50 Cent Playground

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Inhaltsangabe zu „Playground“ von 50 Cent

Burton ist alles andere als cool: schwarz, dick, ein totaler Außenseiter. Er hasst die Schule, die trostlose New Yorker Vorstadt, seine kaputte Familie, und er hasst seinen Spitznamen: Butterball. Als er einen Mitschüler brutal verprügelt, droht der Schulverweis. Außerdem wird er zu einer Gesprächstherapie verdonnert. Doch Burton denkt gar nicht daran, sich der Psychologin Liz zu öffnen. Denn er hatte gute Gründe für die Tat. Und manche Ereignisse kann man eben nicht erzählen. Manche Geschichten dagegen muss man erzählen …

"Playground" versetzt einen in eine andere Person, einen Jugendlichen, der in so realistische Situationen gerät und einen Weg findet!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Playground" von 50 Cent

    Playground

    Ati

    Es gibt eigentlich so gut wie nichts, was ich lesetechnisch nicht zumindest einmal ausprobiere. In diesem Zusammenhang landete der Roman des US-amerikanischen Gangsta-Rappers 50 Cent auf meinem SuB. Dort lag er allerdings nicht lange, denn meine Nichte fragte mich, wie ich das Buch finde. Und eine entsprechende Antwort konnte ich ihr schließlich erst nach der Lektüre geben. Was erwartet einen in einem Buch, in dem jede Menge 50 Cent in der Hauptfigur stecken soll? Immerhin ist besagter Gangsta-Rapper nicht unbedingt strafunauffällig geblieben und sein Leben war alles andere als unbewegt. Curtis Jackson III, alias 50 Cent, wurde 1975 in Queens geboren. Seinen Vater kennt er nicht, seine Mutter, eine Crackdealerin, wurde ermordet, als er gerade acht war. Fortan lebte er bei seinen Großeltern. Mit zwölf handelte er selbst mit Drogen und verbüßte bis zu seinem 18. Geburtstag bereits mehrere Haftstrafen. Von Jam Master Jay entdeckt, von seinem Label und bald darauf von Columbia Records unter Vertrag genommen, endete im Mai 2000 50 Cents Karriere wieder, bevor dort sein Debütalbum herausgegeben wurde. Jackson war kurz zuvor zunächst niedergestochen und später angeschossen worden und Columbia fürchtete Negativschlagzeilen. Er kehrte in die Welt der Drogen zurück und bekam eine zweite Chance, als Eminem ihn 2002 unter Vertrag nahm. Neben seinen Drogendelikten wurde 50 Cent auch wegen Körperverletzung angeklagt und erhielt 2005 bei seiner Verurteilung zwei Jahre auf Bewährung und die Auflage, sich regelmäßig Antiaggressionstraining und Drogentests zu unterziehen. Das ist die eine Seite. Darüber hinaus ist 50 Cent jedoch für seine Alben und Singles mehrmals ausgezeichnet worden. Mit dem American Music Award, Platin und Gold, dem Bravo Otto, dem Echo, Brit Awards oder auch dem Grammy. Auch die Filme, in/an denen er mitwirkte, etwa der über sein Leben (Get rich oder die tryin‘), wurden kontrovers diskutiert. Vor allem der gerade genannte, in dem genau wie in vielen seiner Lieder Waffengebrauch und damit Gewalt verherrlicht wird. playground ist übrigens nicht das erste Buch, an dem er beteiligt ist. 2005 erschien bei Hannibal Dealer, Rapper, Millionär von 50 Cent und Kris Ex. Und auch ansonsten vermarktet der 37Jährige sich selbst geschickt. Sei es mit Klingeltönen oder Bekleidung, Computerspielen, Heftromanen oder Getränken. 