A. J. Kazinski Die Auserwählten

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Inhaltsangabe zu „Die Auserwählten“ von A. J. Kazinski

Und wende dein Auge nicht von den Gerechten Ein Mönch in China, eine Ärztin in Kanada, ein Bürgerrechtler in Russland – rund um den Erdball werden Menschen ermordet. Menschen, zwischen denen ein geheimnisvoller Zusammenhang besteht: Die Opfer tragen ein blutiges Mal auf dem Rücken. In Kopenhagen laufen die Fälle zusammen, und Kommissar Niels Bentzon übernimmt die Ermittlungen. Unterstützung bekommt er von Hannah Lund, einer genialen Physikerin, die, begeistert von mathematischen Theorien, das Rätsel schließlich löst. Doch damit bringt sie sich und Bentzon in tödliche Gefahr.

Hat mir sehr gefallen. Spannend und interessant geschrieben!

— LauraNewman
LauraNewman

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    Monsignore

    Monsignore

    06. August 2012 um 22:10

    Warum wurde aus diesem Buch kein Bestseller? Liegt es an der fehlenden Verlagswerbung? Am unglücklichen Psyeudonym der beiden dänischen Autoren? Am nichtssagenden Cover? Liegt es am falschen Verlag für dieses Genre? - Vermutlich von allem etwas. Doch auf dem Gebiet intelligenter Thriller, die mehr stofflichen Hintergrund als einen spannenden Plot haben, ist dieses Buch herausragend. Allein die Grundidee, die dem Talmud entnommen wurde: 36 Gerechte halten die Menschheit aufrecht, verkündete Jahwe Moses. 36 gute Menschen, die nicht wissen, dass sie diesem Kreis angehören. Zu allen Zeiten soll es sie geben, also auch heute. Und wenn alle 36 untergehen, dann endet auch die Menschheit. Das Buch beginnt, als 34 der 36 gegenwärtigen Gerechten an verschiedenen Orten der Welt bereits ermordet wurden. Alle auf die gleiche Weise, alle im Abstand von jeweils einer Woche zu exakt der gleichen Minute bei Sonnenuntergang an ihrem Lebensort. Ein venezianischer und ein dänischer Kommissar erkennen die Zusammenhänge - beide werden von ihren Vorgesetzten zum Polizeipsychologen geschickt. Doch die beiden Einzelgänger beißen sich durch. Irgendwann kommt der Verdacht auf, dass Gott selbst es ist, der aus Enttäuschung und Wut auf die verkommene Menschheit die 36 Gerechten zu sich ruft, um seiner mißratenen Schöpfung ein Ende zu setzen ...

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    Nini61

    Nini61

    30. July 2012 um 15:40

    36 Gerechte über die Welt verteilt. Und plötzlich sterben sie alle eines merkwürdigen Todes. Ein Polizist in Venedig ist der erste, dem die Zusammenhänge auffallen. Er verfasst ein Memo und versendet es in die ganze Welt, um weitere Todesfälle aufzudecken, bzw. "gute Menschen" warnen zu lassen, dass es ihnen evtl. an den Kragen geht. So kommt Niels Bentzon an die Sache und er kniet sich richtig rein.... Alles in allem muss ich sagen, dass mich der Roman nicht vom Hocker gerissen hat. Die vielen Erzählstränge laufen nicht zusammen und stellenweise sind ziemlich langgezogene Passagen dabei, durch die ich mich wirklich durchgequält habe. Es gab allerdings auch immer mal wieder spannende Kapitel, die hoffen ließen, es gehe jetzt doch noch vorwärts. Der Schluss hat mich enttäuscht, irgendwie sehr flach. Fazit: mehr als 3 Sterne wären definitiv zu viel.

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    PauleSenkel

    PauleSenkel

    14. July 2012 um 09:02

    Spannend. 75 von 80 Cent.

