A. K. Benedict Die Seelen von London

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 21 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 1 Leser
  • 12 Rezensionen
(4)
(6)
(2)
(4)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Seelen von London“ von A. K. Benedict

Glauben Sie an Geister? Nein? Dann geht es Ihnen wie Detective Inspector Jonathan Dark, der in London einen Frauenmörder jagt. Gerade erst hat das potentielle Opfer, die blinde Maria, bei einer ihrer "Schatzsuchen" im Schlamm der Themse einen menschlichen Finger gefunden. Darauf ein gelber Diamantring und eine Botschaft in Braille-Schrift: "Willst du mich heiraten, Maria?" Wenn Jonathan Dark Maria retten will, muss er lernen, seiner Intuition zu vertrauen. Und den Seelen, die unsichtbar zwischen den Lebenden wandeln und ihre ganz eigenen Rachepläne hegen. A.K. Benedict hat eine unwiderstehliche Mischung aus Krimi, Grusel und Urban Fantasy geschaffen - für alle, denen Ben Aaronovitch nicht unheimlich genug ist.

Eine spannungsarm dahinplätschernde Erzählung. Konnte mich leider nicht überzeugen

— Equida
Equida

Ein geistreicher Roman im düsteren London.

— kleeblatt2012
kleeblatt2012

Viele Handlungsstränge, unglaubwürdige Figuren. Bin nicht in die Geschichte gekommen und habe mir mehr erwartet.

— Tom_Ehrenberger
Tom_Ehrenberger

Wirkt alles irgendwie aufgesetzt und bemüht. Nicht mein Fall

— andy123
andy123

Mischung aus Fantasy und trillerartigen Krimianteilen, spannend erzählt und auch ein wenig gruselig mit den Geisterszenen

— Buchraettin
Buchraettin

Perfekter Unterhaltungsroman. Spannend, originell, witzig und vor allem sehr geistreich.Ich hoffe doch sehr, dass hier ein Fortsetzung kommt

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

Stöbern in Fantasy

Grünes Gold

Bildgewaltig! Berauschend! Das fulminante Finale der atemberaubenden Schwertfeuer-Saga

ZappelndeMuecke

Black Dagger - Ewig geliebt

Ich habe das Buch nur so verschlungen. Ein auf und ab der Gefühle beim lesen. Ich liebe diese Buchreihe

Vampir-Fan

Rabenaas

Eine Galaxie, der ich so noch nie begegnet bin. <3

EllaBrown

In Between. Das Geheimnis der Königreiche

3,5 Sterne für einen wirklich super Sprachstil und eine Geschichte, bei der es noch Luft nach oben gibt.

Lila-Buecherwelten

Karma Girl

Grandioser Reihenauftakt mit 100%tigem Superhelden-Feeling

Lielan

Black Dagger Legacy - Tanz des Blutes

Ich liebe die Spinoffreihe und der 2. Teil ist genausogut wie der erste. Wilkommen zurück in der Familie <3

Michi_93

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Erwartungen nicht ganz erfüllt

    Die Seelen von London
    bieberbruda

    bieberbruda

    13. August 2017 um 12:15

    Willkommen in London: Ähnlich wie in Aaronovichs "Flüsse von London" (immerhin schon sechs Bände) verfasst sich Benedict in "Die Seelen von London" mit der mystischen Seite der historischen Stadt.Inhalt:Detective Inspector Darks neuer Fall ist ungewöhnlich: Im Schlamm der Themse findet die blinde Maria einen abgetrennter Finger - samt einem Ring mit der Inschrift "Heirate mich Maria". Kurz darauf beginnt ein Stalker ihr das Leben schwer zu machen. In welches Wespennest hat sie durch ihren Fund gestochen? Und was bezweckt ihr Stalker? Dark tappt zunächst im Dunkeln und muss letztendlich in die Geisterwelt Londons eintauchen, um den Fall lösen zu können...Meine Meinung:Aufgrund der Aufmachung des Buches und der Thematik muss sich "Die Seelen von London" natürlich mit der Peter Grant-Reihe messen. Während Aaronovitch seine Krimis mit viel Witz und Göttern anfüttert und den Ermittler einen Oberbösewicht jagen lässt, kratzt Benedict eher an er Oberfläche von Londons Geisterwelt und lässt auch den britischen Humor größtenteils im Hintergrund. Hier hatte ich immer wieder das Gefühlt, dass sich die Autorin bewusst zurück hält - vielleicht um sich von der anderen Reihe abzugrenzen? Das kann ich grundsätzlich verstehen, aber gerade London bietet doch allerhand Stoff für Geistergeschichten und ich hatte mir tatsächlich einen größeren Anteil an Mystik erhofft. Abgesehen von einigen sehr gelungenen Szenen bliebt das Buch hinter meinen Erwartungen zurück, aber vielleicht hebt sich die Autorin das ja für einen potentiellen Nachfolger auf?Die "Seelen von London" besteht aus zwei Handlungssträngen, die erst sehr spät(!) zusammenlaufen. Dadurch hat man das Gefühl, dass der Fall einfach nicht voran geht und die Geschichte sich etwas in die Länge zieht. Das wird verstärkt durch den Detective, der immer mehr im Selbstmitleid zu versinken scheint und deshalb im Verlauf der Geschichte an Sympathie verliert.Fazit:Der fantastische Krimi setzt sich bewusst von Aaronovitchs London-Reihe ab und bietet aufgrund eines blinden Stalkingopfers und der Geisterwelt Londons beste Voraussetzungen für eine spannende Lektüre. Leider bleibt das Buch aufgrund der teils zähen Handlung hinter den Erwartungen zurück. Ich vergebe 3 Sterne.