2006 soll er laut Forbes Magazine 32 Millionen Dollar verdient haben. Alleine nach dem Blick auf seine Biografie war ich geneigt, meiner Nichte zu sagen: Finger weg. Anderseits soll laut Verlagsseite beispielsweise Bette Midler gesagt haben: „Ich verneige mich vor 50 Cent, weil er dieses Buch geschrieben hat.“ Die ist ja nun nicht gerade für Gangsta-Rap und Hardcore-Filme bekannt. Und außerdem verlegt rowohlt POLARIS das Buch. Der 2010 gegründete Verlag will mit jedem seiner Titel Besonderes bieten. Jährlich sollen beispielsweise 12 Titel im Bereich Belletristik herauskommen. playground ist dieses Jahr einer dieser Titel. Es sollen Spannung, Fantasy und Humor dominieren, wie man auf der Homepage sehen kann. Das alles in niveauvoller Form für alle zwischen 16 und 66. Ich ging anhand der Inhaltsangabe davon aus, dass Fantasy und Humor in playground sicher nicht dominieren würden, womit nur die Spannung blieb. Und die beschränkte sich bei mir anfangs ganz profan auf Dinge wie etwa die Sprache. Gettoslang? Auf so jugendlich getrimmt, dass ältere LeserInnen vielleicht Verständnisprobleme damit haben? Ergeht sich der Roman in einer ausführlichen Beschreibung des Drogenmilieus? Verherrlicht er Waffen? Strotzt er vor Gewaltexzessen? Die Titel der 50 Cent Alben/Singles (etwa The Massacre oder Before I self destruct) stimmten mich diesbezüglich nicht sehr hoffnungsfroh. Liegt es daran, dass zum Schreiben des Buches Laura Moser herangezogen wurde, die vermutlich nach Gesprächen mit dem Rapper die Finger auf die Tastatur niederprasseln ließ. Sie steht zumindest unter 50 Cent auf dem Titelblatt innen und wird auch etwa bei Amazon als Autorin genannt. Oder daran, dass 50 Cent heute anders denkt als vor einigen Jahren. Jedenfalls wurde keine meiner negativen Befürchtungen bestätigt. Und gleich vorab: Die Altersgruppe stimmt. Mir bleiben zwar noch einige Jahre, bis ich 66 bin, doch bin ich schon wesentlich länger keine 16 mehr. Die Sprache ist verständlich und klar und für die gesamte anvisierte Altersgruppe geeignet. Ob dies an der Übersetzung liegt, weiß ich nicht, da ich das Original nicht gelesen habe. Auf alle Fälle tauchte ich gleich anfangs in die dicht gesponnene, authentische Atmosphäre der Geschichte ein. Ich litt mit den Figuren. Ich ärgerte mich mit ihnen und über sie. Ich entwickelte Verständnis für sie. Sie könnten übrigens auch gleich nebenan wohnen. Die Geschichte spielt zwar in einem Vorort von New York City in der jüngeren Vergangenheit. Doch beides könnte ohne Probleme getauscht werden. Obwohl verfickt, Scheiße und ähnliche Worte verwendet werden, gibt es keine Fäkalsprache im eigentlichen Sinn, die gerade angesprochenen Formulierungen tauchen nur relativ begrenzt auf. Obwohl Gewalt vorkommt, wird sie nicht verherrlicht. Schusswaffen beispielweise finden, genau wie Messer oder Schlagringe keinen Platz in der Geschichte. Von Jugendgangs ist nicht wirklich die Rede und auch Drogen werden nur in einem einzigen Satz erwähnt. Einbrüche? Nein. Diebstahl? Ja, man liest davon, aber auch Stehlen bestimmt nicht den Alltag der Hauptfigur. Stattdessen nimmt man mehr oder weniger teil an einem Dasein in einer relativ harmlosen Vorortgemeinschaft. Ich habe jetzt bewusst das Wort Dasein gewählt, denn himmelblau