  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    antjemue

    antjemue

    03. January 2012 um 23:51

    Ich hatte mir mehr erhofft Das Buch hatte ich schon in meinen Lieblingsonlineshops in Sachen Bücher gesehen und die Kurzbeschreibung: „Und wende dein Auge nicht von den Gerechten... Ein Mönch in China, eine Ärztin in Kanada, ein Bürgerrechtler in Russland - rund um den Erdball werden Menschen ermordet. Menschen, zwischen denen ein geheimnisvoller Zusammenhang besteht: Die Opfer tragen ein blutiges Mal auf dem Rücken. In Kopenhagen laufen die Fälle zusammen, und Kommissar Niels Bentzon übernimmt die Ermittlungen. Unterstützung bekommt er von Hannah Lund, einer genialen Physikerin, die das Rätsel schließlich löst. Doch damit bringt sie sich und Bentzon in tödliche Gefahr. Kopenhagen, 2009: Die Vorbereitungen auf den Klimagipfel laufen auf Hochtouren, als eine dringende Sicherheitswarnung bei der dänischen Polizei eingeht. Mysteriöse Todesfälle, die im Abstand von sieben Tagen an verschiedenen Orten der Welt gemeldet wurden, geben Anlass zur Sorge. Die Todesursache ist nicht zu ermitteln, doch es scheint eine Verbindung zwischen den Opfern zu geben: Ein seltsames Mal überzieht den Rücken der Toten. Interpol steht vor einem Rätsel, allerdings gibt es einen Hinweis, der nach Dänemark führt. Niels Bentzon, Kommissar bei der Kopenhagener Polizei, wird auf den Fall angesetzt. Ihm zur Seite steht die Physikerin Hannah Lund, die mit mathematischem Sachverstand zu Werke geht. Gemeinsam tragen sie Puzzleteilchen um Puzzleteilchen zusammen. Was sie schließlich zutage fördern, übersteigt zunächst ihre Vorstellungskraft bis sie gewahr werden, dass es um ihr Leben geht.“ reizte mich. Vom Kauf hielten mich lediglich mein schwer überstrapaziertes und nicht mehr vorhandenes Bücherbudget und die Tatsache ab, dass das Buch bislang nur als gebundene Ausgabe erhältlich ist. Als es dann Anfang Oktober in einem Gewinnspiel, in dem von mir gern besuchten Büchertreff ausgeschrieben war, versuchte ich mein Glück und gewann eins von zwei Exemplaren! Die Buchglücksfee meinte es 2011 wirklich gut mit mir. Von der Glücksmail bis zum Eintreffen des Buches dauerte es dann noch ein bisschen. Zeit, auch noch etwas über „den“ mit bislang unbekannten Autor in Erfahrung zu bringen: A. J. Kazinski ist das Pseudonym für das dänische Autorenduo Anders Rønnow Klarlund und Jacob Weinreich. Anders Rønnow Klarlund, Jahrgang 1971, arbeitet als Autor und Regisseur. Für seine Filme ist er bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Jacob Weinreich, 1972 in Århus geboren, ist Drehbuch- und Romanautor. (Verlagsinfo) Anfang November traf das Buch dann bei mir ein. Inzwischen lag noch einiger anderer Lesestoff zum Verschlingen bereit. Doch mittlerweile ist das Buch ausgelesen. Interessanter Ansatz Noch bevor die Geschichte los ging, stieß ich auf eine Seite, auf der zwei Hinweise für den Leser abgedruckt sind. Dort gibt es eine Erklärung zu dem im Buch angesprochenen Mythos von den sechsunddreißig Gerechten. Dieser stammt aus dem jüdischen Talmud, einer Sammlung religiöser Schriften, die in Israel und Babylonien niedergeschrieben wurde. Nach dem Glauben wäre es eine direkte Überlieferung der Worte Gottes an Moses. Unter anderem sagt Gott darin, dass es auf der Erde jederzeit 36 Gerechte geben wird, die die Menschheit beschützen. Ohne Diese würde die Welt untergehen. Dabei wissen die Gerechten selbst nicht, dass sie auserwählt sind. Weiterhin erfuhr ich, dass am 11. September 2008 im UN-Hauptquartier in New York unter Leitung von Dr. Sam Parnia die weltgrößte wissenschaftliche Konferenz über Nahtoderlebnisse stattfand, die sich mit diesen weltweit