A. L. Kennedy Day

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Inhaltsangabe zu „Day“ von A. L. Kennedy

'Day' ist ein großer Roman über die Brutalität des Kriegs und seine Schrecken, über Freundschaft, die im Angesicht ständiger Todesgefahr entsteht und über die Unwägbarkeiten und Verwicklungen der Liebe. Erstaunlich leicht und ungezwungen erzählt A. L. Kennedy von der Last der Geschichte und von denen, die sie überlebten. Alfred Day kam der Krieg sehr gelegen. Auf der Suche nach Lebenssinn und Erfüllung fand er hier endlich seine große Aufgabe, echte Freunde und die große Liebe. Sein Leben begann und endete mit dem Zweiten Weltkrieg. In der Air Force ist er zum Mann gereift, als Heckschütze eines Lancaster-Bombers fand er seine Bestimmung, in der Crew seine Familie und in Joyce seine große Liebe. Worauf er nicht vorbereitet war, ist die Zeit danach, die Kriegsgefangenschaft und die Leere, die sich mit dem Frieden einstellt. Seine Crew ist tot, und Joyce hat er offenbar verloren.

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  • Erinnerungen eines Bomberpiloten

    Day

    PaulTemple

    Der britische Bomberpilot Day kommt - wie so viele andere - von den einschneidenden Kriegserlebnissen nicht los und fristet sein Dasein, einer Therapie gleich, als Statist bei einer Kriegsfilmproduktion in Deutschland. Durch das realistische Filmset eines Kriegsgefangenenlagers wird er erneut mit seiner Vergangenheit konfrontiert, mit seinem Hass auf den Vater, seinen Erlebnisse mit der Bombercrew und seiner verloren geglaubten Liebe zur verheirateten Hausfrau Joyce. Von der Konzeption durchaus interessant aufgebaut, jedoch gefiel mir der Schreibstil mit sich überlagernden Flashbacks und einem Mix aus Handlung und Gedanken nicht soooo sehr.  

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    Sabine17

    25. December 2014 um 14:59
  • Rezension zu "Day" von A. L. Kennedy

    Day

    Thomas_Kastura

    02. September 2010 um 18:22

    Hat Längen, trotzdem eine beeindruckende Geschichte über einen britischen Bombenschützen im 2. Weltkrieg, tolle Sprache.

