A. J. Cronin

 3.9 Sterne bei 34 Bewertungen
Autor von Die Zitadelle, Die Schicksalsnacht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von A. J. Cronin

Archibald Joseph Cronin, † 6. Januar 1981 in Montreux, Schweiz

Alle Bücher von A. J. Cronin

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Die Zitadelle

Die Zitadelle

 (14)
Erschienen am 01.01.2007
Die Schicksalsnacht

Die Schicksalsnacht

 (3)
Erschienen am 01.01.1960
Doktor Murrays Auftrag

Doktor Murrays Auftrag

 (2)
Erschienen am 01.03.1988
Crusader's Tomb

Crusader's Tomb

 (1)
Erschienen am 28.03.2013
Kinderarzt Dr. Carroll

Kinderarzt Dr. Carroll

 (1)
Erschienen am 01.05.1992

Neue Rezensionen zu A. J. Cronin

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Arbutuss avatar

Rezension zu "Der spanische Gärtner / Das Licht / Das Haus der Schwäne" von A. J. Cronin

Anregende Urlaubslektüre mit gelegentlichem Augenrolleffekt
Arbutusvor einem Jahr

Meine Rezension bezieht sich auf den deutschen Titel "Das Haus der Schwäne", Stuttgarter Hausbücherei. Eine Jahreszahl ist leider nicht angegeben.

Wie ich auf dieses Buch gekommen bin? Nachdem ich zwei Tage in der mazedonischen Wildnis überlebt hatte, beschloss ich, dass ich dringend etwas zu lesen brauchte. Aber wo sollte ich mitten in Ohrid deutsche Literatur finden? Auf dem Bücherflohmarkt im Herzen der Altstadt. Dort, inmitten abgegriffener Exemplare von Simmel, Konsalik und von Däniken (Hubbels grässliche Dianetik stand auch irgendwo herum) fand ich dieses buchrückenlose Exemplar aus den Fünfzigern, das mir beim Durchblättern verlockender erschien als der billige moderne Historienschinken daneben. Es war genau die Sorte leichter Urlaubslektüre, die ich brauchte.

Das Haus der Schwäne ist ein mysteriöser Sehnsuchtsort, mit einem verwunschenen Garten und Fräsienblüten, einem Brunnen und schlafenden Eidechsen. Die junge Adlige Mary Fielding träumt oft von diesem Haus. Auf einer Schiffsreise nach Gran Canaria begegnet sie dem zynischen und menschenfeindlichen Harvey Leith, dem das Leben übel mitgespielt hat und dem sein Freund diese Reise verordnet hat, um durchzuatmen und einen Neuanfang wagen zu können. Harvey glaubt nicht an diesen Neuanfang. Doch dann begegnet er der verträumten Mary, und obwohl er es nicht wahrhaben will, passiert etwas zwischen den beiden, das alles verändert ...

Sicherlich mag nicht jeder mit diesem typischen Fünfziger-Jahre-Stil etwas anfangen. Mir aber gefiel von Anfang an die bildhafte, lichtdurchwobene Schreibart. Die Charaktere sind liebevoll ausgeformt, nur hin und wieder ein wenig überzeichnet, was leider gegen Ende zunimmt. Die ausladende Melodramatik, in der die Story kulminiert, ist letztlich zuviel des Guten. Und was ich von der eingewobenen abergläubischen Frömmigkeit halten soll, weiß ich auch nicht so recht. Auf jeden Fall gibt es mir zu viele Visionen, Erleuchtungen und Winke des ach so unerbittlichen Schicksals mit dem Zaunpfahl. Manches ist schlicht unerträglich, zum Beispiel, wenn der tumbe und sich konsequent selbst betrügende Missionar Tranter sich mit hehren Bibelsprüchen an die gelangweilte männerfressende Elissa heranmacht, so dass er völlig zur Karrikatur verkommt. Dabei hätte man aus dem Charakter echt noch was machen können. Und die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der frommen Susan und dem bereits unsterblich in Mary verliebten Harvey ist auch zu rührselig. Dabei ist die Schreibweise, wo sie nicht gerade schwülstig wird, wendig, intelligent und charmant.

Das Ende ist merkwürdig, unerwartet, macht es einem nicht so leicht wie erwartet und ist dabei durchaus schlüssig.

Ein sehr gemischter Leseeindruck. Teils anregend und gut unterhaltend, wurde die Lektüre dann zu oft durch Stöhnen und heftiges Augenrollen der Rezensentin begleitet. Daher kann ich leider nicht mehr als drei Sterne vergeben.

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Perles avatar

Rezension zu "Ein Professor aus Heidelberg" von A. J. Cronin

A.J.Cronin - Ein Professor aus Heidelberg
Perlevor 5 Jahren

Klappentext:
Die ungeheure Beliebtheit, der sich A.J. Cronins Bücher seit dem Erscheinen der "Zitadelle" erfreuen, ist einmalig in der Romanliteratur unseres Jahrhunderts. Cronins unvergeßliche Figuren und ihre Schicksale sind aus dem Stoff geformt, den Millionen Menschen auf der ganzen Welt ihr Leben nennen. Diese "Faszination der Wahrscheinlichkeit" garantiert immer fesselnde und unterhaltsame Lektüre.
"Ein Professor aus Heidelberg", der neueste Roman Cronins, vereint hintergründigen Humor miut atemberaubender kriminalistischer Spannung, er spielt in den turbulenten ersten Wochen des Jahres 1038. In dieser gespannten Atmosphäre trifft der junge Amerikaner Lewis im Zug nach Wien ein Mädchen, das ihn fasziniert. Sylvia ist die Tochter des "Professors aus Heidelberg", der sich, aus nicht ganz durchsichtigen Gründen, in einer Almhütte des Dreiländerecks Deutschland, Österreich, Schweiz versteckt hält. Aus Liebe zu Sylvia wird Lewis zum Komplicen des geheimnisvollen Vaters in einer Reihe von Abenteuern, von denen er sich bei Antritt seiner "Lustreise" nichts hätte träumen lassen.

