A. D. Miller Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

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Inhaltsangabe zu „Die eiskalte Jahreszeit der Liebe“ von A. D. Miller

Nick dachte, er kennt die Stadt. Seit vier Jahren arbeitet der junge Londoner Anwalt in Moskau. Abends trinkt er mit reichen Geschäftspartnern Wodka und führt ein zielloses Leben. Doch mit Mascha verändert sich alles. Sie zeigt ihm eine andere Welt, ein Leben als Drahtseilakt. Nick merkt, dass alles seinen Preis hat. Vor allem die Liebe.

A.D. Miller erzählt stilvoll und fesselnd, mit Blick für Details und einem unvergesslichen Gespür für Stimmungen, die nuancierte Charakterstudie eines Mannes im freien Fall. Geheimnisvoll schillernd, cool und brennend. Und sehr gefährlich.

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  • eBook Kommentar zu Die eiskalte Jahreszeit der Liebe von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    Uwe Koehler

    19. March 2015 um 15:30 via eBook 'Die eiskalte Jahreszeit der Liebe'

    Einerseits spiegelt dieses Buch die russische Realitaet jener Jahre (ich bin selbst ein Moskau-Veteran der Jahre 2007/2008), andererseits ist es in einem faszinierenden sarkastischen Stil geschrieben. Lesenswert!

  • bloß nicht überlegen

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    buecherwurm1310

    12. November 2013 um 13:34

    Nick will vor der Hochzeit wohl reinen Tisch machen, er erzählt seiner Freundin von der Zeit in Moskau. Er lebte bereits seit einiger Zeit in dieser Stadt und kann sich schon nicht mehr vorstellen, wieder zurück nach London zu gehen. Dann passiert etwas, das sein Leben verändert. Er verhindert einen Handtaschenraub und lernt so die Schwestern Mascha und Katja kennen. Er gibt Mascha seine Telefonnummer, hört aber wochenlang nichts von ihr. Währenddessen wickelt er mit den Kollegen einen großen Deal im Ölgeschäft ab. Nach Wochen meldet sich Mascha. Sie gehen aus und er geht eine Beziehung mit ihr ein. Dann lernt er auch noch die Tante der Schwestern kennen. Mascha bittet ihn, die Formalitäten für den Umzug der Tante aufs Land zu übernehmen. Das Leben ist schön für Nick: Er hat Mascha und Moskau bietet jede Menge Unterhaltung. So ist er für die Ungereimtheiten, die so nach und nach auftauchen, blind. Obwohl er manchmal stutzig wird, will er nicht sehen. Er sieht nicht, dass er von Mascha ausgenutzt wird. Er sieht nicht, dass das Ölgeschäft den Bach runter geht. Und noch weniger will er sehen, dass die Tante von Mascha betrogen wird. So gleitet Nick mehr und mehr auf den Abgrund zu. Es ist ein Roman, der einen abstößt und doch irgendwie auch fasziniert. Er gibt Einblick in eine verstörende Gesellschaft. Alle Klischees werden in diesem Roman berücksichtigt.

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  • Spannung mit vielen offenen Fragen

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    Denise93

    17. May 2013 um 20:42

    Der Autor versteht sich darauf Spannung aufzubauen, sodass man das Buch nicht mehr wehlegen will, weil man so gespannt auf das Ende ist, wenn alle Fragen geklärt werden, nur, es werden keine Fragen geklärt. Vieles bleibt im Dunkeln, die Motive, was echt schade ist.