    Mehr
  • Geister + London = perfekter Mix

    Die Seelen von London
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    06. August 2017 um 18:13

    Die blinde Maria findet an der Themse beim Schlammgründeln einen abgetrennten Finger mit einem Ring, in welchem „Heirate mich, Maria“ eingraviert ist. Detectiv Inspector Dark geht der Sache nach und kommt dabei einem ungewöhnlichen Stalker auf die Spur. Dieser verschleiert jedoch seine Existenz so gut, dass Dark und sein Ermittlerteam ständig im Dunkeln tappen und sogar falschen Hinweisen nachgehen. Doch dadurch ergibt sich ein weiterer Fall, der auch mit dem Ring an dem abgetrennten Finger zu tun hat. Denn dieser ist aus der Asche eines Verstorbenen hergestellt worden. Die Firma, die diese Schmuckstücke herstellt, scheint ebenfalls Dreck am Stecken zu haben. Dark kann jedoch nicht beweisen, wie diese beiden Spuren zusammenhängen und so gerät er an den Bestatter Frank, der ihm mit ungewöhnlichen Methoden zur Hand geht. Denn Frank kann Geister sehen…Ich liebe es, mich in London zu bewegen. Das Setting ist für mich einfach wundervoll und auch geradezu prädestiniert, dass sich dort Geistergeschichten abspielen. Vor der Kulisse dieser schönen Stadt kann man sich eben solche Spukgestalten sehr gut vorstellen. Die Mischung „London“ und „Geister“ führte dann auch dazu, dass ich mit großem Interesse an diesen Roman herangegangen bin. Ich hatte allerdings einige Startschwierigkeiten, da die Autorin einen eigenwilligen Schreibstil hat. Nicht nur schreibt sie im Präsens, was für mich schon schwierig zu lesen ist, da ich ständig in die Vergangenheitsform falle, nein sie führt einem auch gleich zu Anfang etwas wirr durch die Geschichte. Doch nach einigen Seiten hatte ich mich daran gewöhnt und die Autorin konnte mich derart packen, dass ich das Buch eigentlich nur mit Widerwillen weglegen konnte.Die Protagonisten sind allesamt mit Problemen behaftet. Sei es die blinde Maria, die eigentlich nach einer OP wieder sehen kann, dies aber gar nicht will. Sei es der interessante DI Dark, der sich von seiner Frau getrennt hat, jedoch unsicher ist, ob er das Richtige getan hat. Sei es der Bestatter Frank, der mit einem ungewöhnlichen Hausgast zusammenlebt. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und alle müssen zusammenarbeiten, wenn sie den Stalker fassen wollen. Doch dieser macht es ihnen nicht leicht und hat zudem auch noch ein Limit vorgegeben, bis er sich Maria zu erkennen gibt und ihr ein Leid zufügen wird.Maria hat ein sehr außergewöhnliches Hobby. Sie ist Schlammgründlerin, d. h. sie geht bei Ebbe an das Ufer der Themse und gräbt in den Steinen und im Schlamm herum, bis sie etwas interessantes findet. Solche Funde sind z. B. Tonpfeifen, Münzen oder auch Scherben. Jedes „Ding“ das gefunden wird, hat seine Geschichte. Meist ist diese alt und kann auch historisch nachvollzogen werden. Doch dann gibt es auch grauenhafte Funde, wie der abgetrennte Finger. Maria liebt diese Arbeit, kann darin versinken und abschalten. Ihre Blindheit hat ihr bis dahin sehr geholfen. Nun kann sie dank einer OP wieder sehen, möchte dies jedoch nicht und trägt deshalb permanent eine Augenbinde, damit sie weiter in „Dunkelheit“ lebt. So entgeht ihr einiges, obwohl ihr Hör- und Geruchssinn sehr ausgeprägt ist. DI Dark ist eine sehr interessante Persönlichkeit. Er ist sehr melancholisch, was aber auch an der Trennung von seiner Frau liegt. Er denkt ständig an sie, fragt sich, ob er einen Fehler gemacht hat. Doch die Trennung ist in meinen Augen berechtigt. Man weiß aber auch, meist aus eigener Erfahrung, dass Liebe keinen Ausschalt-Knopf hat. Und so vergeht er in Selbstmitleid und zieht damit auch ungewöhnliche Figuren an.Der Charakter des Frank war mir persönlich eine der Liebsten. Er ist ein sehr ruhiger Charakter, der eine ungewöhnliche Gabe hat. Er kann Geister sehen und auch mit ihnen agieren. Er führt ein Bestattungsunternehmen und hat deshalb auch rund um die Uhr mit dem Tod zu tun. Es ist also von Vorteil, wenn die Toten ihm selbst sagen können, wie ihre Bestattung aussehen soll. Doch es gibt auch viele Nachteile, wenn man Geister sehen kann. Die Idee, Geister mit ins Boot zu nehmen, ist zwar nicht neu, doch hat die Autorin diese geschickt ausgenutzt und auch in die Geschichte eingeflochten.Hier bin ich dann wieder auch beim Setting London, das einfach dazu passt. London ist dunkel, mysteriös, geheimnisvoll und voller Möglichkeiten. Dieser Mix führt dazu, dass man förmlich an der Geschichte klebt und nur mit Mühe loskommt.Dazu kommt eine spannende Handlung, die eigentlich in zwei Teile gesplittet ist. Einmal der geheimnisvolle Stalker, der Maria keine Ruhe lässt. Auf der anderen Seite die Recherche nach den Herstellern des Rings. Durch beide Teile zieht sich jedoch ein roter Faden, der am Ende zusammenläuft.Der Tod ist im Buch allgegenwärtig und begleitet alle wie ein unsichtbarer Schatten. Und das macht in meinen Augen die Geschichte auch so einzigartig. Am Ende erlebte ich eine Überraschung, da ich doch ganz andere Vermutungen hatte. Ich mag es, wenn man mich auf eine falsche Fährte führt. Auf eine Fortsetzung gab es auch Hinweise bzw. ich wünsche mir, dass es eine Fortsetzung gibt. Denn es hat sich gerade am Ende so einiges ergeben, was in einer Fortsetzung zu klären gilt. Und ich würde mich auch auf einen weiteren Teil freuen.Fazit:Ein sehr düster angehauchter Thriller mit vielen Fantasy-Elementen. Spannend, geistreich (Achtung! Wortspiel!) und fesselnd.

