50 Cent

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50 CentPlayground
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Playground
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Erschienen am 02.01.2014
50 CentDealer, Rapper, Millionär
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Dealer, Rapper, Millionär
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Erschienen am 01.12.2008
50 CentGeld Macht Freiheit
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Geld Macht Freiheit
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Erschienen am 01.09.2009
50 Cent50 X 50
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Erschienen am 06.08.2007
50 CentPlayground
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Erschienen am 13.11.2012
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Erschienen am 09.01.2007
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Erschienen am 24.07.2007
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The Diamond District
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Erschienen am 25.03.2008

Neue Rezensionen zu 50 Cent

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Rezension zu "Playground" von 50 Cent

Coming of age Story der besonderen Art im englischen Original
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Im Vorwort der englischen Ausgabe schreibt "50 cent":
"Living life on the edge has tought me a lot, like the fact being mentally strong will get you ahead in life. But being a bully won´t get you anywhere. Some kids don´t figure that out until it´s too late. Does Butterball?"

"Playground" beginnt mit einer knisternden, ersten Therapiesitzung. Der fette schwarze Junge, der nur Butterball genannt werden will, findet das Büro deprimierend, geschmacklos, fasst nicht, wie irgendwer erwarten kann, dass er die dürre weiße Lady darin ernst nehmen könnte. Die spielt den Ball zurück, besteht darauf, nicht mit Lady, sondern mit Liz angeredet zu werden, lässt ihn die Spielregeln bestimmen. Und er stellt klar, dass er nicht reden will, dass er nur da sei, weil er sonst von der Schule flöge, ihm dann nur noch bliebe zuhause rumzusitzen, und er noch verrückter würde, als er schon sei. Liz sieht ihn also nur an, "like she´d better lock up her valuables when i'm around, not that this shitty office had anything worth half as much as my pair of sneeakers", ist seine erste Reaktion, die zweite: "Seemed like she might have been as stubborn as my mom, and that was saying something". Gut, lenkt er am Ende ein, sie könnte ihn ja was fragen, wenn sie wollte, solange er nicht antworten müsste.

Nach der Sitzung hängt er in Gedanken dem nach, was Liz in dem Bericht der Schule gelesen haben mag. Und dem, wie das wirklich war, als er Maurice mit der Socke voll schwerer Batterien das Gesicht demoliert hat. Aber davon wird er Liz und auch sonst niemandem "never ever" etwas erzählen und schon gar nichts über den Grund. Den erfährt auch der Leser nicht so schnell.

Im Wechsel zwischen Therapiesitzungen, Butterballs Gedanken dazu und Szenen aus seinem Leben entsteht ein Bild davon, was 50 cent mit "living on the edge" meint.  Nach und nach wird Butterballs deprimierend perspektivloser Hintergrund aufgeblättert, enttarnt sich seine arrogante Attitüde und dahinter kommt ein Junge zum Vorschein, der nicht weiß, wohin mit seinem Frust, und seine Lage wie unter Zwang weiter verschlechtert.

Seine Therapeutin bleibt - für mich angesichts der weiteren Ereignisse bewundernswert - gelassen. Butterball beginnt ihr alles mögliche zu erzählen, alles außer der Sache mit Maurice, na ja, und auch sonst achtet er darauf, sie nicht zu dicht an sich heran zu lassen. Widerwillig gibt er sich selber schließlich zu, dass die Therapiesitzungen jedenfalls eine feste Größe in seiner ansonsten unerfreulichen Woche sind, immerhin ist Liz die einzige, die ihn nie unterbricht. Und sie unterhält sich gerne mit ihm. Das allerdings kann ich nachvollziehen, denn der Junge drückt sich treffend knapp, manchmal poetisch und oft höchst originell aus.
Lange bleibt offen, ob er sein Leben trotz allem in den Griff bekommen wird.

"You'll have to read the book to find out", endet 50 cents Vorwort.
OK. Read the book!!

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Atis avatar

Rezension zu "Playground" von 50 Cent

Rezension zu "Playground" von 50 Cent
Ativor 6 Jahren

Es gibt eigentlich so gut wie nichts, was ich lesetechnisch nicht zumindest einmal ausprobiere. In diesem Zusammenhang landete der Roman des US-amerikanischen Gangsta-Rappers 50 Cent auf meinem SuB. Dort lag er allerdings nicht lange, denn meine Nichte fragte mich, wie ich das Buch finde. Und eine entsprechende Antwort konnte ich ihr schließlich erst nach der Lektüre geben.