und wunderschön ist das Leben dort jedoch bei Weitem nicht automatisch. Trostlos trifft es für einige viel eher. Und die Schule ist ein Ort, der Angst machen kann. Nicht weil dort pausenlos Gewaltexzesse beschrieben werden. Selbst Taschengeldabzocke bekommt man nur ganz am Rand mit. Angst macht eher die Denkweise mancher Schüler, die Unterdrückung und Ausgrenzung, das Wegsehen und Tolerieren. Falscher verstandener Respekt und absolute Respektlosigkeit angesichts nicht vorhandener oder extrem verschobener Wertvorstellungen. All das gibt es nicht erst seit wenigen Jahren und nur in den Staaten. Doch über die Jahre hat sich dieses Verhalten stark verschärft und in dieser verschärften Form auch an vielen unserer Schulen Einzug gehalten. Ich kenne mehr als ein Kind, das Angst hat, in die Schule zu gehen. Nicht wegen schlechter Noten oder den Lehrern sondern einzig wegen anderer Schüler. Das Kind einer Bekannten war so unter Druck, dass es sich erst nach einem Selbstmordversuch seinen Eltern anvertraute. Die Hauptfigur aus playground steht jedenfalls am Scheideweg. Geht es für sie einfach trostlos weiter oder verpfuscht sie sich ihr Leben? Diese Hauptfigur heißt Burton. Den Namen erfährt man erst relativ spät, immerhin ist der 13Jährige allen eher als Butterball, B-Ball, oder auch alte Speckschwarte und Fettschwabbel bekannt. Nach der Trennung seiner Eltern zog er mit seiner Mutter in einen Vorort, musste eine neue Schule besuchen. Sowohl die Trennung als auch der Neuanfang machen Butterball zu schaffen, ist er doch meist sich selbst überlassen. Er nimmt zu, ist übergewichtig, was nicht gerade zu seiner Beliebtheit beiträgt. Alte Freundschaften scheinen nicht zu existieren. Neue sind auch nach zwei Jahren spärlich gesät. Genauer gesagt gibt es da nur Maurice. Doch die beiden verbindet als Außenseiter eher eine Zweckgemeinschaft. Und dann ist da noch Nia, die freundlich zu Butterball ist. Obwohl sein Vater selten Zeit für ihn hat, bedeutet er dem Jungen viel. Und obwohl auch seine Mutter angesichts ihrer Ausbildung und Arbeit so gut wie nichts mit ihm unternehmen kann, fühlt er sich nach außen nur bedingt allein und ist froh, wenn man ihn in Ruhe lässt. Eines Tages passiert etwas, was alles durcheinanderwirbelt. Damit startet der Roman im Grunde genommen. Weil Butterball denkt, dass Maurice Lügen über ihn verbreitet, will er ihm das Maul stopfen und verprügelt ihn brutal. Die Wirkung dieser Aktion ist fatal und so realistisch dargestellt, dass sie erschüttert. Sein Vater hält ihm mehr oder weniger eine Standpauke. Nicht für das, was er getan hat, sondern dafür, dass er sich hat erwischen lassen. Nia hat Angst vor ihm und blickt gleichzeitig zu ihm auf. Seine Mutter steckt ihn in Zusammenarbeit mit der Schulleitung in eine Gesprächstherapie, damit er nicht von der Schule fliegt. Und ansonsten kennen ihn plötzlich Leute, die ihn vorher bestenfalls nicht beachtet oder verhöhnt haben. Klopfen ihm anerkennend auf die Schulter. Diese Anerkennung will er sich nicht gleich wieder verscherzen und tut deshalb Dinge, hinter denen er nicht wirklich steht. Auf die Gesprächstherapie hat er absolut keine Lust, sieht aber ein, dass sie nötig ist, um nicht von der Schule verwiesen zu werden. Also geht er widerwillig hin. Und was anfangs unmöglich scheint, vollzieht sich in aller Stille. Er beginnt sich seiner Therapeutin, für die er zunächst allenfalls so etwas wie wohlwollende Verachtung übrig hat, zu öffnen. 