Eigene Meinung:
Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich die Geschichte von A.J. Cronin finde. Bei den ersten 25 Seiten konnte ich mich nicht richtig konzentrieren, die ich auf der Autofahrt am Sonntag las. Mir gefiel aber auf Seite 8 die Zeile: "... ihre Augen waren so riesig, blau wie Gletschereis." Es gab noch eine Zeile, die mich auch sehr berührte, doch ich find sie nicht mehr. Die Beschreibung der eisbedeckten Berge waren trotzdem sehr romantisch beschrieben, dies sagte mir besonders zu. Als ich am späten Abend weiterlas, konnte ich gar nicht mehr aufhören und wollte immer noch ein weiteres Kapitel lesen. Nach dem 10. Kapitel legte ich dann doch eine "Pause" ein, bis zum nächsten heutigen Abend. Bis ca. seite 100 gefiel es mir immer noch ganz gut, dann konnte ich nicht mehr ganz folgen, erst wieder ab Seite 123 kam ich so lansam wieder in das Abenteuer des Professors aus Heidelberg hinein. Mit den Protagonisten wurde ich teilweise warm, manchmal ahnte ich was passieren würde, aber es war auch sehr spannend. Einige Kapitel sah ich in lebendigen Bildern oder auch fast wie ein Film vor mir ablaufen. Ich habe es gerne gelesen, schlecht war das Buch wirklich nicht. Es war aber sehr schnell durchzulesen, bei nur 158 Seiten. Ich vergebe hierfür mittelmäßige 3 Sterne. Hätte vielleicht eher im eisigen Winter mit schneebedeckten Strassen und Häusern gepasst. Es war, denke ich mal, etwas zu warm für dieses Almhütten-Abenteuer. Trotzdem eine gute Idee darüber zu schreiben. Die Worte von dem berühmten Dichter gefielen mir ganz gut: "Ein Strohhalm im Orkan, ein Korken im Ozean."

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janett_marposnels avatar

Rezension zu "Die Zitadelle" von A. J. Cronin

Rezension zu "Die Zitadelle" von A. J. Cronin
janett_marposnelvor 6 Jahren

Die Figur des Andrew Manson ist ein starker Charakter, der noch lange beim Leser nachhallt. Wer Bücher mit starken Charakteren liebt, sollte dieses Buch lesen.

Mit beeindruckender Wortgewalt erzählt der Autor Archibald Joseph Cronin die Geschichte des frischgebackenen Arztes, der in England, Mitte der 1920er Jahre im unattraktiven walisischen Bergbaugebiet, voller Ideale und mit hohem Respekt seiner neuen Aufgabe und seinen Patienten gegenüber, versucht, seinen Platz im Leben und in der Gesellschaft, zu finden. Höhen, Tiefen, Glück, Verzweiflung, Niederlagen, Hochmut, Schmerz – jeder kennt diese Lebenslagen, die auch Andrew durchlebt und Cronin lässt den Leser mittels seiner enormen Ausdrucksstärke hautnah am Leben des ungestümen Protagonisten teilnehmen, so dass es dem Leser nicht schwerfällt, mit dem jungen Arzt zu fühlen, ihn zu verstehen. Als Andrew Manson allerdings seine Ethik in den Keller verbannt, um beide Hände für die Schecks der hypochondrischen Reichen freizuhaben, schüttelt man beim Lesen förmlich den Kopf und denkt: Oh Gott, wo soll das hinführen?

Die Veränderung, die Andrew durchlebt, die sein Wesen so anders werden lässt, wird von
A. J. Cronin schleichend und sensibel dargestellt, genau so - wie es oft im richtigen Leben geschieht. Jeder kennt solche Situationen, wo man am Ende gar nicht mehr weiß, wer oder was der eigentliche Auslöser für den erreichten Zustand war. Diesen Umstand hat der Autor hervorragend herausgearbeitet und gleichzeitig kritisiert Cronin gekonnt das damalige System, vor allem mit Fokus auf das Gesundheitswesen. Gesellschaftskritisch spricht er mit schonungslosem Fingerspitzengefühl Mängel an und sensibilisiert seine Leser für diese Missstände.

„Die Zitadelle“ ist eine zarte und zugleich kraftvolle Geschichte mit einem feinen Sinn für Gefühle in einer sowohl klaren wie auch harmonischen Sprache erzählt. Ich ziehe meinen Hut vor dieser schriftstellerischen Leistung. Nicht umsonst vergleicht Hermann Hesse Cronins Schreibweise mit der des modernen Dickens.

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A. J. Cronin wurde am 19. Juli 1896 in Cardross, Schottland (Großbritannien) geboren.

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