Die Seelen von London

von A. K. Benedict 
3,5 Sterne bei34 Bewertungen
Die Seelen von London
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Positiv (18):
AllerleiRauschs avatar

Nach Startschwierigkeiten entwickelte sich dieses Buch zu einem echten Pageturner...

Kritisch (8):
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Nach 200 Seiten abgebrochen. Gefiel mir überhauüt nicht

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Inhaltsangabe zu "Die Seelen von London"

Glauben Sie an Geister?

Nein? Dann geht es Ihnen wie Detective Inspector Jonathan Dark, der in London einen Frauenmörder jagt. Gerade erst hat das potentielle Opfer, die blinde Maria, bei einer ihrer "Schatzsuchen" im Schlamm der Themse einen menschlichen Finger gefunden. Darauf ein gelber Diamantring und eine Botschaft in Braille-Schrift: "Willst du mich heiraten, Maria?"
Wenn Jonathan Dark Maria retten will, muss er lernen, seiner Intuition zu vertrauen. Und den Seelen, die unsichtbar zwischen den Lebenden wandeln und ihre ganz eigenen Rachepläne hegen.

A.K. Benedict hat eine unwiderstehliche Mischung aus Krimi, Grusel und Urban Fantasy geschaffen - für alle, denen Ben Aaronovitch nicht unheimlich genug ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426520550
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.2017

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    _Vanessa_s avatar
    _Vanessa_vor 9 Monaten
    Konnte mich leider nicht so überzeugen, wie erhofft

    Maria King ist blind und sucht als Schlammgründlerin am Ufer der Themse nach verborgenen Schätzen. Eines Tages kommt ihr dabei eine rechteckige Schachtel zwischen die Finger, eine Schmuckschachtel mit einem Ring, gebettet auf einem Polster.. Nein, ein Polster ist es nicht, ein Polster wäre nicht so kalt und hart und hätte vor allem keinen Fingernagel.. Im Deckel der Schachtel steht in Braille "Heirate mich, Maria."
    Detective Inspector Jonathan Dark ist beunruhigt. Schon einmal wurde eine junge Frau mit ähnlichen Botschaften beglückt, bevor sie von ihrem Stalker ermordet wurde. Die Suche nach dem Täter scheint aussichtslos, doch dann bekommt Jonathan Dark unerwartete Unterstützung übernatürlicher Art..


    Meine Meinung:
    "Die Seelen von London" klang nach einem spannenden und unterhaltsamen Thriller/Krimi mit übernatürlichen Elementen. Die Inhaltsangabe hat mich direkt angesprochen und ich war gleich neugierig auf die Geschichte.

    Der Schreibstil der Autorin las sich flüssig und angenehm. Sie schreibt die Geschichte aus der Sicht eines außenstehenden Erzählers in mehreren Perspektiven, was gut zum Buch passte und mir gefiel.

    Leider muss ich sagen, dass dies auch schon das Einzige ist, was mir wirklich gut gefiel. Versteht mich jetzt aber bitte nicht falsch, schlecht fand ich das Buch definitiv nicht, sonst hätte ich es nicht beendet.

    Mit der Geschichte wurde ich leider an keiner Stelle so wirklich warm. Sie konnte mich nicht fesseln, nicht mitreißen, ich konnte nicht richtig in sie eintauchen. Der Handlungsverlauf war eher ruhig, wie ich finde, nicht so unterhaltsam, wie ich es mir vorgestellt hatte und auch nicht so spannend wie gedacht. Gelangweilt habe ich mich trotzdem nie und die Geschichte war an sich schlüssig und okay zu lesen. In gewisser Weise wollte ich auch wissen, wie es weitergeht (auch hier wieder, wenn es nicht so gewesen wäre, hätte ich es nicht beendet), war neugierig, was als Nächstes passiert, was noch ans Licht kommt und ob der Stalker geschnappt wird.

    Mit den Charakteren ging es mir ähnlich, auch mit ihnen wurde ich nicht warm, sie konnten mich nicht berühren/mitreißen und absolut nicht abholen. Ich fand sie blass, sie konnten mich nicht überzeugen, allerdings fand ich sie auch nicht komplett unüberzeugend, falls das Sinn ergibt.