Was erwartet einen in einem Buch, in dem jede Menge 50 Cent in der Hauptfigur stecken soll? Immerhin ist besagter Gangsta-Rapper nicht unbedingt strafunauffällig geblieben und sein Leben war alles andere als unbewegt. Curtis Jackson III, alias 50 Cent, wurde 1975 in Queens geboren. Seinen Vater kennt er nicht, seine Mutter, eine Crackdealerin, wurde ermordet, als er gerade acht war. Fortan lebte er bei seinen Großeltern. Mit zwölf handelte er selbst mit Drogen und verbüßte bis zu seinem 18. Geburtstag bereits mehrere Haftstrafen. Von Jam Master Jay entdeckt, von seinem Label und bald darauf von Columbia Records unter Vertrag genommen, endete im Mai 2000 50 Cents Karriere wieder, bevor dort sein Debütalbum herausgegeben wurde. Jackson war kurz zuvor zunächst niedergestochen und später angeschossen worden und Columbia fürchtete Negativschlagzeilen. Er kehrte in die Welt der Drogen zurück und bekam eine zweite Chance, als Eminem ihn 2002 unter Vertrag nahm. Neben seinen Drogendelikten wurde 50 Cent auch wegen Körperverletzung angeklagt und erhielt 2005 bei seiner Verurteilung zwei Jahre auf Bewährung und die Auflage, sich regelmäßig Antiaggressionstraining und Drogentests zu unterziehen. Das ist die eine Seite. Darüber hinaus ist 50 Cent jedoch für seine Alben und Singles mehrmals ausgezeichnet worden. Mit dem American Music Award, Platin und Gold, dem Bravo Otto, dem Echo, Brit Awards oder auch dem Grammy. Auch die Filme, in/an denen er mitwirkte, etwa der über sein Leben (Get rich oder die tryin‘), wurden kontrovers diskutiert. Vor allem der gerade genannte, in dem genau wie in vielen seiner Lieder Waffengebrauch und damit Gewalt verherrlicht wird. playground ist übrigens nicht das erste Buch, an dem er beteiligt ist. 2005 erschien bei Hannibal Dealer, Rapper, Millionär von 50 Cent und Kris Ex. Und auch ansonsten vermarktet der 37Jährige sich selbst geschickt. Sei es mit Klingeltönen oder Bekleidung, Computerspielen, Heftromanen oder Getränken. 2006 soll er laut Forbes Magazine 32 Millionen Dollar verdient haben.

Alleine nach dem Blick auf seine Biografie war ich geneigt, meiner Nichte zu sagen: Finger weg. Anderseits soll laut Verlagsseite beispielsweise Bette Midler gesagt haben: „Ich verneige mich vor 50 Cent, weil er dieses Buch geschrieben hat.“ Die ist ja nun nicht gerade für Gangsta-Rap und Hardcore-Filme bekannt. Und außerdem verlegt rowohlt POLARIS das Buch. Der 2010 gegründete Verlag will mit jedem seiner Titel Besonderes bieten. Jährlich sollen beispielsweise 12 Titel im Bereich Belletristik herauskommen. playground ist dieses Jahr einer dieser Titel. Es sollen Spannung, Fantasy und Humor dominieren, wie man auf der Homepage sehen kann. Das alles in niveauvoller Form für alle zwischen 16 und 66.

Ich ging anhand der Inhaltsangabe davon aus, dass Fantasy und Humor in playground sicher nicht dominieren würden, womit nur die Spannung blieb. Und die beschränkte sich bei mir anfangs ganz profan auf Dinge wie etwa die Sprache. Gettoslang? Auf so jugendlich getrimmt, dass ältere LeserInnen vielleicht Verständnisprobleme damit haben? Ergeht sich der Roman in einer ausführlichen Beschreibung des Drogenmilieus? Verherrlicht er Waffen? Strotzt er vor Gewaltexzessen? Die Titel der 50 Cent Alben/Singles (etwa The Massacre oder Before I self destruct) stimmten mich diesbezüglich nicht sehr hoffnungsfroh.

