Neuer Beitrag

Maybeangle

vor 12 Monaten

(7)

Autor : A.J.Betts

Genre : Roman

Veröffentlicht im September 2014

Seiten: 336

 

Ich habe den Roman durch Zufall in die Hand bekommen. Eigentlich wollte ich an dem Tag gar kein Buch kaufen (allerdings nehme ich mir das jedes Mal vor - und schaffe es doch nie). In der Buchhandlung in meiner kleinen Stadt bin ich immer wieder gerne und schaue mich um - an diesem Tag war ich mit meiner Mutter dort und ohne wirklich etwas zu suchen, fand ich auf anhieb zwei, drei Bücher, die ich in Zukunft gerne lesen wollte. Dieses war jedoch nicht darunter. Ich hatte mich gerade dazu entschieden, noch keines der Bücher mitzunehmen, weil ich noch viele ungelesene im Schrank stehen hatte, als mir das Buch einen Strich durch die Rechnung machte. Es kam in einer Sitzecke zu mir, dort lag es verlassen und einsam. Ich nahm es in die Hand und las die ersten zwei Seiten - und wusste, dass ich es kaufen musste. 

 

Es geht um einen Jungen und ein Mädchen. Zwei Teenager, die beide viel durchmachen und sich gegenseitig dabei helfen, das Leben und dabei auch die Liebe kennen und schätzen zu lernen. Die sich immer wieder neu finden und doch nie wirklich trennen. Es geht um zwei Familien und die Art und Weise, wie jede auf seine Art mit der schweren Krankheit umgeht. Es geht um Krebs, den beide verbindet und durch die sie sich überhaupt erst kennen gelernt haben.

 

Das Buch hat mich auf eine Reise sowohl aus Zacs als auch aus Mias sicht mitgenommen. Die Autorin schreibt aus der Ich-Perspektive, wodruch Zacs und auch Mias Gefühlswelt, ihre Probleme und Empfindungen realistisch und nachvollziehbar (so nachvollziehbar Teenager eben sein können) dargestellt werden. 

 

Zac ist mir schon nach den ersten zwei Seiten ans Herz gewachsen und seine zwischenzeitlich abgeklärten aber auch sarkastisch wirkenden Gedankengänge sind erfrischend und liebenswert. Ich habe wenig Mitleid mit ihm Empfunden, denn er scheint es auch nicht nötig zu haben. Natürlich hat Zac schlechte Tage, aber es wirkt eher so, als wäre dies der normale Gang einer Pupertät, nur eben im sterilen Krankenhaus anstelle zu Hause oder in der Schule. 

 

Mit Mia habe ich mich am Anfang schwerer getan. Zac möchte ich einfach lieber, er wirkte positiv und optimistisch, wo hingegen Mia in einer ganz anderen Welt zu sein scheint. Jedoch legte sich meine anfängliche Abneigung gegen Mia nach einer Weile, was allerdings auch sehr stark an Zacs Gefühlen für sie liegt und weniger an Mias verhalten selber. 

 

An sich sind die beiden sehr unterschiedlich und gerade das macht die Geschichte fesselnd. 

 

Für mich war "Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe" wie ein verschollener Schatz, der nur darauf gewartet hat, von mir entdeckt zu werden. Es ist eines meiner Lieblingsbücher und ich kann nur jedem Empfehlen, sich selber eine Meinung darüber zu bilden. Emotional hat mich das Buch so mitgenommen, dass ich zwischenzeitlich zum Taschentuch greifen musste - vorallem am Ende, weil ich gerne noch mehr von den beiden gelesen hätte. 

 

Fazit: Unbedingt kaufen! Zac und Mia sind es wert. Einziger Nachteil - es ist viel zu schnell durchgelesen. Hunger nach mehr!

Autor: A. J. Betts
Buch: Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe
Neuer Beitrag