    Fazit:
    Ich weiß nicht, ob es am Buch oder an mir lag, ich die falschen Erwartungen hatte, es der falsche Zeitpunkt für die Geschichte war, aber "Die Seelen von London" und ich wurden leider keine wirklichen Freunde.



    Die Rezension ist zuerst auf meinem Blog "Vanessas Bücherecke" erschienen.

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    TillyJonesbloggts avatar
    TillyJonesbloggtvor 10 Monaten
    Kein typischer Krimi!

    Inhalt/Meinung
    Bei dem Buch „Die Seelen von London“ sprach mich auf den ersten Blick das Cover an, auf den Zweiten der Klappentext. Ich dachte, ich habe vielleicht einen Jugendkrimi in der Hand, aber weit gefehlt. Die ganze Geschichte hatte ganz viele Überraschungen für mich parat und … vielleicht greife ich etwas vor. Fangen wir am Anfang an.

    Klischee Detektiv? Am Anfang ja, dann Nein! Das war die erste Überraschung! Detective Inspektor Jonathan Dark ist der typische Klischeedetektiv. Abgehalftert, von der Frau verlassen, stellenweise ungepflegt und natürlich kommt ein alter Fall, der ungelöst ist und ihn nie losgelassen hat. Nach den ersten Seiten dachte ich wirklich, ich habe einen typischen 0815-Roman erwischt. Aber Jonathan Dark belehrte mich schnell eines Besseren, denn er zeigte mir einige Seiten von sich, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Er ist vielschichtig, hat tatsächlich noch Lust an seiner Arbeit und die familiären Probleme drängen sich auch nicht in den Vordergrund. Ich weiß nicht, ob ein glücklicher Detektive ohne Probleme nicht auch mal funktionieren würde, aber man sollte hier in der Geschichte über die Sorgen von Dark hinwegsehen, denn sie sind zwar ein wichtiger Bestandteil, aber ziehen Dark nicht so weit runter, dass er im Alkohol versinkt.

    Die Geschichte als solche, der Fall den es zu lösen gilt, war für mich noch nicht mal das Interessanteste. Am Besten fand ich die ganzen Figuren, die neben Jonathan Dark die Geschichte zu der machen, die sie ist. Vielschichtig und voller Überraschungen. Da wäre der Bestatter, der viel mehr ist als einfach jemand der die Toten zu Grabe trägt. Da wäre das vermeintliche Opfer, eine junge blinde Frau, die viel mehr sieht, als jeder andere in der Geschichte. Jede Figur, die ich während des Lesens traf, hatte ihre eigene Geschichte, die mir nach und nach erzählt wurde. Dafür, dass die Figuren so interessant sind, hatten einige von ihnen fast schon zu wenig Zeit, um ihre eigene Stimme finden zu können. Gerade der Bestatter hätte ruhig öfter zu Wort kommen dürfen.

    Was mir noch sehr gefallen hat waren die Beschreibungen, die immer wieder auftauchten (siehe Zitate!). Sie waren zwischen Geistern, Krimifällen und dem nebligen London das, was die Geschichte zum Leben erweckte und ihr zeitgleich eine interessante Einzigartigkeit verlieh. Ich habe hier nur ein paar Zitate rausgesucht, aber diese wunderbaren Beschreibungen ziehen sich durch das ganze Buch.
    Die Schreibweise allgemein ist sehr angenehm und die Geschichte dadurch sehr flüssig zu lesen. Ich hatte immer Bilder von London vor Augen, auch wenn ich selbst noch nie dort war.

    Was mich auch sehr angesprochen hat, waren die Geisterdarstellungen. Ohne viel Spoilern zu wollen, ist diese Welt, die neben der unseren existiert, derart genial, dass sie mich hin und wieder mehr interessiert hat, als die Realität. Der Autor hebt sie nicht in den Vordergrund, aber dennoch schwebt die Geisterwelt doch immer über den Figuren und lässt sie nicht los.

    Fazit
    Für Krimiliebhaber ist dieses Buch sicherlich ein kleines Leckerchen für zwischendurch, allerdings sollte beachtet werden, dass hier eindeutig fantastische Elemente mit einschlagen und es kein normaler Krimi ist. Wen das nicht stört, wird an „Die Seelen von London“ seine Freude haben!