    Mehr
  • Origineller und unterhaltsamer Kriminalroman

    Die Seelen von London
    Havers

    Havers

    31. July 2017 um 18:28

    London, es gibt keine andere Metropole, die den passenderen Hintergrund zu A. K. Benedicts Roman liefern könnte. Die Verbindung von Kriminalroman und Urban Fantasy passt zu dieser Stadt wie die Faust aufs Auge, was jeder bestätigen kann, der sie schon einmal besucht hat.Im Zentrum der Geschichte steht Jonathan Lark, der nicht unbedingt dem Bild entspricht, das man sich von einem Detective Inspector macht. Er ist quasi obdachlos und nächtigt in seinem Büro, weil seine Gattin Probleme mit seiner ausgeprägten Vorliebe für Frauenkleider hat. Außerdem zweifelt er an sich und seinen Fähigkeiten, denn in einem früheren Stalking-Fall konnte er nicht verhindern, dass das Opfer getötet wurde. Aber vielleicht hilft der neue Fall, die Geister der Vergangenheit zu besiegen.Es geht um Maria, die ihre Tage damit verbringt, den Schlamm am Themseufer nach ungewöhnlichen Fundstücken zu durchsuchen. Sie war blind, hat aber nach einer Operation mittlerweile ihr Augenlicht zurückbekommen. Doch mit dem Zustand des Sehens kann sie nicht anfreunden, und so trägt sie noch immer eine Binde über den Augen, um im Zustand der Dunkelheit zu verharren. Als sie eines Tages einen makabren Fund macht und auch das Gefühl hat, verfolgt zu werden, sieht sie sich gezwungen, die Hilfe der Polizei in Anspruch zu nehmen.Auch wenn er in einem ähnlichen Fall schon einmal versagt hat ist Lark bemüht, alles in seiner Macht stehende für die Sicherheit Marias zu tun. Und diesmal erhält er glücklicherweise Unterstützung von einer Seite, die er nie im Leben erwartet hätte, denn London birgt so manche Überraschung – nicht nur für die Lebenden, sondern auch für die Toten. Und für den Leser sowieso!Beim Lesen des Klappentextes assoziierte ich sofort Ben Aaronovitchs Peter Grant-Reihe. Und der Vergleich ist in der Tat nicht sehr weit her geholt. Wie dieser Autor erzählt auch Benedict von einem verborgenen Bereich der Metropole, einer Schnittstelle, in der das Übernatürliche in Form von Geistern mit besonderen Fähigkeiten in die Bereiche der Lebenden eindringt – mit guten, aber auch mit bösen Absichten. Das hat natürlich zur Folge, dass die Story sich allmählich etwas schräger als erwartet entwickelt, was aber nicht negativ zu bewerten ist. Vielmehr verleiht es einer eher klassischen Krimihandlung den besonderen Touch, der durch das übernatürliche Element gepaart mit Wortwitz noch verstärkt wird. So ist „Die Seelen von London“ ein origineller Kriminalroman mit Fantasy-Elementen und eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.

    Mehr
  • Ein Versuch!

    Die Seelen von London
    Tom_Ehrenberger

    Tom_Ehrenberger

    24. July 2017 um 14:35

    Ausgewählt habe ich dieses Buch schon alleine, weil die Protagonistin blind ist und von einem Stalker gejagt wird. Geister sind dabei für mich ein Bonus. Doch schon zu Beginn wird klar, die Protagonistin ist gar nicht blind, weil sie eine Operation hatte. Sie hat nur Angst davor zu sehen. Kann man schon verstehen, aber es geht nicht hervor. Der Ermittler schwankt zwischen Leitfigur und hoffnungsloser Fall, es sind einige Aktionen dabei, die man der Figur nicht abnimmt und die insgesamt sehr aufgesetzt wirken. Hier wurde auch mit allen Handlungssträngen zu viel mit zu wenig Worten verpackt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es auch sonst besser geworden wäre. Mein Fall war es nicht, sehr schade.