  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    BlueLeo

    04. February 2013 um 18:06

    Nick ist Anwalt und kommt ursprünglich aus London. Eines Tages zog er jedoch nach Moskau, einer vollkommen anderen Stadt, in welcher er nun bereits seit vier Jahren lebt. Das Leben in Moskau ist gekennzeichnet von Geld, Sex, Verrat, Betrug, Mord, Drogen und dem Geschäft ums Öl. Nick merkt anfangs nicht, dass sich sein gesamtes Wesen ändert und er sein Leben immer zielloser lebt. Bis er eines Tages Mascha trifft, eine junge Russin ohne Geld und ohne Skrupel. Beide verlieben sich ineinander und Nick findet endlich Halt. Warnungen von Freunden schlägt er in den Wind...bis er zu spät bemerkt, das alles nur Täuschung war und er nicht mehr fliehen kann aus dem Gewirr von Betrug, Geld und Mord. Obwohl ich vorher einige positive Rezensionen dieses Buches gelesen habe, muss ich leider gestehen, dass ich mich mit diesem Buch sehr schwer getan habe. Besonders die erste Hälfte des Buches machte mir das Weiterlesen sehr schwer. An sich ist der Schreibstil von A.D. Miller sehr angenehm zu lesen, wenn da nicht die Stellen wären, an denen der Hauptprotagonist Nick mit "mir" als Leser redet. Eigentlich redet er nicht direkt mit mir, sondern mit seiner Freundin, für welche das Buch geschrieben ist. Da ich das Buch jedoch lese fühle ich mich angesprochen und das ist etwas, was ich an Bücher wirklich nicht ausstehen kann! Nick schreibt das Buch zu der Zeit, als er Russland wieder verlassen hat, in London Fuß gefasst hat und kurz davor ist eine Frau zu heiraten. Mit dem Buch "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" schreibt er ein Buch für seine Freundin in welchem er alle seine Sünden vergangener Tage schildert. Aus diesem Grund spricht er diese Frau an einigen Stellen direkt an... mitten in die Erzählung rein. An genau solchen Stellen erscheint mir Nick als sehr weich. Er bemitleidet sich selbst und fragt sich ständig, ob diese genannte Frau ihn nach seinen Taten überhaupt noch lieben könnte. Diese Charaktereigenschaft steht in einem enormen Gegensatz zu seinem Charakter in der ersten Hälfte des Buches. Auch die detaillierten Schilderungen von Mascha und seiner Liebe zu ihr schrecken mich etwas ab. Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Frau nach solch einer Schilderung ungerührt bleiben wird. Das Russland, welches in diesem Buch geschildert wird, lebt nur von den anfangs schon genannten Dingen: Geld, Sex, Verrat, Betrug, Mord, Drogen und dem Geschäft ums Öl. Das Russland der damaligen Zeit scheint jeden zu verschlingen, der dieses Land betritt. Auch Nick verändert dort seinen Charakter, wird gedankenlos, vertrauensvoll, rücksichtslos und blind vor Liebe! Auch wenn die Handlung in der zweiten Hälfte des Buches interessanter wird, frage ich mich, wie Nick so blind sein konnte. Die Anzeichen des Betrugs und Verrats mehren sich so sehr, dass er scheinbar den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Oder nicht sehen will. Er lässt sich treiben in einer Spirale, aus welcher er nicht mehr entkommen kann und flüchtet sich anschließend in Vorwürfe und Selbstmitleid. Was mich weiterhin irritiert hat ist die Tatsache, dass er Russland und vor allem Moskau tief in sein Herz geschlossen hat und diese Stadt dann trotzdem in den dunkelsten Tönen schildert und so unglaublich schlecht dastehen lässt. Alles in Allem ist dieses Buch leider nichts für mich. Allein wegen dem etwas interessanteren zweiten Teil und wegen der wirklich lebhaften Schilderung von Russland und Moskau kann ich diesem Buch zwei Sterne geben!