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    TatjanaVBs avatar
    TatjanaVBvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nach 200 Seiten abgebrochen. Gefiel mir überhauüt nicht
    Unerklärliche Morde und spuckende Geister

    Klappentext
    Glauben Sie an Geister?Nein? Dann geht es Ihnen wie Detective Inspector Jonathan Dark, der in London einen Frauenmörder jagt. Gerade erst hat die blinde Maria bei einer ihrer »Schatzsuchen« im Schlamm der Themse einen menschlichen Finger gefunden, darauf ein gelber Diamantring und eine Botschaft in Braille-Schrift: "Willst du mich heiraten, Maria?"Wenn Jonathan Dark Maria retten will, muss er lernen, seiner Intuition zu vertrauen. Und den Seelen, die unsichtbar zwischen den Lebenden wandeln und ihre ganz eigenen Rachepläne hegen.Eine unwiderstehliche Mischung aus Krimi, Grusel und Fantasy - für alle, denen Ben Aaronovitch nicht unheimlich genug ist.

    Inhalt & Fazit
    Zunächst denkt man das sich hier zwei unterschiedliche Handlungsstänge aufbauen, ich denke jeodch das sich schließlich überschneiden werden. Diese Buch jedoch konnte mich jedoch überhauüt nicht fesseln und überzeugen. DIes ist mein erstses Buch dieses Jahr das ich abgebrochen habe ( nach ca. 200 Seiten)

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor einem Jahr
    Die Seelen von London

    Lesegrund:

    Der Klappentext dieses Buches hat meine Neugier auf den Inhalt direkt geweckt, vorallem da ich mir eine etwas andere Kriminalgeschichte davon versprochen habe. 

     

    Handlung: 

    In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Jonathan Dark. Jonathan arbeitet als Detective Inspector in London und befindet sich gerade auf der Jagd nach einem Frauenmörder. Noch komplizierter werden die Ermittlungen, als das potentielle Opfer, die blinde Maria, einen menschlichen Finger im Schlamm findet, an dem ein Ring steckt mit der Braille - Aufschrift "Willst du mich heiraten, Maria?". Um Maria zu beschützen und den Fall zu lösen, begibt sich Jonathan auf Pfade, die ihm gänzlich neu sind und ihm Dinge zeigen, die er nicht für möglich gehalten hätte ...

     

    Schreibstil: 

    Der Schreibstil von A.K. Benedict hat mir zum Teil ganz gut gefallen, aber zu Beginn hatte ich, vorallem aufgrund des etwas übersteigerten Anfangs, ein paar Startschwierigkeiten. Diese legten sich jedoch nach kurzer Zeit und ich konnte richtig in die Handlung abtauchen. Es gibt zwei Erzählstränge, die beide reizvoll sind, aber, in meinen Augen, ein kleines bisschen zu spät zusammenlaufen.

    Charaktere: 

    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Ich mochte besonders John und Maria gerne, aber beispielsweise auch der Stalker als Antagonist, war authentisch dargestellt. Die Nebencharaktere hätten, für mich, gern ab und an mehr Raum haben dürfen, aber ansonsten war ich zufrieden mit der Mischung.

     

    Spannung: 

    Den Spannungsbogen hat A.K. Benedict besonders durch die verschiedenen Handlungsstränge aufrechterhalten können. Leider habe ich die Handlung zwischendurch mehr als einmal als zu langatmig empfunden, was die Spannung für mich ein wenig dämpfte. 

     

    Emotionen:   

    Die Emotionen waren, in meinen Augen, meistens authentisch dargestellt, was vorallem durch den Protagonisten toll zum tragen kam. Ich hätte mir manchmal allerdings noch ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht, was sicherlich auch dem Punkt der Emotionen gut getan hätte. 

     

    "Die Seelen von London" punktete bei mir durch eine tolle Idee, welche aber leider nicht alle Ecken und Kanten kaschieren konnte. Dennoch ist dieses Buch durchaus eine nette Lektüre, in einem besonderen Setting gewesen. 

     

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    MinaRicos avatar
    MinaRicovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das schauderhafte London, einfach herrlich!
    Es gibt mehr zwischen Leben und Tod...

    DI Jonathan Dark hat wahrlich genug private Probleme, muss sich jedoch in seinem Job mit einem Starker rumschlagen, der die (nicht mehr) blinde Maria stalkt.