50 Cent und Laura Moser lassen Butterball seine Geschichte selbst erzählen. Dies geschieht zum Teil so, dass er LeserInnen an den Sitzungen bei seiner Therapeutin Liz teilnehmen lässt, dann wieder rückblickend den Fokus darauf lenkt, was letztlich überhaupt zu diesen Sitzungen geführt hat. Und zwar in einem Stil, der berührt, nachdenklich macht und wie bereits erwähnt auch erschüttert. In 34 Kapiteln lernen LeserInnen nach und nach keinen tollwütigen Schläger kennen. Vielmehr offenbart sich ein einsamer Junge, der neben seiner Wut auch seine Ängste unterdrückt, seine Hoffnungen eigentlich schon aufgibt, bevor er sie sich zu sehr ausmalt. Der nicht viel über Gefühle redet, weil er das von zuhause nicht gewohnt ist. Der sich verzweifelt nach Anerkennung sehnt. Erfährt von seinen Träumen und Wünschen. Lernt ihn schlagfertig und sarkastisch kennen. Teils verbittert, teils selbsteinsichtig. Und fatalistisch, denn im Grunde geht er davon aus, ja doch keine Chance zu haben. Butterball fühlt sich wertlos, denkt bestimmte Dinge verdient zu haben. Angesichts des Umgangstones oder auch des Erziehungsstils seines Vaters scheint dies kaum verwunderlich. Die Werte, die ihm seine Mutter vermitteln will, sieht er größtenteils nicht. Obwohl er nicht gänzlich respektlos ist, fehlt es ihm an Respekt. Trotzdem kann der Junge durchaus zwischen Recht und Unrecht entscheiden und beginnt nachzudenken. Wie 50 Cent hat auch Butterball eine kreative Ader, wenngleich er diese nicht durch Musik ausdrückt. Findet er damit einen Ausweg aus seiner Situation? Fazit Wer in playground so etwas wie eine reine Milieustudie von 50 Cents Jugend und Drogenzeit oder Ähnliches, reißerisch von einem Ghostwriter aufgemotzt, erwartet, sollte die Finger von dem Buch lassen. Curtis Jackson III, alias 50 Cent, weiß durchaus, wie man zum Schläger wird, und hat Erinnerungen aus seiner Jugend (aller Wahrscheinlichkeit nach extrem abgemildert, jedoch nicht geschönt) in die Geschichte einfließen lassen. In der Einleitung meldet sich er selbst zu Wort und erinnert seine Leser an etwas, was er in seinem von Höhen und vielen Tiefen geprägten Leben gelernt hat. Zitat: „Ein Schläger zu sein bringt dich nirgendwohin.“ Nicht jeder hat so viel Glück wie der Gangsta-Rapper und Multimillionär, der mehr als eine Chance erhalten hat. Doch nicht jeder muss vollkommen abstürzen. Wer wissen will, ob es Butterball gelingt nicht nur seinen unsäglichen (auf seine Figur bezogenen) Namen, sondern auch seine Situation zu ändern, sollte dieses Buch lesen. Es gibt immer zwei Seiten im Leben. Die Entscheidung, welche Richtung man einschlägt, trifft man selbst. Der Roman hat mich mehr als angenehm überrascht und ich kann ihn nicht nur meiner Nichte beruhigt empfehlen. Er ist spannend, trotzdem unaufgeregt leise. Wirkt lebensnah echt, macht nachdenklich und erinnert daran, welchen Einfluss unser Handeln (oder Nichthandeln) auf das Leben anderer hat. Auf einer Punkteskala von eins bis fünf möchte ich playground die volle Punktzahl geben. Copyright © 2012 by Antje Jürgens (AJ)