Liegt es daran, dass zum Schreiben des Buches Laura Moser herangezogen wurde, die vermutlich nach Gesprächen mit dem Rapper die Finger auf die Tastatur niederprasseln ließ. Sie steht zumindest unter 50 Cent auf dem Titelblatt innen und wird auch etwa bei Amazon als Autorin genannt. Oder daran, dass 50 Cent heute anders denkt als vor einigen Jahren. Jedenfalls wurde keine meiner negativen Befürchtungen bestätigt. Und gleich vorab: Die Altersgruppe stimmt. Mir bleiben zwar noch einige Jahre, bis ich 66 bin, doch bin ich schon wesentlich länger keine 16 mehr. Die Sprache ist verständlich und klar und für die gesamte anvisierte Altersgruppe geeignet. Ob dies an der Übersetzung liegt, weiß ich nicht, da ich das Original nicht gelesen habe. Auf alle Fälle tauchte ich gleich anfangs in die dicht gesponnene, authentische Atmosphäre der Geschichte ein. Ich litt mit den Figuren. Ich ärgerte mich mit ihnen und über sie. Ich entwickelte Verständnis für sie.

Sie könnten übrigens auch gleich nebenan wohnen. Die Geschichte spielt zwar in einem Vorort von New York City in der jüngeren Vergangenheit. Doch beides könnte ohne Probleme getauscht werden.

Obwohl verfickt, Scheiße und ähnliche Worte verwendet werden, gibt es keine Fäkalsprache im eigentlichen Sinn, die gerade angesprochenen Formulierungen tauchen nur relativ begrenzt auf. Obwohl Gewalt vorkommt, wird sie nicht verherrlicht. Schusswaffen beispielweise finden, genau wie Messer oder Schlagringe keinen Platz in der Geschichte. Von Jugendgangs ist nicht wirklich die Rede und auch Drogen werden nur in einem einzigen Satz erwähnt. Einbrüche? Nein. Diebstahl? Ja, man liest davon, aber auch Stehlen bestimmt nicht den Alltag der Hauptfigur.

Stattdessen nimmt man mehr oder weniger teil an einem Dasein in einer relativ harmlosen Vorortgemeinschaft. Ich habe jetzt bewusst das Wort Dasein gewählt, denn himmelblau und wunderschön ist das Leben dort jedoch bei Weitem nicht automatisch. Trostlos trifft es für einige viel eher. Und die Schule ist ein Ort, der Angst machen kann. Nicht weil dort pausenlos Gewaltexzesse beschrieben werden. Selbst Taschengeldabzocke bekommt man nur ganz am Rand mit. Angst macht eher die Denkweise mancher Schüler, die Unterdrückung und Ausgrenzung, das Wegsehen und Tolerieren. Falscher verstandener Respekt und absolute Respektlosigkeit angesichts nicht vorhandener oder extrem verschobener Wertvorstellungen. All das gibt es nicht erst seit wenigen Jahren und nur in den Staaten. Doch über die Jahre hat sich dieses Verhalten stark verschärft und in dieser verschärften Form auch an vielen unserer Schulen Einzug gehalten. Ich kenne mehr als ein Kind, das Angst hat, in die Schule zu gehen. Nicht wegen schlechter Noten oder den Lehrern sondern einzig wegen anderer Schüler. Das Kind einer Bekannten war so unter Druck, dass es sich erst nach einem Selbstmordversuch seinen Eltern anvertraute. Die Hauptfigur aus playground steht jedenfalls am Scheideweg. Geht es für sie einfach trostlos weiter oder verpfuscht sie sich ihr Leben?

Diese Hauptfigur heißt Burton. Den Namen erfährt man erst relativ spät, immerhin ist der 13Jährige allen eher als Butterball, B-Ball, oder auch alte Speckschwarte und Fettschwabbel bekannt. Nach der Trennung seiner Eltern zog er mit seiner Mutter in einen Vorort, musste eine neue Schule besuchen. Sowohl die Trennung als auch der Neuanfang machen Butterball zu schaffen, ist er doch meist sich selbst überlassen. Er nimmt zu, ist übergewichtig, was nicht gerade zu seiner Beliebtheit beiträgt. Alte Freundschaften scheinen nicht zu existieren. Neue sind auch nach zwei Jahren spärlich gesät. Genauer gesagt gibt es da nur Maurice. Doch die beiden verbindet als Außenseiter eher eine Zweckgemeinschaft. Und dann ist da noch Nia, die freundlich zu Butterball ist. Obwohl sein Vater selten Zeit für ihn hat, bedeutet er dem Jungen viel. Und obwohl auch seine Mutter angesichts ihrer Ausbildung und Arbeit so gut wie nichts mit ihm unternehmen kann, fühlt er sich nach außen nur bedingt allein und ist froh, wenn man ihn in Ruhe lässt.