    Maria war blind, hat sich aber einer Augen-OP unterzogen und kann eigentlich wieder sehen. So ganz kommt sie aber mit der neuen Situation nicht klar und daher trägt sie aus Gewohnheit noch ihre Augenbinde. Sie kennt London auf ihre Weise wie keine andere. 

    Sie schlammgründelt bei Ebbe in der Themse und eines Tages findet sie einen abgetrennten Finger mit einem Ring. Zusätzlich erhält sie eine Botschaft "Heirate mich, Maria". 

    Es stellt sich raus, dass der Staller, der seine Spuren perfekt verwischt, alles über Maria weiß und über jeden ihrer Schritte informiert ist. 

     

    DI Dark, der den Fall wie gesagt untersucht, zieht unterdessen in eine verfallenes Haus und wird mit unheimlichen Dingen konfrontiert. Er geht dem nicht näher nach, bis er seinen Nachbarn Frank, seines Zeichens Bestatter, kennenlernt und dieser ihm eine Welt zwischen Leben und Tod zeigt. London wird von Geistern heimgesucht. Nur kann sie nicht jeder sehen.

    Aber was haben diese Geister mit dem Fall um Maria zu tun?

     

    Ein spektakuläres und phantastisches Abenteuer hinter der großartigen Kulisse Londons. Das Buch hat mich stellenweise stark an die mittlerweile 6-teilige mystische London-Reihe von Ben Aaronovitch  erinnert ("Flüsse von London" etc.). 

    Der Schreibstil ist wirklich gut und als ausgesprochener London-Fan habe ich mich  mit dieser Lektüre sehr wohl gefühlt und kann sie nur weiterempfehlen. Auch wenn das Thema "mystisches und unheimliches London" nichts Neues ist, so steht dieses Buch für sich. 

     

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    Flatters avatar
    Flattervor einem Jahr
    originell und spannend

    Über den Autor:

    A.K. Benedict studierte Englische Literatur in Cambridge. Sie veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und arbeitet außerdem als Musikerin und Komponistin für Film und Fernsehen. (Quelle: Verlag)


    Zum Inhalt: Klappentext

    Glauben Sie an Geister?


    Nein? Dann geht es Ihnen wie Detective Inspector Jonathan Dar, der in London einen Frauenmörder jagt. Gerade erst hat das potentielle Opfer, die blinde Maria, bei einer ihrer "Schatzsuchen" im Schlamm der Themse einen menschlichen Finger gefunden. Darauf ein gelber Diamantring und eine Botschaft in Braille-Schrift. "Willst du mich heiraten, Maria?".

    Wenn Jonathan Dark Maria retten will, muss er lernen, seiner Intuition zu vertrauen. Und den Seelen, die unsichtbar zwischen den Lebenden wandeln und ihre ganz eigenen Rachepläne hegen.


    Meine Meinung:

    Man ist gleich in der Geschichte drin und diese gestaltet sich auch als sehr spannend und abwechslungsreich. Maria fand ich sehr sympathisch und sie muß so einiges erleben. Dark versucht mit allen Mitteln den Mörder zu finden. Doch es geschehen hierbei immer sehr merkwürdige Ereignisse. Die Charaktere sind durch die Bank weg alle gut dargestellt und authentisch. Der Schreibstil ist flüssig und ich fand die Idee der Story äußert gelungen. Es hat großen Spaß gemacht, dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Auch die kranken Gedanken und Phantasien des Stalkers konnte man gut mitverfolgen. Zu erwähnen wäre auch noch das tolle Setting. Die Story entwickelt sich immer schräger und das hat mir supergut gefallen. Die einzelnen Dialoge haben mich bestens unterhalten.


    Cover:

    Das Cover hatte sofort meine Aufmerksamkeit, mir gefallen die düsteren und bedrohlich wirkenden Farben sehr gut.


    Fazit:

    Das Übernatürliche gepaart mit Kriminalroman. Funktioniert sehr gut und hat mich begeistert.

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    bieberbrudas avatar
    bieberbrudavor einem Jahr
    Erwartungen nicht ganz erfüllt

    Willkommen in London: Ähnlich wie in Aaronovichs "Flüsse von London" (immerhin schon sechs Bände) verfasst sich Benedict in "Die Seelen von London" mit der mystischen Seite der historischen Stadt.