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    sarah_elise

    08. January 2013 um 14:16

    "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" rückte in meinen Lektürefokus, da das Romandebüt von A. D. Miller für den Booker Prize 2011 nominiert war. Persönlich bin ich kein Russland Fan und so lese ich auch eher selten Bücher, die dort spielen. Dennoch ließen mich diverse Buchbesprechungen nicht los und ich setzte es auf meine Wunschliste. Die vorausgesandte Faszination sollte ich nicht bereuen. Im Mittelpunkt des Romans steht Nick Platt, ein erfolgreicher junger Finanzanwalt aus London, der im Moskau der Putin-Zeit lebt und arbeitet. Das schaurig-schöne der Moskauer-Gesellschaft, das Spiel mit Schönheit, Verführung, krimineller Gewalt und tiefen Abgründen zieht Nick magisch an. Durch seine Liebschaft mit der ebenso attraktiven wie geheimnisvollen und undurchsichtigen Mascha ziehen ihn langsam jedoch unaufhaltsam in einen Strudel aus dunklen Machenschaften und zwielichtigen Kontakten. Miller schreibt seinen Roman aus der Ich-Perspektive, er stellt eine Art Offenbarung des Protagonisten gegenüber seiner zukünftigen Ehefrau dar. Im Original "Snowdrops" genannt, lernen die zukünftige Braut des Erzählers und die Leser, dass in Russland Leichen, die nach der Schneeschmelze zum Vorschein kommen, "Schneeglöckchen" genannt werden. Im Laufe seiner Offenbarung legt Nick nicht nur das Prozedere von Auftragsmorden dar und andere Vorgehensweisen der mafiösen Unterwelt, er berichtet auch von Besuchen bei Prostituierten und seiner tiefen Verfallenheit zu Mascha, von der seine zukünftige Ehefrau bis zu diesem Tag scheinbar nichts wusste. Miller schafft es, seine Charaktere klar zu zeichnen und dennoch lässt er dem Leser genug Raum für ein eigenes Bild der Figuren. Miller zeigt darüber hinaus, dass es nicht eines Thrillers oder Krimis bedarf, sondern das simple erzählerische Raffinessen genügen, um den Spannungsbogen bis zur letzten Seite nicht minder hoch zu halten. Zudem gelingt es A. D. Miller in seinem Debütroman, ein Bild von einem Russland in Zeiten des Umbruchs zu zeigen, das auf der einen Seite an seinen alten Traditionen festhält, und ebenso bestrebt ist, im Eiltempo an die westlichen Länder aufschließen zu können. So stehen im Fokus ebenso die neongrellen Clubs der Reichen und Schönen, als auch alte Mietkasernen und die romantischen und nostalgischen Datschen. In der Faszination zwischen all diesen Welten verliert der Protagonist sich selbst und ist bereit, darüber hinaus für die Liebe alles zu riskieren und auch alles zu verlieren, um wenigstens für kurze Zeit im Glück der Illusion grenzenlos zu lieben und zu leben schwelgen zu können.

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    Bellexr

    28. December 2012 um 18:58

    Mein Leben in Moskau . Vier Jahre lebt der Londoner Anwalt Nick bereits in Moskau. Eines Tages trifft er in der Metro auf die beiden Russinnen Mascha und Katja. Sofort verliebt sich Nick in die junge Mascha und trifft sich fortan regelmäßig mit ihr. Unwissentlich verstrickt der Anwalt sich immer mehr in ein korruptes Geschäft und obwohl sich bei ihm irgendwann erste Zweifel einstellen, glaubt er weiterhin fest an Maschas Liebe zu ihm. . Triste Nachtclubs, Armut, sinnlose Bürokratie, Korruption und dekadenter Reichtum. Mit einer leichten Schwermut, voller Herzlichkeit und einfühlsam schildert A. D. Miller das Leben im heutigen Moskau. Nichts läuft ohne Bestechung, die Menschen scheinen resigniert zu haben und nehmen die Willkür von Behörden, der Polizei und der Regierung als gegeben hin und dennoch stecken sie voller Lebensmut. Moskau fasziniert. Wer einmal dort gelebt hat, denkt mit etwas Wehmut an die Zeit zurück. So ergeht es zumindest dem Anwalt Nick. . Einem ihm sehr wichtigen Menschen berichtet Nick von seiner Zeit in der russischen Hauptstadt, welche man als Leser fortan in der Ich-Form miterleben kann. Gefühlvoll, ehrlich und auch mit einem gewissen Zynismus versehen erzählt Nick von seinem Jahr mit Mascha. Der Enddreißiger führte bisher ein recht zügelloses, aber auch eintöniges, unerfülltes Leben in Moskau, immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Und dann trifft er eines schönen Sommertags auf die junge Russin Mascha. . Mit ihr verbringt er eine wunderschöne Zeit, hinterfragt nie ihre Beziehung, wundert sich nicht, dass er nie Maschas Wohnung sieht, sie kaum etwas aus ihrem Leben erzählt, verbringt ein eiskaltes Winterwochenende mit Mascha und Katja in der Datscha eines Onkels oder finanziert ihnen einen Kurztrip nach Odessa. Völlig naiv und unbedarft geht Nick diese Beziehung ein und wird selbst dann nicht stutzig, als für Maschas Tante sein anwaltliches Können gefragt ist. . Durch die schon gleich zu Beginn sehr melancholische Stimmung des Buches, ahnt man bereits früh, dass die Beziehung mit Mascha kein gutes Ende nehmen wird. Doch das stört überhaupt nicht, denn A. D. Miller erzählt die Geschichte von Nick sehr einnehmend, bildhaft und fesselnd. Der Autor gibt einen hervorragenden Einblick in das ärmliche Leben der Moskauer Bürger, zeigt aber auch die andere Seite, wo nur Geld und Macht eine Rolle spielen. Sein Schreibstil ist atmosphärisch dicht und so spürt man regelrecht die schneidende Kälte des russischen Winters wie auch die Leichtigkeit und Lebenslust der Moskauer in den kurzen Sommermonaten. . Fazit: Ein sehr unterhaltsamer, emotionaler, fesselnder und einfühlsamer Roman über die Erlebnisse eines englischen Anwalts in Moskau.