    Mehr
  • Die Geister sind unter uns - und die Stalker leider auch

    Die Seelen von London
    Sandra1978

    Sandra1978

    23. July 2017 um 13:10

    Inhalt  Maria King ist blind. Und das findet sie gut so. Am liebsten schlammgründelt sie an der Themse und katalogisiert ihre Fundstücke.  Doch ein Stalker beginnt, ihr Leben zur Hölle zu machen. Als die Polizei davon erfährt, zieht sie sofort Parallelen zum einem älteren Fall, in dem das Stalking-Opfer getötet wurde, und ist entschlossen, es bei Maria nicht so weit kommen zu lassen und Jagd auf den Stalker zu  machen. Doch während der Nachforschungen wird dem Detective Jonathan Dark klar, dass er seine Antworten nicht nur in der Welt der Lebenden findet, sondern auch die Geisterwelt von London als Realität anerkennen muss und von dort Hilfe bekommen kann. Denn die Toten von London sind noch unter uns und können sich durchaus noch bemerkbar machen.... Beurteilung  Auch wenn ich Krimis überhaupt nicht mag, haben mich der Schauplatz und die Aussicht, dass es auch um Geister geht, dazu bewogen, das Buch zu lesen. Und ich muss sagen, dass ich beim Lesen nie das Gefühl hatte, in einen schnöden Krimi geraten zu sein, vielmehr hat mich die Idee fasziniert, London aus dem Blickwinkel einer blinden Person zu sehen und natürlich die sehr detaillierten und faszinierenden Beschreibungen der Realität der Geisterwelt.  Wer schon einmal in London war und es lieben gelernt hat so wie ich, wird sich freuen über die (Wieder-)begegnung mit vielen Orten und über das Gefühl, dass einem zu London vermittelt wird: So viele alte Orte und alte Geschichte, die in dieser Stadt stecken, in der überall alt auf neu trifft und in der an jeder Ecke irgendwelche natürlichen oder übernatürlichen Geschichten darauf warten, entdeckt zu werden. Zudem sind sowohl Maria als auch Jonathan interessante Charaktere mit einem spannenden Umfeld, und es war richtig toll, London zusammen mit Maria zu betrachten und darüber nachzudenken, wie eine Blinde diese Welt erlebt und sich darin zurechtfindet. Sehr erschreckend ist natürlich die Sicht des Stalkers, in der immer wieder kurze Abschnitte zu lesen sind, und man muss sich fragen, wie krank jemand eigentlich sein kann - egal was Maria tut, der Stalker sieht es, egal was sie tut, er dreht es in seinem kranken Kopf für sich so hin, dass es in sein verdrehtes Weltbild passt. Schlimm, wenn man daran denkt, dass es wirklich Menschen gibt, die so sind.  Die Mischung aus einer aus dem Leben gegriffenen Situation, in einer Welt, in der Stalking leider immer noch oft nicht ernst genug genommen mit und somit tödlich für die Opfer enden kann, und einer echten Welt der Geister ist hier wahnsinnig gut gelungen. Teilweise hat es mir auch ein schmunzeln entlockt, mir vorzustellen, wie Geister mit einem Taxi durch London kutschiert werden - ausgerechnet zu einem Beerdigungsinstitut, wo den Geistern erklärt wird, das sie tot sind, und wie ihre Welt jetzt aussieht. Die Schwierigkeiten, die Geister haben, um sich in dieser Welt zu manifestieren, und wie die Menschen, die sie sehen, damit zurechtkommen, mit ihnen zu leben und sich gleichzeitig ihrem Umfeld gegenüber so zu verhalten, dass diese nichts davon merken. Es passt einfach so gut zusammen, dass man sich beim Lesen umschaut um zu prüfen, wer da vielleicht noch so alles um einen herum sitzt. Und wer weiß, wenn bei Euch mal wieder einfach etwas vom Tisch fällt .....denkt mal drüber nach!  Geschrieben ist die Geschichte toll, es war einfach sehr angenehm zu lesen und hatte eine Leichtigkeit und Einfachheit, die die Lektüre unterhaltsam gemacht haben.  Zusammenfassend kann ich nur sagen: Ein Muss für jeden Liebhaber von London und seiner Geschichte, es wird eine einmalige Atmosphäre verbreitet und der Mix aus Geister- und Menschenwelt sorgt auch für so manchen Schmunzler und manchen Schauer.  Und das Ende ist auch gut gelungen, wenn auch zum Teil etwas zu vorhersehbar für meinen Geschmack.  Insgesamt vergebe ich hier gerne 5 von 5 Rezisternchen.

