A. Lee Martinez

 4 Sterne bei 594 Bewertungen
Autor von Diner des Grauens, Eine Hexe mit Geschmack und weiteren Büchern.

Lebenslauf von A. Lee Martinez

A. Lee Martinez wurde am 12. Januar 1973 in El Paso, Texas geboren. 1991 absolvierte er seinen Abschluss an der Gadsden High School in Anthony.

Alle Bücher von A. Lee Martinez

Cover des Buches Diner des Grauens (ISBN: 9783492281096)

Diner des Grauens

 (163)
Erschienen am 01.02.2017
Cover des Buches Eine Hexe mit Geschmack (ISBN: 9783492266550)

Eine Hexe mit Geschmack

 (67)
Erschienen am 01.09.2008
Cover des Buches Zu viele Flüche (ISBN: 9783492266987)

Zu viele Flüche

 (53)
Erschienen am 01.08.2011
Cover des Buches Die Kompanie der Oger (ISBN: 9783492266314)

Die Kompanie der Oger

 (47)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches Monsterkontrolle (ISBN: 9783492267021)

Monsterkontrolle

 (45)
Erschienen am 01.10.2011
Cover des Buches Gott im Unglück (ISBN: 9783492267526)

Gott im Unglück

 (34)
Erschienen am 12.11.2012
Cover des Buches Der automatische Detektiv (ISBN: 9783492266888)

Der automatische Detektiv

 (27)
Erschienen am 24.02.2009
Cover des Buches Terror der Tentakel (ISBN: 9783492269438)

Terror der Tentakel

 (22)
Erschienen am 12.05.2014

Neue Rezensionen zu A. Lee Martinez

Cover des Buches Miss Minotaurus - und der Huf der Götter (ISBN: 9783492280402)Yoyomauss avatar

Rezension zu "Miss Minotaurus - und der Huf der Götter" von A. Lee Martinez

Einschläfernd
Yoyomausvor 3 Monaten

Zum Inhalt:

Sie sind verflucht. Ihr Hund heißt Achilles. Und sie sind die wohl unwürdigsten Helden, die jemals mit einer göttlichen Odyssee betraut wurden. Die Fast-Food-Vekäufer Helen und Troy haben keine hervorstechenden Merkmale, bis vielleicht auf ihr Äußeres: Sie hat Hufe und viel zu viele Haare, und er ist einfach zu schick. Naja, aber wenn der Auftraggeber ein dunkler Burger-Gott ist, dann erklärt das vielleicht einiges ... Selbst im modernen magischen Amerika ist man nicht gegen die guten alten Götter und ihre Spielchen gefeit. Dies müssen auch die Jugendlichen Helen und Troy erfahren, die von einem machthungrigen Burger-Gott zuerst verflucht und dann auch noch auf eine Odyssee geschickt werden - epische Zyklopenkämpfe, verzauberte Orte und mysteriöse Rätsel inklusive ... Verfolgt von einer Bande spießiger Ork-Biker cruisen Helen und Troy geradewegs ins Verderben. Denn was sie nicht umbringt, macht den dunklen Gott, der sie beauftragte, stärker. Und der hat nichts anderes als den Untergang Amerikas im Sinne ...

 

 

Cover:

Das Cover fand ich sehr ansprechend. Wir sehen hier auf einer einsamen Straße inmitten der Wüste im comicartigen Stil ein Cabrio, in dem zwei Personen sitzen. Besonders auffallend ist dabei, dass die Frau Stierhörner auf dem Kopf hat. Das macht natürlich neugierig und ist deshalb absolut gelungen! Das ist einfach mal ein erstklassiges Cover!