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    SharonBaker

    06. December 2012 um 09:35

    Nick ist ein erfolgreicher Londoner Anwalt der in Moskau arbeitet, damit er schneller Partner wird. Auf den Weg nach Hause begegnet er in der Metro Mascha und ist verzaubert. Diese Frau verdreht ihm den Kopf und er will sie wieder sehen. Zum ersten Mal in Russland fühlt er sich lebendig und nicht mehr allein, als ob er endlich dorthin gehört und kein Fremder mehr ist. Wir erleben ihn in seinem Berufsfeld und dürfen ihm dabei über die Schulter gucken, wie er Millionengeschäfte mit entscheidet und welche Konstellationen es in der Geschäftswelt gibt. Außerdem erleben wir wie es in seinen Privatleben weiter geht, schauen auf viele Ungereimtheiten und vermuten da schon, das was faul ist. Dies fällt auch Nick auf, aber er will einfach nicht das Gefühl aufgeben, verschließt die Augen und hofft auf das Beste. Wie weit wird er abrutschen und was wird Nick alles noch raus bekommen? Für mich war dieses Buch sprachlich mal wieder ein bisschen was anspruchsvolles und allein die Bucheinleitung hatte mich schon gebannt. Wir erleben wie Nick seine Geschichte selber erzählt und zwar für die Frau die ihn heiraten will und die sich immer fragte, warum er nie von Russland erzählt. Er möchte ohne Geheimnisse ihn die Ehe gehen und sie soll entscheiden ob sie nach diesem Wissen ihn immer noch heiraten möchte. Denn er fühlt sich schuldig für das was damals passiert ist und er gemacht hat bzw. oder wovor er die Augen verschlossen hat. Er erzählt die Geschichte sehr ehrlich, offen und langsam. Die Kneipen, die Straßen, die Menschen, den Schnee, man kann es förmlich vor den eigenen Augen sehen und die Luft schmecken. Wir erleben hier nicht die gastfreundlichen Russen, sondern die Kriminellen und Korrupten, wie die Neureichen zu Geld kommen und was alles passieren kann, wenn man gutgläubig unter Hyänen ist. Natürlich könnte man sagen, wieso ist er da so blauäugig rein getappt, er ist doch Anwalt und das auch noch ein ziemlich Guter, aber ich fand seine Gefühle und Gründe so gut geschildert, das man es verstehen konnte. Nachdem ich dieses Jahr schon ein sehr positives Buch über Russland gelesen habe, fand ich es sehr interessant auch mal die andere Seite zu lesen, die in den Nachrichten ja eher zu sehen ist und hier spiegelt sich einiges wieder.

