaktere (die sich im Laufe der Reihe sehr schön weiterentwickeln) 3.) schönes Artwork. Und während viele in den letzten Jahren das Comicgenre als tot deklariert haben, kann ich das überhaupt nicht bestätigen- mit Y, Fables, Buffy Season 8 und Astonishing X-Men sind aktuell einige wirklich tolle Reihen auf dem Markt.

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