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    Ati

    23. January 2013 um 10:22
  • Leserunde zu "Dicke Hose" von Mia Morgowski

    Dicke Hose

    jess020

    Bereits zum zwölften Mal geht es auch diesen Monat in die Lesechallenge! Im Dezember möchte ich gemeinsam mit euch "Dicke Hose" von Mia Morgowski aus dem Rowohlt Verlag lesen! Und diesen Monat gibt es ein tolles Extra: die Autorin wird unsere Leserunde begleiten und sich euren Fragen stellen! :-) Frauen tragen Prada. Männer dicke Hose. Um seinem besten Kumpel einen Gefallen zu tun, springt Alex kurzfristig als Verkäufer bei Miucci ein. Die Luxusmarke für Handtaschen und Damen-Unterwäsche ist natürlich so gar nicht seine Welt. Aber verkaufen, denkt er, kann man alles. Doch plötzlich soll Alex pinkfarbene Samtanzüge tragen und Gucci von Pucci unterscheiden. Dabei weiß er nicht mal, was eine Clutch ist, geschweige denn wie man sie hält! Was tun? Um seine neue Chefin zu beeindrucken, macht Alex erst einmal einen auf dicke Hose. Zu dumm nur, dass Victoria so verdammt attraktiv ist – und ihn schon bald durchschaut… >>> Leseprobe Mia Morgowski arbeitete einige Zeit als Grafikdesignerin in einer Hamburger Werbeagentur. Zum Schreiben kam sie zufällig und konzentriert sich mittlerweile ausschließlich darauf. Ihr Debütroman "Kein Sex ist auch keine Lösung" erschien 2008 und wurde 2011 u.a. mit Marleen Lohse, Armin Rohde und Anna Thalbach verfilmt. Ihr Debütroman wurde bisher fast 200.000 Mal verkauft. 2010 erschien dann "Auf die Größe kommt es an", im Frühjahr 2011 "Die Nächste, bitte: Ein Arzt-Roman". "Dicke Hose" ist bereits ihr vierter Roman. Die Autorin lebt und liebt in Hamburg. Weitere Infos zu Buch und Autorin gibt's hier! Wenn ihr euch bis einschließlich 9. Dezember 2012 für die Lesechallenge anmeldet, habt ihr die Chance auf eines von 50 Leseexemplaren! Wichtig ist, dass ihr eure Anmeldung im Unterthema "Anmeldung für die Lesechallenge" postet ;-) Ansonsten erwarten euch auch im Dezember wieder spannende Aufgaben, ein Amazon Kindle als Hauptpreis und viele tolle Buchpakete - es lohnt sich in jedem Fall, mitzumachen! Ich würde mich freuen, wenn ihr mitmacht und wir uns gemeinsam über das Buch austauschen können - es wird auf jeden Fall sehr lustig und humorvoll! Deswegen wünsche ich uns allen schon einmal ganz viel Spaß und Freude im Dezember und eine gemütliche Vorweihnachtszeit!! :-) 

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  • Rezension zu "Playground" von 50 Cent

    Playground

    Buecherwurm2punkt0

    09. January 2013 um 11:05

    Meine Meinung zum Buch: Als ich hörte, dass 50 Cent ein Buch geschrieben hat, war ich doch etwas irritiert. Ein harter Rapper schreibt ein Jugendbuch? Na das kann ja heiter werden! Von dem nicht besonders seitenstarken Ergebnis bin ich aber mehr als positiv überrascht. Zwar hat er das Buch mit Hilfe der Autorin Laura Moser geschrieben, aber man kann trotzdem seine Geschichte erkennen. Habe ich doch dank 50 Cents Rapperkarriere frauenfeindliche Geschichten mit viel Gewalt erwartet, erwartete mich eine einfühlsame Geschichte über einen eigensinnigen Jugendlichen. Die Geschichte dreht sich rund um eine Prügelei, bei der der Hintergrund zu Anfang nicht beleuchtet wird. Man bekommt Einblicke in die Gefühlswelt des Protagonisten Burton, der sich selbst aber nur als Butterball vorstellt. Eigentlich ist er ein gefühlvoller, netter, ein bisschen pummeliger Außenseiter. Durch eine sehr einseitige Prügelei wird er plötzlich von den "coolen" Jungs beachtet und unter die Fittiche genommen. Doch die Prügelei hat für Butterball nicht nur positive Aspekte: er muss zu einer Therapeutin um seine Wut aufzuarbeiten. Wie jeder Jugendliche wehrt er sich dagegen und versucht die Therapeutin nicht an sich heranzulassen, jedoch liegt ihm durch die Trennung der Eltern, den Schulwechsel und ein Geheimnis der Mutter so sehr auf der Seele, dass ihm ein paar Bemerkungen herausflutschen. Während der recht kurzen Geschichte bekommt man einen Eindruck, wie schnell ein Jugendlicher in die falsche Richtung durch falsche Freunde abdriften kann. Unter seinen neuen Freunden ist Burton nur mit den neusten Markenklamotten cool und wird zu Gewalttaten angestiftet. Jedoch wird auch erzählt wie unsicher er in Wahrheit ist und das er sich eigentlich nur nach einer heilen Welt ohne Hänseleien und mit echten Freundschaften sehnt. Die Auflösung der Geschichte hat mich wirklich überrascht, aber ich finde das sie aufzeigt wie man sich aus der Gewaltspirale lösen kann und das Leben doch noch den richtigen Weg nimmt. Natürlich ist dieses Buch keine schriftstellerische Bestleistung und auch die Geschichte ist nur bedingt etwas besonderes. Ich bin jedoch der Meinung, dass der Autor seinen berühmten Namen an dieser Stelle richtig einsetzt. Denn vielleicht gibt es ein paar Teenies die durch den Rapper 50 Cent auf das Buch aufmerksam werden und durch das lesen merken, dass man tatsächlich lieber erst Dinge hinterfragt bevor man vorschnell mit Gewalt oder ähnlichem reagiert. Fazit: Auch wenn 50 Cent das Buch nicht alleine geschrieben hat, muss ich an dieser Stelle in guter deutscher Manier: Respekt Alter! sagen ;)