auftretenden Phänomenen befasst, die durch die Wissenschaft nicht zu erklären sind. Das klang sehr interessant und ich war wirklich gespannt, was sich das Autorenduo A. J. Kazinsiki dazu für eine Story ausgedacht hat. Außerdem konnte ich nur durch den zweiten Hinweis den Sinn der ersten beiden Seiten der Geschichte überhaupt deuten. Dann dreht sich erst einmal alles um die eigenartigen, ungeklärten Todesfälle, bei denen die Toten ein ungewöhnliches Mal auf dem Rücken haben. Der Polizist Tommaso di Barbara aus Venedig scheint sich schon eine ganze Weile mit diesen mysteriösen Fällen zu befassen, als er von seinem Vorgesetzten dafür einen kräftigen Rüffel erhält und kurze Zeit später vom Dienst suspendiert wird. Glücklicherweise hat sich aber inzwischen ein Polizist aus Kopenhagen, Niels Bentzon, des Falles angenommen. Ebenfalls von den Autoren ins Spiel gebracht, wird ein islamischer Terrorist, der scheinbar an jedem Ort der Welt, an denen diese mysteriösen Todesfälle auftraten, ebenfalls anwesend war und eine ehemalige Wissenschaftlerin, die sich seit dem Selbstmord ihres erst 10-jährigen Sohnes ins Privatleben zurück gezogen hatte. Alles in allem hätte das doch guten Stoff für einen hochbrisanten internationalen Thriller geben können, aber das ist den Autoren meiner Meinung nach nicht gelungen. Zum Einen quälte ich mich über viele Seiten nichtssagende Längen hinweg, zum Anderen kann ich mit der letztendlichen Message der Autoren irgendwie überhaupt nichts anfangen. Viel Wind um Nichts Was hatte ich mir von diesem Thriller nun eigentlich erhofft? Vielleicht eine fantastische Reise an reale Stätten ala Dan Brown, wo in einer spannenden Jagd wissenschaftliche Beweise erbracht werden, der Mythos jedoch erhalten bleibt und der Leser mit dem Ausgang trotzdem zufrieden ist? Zugegeben in kleinen Teilen – z. B. als Hannah Bezüge herstellte und damit Orte und Zeiten korrekt ermitteln konnte, empfand ich auch in „Die Auserwählten“ eine gewisse Faszination, aber irgendwie war es das dann auch schon. Die vielen von den Autoren geschaffenen Handlungsstränge ließen sich zwar relativ flüssig lesen, liefen für mich aber nicht zusammen. Ergaben kein großen Ganzes, was mich am Ende hätte aufatmen lassen, sondern ließen mich einfach mit einem "Was sollte denn das?" zurück. Dass es noch sehr viele unerklärbare Dinge im Leben gibt, bei denen auch die Wissenschaftler im Moment noch die Hände heben müssen, ist mir klar. Aber dieses "viel Wind um Nichts" fand ich einfach nur enttäuschend. Vielleicht fehlt mir dazu auch der Glaube - ich gehöre keiner Religion an und wurde nicht religiös erzogen. Auch die Charaktere konnten mich menschlich meist nicht überzeugen. Als Mutter hatte ich natürlich großes Mitgefühl mit Hannah. Verstehen kann ich auch, dass Beziehungen manchmal auseinander gehen und sich Partner, besonders wenn sie über längere Zeit getrennt leben, fremd werden. Da mir persönlich aber gerade eine Szene von Niels Bentzon via Live-Stream mit seiner Frau den Protagonisten menschlich überhaupt erst einmal näher brachte, konnte ich das spätere totschweigen dieser Ehe, ohne jegliche Gewissensbisse eigentlich nicht begreifen. Vielleicht liegt das daran, dass ich selbst ein Mensch bin, der im Leben immer versucht, jede Situation sauber zu klären. Alles in allem fällt mir die Bewertung dieses Buches äußerst schwer. Die Grundidee, mit dem Mythos der 36 Gerechten zu arbeiten, faszinierte mich schon. Es gab auch einige Passagen, die mich durchaus mit fiebern ließen. Wiederum musste ich mich aber auch durch etliche Längen quälen und das Ende fand ich einfach nur enttäuschend. Daher gerade mal 2 ½ Sterne und keine von Herzen kommende Empfehlung. Tut mir leid.