 

 

Eigener Eindruck:

Mystische Sagenfiguren sind auf der Welt keine Seltenheit und allzeit bekannt. Trotzdem fällt Helen mit ihrem Fluch als Minotaurus durchaus auf und zieht immer wieder die Blicke auf sich, denn ihre Hörner, ihr Fell und ihr Kuhschwanz sind nicht zu übersehen. Um sich finanziell über Wasser zu halten arbeite sie in einem Burgerladen, was komischer nicht sein könnte, ist es doch der Fresstempel der Beefburger schlechthin. Doch darüber kann Helen hinwegsehen. Weniger über hinweg sehen können sie und ihr Kollege Troy, als Helen von ihrem Chef an einen Gott geopfert werden soll und eben jener Gott beschließt, dass sie und Troy seine neue Quest lösen sollen, um ihn wieder in die Reihen der anerkannten Götter auferstehen zu lassen. Mit einem verfluchten Mal auf der Hand und dem Wissen, dass sie keine ausgebildeten Helden sind und durchaus bei dieser Quest sterben können, machen sie sich auf den Weg, um ihr Schicksal zu erfüllen. Dabei werden sie von einer Horde Orks verfolgt, die spießiger nicht sein könnten und immer wieder müssen die beiden feststellen, dass die Launen der Götter einfach unergründlich sind…

 

Das Buch „Miss Minotaurus“ aus der Feder von A. Lee Martinez lässt mich mit recht gemischten Gefühlen zurück. Der Einstieg ins Buch klappt einwandfrei und die Geschichte nimmt auch richtig Fahrt auf, sodass die Seiten durch humorvolle Dialoge und einzigartige Ideen zuerst einfach nur dahin fliegen. Doch mit der Zeit stockt die Geschichte, die Spannung und auch der Witz gehen durch ellenlange Dialoge verloren und irgendwann ist die Geschichte nicht nur abgespaced, sondern eben auch recht langatmig. Ein besseres Schlafmittel gab es schlussendlich nicht mehr für mich als dieses Buch. Zehn Seiten und ich war erledigt. Deshalb habe ich mich auch sehr lange an dem Buch aufgehalten und hatte meine liebe Mühe hier überhaupt durchzuhalten. Es begann mit den beiden Antihelden Troy und Helen wirklich richtig gut, aber während Helen irgendwie immer nur wie der kleine Volltrottel hinter Troy hinterher wackelt und irgendwie ihre Rolle teilweise doch recht untergeht, macht sich von anderer Seite die Orks erst richtig wichtig und sollen blutrünstig sein, entpuppen sich aber schlussendlich dann eher auch nur als Witzfiguren. Und die Absichten der Götter, nun die scheinen im Buch immer mal zu wechseln und schlussendlich weiß man auch gar nicht mehr so recht, warum Helen und Troy schließlich aufgebrochen sind, weil das ganze Drumherum einfach nur noch verwirrt. Dabei liegt es nicht einmal an sprunghaften Szenen oder schlecht ausgearbeiteten Charakteren, ganz im Gegenteil. Es wird aber einfach alles toterklärt und mit einigen Seelsorgproblemen seitens Helen und Troy vermischt. Das war dann einfach doch zu viel des Guten und konnte mich nicht mehr begeistern. Schade. Weil es eigentlich ein wirklicher Geniestreich ist.

 

 

Fazit:

Wirklich grandiose Ideen, jedoch recht langwierig und langweilig verpackt. Das Buch ist definitiv Geschmackssache.

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783492280402

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 432 Seiten

Verlag: Piper

Erscheinungsdatum: 13.04.2015

 

 

 

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Diner des Grauens (ISBN: 9783492281096)Wortmagies avatar