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    anyways

    07. November 2012 um 20:06

    Der englische Anwalt Nick reflektiert, kurz vor seiner Hochzeit, seine Jahre in einer Moskauer Anwaltskanzlei. Ganz speziell geht es ihm um das letzte halbe Jahr vor seiner Wiederkehr nach England. Er ist schonungslos zu sich selbst aber besonders zu seiner baldigen Frau, denn er lässt kein Detail aus. Er berichtet von seiner Liebe zu einer blutjungen Moskauerin, Erlebnissen in diversen Nachtclubs, Korruption auf sämtlichen Ebenen, schlicht vom Leben in dieser riesigen russischen Stadt. Nein dieses Buch hat mir nicht gefallen, ich war mehrmals davor es zur Seite zu legen oder ganz abzubrechen, lediglich die überschaubare Seitenzahl hielt mich davon ab. Warum? Als ich , zuerst nur einer unbestimmten Ahnung , später mit viel größerer Sicherheit, feststellte das diese „Beichte“ einer Frau zukommt die bald an der Seite des Protagonisten das Leben teilen möchte, fand ich dies für eine denkbar schlechte Idee. Welche Frau hört schon gerne was von ihrer Vorgängerin, zumal der Mann sich von dieser nicht wirklich losgesagt hat? Er degradiert diese für mich Unbekannte, er demütigt sie in dem er ihr so private Details von dem gemeinsamen Liebesleben mit Mascha erzählt und ihr unterstellt keine Eifersucht zu haben. Zwischenzeitlich hab ich mich wirklich gefragt ob der Autor jemals geliebt hat. Sein Protagonist jedenfalls nicht. Er wandelt wie ein Statist am Leben und der Liebe vorbei. Trotzdem er sich anscheinend in dieser riesigen, von Verbrechen jeglicher Art durchzogenen Metropole heimisch fühlt, schildert er sie uns in den dunkelsten Tönen.Wie klischeehaft und komplett einseitig dargestellt. Er ist wirklich unfähig zu lieben, weder seine Familie noch sonst einen Menschen in seiner näheren Umgebung. Warum er trotzdem dieser blassen und gesichtslosen russischen Version einer Femme fatale aufsitzt, vermag ich als Leser gar nicht nachzuvollziehen, denn ausser äußerlichen Attributen, läßt mich der Autor leider im Unklaren was an dieser Frau, außer ihrer Jugend begehrenswert sein mag. Er tut es jedenfalls und fällt gehörig auf die Nase. Der eigentliche Betrug und die Erschütterung über die russischen Machenschaften in der Wohnungspolitik kommen leider durch das apathische Agieren des Hauptakteurs überhaupt nicht zum Tragen. Schade.

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    buecherbiene72

    30. October 2012 um 12:30

    Inhalt Der Londoner Anwalt Nick lebt seit ein paar Jahren in Moskau. Eines Tages lernt er Mascha und ihre Schwester Katja kennen. Hals über Kopf verliebt er sich in Mascha, die ihn in eine andere, ihm bislang unbekannte Welt hineinzieht und ein Moskau aufzeigt, das er lieber nicht kennengelernt hätte. Meine Meinung Andrew Miller erzählt seinen Debüt-Roman aus der Sicht von Nick. Er berichtet seiner Verlobten von seiner Zeit in Moskau. Dieser Bericht hatte für mich den Charakter einer Beichte. Schonungslos, offen und dennoch auf Verständnis hoffend. Verständnis dafür, dass er trotz seiner 38 Jahre naiv gehandelt hat. Naiv aus einem Gefühl von Liebe heraus, die von Anfang an einen komischen Beigeschmack hatte und sich nicht richtig angefühlt hatte. Der Autor schreibt intelligent, spannend und fesselnd. Man erfährt von Seite zu Seite mehr über Nick und sein Leben in dem düster wirkenden Moskau. Er ist ein Fremder, der denkt, dass er Moskau kennt und muss auf bittere Weise erfahren, dass er das Land und die dort lebenden Menschen falsch eingeschätzt hat. Korruption, Drogen, Betrug und Sex zum Selbstzweck sind an der Tagesordnung. Es gibt immer wieder kleine Hoffnungsschimmer, als Nick und Mascha z.B. zu einer Datscha fahren und eine auf den ersten Blick unbekümmerte Zeit miteinander verleben. Diese Hoffnungsschimmer zerplatzen jedoch wie eine Seifenblase, je mehr man sich dem Kern der Geschichte nähert. Sehr gut herausgearbeitet ist der Protagonist Nick, der aus gutem Glauben und echter Liebe alles für Mascha getan hätte. Er ist für mich eine tragische Figur, die trotz der bitteren Erfahrung die er gemacht hat eine große Sehnsucht nach Moskau hat. Ich konnte kaum glauben, dass auf den letzten Sätzen in dem Buch, diese Sehnsucht artikuliert wurde, aber vielleicht ist es auch verständlich, dass man eine so spannende Zeit, wie Nick sie erlebt hat, zurück haben möchte. Alles scheint ihm lieber zu sein, als die Langeweile, die sein jetziges Leben beherrscht. Fazit Eine Liebe, die keine ist. Ein Hauptfigur, die tief fällt. Ein Bericht über das düstere Moskau - All das beinhaltet der Debüt-Roman von Andrew Miller. Faszinierend, beklemmend und spannend zugleich.