Eines Tages passiert etwas, was alles durcheinanderwirbelt. Damit startet der Roman im Grunde genommen. Weil Butterball denkt, dass Maurice Lügen über ihn verbreitet, will er ihm das Maul stopfen und verprügelt ihn brutal. Die Wirkung dieser Aktion ist fatal und so realistisch dargestellt, dass sie erschüttert. Sein Vater hält ihm mehr oder weniger eine Standpauke. Nicht für das, was er getan hat, sondern dafür, dass er sich hat erwischen lassen. Nia hat Angst vor ihm und blickt gleichzeitig zu ihm auf. Seine Mutter steckt ihn in Zusammenarbeit mit der Schulleitung in eine Gesprächstherapie, damit er nicht von der Schule fliegt. Und ansonsten kennen ihn plötzlich Leute, die ihn vorher bestenfalls nicht beachtet oder verhöhnt haben. Klopfen ihm anerkennend auf die Schulter. Diese Anerkennung will er sich nicht gleich wieder verscherzen und tut deshalb Dinge, hinter denen er nicht wirklich steht.

Auf die Gesprächstherapie hat er absolut keine Lust, sieht aber ein, dass sie nötig ist, um nicht von der Schule verwiesen zu werden. Also geht er widerwillig hin. Und was anfangs unmöglich scheint, vollzieht sich in aller Stille. Er beginnt sich seiner Therapeutin, für die er zunächst allenfalls so etwas wie wohlwollende Verachtung übrig hat, zu öffnen.

50 Cent und Laura Moser lassen Butterball seine Geschichte selbst erzählen. Dies geschieht zum Teil so, dass er LeserInnen an den Sitzungen bei seiner Therapeutin Liz teilnehmen lässt, dann wieder rückblickend den Fokus darauf lenkt, was letztlich überhaupt zu diesen Sitzungen geführt hat. Und zwar in einem Stil, der berührt, nachdenklich macht und wie bereits erwähnt auch erschüttert.

In 34 Kapiteln lernen LeserInnen nach und nach keinen tollwütigen Schläger kennen. Vielmehr offenbart sich ein einsamer Junge, der neben seiner Wut auch seine Ängste unterdrückt, seine Hoffnungen eigentlich schon aufgibt, bevor er sie sich zu sehr ausmalt. Der nicht viel über Gefühle redet, weil er das von zuhause nicht gewohnt ist. Der sich verzweifelt nach Anerkennung sehnt. Erfährt von seinen Träumen und Wünschen. Lernt ihn schlagfertig und sarkastisch kennen. Teils verbittert, teils selbsteinsichtig. Und fatalistisch, denn im Grunde geht er davon aus, ja doch keine Chance zu haben. Butterball fühlt sich wertlos, denkt bestimmte Dinge verdient zu haben. Angesichts des Umgangstones oder auch des Erziehungsstils seines Vaters scheint dies kaum verwunderlich. Die Werte, die ihm seine Mutter vermitteln will, sieht er größtenteils nicht. Obwohl er nicht gänzlich respektlos ist, fehlt es ihm an Respekt. Trotzdem kann der Junge durchaus zwischen Recht und Unrecht entscheiden und beginnt nachzudenken. Wie 50 Cent hat auch Butterball eine kreative Ader, wenngleich er diese nicht durch Musik ausdrückt. Findet er damit einen Ausweg aus seiner Situation?

Fazit

Wer in playground so etwas wie eine reine Milieustudie von 50 Cents Jugend und Drogenzeit oder Ähnliches, reißerisch von einem Ghostwriter aufgemotzt, erwartet, sollte die Finger von dem Buch lassen. Curtis Jackson III, alias 50 Cent, weiß durchaus, wie man zum Schläger wird, und hat Erinnerungen aus seiner Jugend (aller Wahrscheinlichkeit nach extrem abgemildert, jedoch nicht geschönt) in die Geschichte einfließen lassen. In der Einleitung meldet sich er selbst zu Wort und erinnert seine Leser an etwas, was er in seinem von Höhen und vielen Tiefen geprägten Leben gelernt hat. Zitat: „Ein Schläger zu sein bringt dich nirgendwohin.“ Nicht jeder hat so viel Glück wie der Gangsta-Rapper und Multimillionär, der mehr als eine Chance erhalten hat. Doch nicht jeder muss vollkommen abstürzen. Wer wissen will, ob es Butterball gelingt nicht nur seinen unsäglichen (auf seine Figur bezogenen) Namen, sondern auch seine Situation zu ändern, sollte dieses Buch lesen. Es gibt immer zwei Seiten im Leben. Die Entscheidung, welche Richtung man einschlägt, trifft man selbst.