    Mehr
  • Zwei parallele Handlungsstränge ohne richtige Verbindung

    Die Seelen von London
    Faancy

    Faancy

    12. July 2017 um 17:42

    In "Die Seelen von London" entdecken wir die Stadt London aus zwei verschiedenen Blickwinkeln und versuchen den Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Zum einen lernen wir, die Dinge mit den Augen einer Blinden zu sehen. Zum anderen befinden wir uns in einer anderen Sphäre, wo der Schleier zu den Toten sich öffnet. Klingt also nach einer Verbindung von zwei Welten, die nicht unterschiedlicher sein könnten und doch irgendwie zusammenfinden. Und dazwischen gilt es, Marias Leben zu retten. Leider ist diese Bindung der Autorin wirklich nicht gelungen. In den ersten beiden Dritteln der Geschichte laufen beide Handlungsstränge einfach parallel und vollkommen unabhängig von einander nebenher. Ohne einen direkten Berührungspunkt. Der Zusammenstoß der Welten geschieht für meinen Geschmack viel zu spät. Bis dahin versucht Detective Jonathan Dark den Stalker von Maria ausfindig zu machen. Wobei er jedoch in seinen Ermittlungen auf der Stelle steht und nicht vorankommt. Der Fall steht größtenteils still. Kurz vorm Ende des Buches verflechten sich die beiden Handlungen und Welten miteinander. Aber das große Finale kommt viel zu spät und wird viel zu schnell abgewickelt. Man hat für eine Millisekunde Spannung und dann flacht der Bogen auch schon wieder ab. Neben dessen darf die sehr offensichtliche Liebesgeschichte natürlich nicht fehlen. Diese Liebelei wird so dazwischen geworfen, ist allerdings für die Handlung insgesamt irrelevant. Für meinen Geschmack passt sie rein gar nicht zum Gerüst der Geschichte, welches sowieso schon sehr brüchig ist. Abgesehen vom Inhalt konnte mich auch der Schreibstil kaum überzeugen. Die Sätze sind sehr kurz, wodurch der Leseflus ins stocken gerät. Manchmal werden auch Geräusche verschriftlicht. Das passiert zwar nicht sehr oft, wenn es dann jedoch vorkommt, stört es enorm. Als kleines Beispiel: "schschrapp"(s.87). Ich bin einfach kein Fan davon. Geräusche müssen umschrieben werden oder sich aus dem Geschehen ergeben. Die Charaktere können das Ruder leider auch nicht mehr rumreißen. Wir erfahren zwar viel über ihr Leben, die Gefühle bleiben jedoch komplett auf der Strecke. Sie könnten emotionsloser nicht sein. Sympathien habe ich nicht aufbauen können. Die Geschichte hatte definitiv Potenzial. Ich lese gerne Thriller und auch Geistergeschichten mag ich sehr gerne. Die Tatsache, dass die blinde Protagonistin Maria von einem Stalker heimgesucht wird, klang so viel versprechend. Denn wenn du deinen Stalker nicht sehen kannst, wie kannst du ihm dann entfliehen? Wie kannst du dich schützen?Die Umsetzung ist leider nicht gelungen bzw. konnte mich nicht überzeugen. Die Geisterwelt sollte die Geschichte abrunden und besonders machen, doch die Verbindung beider Elemente geschah einfach zu spät. Es war dadurch insgesamt irgendwie eher langweilig und eintönig. Die Spannung wirkt erzwungen und die Taten der Geister in der Menschenwelt sollen nur davon ablenken, dass die Handlung eigentlich nicht weiterkommt. Das Buch hat sich sehr gezogen und das, obwohl es gar nicht so viele Seiten hat. Wer allerdings gerne in Erinnerung an London schwelgen möchte, ist mit "Die Seelen von London" gut bedient. Aber die Kriminalgeschichte ist unspektakulär und die Verbindung zur Geisterwelt tritt vorerst in den Hintergrund, was ich sehr schade finde. 

    Mehr
  • Munter und überwiegend spannend erzählt

    Die Seelen von London
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    10. July 2017 um 14:14

    Munter und überwiegend spannend erzähltEine Blinde, die aufgrund einer kürzlich erfolgen Operation eigentlich sehen könnte. Aus freiem Willen aber lieber eine Augenbinde trägt. Was ziemliche Folgen für ihre Privatsphäre in der eigenen Wohnung haben wird.Ein Detetective in London, der (zu Anfang des Romans, später wird das noch eine ganz andere Form von Wohnen werden) auf einem Feldbett im Büro nächtigt und fast mehr damit beschäftigt ist, seine scheiternde Ehe auf die Reihe zu bekommen, als seinen Dienst konzentriert zu versehen.Ein „Verehrer“, der auf Freiersfüßen wandelt, gerne einen Ring „noch am Finger“ als Verlobungsgeschenk hinterlässt und mit der Polizei (lange) Katz und Maus spielt.Ein Bestatter, der „in eigener Sache“ einen Kollegen aufsucht, erstaunt darüber ist, dass dessen Frau im Hause ist (wurde die nicht schon beerdigt), aber mit sich und seinem aktuellen Zustand jede Menge selbst zu schaffen haben wird. Hätte er sich mal nicht auf diese kriminelle Vereinigung eingelassen. Was man gut im Nachhinein bedauern kann, der Schaden aber ist wohl endgültig angerichtet.Eine Taxifahrerin, die nicht selten „besondere“ Fahrgäste chauffiert.Eine Stadt, in der nicht nur die Lebenden zahlreich vertreten sind, sondern auch so mancher Tote nicht länger im „Dunkelgrau“ verharrt, sondern mit vielen Leidensgenossen die Straßen bevölkert. Was, zum Glück, nur wenige Lebende wirklich „sehen“ können. Aber eine Ahnung, die bekommen viele der Einwohner. Manche mehr, als ihnen lieb sein kann.So erzählt Benedict mit einem munteren Reigen von anregend gestalteten Personen einen ebenso flüssigen und spannenden Reigen von eigentlich zwei Geschichten, die sich vielfach kreuzen und an bestimmten Stellen auch miteinander verbinden werden.Den „Stalker“ zu finden, bevor er seine nächste „Auserwählte“ tötet (wobei die letzte der Verlobten zwar ermordet wurde, keineswegs aber still ihr Schicksal hinnehmen wird), das sind die fiebrigen Ermittlungen auf der „lebenden“ Seite des Romans.Die kriminelle Vereinigung auszuschalten, zumindest aber die geliebte Ehefrau vor einem grässlichen Schicksal zu schützen, das ist die Zielsetzung auf der „toten“ Seite des Romans.Und da gibt es ja auch noch jene Form von „Geistern“, die andere Geister „aussaugen“ und sie paralysiert im Dunkelgrau verrotten lassen.Jede Menge Gelegenheit also für gefährliche und enge Situationen, die Benedict nutzt und damit die Geschichten mit Tempo nach vorn erzählt.Auch wenn das ein oder andere doch weit hergeholt erscheint und nicht alle Impulse, die gesetzt werden, dann weiter durch erzählt werden bildet dieser Roman aus dem Diesseits du Jenseits eine erfrischende Unterhaltung und hält den Leser von Anfang bis Ende bei der Stange.

