A. Igoni Barrett Blackass

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  • Lesenswert und das nicht nur wegen der klaren Anspielung auf Kafka

    Blackass
    MeinLesezeichenBlog

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    16. June 2016 um 13:19

    Inhalt Am Morgen seines Bewerbungsgesprächs wacht Furo Wariboko auf und nichts ist mehr wie es war: seine Haut ist weiß, sein Haar ist rot, seine Augen grün… aber sein Arsch ist schwarz geblieben. Fluchtartig verlässt er sein zu Hause und lässt eine unwissende Familie zurück. Auf seiner Odyssee durch Lagos (Nigeria) lernt er Igoni kennen und wird schließlich von Syreeta aufgenommen. Mit seiner Verwandlung eröffnen sich Furo neue Möglichkeiten und er muss lernen sich mit seinem neuem Aussehen zurecht zu finden. Wird es ihm gelingen, seine Vergangenheit abzuschütteln und ein neues Leben zu beginnen? Bewertung Die Geschichte, die der Autor aufs Papier gebracht hat, ist genial. Furos Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt: sie ist verblüffend, unterhaltsam und doch hat sie mich sehr nachdenklich gestimmt. Genauso unglaublich wie Furos äußere Wandlung, ist seine innere Veränderung, die mich am Ende der Geschichte doch sehr sprachlos zurückgelassen hat. In diesem Buch geht es um mehr als nur die äußerliche Wandlung des Protagonisten: im Mittelpunkt steht Furos Identitätskrise, um den Verlust und den Wiederaufbau seiner Identität. Es ist eine Kritik an der Gesellschaft, an den Sozialen Medien, die (zu viel) Einfluss auf unsere Identität, unser Leben und unsere Weltanschauung haben. Das Buch wirft die Frage auf: was macht unsere Identität aus? Das Aussehen, die Hautfarbe, die sexuelle Orientierung oder ein neuer Name? Der Autor beschäftigt sich mit dieser Frage und vielen weiteren gesellschaftlichen Problemen auf amüsante aber gleichzeitig ernste Art und Weise. Die Handlung an sich, war absolut nicht vorhersehbar. Auch die Teile der Geschichte, die zunächst langweilig schienen, haben am Ende einen Sinn ergeben. Am meisten habe ich mich auf den Teil der Erzählung gefreut, in dem Furo seinen schwarzen Arsch entdeckt (kein Spoiler, steht schon so im englischen Klappentext). Ich weiß, man soll ja die bloße Aneinanderreihung von Adjektiven vermeiden (spannend, interessant, unterhaltsam, verblüffend etc), deswegen sage ich, die Geschichte ist unglaublich vielschichtig und den Leser erwartet mehr als zunächst gedacht. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Diskussion um Identität, Weltanschauung und Gesellschaft nicht nur auf Furo beschränkt ist, sondern auch auf die Igoni-Figur und auf Syreeta ausgeweitet worden ist. Die Dialoge der Figuren waren teilweise etwas anstrengend zu lesen, nicht weil es ein englisches Buch ist, sondern weil sie sich teilweise auf Pidgin unterhalten haben. Mit Müh und Not kann man zwar verstehen was sie sagen bzw. kann man es sich aus dem Kontext erschließen, aber den Lesefluss hat es doch ins Stocken gebracht. Fazit & Empfehlung Ein absolut lesenswertes Buch. Ich bin froh, dass ich zufällig bei Instagram darüber gestolpert bin. Leider weiß ich nicht mehr, welchem Instagrammer ich den Fund zu verdanken habe. Wie dem auch sei, wenn ihr mal ein etwas anderes Buch lesen wollt, dann sollte eure Wahl auf dieses Buch hier fallen. Und das nicht nur wegen der klaren Anspielung auf Kafka.

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