  • Rezension zu "Day" von A. L. Kennedy

    Day

    HeikeG

    15. August 2008 um 11:52

    Eine Homerische Rehabilitation im stilistischen Bombenhagel A. L. Kennedy schreibt über einen früheren Krieg, "als Möglichkeit, über den heutigen zu schreiben und darüber, wer wir wirklich sind." Herausgekommen ist ein stilistisches Meisterwerk. Zu Beginn des Romans begegnet der Leser einem 25jährigen Briten 1949 auf einem Film-Set in der Lüneburger Heide. Es ist ein täuschend echt nachgebautes Kriegsgefangenenlager aus dem 2. Weltkrieg. Alfred Day - so sein Name - wirkt als Statist mit. Soweit nicht ungewöhnlich oder gar spektakulär. Doch Alfred war Heckschütze einer Bombercrew der Royal Air Force (RAF), die ihre "Ladung auf die Witwen und Waisen [schmiss]" und Städte wie Hamburg und Essen dem Erdboden gleichmachte. Er wurde zwei Jahre vor Kriegsende von den Deutschen gefangengenommen, misshandelt und für den Rest des Krieges in einem ebensolchen Lager interniert. Nun scheint seine "letzte Mission" erfüllt. Vier Entscheidungen hat er in seinem ganzen Leben getroffen. Drei konnte er bisher "erfolgreich" umsetzen: sich freiwillig zu melden, bevor er eingezogen wird (1939 fünfzehnjährig! realisiert), Heckschütze und nichts anderes zu werden und seinen Vater umzubringen. Blieb nur noch Punkt vier: "nach Deutschland ins nachgebaute Lager zurückzukehren". Vielleicht ein letzter Versuch, in dieser rekonstruierten "Lagerarchitektur" und der wilden Mischung von neuen und alten Diensthabenden, "guten" Deutschen, Vertriebenen und ehemaligen "Kriegies", seinen Krieg noch einmal zu durchleben, sich an alles zu erinnern und Geschehnisse aufzuarbeiten, um eine mögliche Katharsis zu erreichen. Denn der schwer Traumatisierte hat ein Problem: "Müdigkeit - oder eher Ärger über seine Müdigkeit - oder doch eher Müdigkeit, die von seinem Ärger herrührte - oder womöglich beides." Alfred Day findet keinen Frieden im Frieden Weder mit sich selbst, noch in der vermeintlichen Inhaltsleere der Nachkriegswelt. Tatsächlich hat er sein ganzes Leben in Kriegszonen verbracht: Zuerst der ohne Regeln ausgetragene private Konflikt seiner gewalttätigen Kindheit (sein Vater, ein Fischverkäufer und brutaler Säufer, schlug ihn und seine Mutter) und dann das regelmäßigere Schlachtfeld des "offiziellen" Krieges, dessen Struktur, Stabilität und Kameradschaft er sogar liebte. Seine neue, wahre Familie ist eine aus sieben Männern zusammengeschweißte Crew eines Lancaster-Bombers, die offensichtlich wenig gemeinsam haben, aber auf sich allein gestellt wohl nicht überleben könnten. Sie teilen Erfahrungen, die für einen Außenstehenden, der nicht Nacht für Nacht Hunderte Meilen in feindliches Territorium fliegt, um Bomben auf Deutschland fallen zu lassen, kaum verständlich sind. Sie entwickeln ihre eigenen Rituale, singen ihre eigenen Lieder, haben einen unverkennbaren schwarzen Humor und schotten sich in ihrer eigenen Welt ab. Für Day sind sie Vaterersatz, Familie und Liebe: all das, was er zuvor nicht kennengelernt hat. Doch die fliegende Ersatzfamilie wird 1943 in der Nähe von Hamburg abgeschossen und Alfred ist alleiniger Überlebender. Jetzt im Frieden ist das innere Leben von Alfred Day ein Vakuum, voll mit Verlusten. Er vermisst seinen Krieg, vermisst die Crew. Er vermisst sogar die Entbehrungen des Kriegsgefangenenlagers (und ist dabei nicht der Einzige: anderswo auf dem Film-Set gräbt ein Trupp von ehemaligen Internierten, in einer Art Pawlowschen Reflex, einen Flucht-Tunnel oder will später mit gefälschten Papieren heimlich "flüchten"). Am meisten vermisst Alfred jedoch Joyce, seine Geliebte, die er bei einem Angriff auf London im Luftschutzkeller kennen- und lieben lernte und später wieder verlor. "Day" ist ein dichter, komplexer und komplizierter Roman. Endlos ist die Reihe der Bücher, die vom Kriegsleben zeugen, von Bomber-Kommandos und den Entbehrungen während der Internierung, aber Kennedy hat eine neuartige Sicht entwickelt. Ihr Erzählton ist ein überzeugend gespenstischer Akt der Bauchredekunst, bei dem der innere Monolog eines schwer gestörten, sich nicht artikulieren könnenden, jungen Mannes in Sprache umgewandelt wird. Sie lässt den Leser an den stumpfen, schmerzhaften, manchmal schönen und häufig komischen Gedanken Alfreds partizipieren. Auf diese Weise öffnet Kennedy den Blick in seine menschliche Seele: schön, schmerzlich und sonderbar. Doch leicht zu konsumieren ist das Buch nicht. Der Roman offenbart ein kühnes, experimentelles Schreiben: grammatikalisch wird ständig mit unterschiedlichen finiten Verbformen experimentiert, Kennedy schreibt einmal in der dritten, dann wieder der zweiten Person, geht manchmal sogar in die Ich-Erzähler-Perspektive, wechselt spontan die Zeiten. Liedlyrik fließt durch die Geschichte, die häufig einen ironischen Kontrapunkt zu den brutalen Hauptereignissen bildet. Dann wieder kombiniert die Autorin kursive und nicht interpunktierte Sätze. Mit diesen stilistischen Mitteln schafft Kennedy eine Art Textwahnsinn, der den Persönlichkeitszerfall ihres Hauptprotagonisten treffend dokumentiert. Das unpersönliche "Du" schafft eine innere Intimität Alfreds mit sich selbst und überträgt dessen emotionalen Rückzug linear auf den Leser. Die Ich-Form wiederum wird in sehr abschreckenden Momenten verwendet. All diese stilistische Finesse wurde eindrucksvoll von Ingo Herzke ins Deutsche übersetzt. Er transferiert Kennedys Ton linear und ohne literarische Einbuße. "Day" ist eine bemerkenswerte schriftstellerische Leistung von enormer Kraft. A.L. Kennedy ist eine unerschrockene Schriftstellerin, die die Köpfe ihrer Charaktere zu bewohnen scheint und ihre verworrenen Gedanken enträtselt und strukturiert. Dies hat sie bereits in ihrem letzten Roman "Paradies" (eine poetische, ungeschönte Studie einer alkoholkranken Frau) hervorragend unter Beweis gestellt. Auch "Paradies" begann mit einem Durcheinander von misstönenden Stimmen, die der Erzählerin im Kopf herumspukten. In "Day" stellt sie dem überreizten inneren Dialog zusätzlich die abscheulichen äußeren Ereignisse entgegen. In Momenten der Gleichgültigkeit des täglichen Entsetzens wiederum, entfaltet sie einen fast zärtlichen Blick auf die Natur oder eine tiefe Freundschaft, jedoch ohne jedwedes Pathos. Ebenso großartig sind ihre äußerst subtil Sinnbilder, die bei aufmerksamem Lesen überall versteckt sind. So können all die traumatisierten Personen des Romans und deren zerstörte Leben durchaus mit den genauso verwüsteten Städten des Nachkriegseuropas gleichgesetzt werden. Eine weitere beeindruckende Metapher konstruiert A.L. Kennedy mit Alfred Days großer Liebe Joyce. Sie bzw. Homers Odyssee (das Buch, was sie bei ihrem ersten Zusammentreffen las) stellen den Schlüssel zur seiner eigenen Rehabilitation dar: So wie dessen Irrfahrten wird sich auch in dieser subtilen, bewegenden Interpretation des Krieges der Kreis für Alfred schließen. Fazit: Obwohl es viele Momente voller Abscheu und Wut an der Monstrosität des Krieges gibt, ist Day ein Roman voller Empathie, Würde und Anstand - ein Meisterwerk!

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  • Rezension zu "Day" von A. L. Kennedy

    Day

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. June 2008 um 22:18

    Das erste Buch von Kennedy, was mich nicht so begeistert hat. Liegt vielleicht am Thema. Hab das Unverkennliche von ihr diesmal nicht gefunden im Text und in der Sprache. Schade.

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