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    Jare

    Jare

    07. November 2011 um 19:47

    Das Gute und das Böse! In Kopenhagen laufen die Vorbereitungen für den Klimagipfel auf Hochtouren, als eine Sicherheitswarnung bei der dänischen Polizei eingeht: Im Abstand von mehreren Tagen wurden an verschiedenen Orten der Welt mysteriöse Todesfälle gemeldet. In Kopenhagen wird Kommissar Niels Bentzon auf den Fall angesetzt. Sein einziger Anhaltspunkt ist ein seltsames Mal, das die Rücken der Opfer überzieht. Unterstützt wird Bentzon von Hanna Lund, einer Pysikerin, die mit mathematischem Sachverstand an den Fall herangeht. Zusammen kommen sie auf die Spur der 36 Gerechten. 36 in der gesamten Menschheit verteilte Personen, die oft selbst nicht wissen, dass sie zu den Auserwählten gehören. Doch wer hat es auf diese Menschen abgesehen? Bentzon und Lund geraten in einen Strudel aus Ereignissen, der ihre Vorstellungskraft übersteigt. Etwas plakativ könnte man das dänische Autorenduo Anders Klarlund und Jacob Weinreich, dass hinter dem Pseudonym A.J. Kazinski steht, als dänische Antwort auf das amerikanische Bestsellerduo Preston / Child bezeichnen. Vom Erfolg her ist dieser Vergleich durchaus berechtigt. Schon vor der Veröffentlichung des dänischen Originals wurden die Rechte in 15 Länder verkauft. Ein Erfolg, der sich nach der Lektüre nicht als heiße Luft herausstellt. Mit etwas mehr als einhundert Kapitel, welche sich über drei Buchteile verteilen, liest sich der Roman ausgesprochen flott. Zumal es neben Bentzon und Lund noch andere Handlungsstränge gibt. Sprachlich überzeugend kommen die beiden Autoren auch ohne ausschweifende Gewalt aus. Mit Niels Bentzon haben Sie eine interessante Figur erschaffen, die im Verlauf der Handlung eine schwerwiegende charakterliche Verwandlung erlebt. Ihm zur Seite steht mit Hanna Lund eine ebenfalls sympathische Figur. Warum es für eine Höchstwertung nicht reicht, liegt an zwei Gründen: Im Verlauf des Romans gibt es immer wieder langatmige Passagen, in denen über physikalische Hintergründe oder Bibelpsalmen referiert wird und die das Lesevergnügen ein wenig Bremsen. Das Ende ist zwar überraschend, aber nichtwirklich überzeugend. Hier bleiben zu viele Fragen offen, auf die man als Leser gerne noch eine Antwort gehabt hätte. Fazit: Insgesamt ist "Die Auserwählten" ein gelungenes Debüt mit einer nicht ganz alltäglichen Geschichte und zwei interessanten Hauptfiguren.

