A. A. Reichelt Die Flutnovelle

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Inhaltsangabe zu „Die Flutnovelle“ von A. A. Reichelt

»War ja klar, dass es heute wieder regnet!« Steffi Anzinger saß an ihrem Platz im Esszimmer und frühstückte.
»Ja, es könnte jetzt wirklich mal wieder aufhören«, antwortete ihr Vater Alfons. »Der Altbach steht schon ganz schön hoch.«
Nur wenige Stunden später hatte er aufgrund der Flutkatastrophe in seinem Heimatort Triftern den Kontakt zu seiner Tochter verloren. Sie war sein Ein und Alles. Hatte er ihr heute überhaupt schon gesagt, wie sehr er sie liebte?
Das Buch beschreibt eindrucksvoll, was die Flut in Süddeutschland angerichtet hat. Dabei geht es weniger um den großen Schaden, sondern stehen die Menschen im Vordergrund. Die Gefühle, die in einem hochkommen, wenn man einen geliebten Menschen vermisst, werden so gut beschrieben, dass mir selbst sofort die Tränen kamen. Die Schicksale berühren einen und lassen dich so schnell nicht wieder los. ... [Der Roman] beschreibt einen sehr aufregenden Tag, in dem viele Menschen ihr Zuhause verloren haben. Ein paar Stunden haben ein ganzes Dorf fast vernichtet. So schnell kann ein regnerischer Tag in einer Katastrophe enden." - Bookrecession

Die Flutnovelle zeigt auf, wie die Menschen die Flutwelle in Süddeutschland erlebt haben und welche Gefühle hochkochen.

— tigger0705

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    Die Flutnovelle

    tigger0705

    27. October 2016 um 08:21

    Der Autor berichtet über seine Empfindungen und Erfahrungen als die Überschwemmungen in Süddeutschland wüteten. Ansonsten sind die Personen frei erfunden. Alfons Anzinger wohnt mit seiner sechszehnjähren Tochter Steffi in einem Haus neben dem Altbach. Beide machen sich im Regen auf dem Weg zur Arbeit. Steffi macht ein Praktikum in einem Betrieb, der nur wenige Gehminuten vom Haus entfernt liegt. Am Nachmittag, nach der Arbeit, legt sie sich noch kurz hin. Währenddessen macht sich Alfons bei seiner Arbeit Sorgen um seine Tochter, da die Nachrichten ständig berichten, das sein Dorf von Wassermassen überschwemmt wird. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Wird er seine Tochter finden? Das Buch beschreibt eindrucksvoll, was die Flut in Süddeutschland angerichtet hat. Dabei geht es weniger um den großen Schaden, sondern stehen die Menschen im Vordergrund. Die Gefühle, die in einem hochkommen, wenn man einen geliebten Menschen vermisst, werden so gut beschrieben, dass mir selbst sofort die Tränen kamen. Die Schicksale berühren einen und lassen dich so schnell nicht wieder los. Obwohl der Roman sehr kurz ist, fehlte mir nichts. Er beschreibt einen sehr aufregenden Tag, in dem viele Menschen ihr Zuhause verloren haben. Ein paar Stunden haben ein ganzes Dorf fast vernichtet. So schnell kann ein regnerischer Tag in einer Katastrophe enden.

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  • Rezension Flutnovelle

    Die Flutnovelle

    MatthiasSD

    05. September 2016 um 11:46

    Man spricht übers Wetter. Zwischen Witwer Alfons Anzinger und dessen Tochter Steffi plätschert das Gespräch am Frühstückstisch dahin. Alltagsgraue Arglosigkeit eines Frühsommermorgens, die noch nichts vom Schrecken des Abends weiss. Nach den humorgewürzten Vorgängerromanen »Saisonabsch(l)uss« und »Haderlump« rückt der niederbayerische Schriftsteller Andreas A. Reichelt in der Flutnovelle ab von der reinen Fiktion. Ausgangspunkt sind die realen Geschehnisse rund um das verheerende Hochwasser, dem im Landkreis Rottal-Inn am 1. Juni sieben Menschen zum Opfer fielen. Stundenlange Regenfälle hatten den knöcheltiefen Altbach in eine fast hundert Meter breite, schlammig-braune Flutwelle verwandelt. Verstörend-grotesk, die  Bilder von abtreibenden LKW, von Autos, Bäumen und Möbelstücken, die wie Korken auf der reißenden Strömung tanzten. Ganze Straßenzüge - verwüstet. Einigen blieb oft kaum Zeit, sich rechtzeitig in Obergeschosse oder auf Dächer zu retten.Es sind Kleinigkeiten, die zu Beginn das unvermittelt hereinbrechende Drama vorbereiten. Da rinnt ein einzelner Tropfen Milch von den Cornflakes über das Kinn, wenig später rauscht Dauerregen säuselnd durch die Dachrinne. Dann, der jähe Wendepunkt. Alfons, soeben am Arbeitsplatz angekommen, nimmt nur bruchstückhaft die schockierenden Schlüsselwörter des Nachrichtensprechers wahr: Stromausfall, Hochwasser, Helikopter. Worte, die ihn gewaltsam aus dem Werktagsmodus zerren. Sofort steht die Frage nach dem Verbleib Steffis in erdrückenden Monstrosität im Raum. Der Zusammenbruch des Handynetzes wird zum Impulsgeber einer spontanen Rettungsaktion. Die Ungewissheit steigert sich zur Angst. Von welcher Bedeutung ist da noch die Arbeitsstelle. Gemeinsam mit dem Protagonisten wird der Leser mit der Ausnahmesituation konfrontiert. Das Erzähltempo zieht an, wird am Unglücksort von der Fließgeschwindigkeit der Wassermassen erfasst und mitgerissen. Bestürzende Szenerien erscheinen in dichter Folge. Da bleibt nur wenig Zeit für einen gesellschaftskritischen Seitenhieb auf die allerorts grassierende Gaffermentalität. Die Suche gerät zur verzweifelten Odyssee. Geschickt versteht es Reichelt, Alfons mehr und mehr als Getriebenen seiner Panik zu schildern, was unausweichlich tragisch zu enden droht. Die Flut stellt radikal die Lebensmaximen ihrer Opfer auf den Prüfstand. Wer bis dahin vornehmlich dem Aufbau und Erweiterung des Eigenheims und anderer Güter gelebt hat, ist doppelt getroffen. Mit dem Verlust der materiellen Existenz geht die Erschütterung der Lebensmitte einher. Damit ist im Finale das eigentliche Thema der Erzählung freigespült: die Vaterliebe als geistiger Wert, als katastrophenresistenter Gegenentwurf zur hedonistischen Grundhaltung.Der Griff zur Feder im Nachgang der Ereignisse war Reichelt notwendiger und selbsttherapeutischer Akt, um sich von den Bildern lösen zu können. Herausgekommen ist ein sehr persönliches Buch. Ausgehend vom tagesaktuellen Geschehen erzählt die Flutnovelle eine berührende Geschichte in schlichter, zum Belletristischen neigenden Schreibweise und wirft zugleich profunde Fragen auf.Matthias Schneider-Dominco

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