A J Weigoni Dichterloh. Kompositum in vier Akten

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Inhaltsangabe zu „Dichterloh. Kompositum in vier Akten“ von A J Weigoni

A.J. Weigonis lyrischer Vierteiler »Dichterloh« – eine Ligatur von Eros & Thanatos, eine Auseinandersetzung mit Tradition und sprachlicher Form der sogenannten Neuen Medien – liegt nach jahrelanger Arbeit endlich vor. »Dichterloh« ist ein Kompositum, das zwischen phonetischen, piktografischen und onomapoetischen Formen oszilliert. Im Gegensatz zu den Bleiwüsten der Vergangenheit ermöglichen die Schrift- und Zeichensätze, wesentlich filigraner mit dem Material Sprache zu arbeiten und darin einzudringen. Diese Gedichte sind immer mehrfach kodiert, sie verknüpfen den metaphysischen mit dem irdischen Raum, die Religion mit der außerparlamentarischen Bewegung, die Erzählformen der Ballade mit dem Rollenspiel des Films. Was A.J. Weigonis Dichtung umspannt, ist nicht wenig: von permanenter Kommunikation bis hin zum Rückzug in die Einsamkeit ureigenster Gedankenwelt. Aber unsentimental und mit sicherem Gespür vollzieht sich hier ein Zusammenfinden mehrerer Bedeutungsebenen und die Mehrdimensionalität seines magischen Wahrnehmens. Dr. Dieter Scherr

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    Dichterloh. Kompositum in vier Akten
    Matthias Hagedorn

    Matthias Hagedorn

    23. May 2013 um 18:32

    Was auf Anhieb verführt und besticht, ist seine Spreche: ihre Melodie, ihr Rhythmus, ihr weiter Atem. Als “Sprechsteller” bricht A.J. Weigoni die Sprache auf, dehnt sie ins Geräuschhafte und treibt sie durch seine assoziative Fantasie ins Expressive. Dieser Lyriker lebt in osmotischer Beziehung zur Sprache, die er als etwas Lebendiges und Tödliches auffasst. Das Sprachmaterial, mit dem er in Dichterloh Umgang pflegt, dringt selbstverständlich durch die Membran, wobei die Transformationsprozesse, denen er es gleichzeitig unterzieht, besonders intensiv sind. Seine Lyrik lebt vom Paradox der raumschaffenden Verdichtung, nicht als Formspiel, sondern als formsprengende Lust an der Sprache. Es geht ihm in der Poesie primär um eine Haltung, die Haltung des Dichters und die der Wörter. Seine Gedichte leben von der Genauigkeit der Wahrnehmung, von der Macht der Evokation und der Suggestion. Als Denkfallensteller im Namen der Literatur bringt Weigoni seine desillusionierende Poesie mit allegorischer Schärfe zum Ausdruck. Seine Gedichte haben eine analytische Genauigkeit, die man sonst eher in Essays findet; hier werden Formen des Denkens und der Poesie zusammengeführt. So entstehen Gedichte als transitorische Momente, blitzartige images und Augenblicksbilder der Erfahrung. Wie ein Arzt einen Brustkorb, so klopft Weigoni die Worte auf ihren Ideologiecharakter ab, lenkt den Blick in die existenziellen Tiefen der condition humaine. Die Sprache muss dann die Wahrheit ausspucken, ob sie will oder nicht. Die so genannten Neuen Medien sind ein genuiner Resonanzboden. Auch Weigoni weiss um die negative Qualifikation, die eintritt, wenn einer fähig ist, in Unerklärlichkeiten zu sein, in Zweifeln, ohne dem ärgerlichen Ausstrecken nach Faktum und Vernunft. Er geht das subtile Bündnis von Wort und Ton ein und erweist sich als VerDichter, der die Sprache im Körper verankert und sich vehement dagegen verwahrt, dass man seine lyrischen Konzentrate im Verstehensprozess wieder verdünnen muss. »Dichterloh« ist in der LYRIKEDITION 2000 erschienen und erhältlich über: info@buchmedia.de Weitere Links: »Gedichte«, Hörbuch von A.J. Weigoni, Edition Das Labor, Mülheim 2011. Eine Hörprobe findet sich seit Juli 2011 hier. »Letternmusik«, Edition Das Labor, Mülheim 2009. Der Remix ist hier als mp3 zu hören. Das Original kann man hier gegenhören. Bewegte Bilder unter. Jo Weiß über die Wiederveröffentlichung des Hörbuchs »Gedichte«. Probelesen beim Portal fixpoetry. Die Aufnahmen sind in HiFi-Stereo-Qualität erhältlich über: info@tonstudio-an-der-ruhr.de

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  • Rezension zu "Dichterloh. Kompositum in vier Akten" von A J Weigoni

    Dichterloh. Kompositum in vier Akten
    Matthias Hagedorn

    Matthias Hagedorn

    09. March 2010 um 15:53

    Im digitalen Zeitalter geht der Schrift der Sinn und damit die Sinnlichkeit immer mehr verloren; so scheint es. Diese 'Gedichte' haben eine analytische Genauigkeit, die man sonst eher in Essays findet; hier werden Formen des Denkens und der Poesie? zusammengeführt. Was bei »Dichterloh« auf Anhieb verführt und besticht, ist seine Spreche: ihre Melodie, ihr Rhythmus, ihr weiter Atem. Als "Sprechsteller" bricht A.J. Weigoni die Sprache auf, dehnt sie ins Geräuschhafte und treibt sie durch seine assoziative Fantasie ins Expressive. Dieser Lyriker lebt in osmotischer Beziehung zur Sprache, die er als etwas Lebendiges und Tödliches auffasst. Das Sprachmaterial, mit dem er Umgang pflegt, dringt selbstverständlich durch die Membran, wobei die Transformationsprozesse, denen er es gleichzeitig unterzieht, besonders intensiv sind. Seine Lyrik lebt vom Paradox der raumschaffenden Verdichtung, nicht als Formspiel, sondern als formsprengende Lust an der Sprache. Es geht ihm in der Poesie primär um eine Haltung, die Haltung des Dichters und die der Wörter. Seine Gedichte leben von der Genauigkeit der Wahrnehmung, von der Macht der Evokation und der Suggestion. Als Denkfallensteller im Namen der Literatur bringt A.J. Weigoni seine desillusionierende Poesie mit allegorischer Schärfe zum Ausdruck. Seine Gedichte haben eine analytische Genauigkeit, die man sonst eher in Essays findet; hier werden Formen des Denkens und der Poesie zusammengeführt. So entstehen Gedichte als transitorische Momente, blitzartige images und Augenblicksbilder der Erfahrung. Wie ein Arzt einen Brustkorb, so klopft Weigoni die Worte auf ihren Ideologiecharakter ab, lenkt den Blick in die existenziellen Tiefen der condition humaine. Die Sprache muss dann die Wahrheit ausspucken, ob sie will oder nicht. Die so genannten Neuen Medien sind ein genuiner Resonanzboden. Auch Weigoni weiss um die negative Qualifikation, die eintritt, wenn einer fähig ist, in Unerklärlichkeiten zu sein, in Zweifeln, ohne dem ärgerlichen Ausstrecken nach Faktum und Vernunft. Er geht das subtile Bündnis von Wort und Ton ein und erweist sich als VerDichter, der die Sprache im Körper verankert und sich vehement dagegen verwahrt, dass man seine lyrischen Konzentrate im Verstehensprozess wieder verdünnen muss.

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