    Inhalt:

    Detective Inspector Darks neuer Fall ist ungewöhnlich: Im Schlamm der Themse findet die blinde Maria einen abgetrennter Finger - samt einem Ring mit der Inschrift "Heirate mich Maria". Kurz darauf beginnt ein Stalker ihr das Leben schwer zu machen. In welches Wespennest hat sie durch ihren Fund gestochen? Und was bezweckt ihr Stalker? Dark tappt zunächst im Dunkeln und muss letztendlich in die Geisterwelt Londons eintauchen, um den Fall lösen zu können...

    Meine Meinung:
    Aufgrund der Aufmachung des Buches und der Thematik muss sich "Die Seelen von London" natürlich mit der Peter Grant-Reihe messen. Während Aaronovitch seine Krimis mit viel Witz und Göttern anfüttert und den Ermittler einen Oberbösewicht jagen lässt, kratzt Benedict eher an er Oberfläche von Londons Geisterwelt und lässt auch den britischen Humor größtenteils im Hintergrund. Hier hatte ich immer wieder das Gefühlt, dass sich die Autorin bewusst zurück hält - vielleicht um sich von der anderen Reihe abzugrenzen? Das kann ich grundsätzlich verstehen, aber gerade London bietet doch allerhand Stoff für Geistergeschichten und ich hatte mir tatsächlich einen größeren Anteil an Mystik erhofft. Abgesehen von einigen sehr gelungenen Szenen bliebt das Buch hinter meinen Erwartungen zurück, aber vielleicht hebt sich die Autorin das ja für einen potentiellen Nachfolger auf?
    Die "Seelen von London" besteht aus zwei Handlungssträngen, die erst sehr spät(!) zusammenlaufen. Dadurch hat man das Gefühl, dass der Fall einfach nicht voran geht und die Geschichte sich etwas in die Länge zieht. Das wird verstärkt durch den Detective, der immer mehr im Selbstmitleid zu versinken scheint und deshalb im Verlauf der Geschichte an Sympathie verliert.

    Fazit:
    Der fantastische Krimi setzt sich bewusst von Aaronovitchs London-Reihe ab und bietet aufgrund eines blinden Stalkingopfers und der Geisterwelt Londons beste Voraussetzungen für eine spannende Lektüre. Leider bleibt das Buch aufgrund der teils zähen Handlung hinter den Erwartungen zurück. Ich vergebe 3 Sterne.

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    kleeblatt2012s avatar
    kleeblatt2012vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein geistreicher Roman im düsteren London.
    Geister + London = perfekter Mix