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    HarryF

    HarryF

    15. October 2011 um 09:16

    Was im ersten Teil noch wie ein solider Krimi wirkt, wandelt sich im zweiten und dritten Teil zu einer Suche nach der Wahrheit, dem Selbst und der Frage nach Gott. Von einem erfahrenem Autor könnte das vielleicht funktionieren, hier jedoch nicht wirklich. Der erste Teil ist recht gut geschrieben, allerdings auch ein wenig langatmig, den einzelnen Erzählsträngen wird zu wenig oder zuviel Raum zugestanden. Nichtsdestotrotz ist es ein vielversprechendes Debut, die Ideen an sich sind gut. Ich bin mir sicher, dass Folgewerke etwas Feinschliff bekommen!

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    24. September 2011 um 12:30

    Hervorragendes Debüt! „Er darf die 80 Cent nicht bezahlen, sonst stirbt er“. Die Mutter des Polizisten Tommaso di Barbara liegt in Venedig im Hospiz im Sterben. Die betreuende Ordensfrau weiß um die fast mediale Möglichkeit, ein kleines Stück in die Zukunft zu schauen in der Phase zwischen Tod und Sterben und nimmt sich fest vor, dem Polizisten die Botschaft zukommen zu lassen. 80 Cent nimmt die sterbende Mutter zudem noch in die Hand, um sich daran erinnern zu können, ihren Sohn zu warnen. Doch sie stirbt, bevor er vor Ort ist, auch die Ordensfrau ist nicht im Haus und so nimmt Tommaso das Geld, unwissend, wofür es gedacht war. Und der Leser verfolgt von diesem Augenblick im letzten Drittel des Buches hin nun, unter anderem, atemlos mit, worin die Gefahr wohl bestehen mag. Dies ist nur einer der Erzählfäden, die in vielfacher Weise sich durch das Buch winden, bei denen das Autorengespann, welches sich hinter dem Pseudonym Kazinski verbirgt, wie so häufig Spuren auslegt, diese zugleich verwischt und in der Vielzahl der Eindrücke fast untergehen lassen. Spuren, die erst ganz am Ende der Lektüre in einer fulminanten Weise zusammenfallen und eine hoch intelligente, sorgfältig konstruierte, nie langweilige und dennoch in fast abgeklärter Ruhe erzählte Geschichte in Perfektion abrunden. Selten hat ein Ende eines Buches in solcher Weise mehrfach überraschen können, wie es dem dänischen Autorenduo Klarlund und Weinreich hier gelingt. Auch die Einordnung des Buches als „Thriller“ erfasst das Wesen des Buches nicht in völliger Form. Am ehesten lässt sich der Aufbau, die Erzählweise und eben vor allem das Ende noch vergleichen mit „The sixth sense“, auch wenn das Sujet trotz der Bezüge zu „Nahtoderlebnissen“, sich doch stark vom Film unterscheidet. In der Komposition des Buches aber liegt dieser Vergleich durchaus nahe. Laut der Überlieferung des Talmud existieren zu jeder Zeit seit Beginn der Schöpfung, 36 Gerechte, welche die Menschheit schützen. Jene Auserwählten haben einige Gemeinsamkeiten, wissen aber weder von ihrer Erwählung noch kennen sie einander. Was passiert, wenn diese Gerechte, einer nach dem andere von der Erde verschwinden? Und warum sollte das jemand tun? Genau dies scheint nämlich zu geschehen, wie als erster Tommaso di Barbara in Venedig mutmaßt. Weltweit sterben Menschen auf gleich obskure Weise. Ihre einzige Gemeinsamkeit zunächst ist, dass sie alle in irgendeiner Art und Weise Gutes getan haben. Sowohl die Todesursache wie auch die Begleitumstände sind in solcher Weise ominös, dass noch nicht einmal die eigentliche Todesursache erkannt wird, vor weniger ein Fremdeinwirken nachgewiesen werden kann. Dennoch schaltet Tommaso die Polizei in Kopenhagen ein. Er vermutet (aus den falschen Gründen), dass dort der nächste Todesfall, Mord, was auch immer, stattfinden könnte. So aber wie er selbst ein Polizist „auf dem Abstellgleis ist“, so nimmt in Kopenhagen auch einer die Fäden in die Hand, der im Kollegenkreis schon als ausgemustert gilt. Niels Bentzon aber ist einer, der nicht locker lässt, wenn ihn ein Fall packt und dieser Fall packt ihn. Spätestens da, wo er in Person einen Mord verhindert. Gut, dass mit der Wissenschaftlerin Hannah, eine ob des Selbstmordes ihres Sohnes innerlich gebrochene Frau, sich jemand an seine Seite stellt, welche die Wissenschaft mit der Metaphysik in Einklang zu bringen versteht, die mathematisch beginnt, das Rätsel tatsächlich zu lösen, das sich hinter den scheinbar wahllosen Orten und Ereignissen verbirgt. Ein Rätsel, welches das metaphysische Element intensiv mit der Wirklichkeit verzahnt. Gut, dass sich Hannah (eine der vielen nebensächlichen Spuren im Übrigen) irgendwann die Funktionsweise einer Pistole erläutern lässt, auch wenn der Ursache der Todesfälle kaum mit Kugeln begegnet werden kann. Oder auch gerade mit der Nutzung einer Waffe. Nicht auf Aktion ist das Buch hin angelegt, auch wenn die ein oder andere Szene (die verzweifelte Suche nach dem nächsten Opfer im Krankenhaus, der versuchte Mord an einem vielleicht „Gerechten“ in Kopenhagen und andere Szenen) ein hohes Tempo und eine intensive Spannungsatmosphäre aufweisen. Die Verbindung der vielfachen Fäden, die Erläuterung alter Überlieferungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Mathematik, Physik, Metaphysik und Geohistorie sind es, zusammen mit dem jederzeit überraschenden Fortgang der Ereignisse und dem fulminanten Ende, die dieses Buch zu einem kompakten und hervorragenden Leseerlebnis gestalten. Das Buch bietet eine kreative und originäre Geschichte, eine dichte Atmosphäre , intensiv gezeichnete Figuren und ein Ende, in dem alle Fäden sich in kaum vorhersehbarer Weise zusammenfügen und ein faszinierend komplexes Bild letztlich ergeben. Ein Bild, mit dem das Buch selber jene Grundthese in sich darstellt, die als Ausgangspunkt zu Grunde liegt: Das alles mit allem zusammenhängt. Wie das aber zusammenhängt, was das Ziel der Todesfälle eigentlich ist, das führen die Autoren sprachlich, in der Konzeption und in den vielfachen Erläuterungen metaphysischer Phänomene in hoher Qualität vor Augen.

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    Chrissi92

    Chrissi92

    11. September 2011 um 20:48

    Das Cover dieses Thrillers hat mich sehr angesprochen und der Klappentext sagte mir auch gleich zu. Aber im Laufe der Geschichte wurde ich leider immer mehr enttäuscht ... es ging mir zu schleppend vorran und der richtige Hintergrund hat mir auch gefehlt..ich wusste nicht recht wo ich dieses Buch einordnen sollte und konnte auch das Ende nicht richtig auf mich wirken lassen. Dennoch war der Ansatz dieser Idee schon mal nicht schlecht ! Deswegen noch 3 *

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    11. September 2011 um 10:31