    Mehr
  • Ein Detective zwischen Stalker und Geister!

    Die Seelen von London
    Sirene

    Sirene

    07. July 2017 um 13:22

    "Soho umspielt ihn mit einer Flut von Touristen und Pendlern. Sonnenbrillen verwandeln Gesichter in undurchdringliche Spiegel. Er sieht auf die Uhr: eins. Sie kommen ihn holen, ob er bereit ist oder nicht."Bei Inspector Jonathan Dark läuft es gerade schlecht, nicht nur, dass seine Ehe am bröckeln ist, ein bekannter Mörder ist wieder aufgetaucht und ein gelber Diamantring wirft viele Fragen auf.Am Anfang ist Jon so, wie man sich einen Detective vorstellt, grimmig und intelligent und mit der Zeit überrascht er mich und ich wurde zur Mitte des Buches warm mit seinem etwas barschen Charakter.Neben Jonathan lernen wir noch Maria tiefer kennen, welche blind zur Welt gekommen ist und nun von einem Stalker bedroht wird. Sie schwebt eigentlich in höchster Gefahr, aber sie ist eine starke Frau und versucht sich von der Situation nicht einschränken zu lassen. An der Stelle konnte ich sie nicht gut nachvollziehen, ich fand sie zu naiv, weil sie erst spät sich der ganzen Gefahr bewusst wurde.Am Anfang war es noch etwas schwer gewesen reinzukommen und nach ca. 25 Seiten wurde es flüssiger und ich bekam den Drang weiter zu lesen. Es wurde teilweise sehr spannend und besonders aufregend fand ich die Abschnitte aus der Sicht des Stalkers. Ich bin nicht gerade der größte Krimi Fan, weil ich oftmals gleich sehe, wer dahinter steckt, aber hier hat es bis zum Schluss gedauert. Dazu komme noch, dass die Autorin London auf eine sehr besondere und schöne Art beschreibt, wie ich es bis jetzt noch nicht kenne/gelesen habe.Abgesehen davon spielt sich ein weiterer Kriminalfall im Hintergrund ab und dann sind da noch die Geister. Die Fantasy kommt hier in Form von Geistern, die unter den Lebenden wandeln und auch da gibt es ungelöste Fälle, die einen wichtigen Punkt zur Auflösung bringen. Es wurde sehr interessant aufgebaut und auch relativ einfach.Es ist ein unterhaltsamer Roman mit packenden Stellen, aber zum Ende des Romans merkte ich, dass mir was fehlt. Die ganze Fantasy startet langsam und entfaltet sich spät im Buch und genau das ist es, was mir einfach am meisten gefallen hat und auch Jonathan wird viel interessanter und ich hoffe es wird einen zweiten Band geben."Die Seelen von London" von A. K. Benedict empfehle ich Lesern, die Lust haben auf Krimi mit leichter spannender Fantasy!

    Mehr
  • Die Lebenden und die Toten

    Die Seelen von London
    Legeia

    Legeia

    04. July 2017 um 15:38

    Beschreibung:Glauben Sie an Geister? Nein? Dann geht es Ihnen wie Detective Inspector Jonathan Dark, der in London einen Frauenmörder jagt. Gerade erst hat das potentielle Opfer, die blinde Maria, bei einer ihrer "Schatzsuchen" im Schlamm der Themse einen menschlichen Finger gefunden. Darauf ein gelber Diamantring und eine Botschaft in Braille-Schrift: "Willst du mich heiraten, Maria?" Wenn Jonathan Dark Maria retten will, muss er lernen, seiner Intuition zu vertrauen. Und den Seelen, die unsichtbar zwischen den Lebenden wandeln und ihre ganz eigenen Rachepläne hegen. A.K. Benedict hat eine unwiderstehliche Mischung aus Krimi, Grusel und Urban Fantasy geschaffen - für alle, denen Ben Aaronovitch nicht unheimlich genug ist.Die Autorin:A. K. Benedict studierte Englische Literatur in Cambridge. Sie veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und arbeitet außerdem als Musikerin und Komponistin für Film und Fernsehen. Ihrem ersten Roman, "Die Eleganz des Tötens", bescheinigte die Presse, »eines der interessantesten Debüts des Jahres« zu sein. "Die Seelen von London" ist ihr zweiter phantastischer Kriminalroman.Meine Meinung:Als hätte DI Jonathan Dark noch nicht genug mit seinen privaten Problemen zu tun, muss er nun auch einen Stalker in London jagen, der auch vor Mord nicht zurückschreckt.Maria, die durch eine Augen-OP nicht mehr blind ist - aber immer noch ihre Augenbinde aus Gewohnheit trägt - soll seine nächste potentielle Frau werden. Und wenn sie ihn nicht will, wird er sie sich eben mit Gewalt nehmen. Im Schlamm der Themse findet sie einen Ring inklusive Finger, der ihr eine unmissverständliche Botschaft erzählt: "Willst du mich heiraten, Maria?"Dark versucht mit allen Mitteln den Mörder zu finden, und hat dabei merkwürdige Erlebnisse in einem verfallenen Haus, auf das er aufpassen soll. Gegenstände sind plötzlich an ganz anderen Plätzen zu finden, und des nachts hört er eine unterschwellige Stimme in seinem Kopf, die ihm einreden will, dass er zu nichts taugt.Nebenan betreibt Frank ein Beerdigungsinstitut. Er kann mit Geistern kommunizieren, und zeigt Dark, dass es mehr zwischen Leben und Tod gibt, als dieser bisher zu wissen glaubte."Die Seelen von London" hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig, und die Story an sich mit dem spannenden Fall und den Geistererscheinungen schön undurchsichtig und rätselhaft.A. K. Benedict hat das "Leben" nach dem Tod auf interessante Weise beleuchtet. Und nun denke ich auch, dass es um mich herum von Toten nur so wimmelt. Nur nicht jeder kann sie sehen.Auch die kranken Gedanken und Fantasien des Stalkers bzw. Mörders konnte man als Leser mitverfolgen.Maria und ihr Hund Billy sind mir ans Herz gewachsen, wobei es für mich so viele Verdächtige in ihrem Umfeld gab, dass ich fast jeden im Visier hatte.Die Auflösung hat dann überrascht.Auch vom Setting gefiel mir das Buch, wobei auch die Dialoge bestachen. Ich könnte es mir gut als Verfilmung vorstellen.Die Ermittlungsarbeit hat nicht nur die Polizei in Atem gehalten.4 Sterne für einen Krimi mit viel Mystik und Fantasy.Gespenstisch gut!