    Die blinde Maria findet an der Themse beim Schlammgründeln einen abgetrennten Finger mit einem Ring, in welchem „Heirate mich, Maria“ eingraviert ist. Detectiv Inspector Dark geht der Sache nach und kommt dabei einem ungewöhnlichen Stalker auf die Spur. Dieser verschleiert jedoch seine Existenz so gut, dass Dark und sein Ermittlerteam ständig im Dunkeln tappen und sogar falschen Hinweisen nachgehen. Doch dadurch ergibt sich ein weiterer Fall, der auch mit dem Ring an dem abgetrennten Finger zu tun hat. Denn dieser ist aus der Asche eines Verstorbenen hergestellt worden. Die Firma, die diese Schmuckstücke herstellt, scheint ebenfalls Dreck am Stecken zu haben. Dark kann jedoch nicht beweisen, wie diese beiden Spuren zusammenhängen und so gerät er an den Bestatter Frank, der ihm mit ungewöhnlichen Methoden zur Hand geht. Denn Frank kann Geister sehen…
    Ich liebe es, mich in London zu bewegen. Das Setting ist für mich einfach wundervoll und auch geradezu prädestiniert, dass sich dort Geistergeschichten abspielen. Vor der Kulisse dieser schönen Stadt kann man sich eben solche Spukgestalten sehr gut vorstellen. Die Mischung „London“ und „Geister“ führte dann auch dazu, dass ich mit großem Interesse an diesen Roman herangegangen bin. 
    Ich hatte allerdings einige Startschwierigkeiten, da die Autorin einen eigenwilligen Schreibstil hat. Nicht nur schreibt sie im Präsens, was für mich schon schwierig zu lesen ist, da ich ständig in die Vergangenheitsform falle, nein sie führt einem auch gleich zu Anfang etwas wirr durch die Geschichte. Doch nach einigen Seiten hatte ich mich daran gewöhnt und die Autorin konnte mich derart packen, dass ich das Buch eigentlich nur mit Widerwillen weglegen konnte.
    Die Protagonisten sind allesamt mit Problemen behaftet. Sei es die blinde Maria, die eigentlich nach einer OP wieder sehen kann, dies aber gar nicht will. Sei es der interessante DI Dark, der sich von seiner Frau getrennt hat, jedoch unsicher ist, ob er das Richtige getan hat. Sei es der Bestatter Frank, der mit einem ungewöhnlichen Hausgast zusammenlebt. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und alle müssen zusammenarbeiten, wenn sie den Stalker fassen wollen. Doch dieser macht es ihnen nicht leicht und hat zudem auch noch ein Limit vorgegeben, bis er sich Maria zu erkennen gibt und ihr ein Leid zufügen wird.
    Maria hat ein sehr außergewöhnliches Hobby. Sie ist Schlammgründlerin, d. h. sie geht bei Ebbe an das Ufer der Themse und gräbt in den Steinen und im Schlamm herum, bis sie etwas interessantes findet. Solche Funde sind z. B. Tonpfeifen, Münzen oder auch Scherben. Jedes „Ding“ das gefunden wird, hat seine Geschichte. Meist ist diese alt und kann auch historisch nachvollzogen werden. Doch dann gibt es auch grauenhafte Funde, wie der abgetrennte Finger. 
    Maria liebt diese Arbeit, kann darin versinken und abschalten. Ihre Blindheit hat ihr bis dahin sehr geholfen. Nun kann sie dank einer OP wieder sehen, möchte dies jedoch nicht und trägt deshalb permanent eine Augenbinde, damit sie weiter in „Dunkelheit“ lebt. So entgeht ihr einiges, obwohl ihr Hör- und Geruchssinn sehr ausgeprägt ist. 
    DI Dark ist eine sehr interessante Persönlichkeit. Er ist sehr melancholisch, was aber auch an der Trennung von seiner Frau liegt. Er denkt ständig an sie, fragt sich, ob er einen Fehler gemacht hat. Doch die Trennung ist in meinen Augen berechtigt. Man weiß aber auch, meist aus eigener Erfahrung, dass Liebe keinen Ausschalt-Knopf hat. Und so vergeht er in Selbstmitleid und zieht damit auch ungewöhnliche Figuren an.
    Der Charakter des Frank war mir persönlich eine der Liebsten. Er ist ein sehr ruhiger Charakter, der eine ungewöhnliche Gabe hat. Er kann Geister sehen und auch mit ihnen agieren. Er führt ein Bestattungsunternehmen und hat deshalb auch rund um die Uhr mit dem Tod zu tun. Es ist also von Vorteil, wenn die Toten ihm selbst sagen können, wie ihre Bestattung aussehen soll. Doch es gibt auch viele Nachteile, wenn man Geister sehen kann. 
    Die Idee, Geister mit ins Boot zu nehmen, ist zwar nicht neu, doch hat die Autorin diese geschickt ausgenutzt und auch in die Geschichte eingeflochten.Hier bin ich dann wieder auch beim Setting London, das einfach dazu passt. London ist dunkel, mysteriös, geheimnisvoll und voller Möglichkeiten. Dieser Mix führt dazu, dass man förmlich an der Geschichte klebt und nur mit Mühe loskommt.
    Dazu kommt eine spannende Handlung, die eigentlich in zwei Teile gesplittet ist. Einmal der geheimnisvolle Stalker, der Maria keine Ruhe lässt. Auf der anderen Seite die Recherche nach den Herstellern des Rings. Durch beide Teile zieht sich jedoch ein roter Faden, der am Ende zusammenläuft.
    Der Tod ist im Buch allgegenwärtig und begleitet alle wie ein unsichtbarer Schatten. Und das macht in meinen Augen die Geschichte auch so einzigartig. 
    Am Ende erlebte ich eine Überraschung, da ich doch ganz andere Vermutungen hatte. Ich mag es, wenn man mich auf eine falsche Fährte führt. 
    Auf eine Fortsetzung gab es auch Hinweise bzw. ich wünsche mir, dass es eine Fortsetzung gibt. Denn es hat sich gerade am Ende so einiges ergeben, was in einer Fortsetzung zu klären gilt. Und ich würde mich auch auf einen weiteren Teil freuen.
    Fazit:Ein sehr düster angehauchter Thriller mit vielen Fantasy-Elementen. Spannend, geistreich (Achtung! Wortspiel!) und fesselnd.