    Es ist doch erstaunlich, wie viel wir Menschen im Laufe unserer Evolution erreicht haben. Neben der Technik mit ihren Kommunikationskanälen und Fortschritten, haben wir weitreichende Entwicklungsschritte mit der Nanotechnologie und Medizintechnik gemacht. Seit Ende des letzten Jahrhunderts stehen wir mit der Quantenphysik vor einigen neuen Erkenntnissen, aber noch mehr offene Fragen stellen sich den Wissenschaftlern, was Raum und Zeit angeht. Gibt es mehrere Dimensionen? Dass dabei die Religion und die Wissenschaft immer mal wieder auf Konfrontationskurs gehen, bleibt nicht aus. Doch sehen wir alle die Welt nur aus einer sehr beschränkten Perspektive, als würden wir durch ein Fernglas schauen und konzentrieren uns dabei nur auf einen kleinen Ausschnitt. Kann man Religion erforschen und ggf. mit der Wissenschaft kombinieren, um eine Basis der Zusammenarbeit zu finden? Was wissen wir wirklich? Im Grunde nicht viel, da eindeutig die Anzahl der Warum, Wieso, Was, Wann und Wer - einfach gigantisch überwiegt. Dann ist da noch die Frage nach "Gott"! Ob nun religiös oder wissenschaftlich betrachtet - eine der elementarsten! Was passiert nach unserem Tod? Wartet da eine neue Welt auf uns, in der alles besser ist oder gehört der Tod zu Gottes Plan und ist für uns nur ein nächster Schritt? Elisabeth Kübler-Ross und Dr. Ramond Moody haben das Phänomen "Nahtod-Erlebnis" erforscht und hinterfragt. Ihre Theorien sind ausgesprochen interessant und laden zum Nach- oder Umdenken ein. In dem vorliegenden Roman "Die Auserwählten" des dänischen Autorenduos A. J. Kazinski geht es um eine ganz Reihe von derartigen Theorien. Und dieser Wissenschafts- und Mystikthriller hat es wirklich in sich. Inhalt Tommaso di Barbara, ein venezianischer Polizist ermittelt in einem sonderbaren Mordfall. Das Opfer trägt ein sonderbares, blutiges Mal auf dem Rücken, das den Ermittler verstört. Als Tommaso feststellt, dass es rund um den Erdball mehrere Opfer gegeben hat, die alle mit einem ähnlichen Mal gezeichnet wurden, beginnt er alleine zu ermitteln. Sehr zum Widerwillen seiner Vorgesetzten, denn diese suspendieren ihn kurzerhand. Tommaso ist überzeugt davon, dass der nächste mysteriöse Mordfall in Kopenhagen passieren wird. Er nimmt Kontakt zu Kommissar Niels Bentzon auf und überlässt ihm seine gesamte Ermittlungsarbeit. Eines haben diese Opfer alle gemeinsam: Sie sind gute Menschen und haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zu helfen, zu beschützen. Da in Kopenhagen gerade der Klimagipfel in der Vorbereitungsphase ist, wird Kommissar und Polizeipsychologe Bentzon darauf angesetzt, um zugleich jegliche terroristische Bedrohung zu untersuchen. Da Bentzon als psychisch labil eingestuft wird, ist das für seine Dienststelle die Gelegenheit, ihn aufs Abstellgleis zu schieben. Doch Bentzon findet schnell heraus, dass er hier etwas Großem auf der Spur ist und intensiviert seine Ermittlungen. Hat es einen terroristischen Hintergrund, dass gezielt Menschen in aller Welt zu Tode kommen und von diesem Mal gezeichnet wurden? Ihm zur Seite steht die Astrophysikerin Hannah Lund. Eine sinnliche und schöne Frau, die nicht über den Tod ihres Sohnes hinwegkommt. Sie schließt sich Bentzon an und sieht das Rätsel als mathematische Gleichung. Mit analytischen Theorien und Bentzons Idealismus ermitteln die beiden und kommen auf der Spur von 36 Gerechten. Menschen, die scheinbar das Schicksal der Welt in ihren Händen halten und es nicht wissen. Als nur noch zwei Opfer fehlen, beginnt ein atemloser Wettkampf mit der Zeit. Kritik "Die Auserwählten" ist ein großartiger Wissenschafts- und Mystikthriller. Den beiden dänischen Autoren merkt man an, dass sie erfahrene Drehbuch- und Romanautoren sind. Das Kernthema, die Idee von 36 Gerechten, ist nicht unbedingt neu, aber in Verbindung mit Physik und Zahlensystem bekommt "Gottes