Der Roman hat mich mehr als angenehm überrascht und ich kann ihn nicht nur meiner Nichte beruhigt empfehlen. Er ist spannend, trotzdem unaufgeregt leise. Wirkt lebensnah echt, macht nachdenklich und erinnert daran, welchen Einfluss unser Handeln (oder Nichthandeln) auf das Leben anderer hat. Auf einer Punkteskala von eins bis fünf möchte ich playground die volle Punktzahl geben.

Copyright © 2012 by Antje Jürgens (AJ)

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Buecherwurm2punkt0s avatar

Rezension zu "Playground" von 50 Cent

Rezension zu "Playground" von 50 Cent
Buecherwurm2punkt0vor 6 Jahren

Meine Meinung zum Buch:
Als ich hörte, dass 50 Cent ein Buch geschrieben hat, war ich doch etwas irritiert. Ein harter Rapper schreibt ein Jugendbuch? Na das kann ja heiter werden!
Von dem nicht besonders seitenstarken Ergebnis bin ich aber mehr als positiv überrascht. Zwar hat er das Buch mit Hilfe der Autorin Laura Moser geschrieben, aber man kann trotzdem seine Geschichte erkennen.
Habe ich doch dank 50 Cents Rapperkarriere frauenfeindliche Geschichten mit viel Gewalt erwartet, erwartete mich eine einfühlsame Geschichte über einen eigensinnigen Jugendlichen. Die Geschichte dreht sich rund um eine Prügelei, bei der der Hintergrund zu Anfang nicht beleuchtet wird. Man bekommt Einblicke in die Gefühlswelt des Protagonisten Burton, der sich selbst aber nur als Butterball vorstellt. Eigentlich ist er ein gefühlvoller, netter, ein bisschen pummeliger Außenseiter. Durch eine sehr einseitige Prügelei wird er plötzlich von den "coolen" Jungs beachtet und unter die Fittiche genommen. Doch die Prügelei hat für Butterball nicht nur positive Aspekte: er muss zu einer Therapeutin um seine Wut aufzuarbeiten. Wie jeder Jugendliche wehrt er sich dagegen und versucht die Therapeutin nicht an sich heranzulassen, jedoch liegt ihm durch die Trennung der Eltern, den Schulwechsel und ein Geheimnis der Mutter so sehr auf der Seele, dass ihm ein paar Bemerkungen herausflutschen.
Während der recht kurzen Geschichte bekommt man einen Eindruck, wie schnell ein Jugendlicher in die falsche Richtung durch falsche Freunde abdriften kann. Unter seinen neuen Freunden ist Burton nur mit den neusten Markenklamotten cool und wird zu Gewalttaten angestiftet.
Jedoch wird auch erzählt wie unsicher er in Wahrheit ist und das er sich eigentlich nur nach einer heilen Welt ohne Hänseleien und mit echten Freundschaften sehnt.
Die Auflösung der Geschichte hat mich wirklich überrascht, aber ich finde das sie aufzeigt wie man sich aus der Gewaltspirale lösen kann und das Leben doch noch den richtigen Weg nimmt.
Natürlich ist dieses Buch keine schriftstellerische Bestleistung und auch die Geschichte ist nur bedingt etwas besonderes. Ich bin jedoch der Meinung, dass der Autor seinen berühmten Namen an dieser Stelle richtig einsetzt. Denn vielleicht gibt es ein paar Teenies die durch den Rapper 50 Cent auf das Buch aufmerksam werden und durch das lesen merken, dass man tatsächlich lieber erst Dinge hinterfragt bevor man vorschnell mit Gewalt oder ähnlichem reagiert.

Fazit:
Auch wenn 50 Cent das Buch nicht alleine geschrieben hat, muss ich an dieser Stelle in guter deutscher Manier: Respekt Alter! sagen ;)

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