Rezension zu "Diner des Grauens" von A. Lee Martinez

Pulp Literatur lebt!
Wortmagievor 8 Monaten

Lese ich Interviews des texanischen Autors A. Lee Martinez, beschleicht mich das Gefühl, dass der Mann einige Jahrzehnte zu spät geboren wurde. Seine Auffassung der Schriftstellerei sowie der Fantasy und Science-Fiction entspricht eher der Tradition der Pulp Literatur als modernen Standards. Während sich heutzutage sowohl der Buchmarkt als auch Autor_innen häufig scheuen, Neues auszuprobieren und lieber bei bewährten Mustern bleiben, sieht Martinez jeden weiteren Roman als Chance, mit Handlungsstrukturen und Charakteren zu experimentieren. Deshalb decken seine Bücher ein breites Spektrum ab und lassen sich nicht pauschal kategorisieren. Seinen Durchbruch feierte er mit „Diner des Grauens“, in dem er eine skurrile Geschichte erzählt, die auf den Seiten von Weird Tales sicher eine Heimat gefunden hätte.

In Rockwood passieren viele seltsame Dinge. In letzter Zeit sind diese Seltsamkeiten allerding noch … Nun, seltsamer als üblich. Seit Wochen wird die kleine Stadt von Zombies terrorisiert. Sie scheinen ein außerordentliches Interesse an Gil’s All Night Diner zu haben, ein ranziger Imbiss am Rand der Wüste. Am Essen kann das jedenfalls nicht liegen. Loretta, die das Diner übernahm, nachdem der alte Gil plötzlich spurlos verschwand und deren Cellulitedellen fast schon legendär sind, gibt ihr Bestes, um die wandelnden Toten mit ihrer Schrotflinte in Schach zu halten, aber egal wie viele sie abknallt, es kommen immer mehr und schaden dem Geschäft. Zu ihrem Glück schneien eines Abends Duke und Earl durch ihre Tür. Der massige Werwolf und der dürre Vampir sind eigentlich nur auf der Durchreise, erklären sich jedoch bereit, Loretta zu helfen. Sie finden heraus, dass Zombies noch das geringste Problem in Rockwood sind. Aber wer hätte schon gedacht, dass die Apokalypse in einem schmuddeligen Diner lauert?

Totgesagte leben länger. A. Lee Martinez beweist, dass Pulp Literatur noch längst nicht der Vergangenheit angehört. „Diner des Grauens“ ist zwar ein vollwertiger Roman und keine Kurzgeschichte, enthält aber so viele Merkmale dieser speziellen Gattung, dass ich keine Skrupel habe, diese Kategorisierung vorzunehmen. Wer dieses Buch aufschlägt, bekommt genau das, was Pulp Magazine wie Weird Tales einst versprachen: kurzweilige, unkonventionelle, kuriose Unterhaltung. „Diner des Grauens“ erzählt eine lockere, amüsante und actionreiche Geschichte, die nicht mehr anstrebt, als den Leser_innen ein paar schöne Stunden zu bescheren. Für mich hat es funktioniert, meine Lesestunden waren angenehm gefüllt. Ich genoss Martinez‘ unaufdringlichen Humor, der mich mit trockener, absurder Situationskomik konfrontierte, statt ein verkrampftes Witzfeuerwerk zu inszenieren und freute mich darüber, dass dieser niemals im Vordergrund steht. Der Versuch, eine lustige Geschichte zu konzipieren, führt häufig dazu, dass andere Aspekte vernachlässigt werden; Martinez umschifft diese Klippe, indem er den Witz von „Diner des Grauens“ nicht als Kern, sondern als Bonus behandelt, der sich durch die Eigenheiten der Charaktere und die Umstände beiläufig ergibt. Rockwood ist eine Kleinstadt, die bereits oft übernatürliche Phänomene erlebte. Daher lässt sich die Bevölkerung selbst von wiederholten Zombieangriffen, Geistern, untoten Kühen oder dem Auftauchen eines Werwolf-Vampir-Duos nicht aus der Ruhe bringen. Unsere Helden Duke und Earl sind völlig normale Typen – abgesehen von der Werwolf-Vampir-Sache. Sie widersprechen den meisten Klischees, denn sie haben sich durch ihre Transformationen charakterlich nicht verändert und Martinez veranstaltet um ihr jeweiliges paranormales Naturell kein Brimborium. Ich fand es erfrischend, wie selbstverständlich Duke seinen Wolf akzeptiert und dass Earl noch immer mit denselben Unsicherheiten zu kämpfen hat, die ihn quälten, bevor er ein Vampir wurde. Beide integrieren ihre Verwandlung so gut wie möglich in ihren Alltag, stoßen damit aber hin und wieder an die Grenzen der normalsterblichen Welt, was ungewollt komische Situationen einleitet. Die souveräne Abgeklärtheit der Rockwood-Einwohner_innen verbindet sich wunderbar mit dieser offensiv zur Schau gestellten Durchschnittlichkeit von Duke und Earl; beide Elemente kontrastieren herrlich mit den grotesken Ereignissen des Romans und verleihen „Diner des Grauens“ dadurch eine unaufgeregte Atmosphäre natürlicher Komik, ohne die Handlung zu überstrahlen. Schaut man an dieser Atmosphäre vorbei, findet man eine runde, in sich geschlossene und plausible Geschichte vor, die vom witzigen Tenor des Autors unabhängig ist. Nichts bleibt ungeklärt, weil Martinez sich konsequent auf das Wesentliche beschränkt und ausschließlich schildert, was für das Verständnis der Handlung relevant ist. Er verzichtet auf alles, was „Diner des Grauens“ nicht unbedingt braucht, wodurch er den luftigen Charme seines Romans optimal unterstützt. Natürlich hätte er beispielsweise auf Rockwoods Historie ausführlicher eingehen können – aber welchen Mehrwert hätte das für seine Leser_innen gehabt? Die Bedrohlichkeit seiner an Lovecraft erinnernden Apokalypse begreift man auch so.