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  • Rezension zu "Playground" von 50 Cent

    Playground

    sabrinacremer

    31. December 2012 um 10:56

    Zum Inhalt: “Aber ich frage mich, was sie wohl gesagt hätte, wenn ich ihr all das erzählt hätte, was nicht in dem Bericht stand. Zum Beispiel, wie ich an dem Morgen aufgewacht war und diese Spezialsocke aus meiner Wäscheschublade holte und sie mit den dicken Batterien füllte. Die Dinger hatte ich ihm Drugstore gekauft, als ich das letzte Mal meinen Dad in der Stadt besuchte. Aber niemals würde ich Liz oder sonst jemandem je erzählen, was an diesem Tag wirklich gelaufen war oder was meine Gründe dafür waren. Niemals.” (Seite 10) Butterball. Diesen Namen hat der 13-jährige Burton weg, seit er mit seiner Mutter von New York nach Garden City umgezogen ist und auf die neue Schule wechselte. Von Anfang an ist er ein Außenseiter: er ist farbig, fett und unbeliebt. Doch es gibt da dieses Mädchen, das er toll findet: Nia. Sie ist – neben Maurice, den er als Nerd abstempelt – die einzige, die nett zu ihm ist. Doch dann passiert etwas und Butterball verprügelt Maurice. Er wird für eine Woche von der Schule suspendiert und muss fortan zu Liz, einer Psychotherapeutin, zu einer Gesprächstherapie. Doch seine Aktion hat auch scheinbar Gutes: die Gang um Andres, Bobbie und Darrell findet ihn plötzlich interessant. Bei der Gesprächstherapie versperrt Butterball sich Liz gegenüber. Er ist tough und macht einen auf unnahbar. Die Rettung in seinem ganzen tristen Leben sind die Wochenenden, an denen er seinen Vater in New York besuchen kann. Dort kann er mit ihm ins Kino gehen, Marken-Schuhe kaufen. All das, was seine Mutter, die ständig immer nur arbeitet, nie mit ihm unternimmt. Doch dann passiert etwas in New York, was die Beziehung zwischen Vater und Sohn verändert. Meine Meinung: “Als ich Liz’ Gesichtsausdruck sah, wusste ich, dass ich es schon wieder getan hatte: Ich hatte der Frau geradewegs in die Hände gespielt. Sie lächelte und nickte immer wieder, wärend doch wieder eine dämliche Träne nach der anderen über mein Gesicht rollte.” (Seite 80) “Playground” ist das erste Buch von Curtis Jackson. Wir kennen ihn als weltweit erfolgreichen Rapper 50 Cent. Jackson wird als Sohn einer 15-jährigen Drogendealerin in ärmsten Verhältnissen geboren. Als er 8 Jahre alt ist, wird sie ermordet. Einige Jahre später startet er ebenfalls eine Dealer-”Karriere”. Mit Mitte 20 überlebt er knapp einen Mordanschlag. Wer also könnte besser diese Geschichte erzählen, als er? Es geht rau und hart zu in den Straßen der Ghettos. Es wird geprügelt und beschimpft. Keiner nimmt Rücksicht auf den anderen, jeder ist sich selbst am nächsten. Gefühle werde ignoriert. Man muss hart und tough sein, wenn man es zu etwas bringen möchte. Die Eltern geschieden. Der Vater lebt in New York, hat wechselnde Frauenbekanntschaften und findet, mit Schlägen erarbeitet man sich Respekt; und von Alimente zahlen hält er nicht so viel. Die Mutter arbeitet ständig. Schließlich muss sie Geld verdienen, damit man überleben kann. Außerdem möchte sie einen sicheren Job haben – also arbeitet sie auch schon mal 24-Stunden-Schichten im Krankenhaus, wenn Not am Mann ist. Was bleibt einem Teenie also? Schule nervt. Ebenso der Nachbarsjunge. Und ein Nerd kann ihm kein Freund sein. Nein, da sind die Jungs aus der Gang doch viel cooler. Die Sprache im Buch ist so, wie man sie zwischen Jugendlichen erlebt: respektlos. Es wird geflucht und geschimpft, Kraftausdrücke fallen. Und genau das ist es, was dieses Buch so authentisch macht. Jeden einzelnen Satz glaube ich dem Autor. Es wird nichts beschönigt. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es in den Ghettos und den zerrütteten Familien leider genau so zugeht. So ein Buch hätte ich ihm wirklich nicht zugetraut. Schön zu lesen, sowohl für Teenies, als auch Erwachsene. Ich bin positiv überrascht und kann mich Bette Midler’s Worten nur anschließen: “Ich verneige mich vor 50 Cent, weil er dieses Buch geschrieben hat.” “Es fiel mir schwer, das Gefühl in genaue Worte zu fassen. Aber ausnahmsweise rannte ich diesmal nicht vor irgendetwas weg, wie ich es in den letzten zwei Jahren dauernd getan hatte. Nein, diesmal wollte ich irgendwo hin. Und das fühlte sich… gut an. Beängstigend, aber gut.” (Seite 181) bookwives.wordpress.com