    Mehr
    • 3
  • Hat mich leider nicht überzeugt

    Die Seelen von London
    Nirena

    Nirena

    19. June 2017 um 16:49

    Die Idee erinnerte mich  ein wenig an die Welt von Ben Aaronovitch. Natürlich habe ich nicht dessen sarkastische Schreibweise erwartet, habe aber auf ähnliche Komplexität gehofft.Leider ist so ziemlich alles an der Handlung nur halbgar.Unsere Hauptprotagonistin und Stalkeropfer Maria ist an sich schon etwas seltsam. Blind geboren könnte sie nach erfolgreicher Operation eigentlich sehen, trägt seither aber eine Augenbinde, um dies nicht zu müssen. Auch das Wissen, von einem Stalker verfolgt zu werden, kann sie davon nicht abbringen.Detective Jonathan Dark macht anfangs einen intelligenten, tiefgründigen und smarten Eindruck. Je weiter die Handlung fortschreitet, desto mehr versinkt er aber in seinem Selbstmitleid, wodurch er den Fall beinahe in den Sand setzt und bei mir durch seine anhaltende Lethargie leider nicht punkten konnte.Die Toten, die in Form von Geistern in der Welt vorhanden bleiben, nur nicht von allen Lebenden wahrgenommen werden, bieten meines Erachtens eine Menge Potential, das leider auch nur in Teilen ausgeschöpft wurde.Der Lesefluss ist gut, da man immer darauf hofft, tiefer unter die Oberfläche des Ganzen zu gelangen, nicht wissend, dass sich die Hoffnung nicht erfüllen wird. Die Identität des Stalkers ist nicht leicht zu erraten und gut gewählt und begründet - dessen Ergreifung wird aber dann sehr lapidar in zwei Nebensätzen abgehandelt.Zusammen genommen konnte "Die Seelen von London" meine Erwartungen nicht erfüllen, unterhaltsam war es dennoch, mit Maria und Jonathan eine andere Seite Londons zu entdecken.

    Mehr
  • Geister sind auch nur Menschen

    Die Seelen von London
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    17. June 2017 um 11:36