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    Haverss avatar
    Haversvor einem Jahr
    Origineller und unterhaltsamer Kriminalroman

    London, es gibt keine andere Metropole, die den passenderen Hintergrund zu A. K. Benedicts Roman liefern könnte. Die Verbindung von Kriminalroman und Urban Fantasy passt zu dieser Stadt wie die Faust aufs Auge, was jeder bestätigen kann, der sie schon einmal besucht hat.

    Im Zentrum der Geschichte steht Jonathan Lark, der nicht unbedingt dem Bild entspricht, das man sich von einem Detective Inspector macht. Er ist quasi obdachlos und nächtigt in seinem Büro, weil seine Gattin Probleme mit seiner ausgeprägten Vorliebe für Frauenkleider hat. Außerdem zweifelt er an sich und seinen Fähigkeiten, denn in einem früheren Stalking-Fall konnte er nicht verhindern, dass das Opfer getötet wurde. Aber vielleicht hilft der neue Fall, die Geister der Vergangenheit zu besiegen.

    Es geht um Maria, die ihre Tage damit verbringt, den Schlamm am Themseufer nach ungewöhnlichen Fundstücken zu durchsuchen. Sie war blind, hat aber nach einer Operation mittlerweile ihr Augenlicht zurückbekommen. Doch mit dem Zustand des Sehens kann sie nicht anfreunden, und so trägt sie noch immer eine Binde über den Augen, um im Zustand der Dunkelheit zu verharren. Als sie eines Tages einen makabren Fund macht und auch das Gefühl hat, verfolgt zu werden, sieht sie sich gezwungen, die Hilfe der Polizei in Anspruch zu nehmen.

    Auch wenn er in einem ähnlichen Fall schon einmal versagt hat ist Lark bemüht, alles in seiner Macht stehende für die Sicherheit Marias zu tun. Und diesmal erhält er glücklicherweise Unterstützung von einer Seite, die er nie im Leben erwartet hätte, denn London birgt so manche Überraschung – nicht nur für die Lebenden, sondern auch für die Toten. Und für den Leser sowieso!

    Beim Lesen des Klappentextes assoziierte ich sofort Ben Aaronovitchs Peter Grant-Reihe. Und der Vergleich ist in der Tat nicht sehr weit her geholt. Wie dieser Autor erzählt auch Benedict von einem verborgenen Bereich der Metropole, einer Schnittstelle, in der das Übernatürliche in Form von Geistern mit besonderen Fähigkeiten in die Bereiche der Lebenden eindringt – mit guten, aber auch mit bösen Absichten. Das hat natürlich zur Folge, dass die Story sich allmählich etwas schräger als erwartet entwickelt, was aber nicht negativ zu bewerten ist. Vielmehr verleiht es einer eher klassischen Krimihandlung den besonderen Touch, der durch das übernatürliche Element gepaart mit Wortwitz noch verstärkt wird. So ist „Die Seelen von London“ ein origineller Kriminalroman mit Fantasy-Elementen und eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.

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    Tom_Ehrenbergers avatar
    Tom_Ehrenbergervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Viele Handlungsstränge, unglaubwürdige Figuren. Bin nicht in die Geschichte gekommen und habe mir mehr erwartet.
    Ein Versuch!

    Ausgewählt habe ich dieses Buch schon alleine, weil die Protagonistin blind ist und von einem Stalker gejagt wird. Geister sind dabei für mich ein Bonus. Doch schon zu Beginn wird klar, die Protagonistin ist gar nicht blind, weil sie eine Operation hatte. Sie hat nur Angst davor zu sehen. Kann man schon verstehen, aber es geht nicht hervor. Der Ermittler schwankt zwischen Leitfigur und hoffnungsloser Fall, es sind einige Aktionen dabei, die man der Figur nicht abnimmt und die insgesamt sehr aufgesetzt wirken. Hier wurde auch mit allen Handlungssträngen zu viel mit zu wenig Worten verpackt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es auch sonst besser geworden wäre. Mein Fall war es nicht, sehr schade.

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