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    ninchen1809

    Nick ist ein Anwalt, stammt aus England, arbeitet in einer Bank und führt in Moskau ein eher langweiliges Leben. In der U-Bahn lernt zwei Mädchen kennen und verliebt sich in eine der beiden. Schnell gerät er in eine verhängnisvolle Machenschaft und wird nach Strich und Faden ausgenutzt. Nick erzählt seine Geschichte einer Freundin im Rückblick, er berichtet vom Leben in Russland, vom Alltag, von der Mischung aus Reichtum und Armut, vom täglichen Leben und vom Nachtleben. Die Charaktere Nick ist absolut unglaubwürdig. Er war naiv, antriebslos und passiv, akzeptiert alles und hinterfragt nichts. Einfach zu viel Passivität...Leider ahnt man von Anfang wie die Geschichte zu Ende geht. Im Grunde genommen könnte die Geschichte viel spannender sein, wenn die Charaktere besser gezeichnet wären und das Ende nicht so vorhersehbar gewesen wäre. Außerdem scheint es in diesem Buch als seien alle Russen korrupt und alkoholabhängig und alle Frauen leichte Mädchen. Zu einseitig...

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    Clari

    22. September 2012 um 11:48

    Mütterchen Russland ist gar nicht so lieb, wie es sich anhört! Rasant, flott und äußerst spannend kommt ein Roman daher, dessen Handlung in Moskau im nachkommunistischen Russland angesiedelt ist. Nick, ein englischer Anwalt, arbeitet in einer Dependance seiner Kanzlei in Moskau. Diese beschäftigt sich mit internationalen Geldgeschäften. Er ist schon etwas älter, und ihn haben die Abenteuerlust und der Heimatfrust in die Fremde verschlagen. Hier in der aufstrebenden russischen Gesellschaft mit ihren zahlreichen mafiösen Strukturen hat ihn die Liebe erwischt. Doch kann man den beiden Schwestern Mascha, seiner vermeintlich großen Liebe, und Katja trauen? Unheimlich ist der Kosak, ein verschlagener und windiger Typ, der immer zur rechten Zeit auftaucht, um Nick aus der Patsche zu helfen oder den Eintritt in einen besonderen Nachtclub zu ermöglichen. Er führt nichts Gutes im Schilde! Nick gerät unschuldig und naiv in ein Verbrechen, das nur in diesem Land und in dieser Stadt so vorstellbar ist. Mascha und Katja mit einer Tante, die keine ist, sind die Drahtzieherinnen in einem dubiosen Korruptionsdrama. Anhand der Geschichte von Nick wird einmal mehr erfahrbar, wohin Korruption, Machthunger, Armut und materielle Gier ohne staatliche und gesetzliche Kotrollen führen können. Russland mit all’ seinem Charme, seinen anarchistischen Lebenswelten und dem Leben als Glücksspiel mit Wodka, Mord und Totschlag erfährt in dieser Geschichte eine adäquate Darstellung. Fast könnte man Mitleid bekommen mit Nick, der so naiv wie einfältig ist und nicht ahnt, welchen Intrigen er aufsitzt in dieser undurchsichtigen und rücksichtslosen Gesellschaft. Mit eindringlichen Bildern beschreibt Miller das Klima, die Wohnungen, die Begegnungen und die äußeren Charaktere seiner Figuren. Man meint den eisigen Winter und das prickelnde Feuer kalter Luft auf der Haut zu spüren. Die Dunkelheit und die verstaubten Reste ärmlicher Wohnunterbringungen tun ein Übriges, um den Leser ganz in die Atmosphäre des russischen Winters eintauchen zu lassen. Miller schreibt packend, einfühlsam, drastisch und warmherzig, wie es einem Ausländer in Russland ergehen kann, einem Land, in dem so ganz andere Regeln herrschen als in dem vergleichsweise biederen London oder dem verhältnismäßig angepassten Bürgertum der westlichen Welt. Großartig gelungen ist das Debüt des jungen englischen Schriftstellers A.D. Miller, der für verschiedene angesehene Buchpreise, u.a. Booker-Preis, vorgeschlagen war.