Plan" eine gewisse Originalität. In jedem Fall fesselt der Roman, auch wenn sich die beiden Autoren viel Zeit damit lassen, die herrschenden Charaktere zu positionieren. Die beiden Polizeibeamten Tommaso und Bentzon sind in gewisser Weise Antihelden. In jedem Auftreten findet man sich selbst ein Stück wieder und sympathisiert schnell mit den beiden. Niels Bentzon steht sich meistens selbst im Weg. Seine Ehe mit der erfolgreichen Architektin Katherine, die inzwischen in Südafrika lebt und arbeitet, ist auf Messers Schneide. Ihre intimen Gespräche finden zumeist vor dem Computer in einem Chatsystem statt und nur zu gerne geht Niels Konfrontationen aus dem Weg. Zu gerne würde er seiner Frau wieder nahe sein, doch sein großes Problem, eine ausgeprägte Reisekrankheit und Angst hält ihn davon ab, ins nächste Flugzeug zu steigen. Weiter als Berlin ist er noch nicht gekommen, und das hat schon alles von ihm abverlangt. Doch beruflich gibt Bentzon sein Bestes. Als Polizeipsychologe hat er schon einiges gesehen und psychisch durchmachen müssen, wenn es darum ging, einen Geiselnehmer zu beschwichtigen und zu überzeugen, dass eine Aufgabe die beste Alternative ist. Doch er gilt als müde, abgebrannt und manisch-depressiv. Im Roman wirkt er allerdings überhaupt nicht so. Im Gegenteil, voller Energie und mit vollem Einsatz widmet er sich seiner neuen Aufgabe. Die Astrophysikerin Anna und ihr Ermittlungspartner ergänzen sich wunderbar. Sie sieht die ganze Welt mit den Augen und Sinnen einer logischen Analytikerin. Hochbegabt und mit viel Feingefühl verfolgt sie die Spuren und entdeckt den Plan, nicht aber den Auslöser oder den Sinn. Die Handlung ist auch immer wieder durch kleinere Nebenschauplätze durchwoben. Eindrucksvoll ist hier auch zu lesen, wie Bentzon eine Geiselnahme deeskaliert oder der Klimagipfel startet. So viel Detailreichtum festigt noch einmal die Klasse des Romans und vervollständigt das Lesevergnügen. Überaus spannend ist natürlich auch die Haupthandlung in denen sich Fakten und Fiktion wunderbar ergänzen. Allein schon die These der 36 Gerechten aus dem jüdischen Talmud ist eindrucksvoll beschrieben. Auch wenn die Spannung im Laufe der Handlung immer größer wird, so ist das Ende bzw. der Ausgang ziemlich enttäuschend. Im Nachhinein relativiert sich das wieder, wenn man darüber nachdenkt, doch beim Schließen des Buches bleiben einige Fragen gänzlich unbeantwortet. "Die Auserwählten" ist mit Sicherheit ein Titel, der nur auf die Verfilmung wartet, denn ein solcher Thriller voller Geheimnisse lässt sich wunderbar in den Kinosaal transportieren. Die Autoren A. J. Kazinski ist das Pseudonym für das dänische Autorenduo Anders RønnowKlarlund und Jacob Weinreich. Anders RønnowKlarlund, Jahrgang 1971, arbeitet als Autor und Regisseur. Für seine Filme ist er bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Jacob Weinreich, 1972 in Århus geboren, ist Drehbuch- und Romanautor. "Die Auserwählten" ist ihr erster gemeinsamer Roman. (Verlagsinfo) Fazit "Die Auserwählten" ist ein brillanter Thriller und ein wahrer Pageturner. Abgesehen vom schwächeren Ende, das man später wieder relativieren wird, hat mich der Thriller absolut überzeugen können. Wissenschaft und Religion können Hand in Hand gehen und schließen sich nicht aus. Viele Dialoge im Roman drehen sich eigentlich immer wieder um das Kernthema von "Gut" und "Böse". Der Roman lässt den Leser nachdenken, auch über ein evtl. Weiterleben nach unserem Tode. Nicht nur Niels Bentzon wird am Ende des Romans seine Welt und seine Existenz mit ganz anderen Augen sehen. Prädikat: Exzellent und absolut zu empfehlen. Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 608 Seiten Originaltitel: Den sidste gode mand Originalverlag: Politiken Aus dem Dänischen von Günther Frauenlob ISBN-13: 978-3453267671 www.randomhouse.de/heyne Michael Sterzik