    London – Hauptstadt Großbritanniens, 8,5 Millionen lebende Menschen. Aber wie viele Geister, Gespenster, Spukgestalten tummeln sich auf den Straßen und Plätzen dieser gewaltigen Metropole?! Die Bevölkerungsdichte von London ist immens groß und glaubt man alten Geschichten und Legenden, ist England sowieso prädestiniert und weist eine eindrucksvolle Anzahl von legendären Gespenstern auf. An historischen Orten, wie z.B. dem Tower könnte man mit viel (un)Glück auch auf prominente und adlige Gespenster treffen. Paranormale Phänomene, Geistererscheinungen faszinieren uns seit jedem, nicht umsonst haben Geistergeschichten zu jeder Zeit eine eindrucksvolle Hochkonjunktur.Die englische Autorin A.K. Benedict hat nach: „Die Eleganz des Tötens“ nun einen zweiten phantastischen Kriminalroman beim Münchner Verlag Knaur veröffentlicht: „Die Seelen von London“.Die Handlung konzentriert sich auf zwei Ebenen. Zum einen wird die ehemals, blinde Maria King von einem mörderischen Stalker verfolgt, zum anderen gibt es Verbrechen eines Syndikats, das den mysteriösen Namen „Der Ring“ trägt, deren elitäre Mitglieder tragen einen Ring aus gepresster, veredelter Asche toter Menschen. Ja, es ist ein wenig obskur. Detective Jonathen Dark hat alle Hände voll zu tun und nebenbei natürlich noch ein paar ganz private, persönliche Herausforderungen. Als wenn man nicht schon genug mit den Lebenden zu tun hat, so gibt es da noch ein paar verdammt, verärgerte Gespenster, die nach ihrem gewaltsamen Tod etwas empfindlich und nachtragend reagieren. So weit, so gut – „Die Seelen von London“ ist originell, spannend, manchmal auch durch den ungemein ironischen Humor, insgesamt absolut empfehlenswert. Skurrile sind alle Protagonisten, ob nun lebendig oder tot und interessante gezeichnet allemal. Ein Geist ,der Taxi fährt, die Frau eines Bestattungsunternehmers die nach ihrem Tod im Geschäft noch immer aushilft –soviel zu einigen Geistern. Die Lebenden sind ebenfalls etwas grotesk: Der Ermittler Jonathan Dark, der ein paar sehr eigentümliche persönliche Herausforderungen hat, und dem Geisterreich einfach etwas ignorant entgegensteht. Maria King, die nach einer erfolgreichen Operation, dass Augenlicht gegeben wurde, die aber lieber weiter „blind“ sein möchte und der Bestatter Frank, der die Geister immer sieht und mit ihnen seit seiner Kindheit kommunizieren kann. Klar, dass die Story abgefahren ist – aber dennoch brillant. „Die Seelen von London“ lebt quasi durch eine sehr geistreiche, höchst lebendige Handlung. Viel Humor, tolle Dialoge, spannende Entwicklungen sind wohldosiert eingesetzt und die Nebenhandlungen lassen selbst die Geister nicht zur Ruhe kommen. Auch Geister (waren) und sind nur Menschen und verfügen, allesamt über gewisse Alltagsprobleme.Die Charaktere allesamt sind noch nicht final ausgebaut, dass merkt man, und alles weist daraufhin, dass „Die Seelen von London“ der Auftakt einer herrlichen Romanreihe ist. Fazit„Die Seelen von London“ von A.K. Benedict ist für mich ein Roman, der mit zu den originellsten in diesem Jahr gehört.Tolle Idee, die stoffliche und geistige Welt miteinander zu kombinieren. Die Handlung ist nicht gruselig, oder besonders blutig – sie ist einfach spannend durch ihre Figuren, seien diese noch lebendig oder tot. Der Kriminalfall ist ebenfalls höchst unterhaltsam und spannend erzählt, zumal auch der Täter persönlich seine Perspektive beschreibt. „Die Seelen von London“ – geistreiche, lebendige Spannung die spannend und schmunzelt erzählt wird. Frisch und witzig – ein Buch, das Spaß macht und hoffentlich fortgesetzt wird. Michael Sterzik

    Mehr
  • Mischung aus Fantasy und trillerartigen Krimianteilen, spannend erzählt und auch ein wenig gruselig

    Die Seelen von London
    Buchraettin

    Buchraettin

    14. June 2017 um 08:47

    London. Die Stadt an der Themse- es hat schon eine gewisse unheimliche Stimmung, wenn der Nebel über der Stadt liegt. Maria ist eine junge Frau, von Geburt an blind, doch eigentlich kann sie sehen, nach einer Operation – aber sie trägt weiterhin eine Augenbinde. Sie durchsucht den Schlamm an den Ufern der Themse nach Fundstücken. Hierbei findet sie aber auch eine Nachricht an sie- eine Nachricht in einer Schachtel mit einem gruseligen Inhalt. Die Geschichte ist eine Mischung aus Kriminalfall, Geistergeschichte und wirklich spannend zu lesen.Der Prolog beginnt sehr spannend. Und führt schon die ersten Figuren der Geschichte ein. Für mich war es eine Mischung aus Krimi / Thriller und Fantasieanteilen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Der Bestatter, der mit Geistern kommuniziert, verbunden mit dem Kriminalfall der jungen Frau, die von einem Stalker verfolgt wird, ich habe die Geschichte als wirklich fesselnd zu lesen empfunden. Die junge Frau heißt Maria und wurde blind geboren. Nach einer Operation kann sie eigentlich sehen, aber sie trägt weiter eine Augenbinde. Die Figur wurde sehr gut ausgeformt. Sie ist selbstbewusst, aber mit dieser Eigenschaft, dass sie blind war und nun eigentlich sehen konnte, aber trotzdem diese Binde trägt, das ist ungewöhnlich. Mir haben am besten die Szenen mit den Geistern gefallen. Ich fand es nicht zu unheimlich, aber sehr spannend zu lesen. Die Idee eines Bestatters, der mit Geistern kommuniziert und auch die Erklärungen zur Geisterwelt, das fand ich sehr originell und auch gelungen. Die Szenen mit dem Stalker, das war mir manchmal etwas zu lang erzählt, das hat mich dann nicht so ganz fesseln können. Was mir gut gefallen hat, ist diese geheimnisvolle Verbindung, die im Lauf der Geschichte auftaucht- das bringt noch mehr Geheimnisse und Spannung in die Geschichte. Immer wieder gibt es auch Details zu London, das hat mir auch sehr gut gefallen- es fängt ein wenig den Flair der Stadt ein. Die Perspektive wechselt immer wieder von Maria, zum Polizisten und auch zum Stalker, dem Bestatter Frank oder anderen Figuren. Diese wird nicht gekennzeichnet, aber ich konnte trotzdem immer gut weiterlesen in den jeweiligen Erzählweisen.Eine gelungene Mischung aus Fantasy und trillerartigen Krimianteilen, spannend erzählt und auch ein wenig gruselig mit den Geisterszenen- spannende Lesestunden inclusive. 4 Sterne

    Mehr