„Diner des Grauens“ liest sich wie ein Film, den man sich abends gemütlich von der Couch aus ansieht, um sich berieseln zu lassen. Es ist keine Lektüre, für die das Herz brennt, aber sie macht Spaß und bietet abwechslungsreiche, skurril-amüsante Unterhaltung für Zwischendurch. Ich finde es super, dass es noch Autor_innen wie A. Lee Martinez gibt, die die Tradition der Pulp Literatur in Ehren halten und einfach Freude daran haben, Geschichten zu erzählen, die ihren Leser_innen eine mentale Auszeit verschaffen. Ebenso freut es mich, dass er zeigt, dass ein Roman zur reinen Unterhaltung nicht nachlässig hingeschmiert sein muss, sondern durchaus einen gewissen qualitativen Anspruch erfüllen kann. Gute Schriftstellerei ist eben immer eine Kunst – egal, welches Ziel sie verfolgt.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Die Kompanie der Oger (ISBN: 9783492266314)Olaf_Raacks avatar

Rezension zu "Die Kompanie der Oger" von A. Lee Martinez

Kurzatmig, aber nicht ganz mein Fall
Olaf_Raackvor einem Jahr

Ich fühlte mich ein wenig zurückversetzt in die Zeit, als ich hin und wieder Terry Pratchett gelesen habe. Wild, schnell und ein immerwährendes Chaos, das sich durch das gesamte Buch zieht. Nun gebe ich zu, dass ich nie der uneingeschränkte Fan von klamaukigen Fantasy-Büchern war – Pratchett Fans mögen es mir nachsehen. Die Geschichte um den ständig sterbenden und wiederkehrenden Never Dead Ned ist amüsant und gibt in dem Buch sicher keine langatmigen Passagen, dennoch hat es mich nicht vollends überzeugt. Fans von Pratchett hingegen dürften dem Buch sicherlich mehr abgewinnen und sich hier gut aufgehoben fühlen.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

A. Lee Martinez wurde am 12. Januar 1973 in El Paso (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

A. Lee Martinez im Netz:

Community-Statistik

in 579 Bibliotheken

von 98 Lesern aktuell gelesen

von 14 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks