A.-G. Piel

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen

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A.-G. PielNoémis Lied
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Noémis Lied
Noémis Lied
 (4)
Erschienen am 26.10.2013
A.-G. PielGoldene Zeiten
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Goldene Zeiten
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Erschienen am 01.05.2015

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Rezension zu "Noémis Lied" von A.-G. Piel

Gute Grundidee mit Luft nach oben
Prinzessin_Literaturiavor einem Monat

Noémis Lied

A.-G. Piel

 

Zunächst möchte ich der Autorin danken, dass sie mir ihr Buch als Rezi-Exemplar überlassen hat. Natürlich beeinflusst das in keiner Weise meine persönliche Meinung. „Noémis Lied“ beeindruckt mit einer guten Grundidee, bei der Umsetzung gibt es meiner Meinung nach Luft nach oben.

 

Genre: Dystopie / New Adult

Seitenzahl: 296

 

Inhalt:

Plötzlich waren sie da.

Am Anfang nannte man sie nur „Musikräuber“. Doch als die ersten Menschen starben und die ersten Kolonien entstanden, nannte man sie nur noch „Schänder“.

Anarchie brach aus, Diktaturen folgten. Die Welt wurde hart und kalt und grausam. Und Grau. Ohne Musik. Diese war strengstens verboten.

Ein beklemmendes Zukunftsszenario, eine Welt ohne Musik, ohne Konzerte. Undenkbar?

 

Charaktere und Meinung:

Wie bereits erwähnt, brilliert die Geschichte mit einer guten Grundidee – der Diebstahl der Musik und die daraus resultierenden Folgen. Ohne die Musik verliert die Welt ihren Glanz, wird kalt und dunkel. In dieser dystopischen Zukunft lebt die stumme Noémi, die die Musik in den Gedanken der Menschen hören kann. Damit besitzt sie die Macht, den Musikräubern entgegen zu treten.

A.-G. Piel bemüht sich, die düstere und beklemmende Atmosphäre greifbar zu beschreiben und im Ansatz ist es ihr auch gelungen. Allerdings empfand ich den Schreibstil an einigen Stellen noch ausbaufähig. Beispiel: „Und doch war sie anders, denn ihr blieb die Musik nicht vollkommen verschlossen. Sie konnte sie zwar nicht machen, jedenfalls nicht mit ihrer Stimme, denn sie war stumm“. Die Sätze klingen zum Großteil noch etwas holprig, zum Teil sogar stark konstruiert. Dadurch wurde mein Lesevergnügen etwas geschmälert. Einige Stellen der Geschichte erscheinen zu gewollt – Figurenentwicklung und Handlungsstrang sind hier für mich nicht nachvollziehbar, bzw. zu schnell abgehandelt. Ebenso blieben die Charaktere doch etwas blass. Das ist schade, denn wie bereits erwähnt, ist die Grundidee der Geschichte sehr spannend.

Im Großen und Ganzen gibt’s bei dem Buch und dem gesamten Schreibstil der Autorin Luft nach oben. Potenzial ist auf jeden Fall da.

 

Empfehlung:

„Noémis Lied“ ist eine Dystopie im Jugendbuchstil. Eine gute Idee, die sich hätte noch ausbauen lassen. Trotzdem denke ich, dass es sich um ein unterhaltsames Buch handelt. Die zum Teil hochgradig konstruierten Handlungsstränge sind meiner Meinung nach einer schriftstellerischen Unerfahrenheit geschuldet. Für mich ein Grund, bei der Bewertung nachsichtig zu sein. Daher gibt’s von mir

 

Vier von Fünf Literaturia-Sternchen

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S

Rezension zu "Noémis Lied" von A.-G. Piel

Noémis Lied: Eine Welt ohne Musik
SusisStrolchvor 5 Jahren

Die Welt ist grau. Trist und Grau.
Seit SIE aufgetaucht sind, ist Musik verboten.
Dabei klang es am Anfang noch ganz drollig: SIE ernähren sich von Musik.
Doch als die ersten Menschen starben und die ersten Kolonien entstanden, ist Schluss mit lustig.
SIE waren die Schänder.
Die Welt versank im Chaos. Anarchie. Und harte Diktatur. Denn die Welt war hart, grau. Die harte Hand der Korruption führte die Menschen.
Musikmachen ist bei Todesstrafe verboten.
Die Welt war nicht nur grau, sie war still.
In dieser Welt lebt Noémi, stumm.
Doch die Menschen verzichteten längst nicht auf Musik.
In den Köpfen spielt sie weiter. Und Noémi kann diese Musik hören.
Damit ist sie eine Gefahr für die Regierung, für die vordergründige Stabilität des Systems.
Erst recht, als sie den Musiker Anton kennen lernt.
Denn genau so wenig wie die Menschen die Musik aus ihren Köpfen verbannt haben, gibt es immer noch Menschen, die sich dem Verdikt der Regierung widersetzen.
Mit Anton zusammen wird der Kampf gegen die Schänder gegen die Regierung und gegen die alltägliche Gewalt aufgenommen.

Das Buch zeichnet eine bedrückende Gesellschaft auf. Grau, trist. Mit einem hellen Licht: Noémi.

Der Autorin ist es gelungen, eine Gesellschaft zu skizzieren, die sich kaum hinter solch größen wie Orwell u.ä. verstecken braucht,
Dabei schafft sie es, einen Spannungsbogen gekonnt aufzubauen und im richtigen Moment aufzulösen.
Dazu werden ihre Hauptpersonen nuanciert modelliert und mit einer nachvollziehbaren Entwicklung ausgestattet.

Mitfiebern und mitbangen ist genauso möglich, wie die Bösen zu verachten.

Dabei entlarvt die Autorin so manche Parallele zur heutigen Zeit. Und wir sind heute dichter daran, Noémis Welt aufzubauen, als jemals zuvor.

Alles in allem ein spannendes Buch, das gerne noch länger sein könnte.
 

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