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  • Rezension zu "Playground" von 50 Cent

    Playground

    Fantasie_und_Träumerei

    09. December 2012 um 10:34

    KLAPPENTEXT: Der 13-jährige Burton ist alles andere als cool: schwarz, dick, ein totaler Außenseiter. Er hasst die Schule, die trost­lose New Yorker Vorstadt, seine kaputte Familie, und er hasst seinen Spitznamen: Butterball. Als er einen Mitschüler brutal verprügelt, gewinnt er kurz­zeitig den Respekt einer Straßengang. Dafür droht jetzt der Schulverweis. Außerdem verdonnert die Schule Butterball zu einer Gesprächstherapie. Doch er denkt gar nicht daran, sich der Psychologin Liz zu öffnen. Denn er hatte gute Gründe für die Tat. Und ­manche Ereignisse kann man eben nicht erzählen?… Manche Geschichten dagegen muss man erzählen. Butterballs Schicksal ist eine davon. AUTOR: (Quelle: Rowohlt) Curtis Jackson wird in einem der heruntergekommensten Stadtteile New Yorks als Sohn einer fünfzehnjährigen Crackdealerin geboren. Mit seiner Mutter lebt er in ärmlichsten Verhältnissen – sie wird umgebracht, als Curtis acht Jahre alt ist. Mit zwölf beginnt er seine Dealer-Karriere, im Alter von 25 Jahren überlebt er mit Glück einen Mordanschlag. Doch seine Leidenschaft für Musik verschafft ihm die Chance auf ein besseres Leben. Heute ist er einer der erfolgreichsten Rapmusiker weltweit. EIGENE MEINUNG: Rapper 50 Cent macht einen Ausflug ins Autorenlager. Ob er, der über Gewalt, Sex und Drogen rappt, das wirklich kann? Er hat sich ein wenig Hilfe von Laura Moser geholt, aber das ist legitim, denn er hat eine Geschichte zu erzählen, die bewegt und schockiert. Eine Gschichte, vor der man sich nicht abwenden kann. Burton ist 13 Jahre alt und seit dem Umzug mit seiner Mutter ein Außenseiter auf der neuen Schule. Dabei hat er eigentlich schon genug Probleme zu Hause, denn seine Eltern sind geschieden. Während seine Mutter ununterbrochen arbeitet und alles tut, um für ein besseres Leben zu sorgen, bleibt "Butterball" auf sich allein gestellt. Nie hat sie Zeit für ihn, schiebt ständig Doppelschichten und ist zu geizig, ihm die Einsamkeit wenigstens mit Geschenken zu versüßen. Sein Vater wohnt weiterhin in der Stadt. Er ist ein "echter" Mann, wechselt häufig seine Freundinnen und weiß, wie man sich Respekt verschafft. Er hält Burton für einen Schlappschwanz. Findet ihn zu dick und kann auch sein Interesse für Kameras und filmen nicht teilen. Aber wenigstens ist er im Gegensatz zur Mutter cool, hat Verständnis dafür, dass Butterball angesagte Klamotten braucht und auch mal jemanden zusammen schlägt. Eigentlich ist das nur einmal vorgekommen. Einmal hat er jemanden zusammengeschlagen. Aber sein ehemaliger Kumpel Maurice hatte es auch verdient, denn er hat ein Geheimnis ausgeplaudert, das Butterballs Leben noch schwerer macht. Doch das Ende vom Lied ist, dass nun alle Burton die Schuld geben. Er mus sogar zu so einer dämlichen Psychologin. Doch Liz entpuppt sich als ganz okay und scheinbar gelingt es ihr sogar Zugang zu finden. Vielleicht seine letzte Chance wieder ein anständiges Leben führen zu können... Burtons "Butterball" Geschichte ist sehr authentisch erzählt. Man erfährt viel über die Gedankengänge des Jungen, seine Ängste und dem was ihn zu seinen brutalen Handlungen führt. Sehr deutlich wird dargestellt wie verschwommen oft die Wahrnehmung solcher Jungs ist, die sich bedroht und missverstanden fühlen und schnell in einen Teufelskreis aus Macht und Anerkennung geraten, wenn sie erst einmal damit begonnen haben andere zu unterdrücken. 50 Cent gelingt es Spannung aufzubauen und dennoch an keiner Stelle zu überdrehen. Es sind realistische Handlungsstränge, die eine Geschichte darstellen, die so in etwa geschehen sein kann. In einem eindringlichen und sehr sympathischen Vorwort erklärt er, wieviel aus diesem Roman biografisch ist und wie wichtig es ihm ist diese Geschichte zu erzählen, in der sich Jugendliche wieder erkennen können. Und vielleicht nehmen sich einige die Sätze "In einem Leben am Rande des Abgrunds habe ich eine Menge gelernt - zum Beispiel, dass geistige Stärke dich im Leben voranbringt. Ein Schläger zu sein bringt dich nirgendwohin." doch zu Herzen. FAZIT: Rapper 50 Cent hat mich mit seinem Roman "Playground" überzeugt. Eindringlich und bewegend erzählt er die Geschichte des Außenseiters Butterball, der nach Liebe und Anerkennung sucht, und diese in falschen Freunden und Gewalt findet. Doch das Leben hält immer wieder Überraschungen bereit, wenn man bereit ist für seine Träume einzustehen. Eine Leseempfehlung für alle, die verstehen wollen und diejenigen, die wissen das Hoffnung manchmal Berge versetzen kann.