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    Zabou1964

    17. September 2012 um 16:27

    Dieses Buch gab es von Vorablesen als Ersatz für den Kriminalroman „Der Sturm“, um dessen Autor es bei Veröffentlichung einigen Aufruhr gegeben hatte. Zum Glück! Denn sonst wäre ich auf diesen wundervollen Roman wohl nie aufmerksam geworden und mir wäre ein großes Lesevergnügen entgangen. Nick ist ein britischer Anwalt, der seit vier Jahren in Moskau lebt und arbeitet. Er meint, er kennt „die Russen“ und deren Hauptstadt mittlerweile sehr gut. Doch eines Tages trifft er zwei junge Frauen in der Metro: Mascha und Katja. Schon bald werden Mascha und er ein Paar. Mit ihr gemeinsam lernt er ganz neue Seiten seine Wahlheimat kennen, die nicht immer erfreulich sind. Der Protagonist erzählt seiner Braut in der Ichform seine Erlebnisse in Russland. Dadurch konnte ich mich gut in diese Figur hineinversetzen. Obwohl er bereits Mitte Dreißig ist, kam Nick mir manchmal sehr naiv vor. Die junge und hübsche Mascha wickelt ihn um den Finger. Obwohl er von verschiedenen Leuten gewarnt wird, schlittert er unaufhaltsam ins Verderben. Auch geschäftlich entwickelt sich eine Transaktion nicht so, wie die Anwälte es sich vorgestellt haben. Der Autor hat als Korrespondent drei Jahre in Moskau gearbeitet. Ich war leider noch nie dort, konnte mir anhand der Beschreibungen aber alles sehr gut vorstellen. Die Schilderungen waren sprachlich sehr ausgefeilt und so kam es, dass ich das Lesen oft unterbrechen musste, weil ich die Sätze genießen wollte. Bei einigen Darstellungen musste ich schmunzeln, andere dagegen haben mich schockiert. So war der Roman für mich ein Wechselbad der Gefühle. Und wie Nick war ich zu Anfang noch so naiv und habe geglaubt, dass alles noch ein gutes Ende nehmen könnte. Aber der Autor hat schön langsam den Untergang vorbereitet und zum Schluss fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Fazit: Ein großartiges Debüt, das mich vor allem durch seine Sprache und seine bildhaften Beschreibungen begeistern konnte.

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    irismaria

    16. September 2012 um 18:27

    Ich bin nur durch Zufall an dieses Buch gekommen, hätte die Leseprobe wahrscheinlich nicht angeschaut, da es nicht mein Lieblingsgenre ist – das nur zur Info. In „Die eiskalte Jahreszeit der Liebe“ lässt A.D. Miller in seinem Roman seinen Protagonisten Nick Platt, den englischen Anwalt Nick in der Ich-Form von seiner Zeit in Moskau erzählen, das Buch ist als Brief an seine zukünftige Ehefrau geschrieben. Nick ist 38 und seine Firma betreut westliche Kunden, die in Russland ins Ölgeschäft, investieren wollen. Bei diesen Geschäften geht es um viel Geld und nicht immer ganz legal zu. Auch Nick will seinen Anteil am großen Kuchen. Zufällig lernt er in der U- Bahn die attraktive Mascha und ihre Schwester Katja kennen. Nick trifft Mascha wieder und verliebt sich in sie. Es beginnt eine wechselhafte Beziehung, in deren Verlauf man viel über das Leben und die Träume der Menschen in Russland erfährt. Nick unterstützt die beiden Frauen beim Verkauf der Moskauer Wohnung ihrer Tante Tatjana Wladimirowna. Zu der alten Dame hat Nick auch ein gutes Verhältnis und erfährt von ihr einiges über die russische Geschichte. Als das Geschäft fast perfekt ist, macht Nick eine verstörende Entdeckung… Die Beschreibung Moskaus und der russischen Mentalität ist dem Autor, der tatsächlich dort gelebt hat, wirklich gelungen. Alkohol, Heimatliebe, Korruption, Geldgier, Kriminalität, Bürokratie, Armut und Hoffnungslosigkeit bestimmen das russische Leben. Manchmal traurig und deprimierend, manchmal überraschend. Ein Buch, das viel über Russland erzählt.

