50 Cent Playground

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Playground“ von 50 Cent

spannendes Psychoduell zwischen fettem schwarzen Suburb Kid und seiner Therapeutin. Coming of Age Story der besonderen Art im Original

— Lea_Krambeck
Lea_Krambeck
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Coming of age Story der besonderen Art im englischen Original

    Playground
    Lea_Krambeck

    Lea_Krambeck

    01. March 2016 um 10:46

    Im Vorwort der englischen Ausgabe schreibt "50 cent": "Living life on the edge has tought me a lot, like the fact being mentally strong will get you ahead in life. But being a bully won´t get you anywhere. Some kids don´t figure that out until it´s too late. Does Butterball?" "Playground" beginnt mit einer knisternden, ersten Therapiesitzung. Der fette schwarze Junge, der nur Butterball genannt werden will, findet das Büro deprimierend, geschmacklos, fasst nicht, wie irgendwer erwarten kann, dass er die dürre weiße Lady darin ernst nehmen könnte. Die spielt den Ball zurück, besteht darauf, nicht mit Lady, sondern mit Liz angeredet zu werden, lässt ihn die Spielregeln bestimmen. Und er stellt klar, dass er nicht reden will, dass er nur da sei, weil er sonst von der Schule flöge, ihm dann nur noch bliebe zuhause rumzusitzen, und er noch verrückter würde, als er schon sei. Liz sieht ihn also nur an, "like she´d better lock up her valuables when i'm around, not that this shitty office had anything worth half as much as my pair of sneeakers", ist seine erste Reaktion, die zweite: "Seemed like she might have been as stubborn as my mom, and that was saying something". Gut, lenkt er am Ende ein, sie könnte ihn ja was fragen, wenn sie wollte, solange er nicht antworten müsste. Nach der Sitzung hängt er in Gedanken dem nach, was Liz in dem Bericht der Schule gelesen haben mag. Und dem, wie das wirklich war, als er Maurice mit der Socke voll schwerer Batterien das Gesicht demoliert hat. Aber davon wird er Liz und auch sonst niemandem "never ever" etwas erzählen und schon gar nichts über den Grund. Den erfährt auch der Leser nicht so schnell. Im Wechsel zwischen Therapiesitzungen, Butterballs Gedanken dazu und Szenen aus seinem Leben entsteht ein Bild davon, was 50 cent mit "living on the edge" meint.  Nach und nach wird Butterballs deprimierend perspektivloser Hintergrund aufgeblättert, enttarnt sich seine arrogante Attitüde und dahinter kommt ein Junge zum Vorschein, der nicht weiß, wohin mit seinem Frust, und seine Lage wie unter Zwang weiter verschlechtert. Seine Therapeutin bleibt - für mich angesichts der weiteren Ereignisse bewundernswert - gelassen. Butterball beginnt ihr alles mögliche zu erzählen, alles außer der Sache mit Maurice, na ja, und auch sonst achtet er darauf, sie nicht zu dicht an sich heran zu lassen. Widerwillig gibt er sich selber schließlich zu, dass die Therapiesitzungen jedenfalls eine feste Größe in seiner ansonsten unerfreulichen Woche sind, immerhin ist Liz die einzige, die ihn nie unterbricht. Und sie unterhält sich gerne mit ihm. Das allerdings kann ich nachvollziehen, denn der Junge drückt sich treffend knapp, manchmal poetisch und oft höchst originell aus. Lange bleibt offen, ob er sein Leben trotz allem in den Griff bekommen wird. "You'll have to read the book to find out", endet 50 cents Vorwort. OK. Read the book!!

    Mehr