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igbuchblueten

vor 9 Monaten

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Zac ist krank. Nach einer Knochenmarkstransplantation liegt er auf der Isolierstation des Krankenhauses. Jeder Keim könnte ihn töten, für ihn heißt es 28 Tage lang aushalten, bis man weiß, ob sein Körper den Fremdkörper akzeptiert. Als eines Tages Mia in das Zimmer nebenan einzieht und ihn mit ihrem grauenhaften Musikgeschmack fast zur Weißglut treibt entscheidet sich Zac dazu, den Klopf-Krieg an Mias Wand zu eröffnen. Aus diesen Klopfzeichen entsteht eine herzzerreißende Liebe, die keinen Menschen kaltlässt.

Bevor ich anfange, können wir bitte einmal über dieses wunderschöne Cover reden? Das Vintage Papier, die leicht hervorgestanzte Schrift und die schlichte Eleganz der Blume haben mich damals auf das Buch aufmerksam gemacht. Das Cover und der Titel passen besser zum Inhalt, als man im ersten Augenblick vermuten würde.

Man lernt Zac an einem für ihn guten Tag kennen. Er ist ein sympathischer und charismatischer junger Mann, den man mit seiner offenen Art schnell ins Herz schließt. Er beschönigt die Dinge nicht, macht aber auch kein riesen Drama daraus. Er akzeptiert seine Krankheit und denkt nicht im Traum daran, sie über sein Leben bestimmen zu lassen, auch wenn sie das momentan ganz schön tut.

Mia ist das komplette Gegenteil von ihm. Sie verleugnet, dass sie totkrank ist und versucht krampfhaft an ihrem alten Leben festzuhalten. Die Ratschläge anderer Menschen braucht sie nicht, sie ist lieber auf die ganze Welt sauer, dass sie krank ist und ein Bein verlieren wird. Dass ihre Chancen auf Heilung danach für einen Krebspatienten fast utopisch hoch sind, will sie nicht wissen, sie bleibt stur und erbaut sich langsam ihre Scheinwelt, in der alles in Ordnung ist.

Die Aufteilung des Buches finde ich wirklich interessant. Den ersten Teil erfährt man komplett aus der Sicht von Zac, es gibt einen gemeinsamen Mittelteil und im letzten Drittel sitzt man als Leser im Kopf von Mia.

Es fällt mir unheimlich schwer über dieses Buch zu sprechen und ich habe bei jedem Satz das Gefühl, dass er der Magie der Geschichte nicht gerecht wird, aber ich gebe mein Bestes.

Zacs Besessenheit von Statistiken wird gut in die Handlung eingebaut. Man erfährt interessante Fakten und manche Zahlen würde man am liebsten sofort wieder aus dem Gedächtnis löschen, da sie einen dasitzen lassen und einem die nicht vorhandene Fairness auf dieser Welt wieder vor Augen führen.

Die beiden Teenager geben sich in ihrer gemeinsamen Zeit unglaublich viel Kraft und ich habe Zac jedes Mal aufs neue für seinen Optimismus bewundert. Auch in Krisenzeiten halten sie zueinander und sind nicht nur Liebende, sondern vor allem Freunde, was unheimlich schön zu lesen war.

Am liebsten würde ich das Buch jedem in die Hand drücken, weil es unglaublich lebensbejahend ist, ohne die Dinge dabei zu beschönigen. Krebs ist scheiße, ja, aber das gibt dir nicht das Recht aufzugeben.

Autor: A. J. Betts
Buch: Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

MissTalchen

vor 8 Monaten

Vor 5 Monaten hätte ich das Buch vermutlich nicht in Erwägung gezogen. Jetzt werde ich es wohl doch lesen. Ich bin gespannt, wie realistisch es geschrieben ist.

igbuchblueten

vor 8 Monaten

@MissTalchen

Bin gespannt, was du danach über das Buch zu erzählen hast :)

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