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. August 2011 um 22:07

    Info vorab: Die folgende Beschreibung bezieht sich auf das Hörbuch von audible, welches von David Nathan gelesen wird, aber vom Inhalt mit dem Buch gleich gesetzt werden kann. Der italienische Polizist Tommaso di Barbara wird in seiner Heimatstadt Venedig zu einem Verbrechen gerufen. Er stellt bei seinen Nachforschungen eine Verbindung zu weiteren ungewöhnlichen Vorfällen, die auf der ganzen Welt geschehen sind fest. Sein Vorgesetzter schenkt ihm keinen Glauben und so wendet er sich an die Kopenhagener Polizei, weil er dort das nächste Opfer vermutet und gerät an Kommissar Niels Bentzon. Dieser wird neugierig, als er sich nach und nach mit der Geschichte und dem Material, welches er von Tommaso erhält, beschäftigt. Nebenher kümmert sich Tommaso um seine im Sterben liegende Mutter, die in einem Hospiz liegt und liebevoll von einer Krankenschwester betreut wird, sich ihr anvertraut und eine Nachricht für Tommaso nach ihrem Ableben hinterlässt. Niels, der eigentlich den bevorstehenden Klimagipfel betreuen soll, stellt eigene Ermittlungen an, kommt auf die Spur der 36 Gerechten, die das Gleichgewicht der guten Menschen auf der Erde aufrechterhalten. Dabei muss er sich mit Religion und Wissenschaft auseinandersetzen, beginnt Muster in Form von angeblichen Tätowierungen auf dem Rücken der Getöteten zu erkennen. Bei seinen Nachforschungen wird er von der Astrophysikerin Hannah Lund unterstützt, die durch die verschiedenen Puzzleteile und Berechnungen glaubt, die Reihenfolge, in der die Menschen ums Leben kommen zu kennen. 34 Menschen sind schon Opfer geworden, zwei Leben stehen noch aus und diese gilt es nun zu retten. Ein sehr ungewöhnlicher Thriller und einen Handlung, die man nur schwer beschreiben kann, weil sie so viele Themen anreißt und streift, die Handlungsorte und Geschehen oft wechselt, durch Erklärungen und Theorien unterbricht. Es geht um die Politik, Terroranschlägen, Verbrechen der letzten Jahre, bis in die heutige Zeit mit passenden Namen, Jahreszahlen und Fakten. Es geht aber auch um Religion, insbesondere um den Talmud, wissenschaftliche Ansätze, gepaart mit Mystik. Dies wird vor allem, in den bis heute umstrittenen Nahtoderfahrungen deutlich, welche von der Medizin nicht eindeutig belegt werden können und in dem Thriller einen Teil der Geschichte ausmachen. Meiner Meinung nach ein gelungener Mystik Thriller des Autoren Duos beiden Dänen Anders Rønnow Klarlund und Jacob Weinreich unter dem Pseudonym A. J. Kazinski, welchen ich in der Form noch nicht gehört oder gelesen habe. Er kommt ohne blutige Handlungen oder Beschreibungen aus und gewichtet seine Spannung in der gesamten und jeder einzelne Geschichte, den dargestellten Hauptpersonen und Menschen. Man muss allerdings aufgeschlossen gegenüber allen o.g. Sachthemen sein, die den Gegenpart zu den sympathischen Charakteren ausmachen und den einzelnen eingeworfenen Geschichten, die in Kapitel eingeteilt sind. Die Konsequenz mit Spannung einzusteigen, zu halten und bis zum Ende zu steigern, ist hier eindeutig vorhanden. David Nathan gelingt es perfekt die jeweiligen Personen und Situation überzeugend zu sprechen und lässt einen gebannt 15 Std. und 31 Minuten folgen. Persönlich würde ich 4 von 5 Sternen vergeben, weil ich einen Thriller für mich anders definiere und bevorzuge, dies aber in keinem Fall die Leistung des Werkes mindert.

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von A. J. Kazinski

    Die Auserwählten
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    26. August 2011 um 01:29

    Dem Talmud zufolge gibt es in jeder Generation 36 Gerechte. Nur 36. In der gesamten Menschheit. Und meistens wissen die Betroffenen selbst nicht einmal, dass sie zu den Auserwählten gehören. Es wäre also ein unmögliches Unterfangen, diese 36, von denen der Fortbestand der Menschheit abhängt, finden zu wollen. Aber plötzlich tauchen auf der ganzen Welt Tote mit seltsamen Zeichen auf dem Rücken auf. Alle waren gute Menschen. Handelt es sich um die Gerechten? Und wie kann man die restlichen finden, bevor auch sie getötet werden? Geht wirklich die Welt unter, wenn alle 36 Gerechten sterben? Die Spur der weltweiten Todesfälle führt nach Dänemark, deshalb wird der Kopenhagener Kommissar Niels Bentzon mit dem Fall betraut. Dabei hat er eigentlich schon genug zu tun, denn die Vorbereitungen des Klimagipfels, der im Jahr 2009 in Kopenhagen stattfinden soll, laufen auf Hochtouren. Glücklicherweise bekommt Niels Bentzon Verstärkung. Die Astrophysikerin Hannah Lund steuert ihren mathematischen Sachverstand bei. Stück für Stück setzen die beiden das Puzzle dieses Falls zusammen. Was sie herausfinden, ist unglaublich und wird für Niels und Hannah lebensgefährlich. Mir gefiel die Idee, eine hochbegabte Astrophysikerin als Protagonistin einzusetzen. So konnte das System, das hinter der weltweiten Verteilung der Toten steckt, plausibel aufgelöst werden. Hannah ist ein ganz besonderer und etwas schräger Charakter und sehr sympathisch. Auch Niels Bentzon hat mir mit seiner Bereitschaft, sich auf Hannahs ungewöhnliche Persönlichkeit einzulassen, gefallen. Dieses Buch ist flüssig geschrieben, es ist spannend, rasant und intelligent, versehen mit liebenswerten, leicht „verrückten“ Charakteren – ein beachtlicher Erstling.

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