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    buecherwurm1310

    02. September 2012 um 13:35

    Nick will vor der Hochzeit wohl reinen Tisch machen, er erzählt seiner Freundin von der Zeit in Moskau. Er lebte bereits seit einiger Zeit in dieser Stadt und kann sich schon nicht mehr vorstellen, wieder zurück nach London zu gehen. Dann passiert etwas, das sein Leben verändert. Er verhindert einen Handtaschenraub und lernt so die Schwestern Mascha und Katja kennen. Er gibt Mascha seine Telefonnummer, hört aber wochenlang nichts von ihr. Währenddessen wickelt er mit den Kollegen einen großen Deal im Ölgeschäft ab. Nach Wochen meldet sich Mascha. Sie gehen aus und er geht eine Beziehung mit ihr ein. Dann lernt er auch noch die Tante der Schwestern kennen. Mascha bittet ihn, die Formalitäten für den Umzug der Tante aufs Land zu übernehmen. Das Leben ist schön für Nick: Er hat Mascha und Moskau bietet jede Menge Unterhaltung. So ist er für die Ungereimtheiten, die so nach und nach auftauchen, blind. Obwohl er manchmal stutzig wird, will er nicht sehen. Er sieht nicht, dass er von Mascha ausgenutzt wird. Er sieht nicht, dass das Ölgeschäft den Bach runter geht. Und noch weniger will er sehen, dass die Tante von Mascha betrogen wird. So gleitet Nick mehr und mehr auf den Abgrund zu. Es ist ein Roman, der einen abstößt und doch irgendwie auch fasziniert. Er gibt Einblick in eine verstörende Gesellschaft. Alle Klischees werden in diesem Roman berücksichtigt.

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  • Rezension zu "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" von Andrew Miller

    Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

    walli007

    29. August 2012 um 10:02

    Die Beichte Seine Zeit in Moskau ist schon eine Weile vorbei. Nun will der Londoner Anwalt Nick Platt heiraten. Doch vorher berichtet er seiner Zukünftige von seinen Erlebnissen im fernen Rußland, wo die Uhren doch etwas anders ticken. Eine aufregende Zeit war es, als er Millionendeals begleitete, als er Mascha kennenlernte, als sich fast schon als Russe fühlte und überhaupt nicht mehr dort weg wollte. Allerdings handelt Nicks Bericht auch von Betrügereien und Korruption.Und von seinen Zweifeln. Wird seine Braut ihn denn noch haben wollen, wenn sie seine Beichte gelesen hat. Das war letztlich auch die Frage, die mir einfiel als ich die Lektüre des Buches beendet hatte. Hätte ich ihn noch gewollt? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Irgendwie ist er der Gier anheim gefallen wie so viele. Boni, Boni, Boni - das Zauberwort der Bänker oder anderer Vertragsparteien. Doch seine Raffgier führt ihn an den Rand des Abgrundes. Und trotz aller Gewieftheit muss er feststellen, es gibt welche, die schlauer sind als er. Würde dies nicht zu Lasten Dritter gehen, geschähe es ihm eigentlich recht. Alles in Allem wird hier kein gutes Licht auf irgendjemanden geworfen, was den Roman für mich etwas schwer verdaulich macht. Mir sind Bücher lieber, die mir wenigstens einen Charakter bieten, mit dem ich mich identifizieren möchte. Dennoch denke ich, dass dieser Roman sehr realistisch ist und es in Moskau oder auch an anderen beliebigen Orten unter ähnlichen Umständen gerade so zugehen kann wie hier beschrieben. Betrug an allen Ecken, das Nutzen von Gelegenheiten, nur auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein. Auch Nick kann sich davon nicht frei machen und sein Wissen um seine Schwäche kommt darin zum Ausdruck, dass er seiner Braut diese Beichte schriftlich abliefert und ihr die Gelegenheit gibt, sich gegen ihn zu entscheiden, obwohl er nichts mehr reißen wird und im spießigen Mittelstand angekommen ist. Wie schon gesagt, ich weiß nicht, wie ich entscheiden würde.

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