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  • Rezension zu "Playground" von 50 Cent

    Playground

    Alabriss

    01. December 2012 um 17:11

    50 Cent schreibt ein Jugendbuch. Ich gebe zu, ich war skeptisch. Der Rapper, der berühmt-berüchtigt ist für seine Frauen- und Homosexuellenfeindlichen Songtexte und auch sonst eher durch negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam macht, schreibt tatsächlich ein Jugendbuch? Aber neugierig war ich doch und nun bin ich froh, dass ich dieses Buch nicht verpasst habe. Butterball ist ein übergewichtiger schwarzer Junge, der neuerdings auf eine Schule in einem überwiegend von Weißen bewohnten Vorort geht. Dort hat er nur einen einzigen Freund, Maurice. Und eines Tages geht er in die Schule, eine Socke voller Batterien in der Hand, und schlägt damit auf Maurice ein. Immer wieder. Die Attacke bringt ihm den Respekt einiger älterer Jungs ein und zwei Besuche pro Woche bei einer Psychologin. Der wird er natürlich nichts erzählen, schon gar nicht, warum er Maurice geschlagen hat, denn was weiß sie schon? Wie könnte sie verstehen, was in ihm vorgeht und warum er es getan hat? Ein hervorragender Einblick in einen jungen Schläger. Ohne jede Wertung schildert hier Butterball selbst, wie es ihm geht, was er erlebt, wie es für ihn ist, plötzlich beliebt zu sein. Sein Blick auf sich selbst, die Situation, seine Eltern, alles zusammen lässt ein Bild entstehen, dass viele Gedanken zum diskutieren bietet. Sollte Schullektüre werden!

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