A. M. Homes Das Ende von Alice

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Inhaltsangabe zu „Das Ende von Alice“ von A. M. Homes

Dieser Roman von A.M. Homes löste einen Skandal aus - jetzt ist er auch auf Deutsch erhältlich
Als A.M. Homes' Roman Das Ende von Alice 1996 in den USA erschien, sorgte er für heftigste Diskussionen, die selbst bis nach Deutschland überschwappten. Kein Verlag traute sich damals, das Buch auf Deutsch herauszubringen. Heute gehört A.M. Homes zu den anerkanntesten Schriftstellerinnen der Gegenwart, und es wird Zeit, diesen verstörenden, aus der Sicht eines pädophilen Kindermörders erzählten Text auch hierzulande zu entdecken.
Seit 23 Jahren sitzt Chappy, der Erzähler des Romans, im Gefängnis, er verbüßt eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an der zwölfeinhalbjährigen Alice Somerfield und hofft auf baldige Freilassung. Im Gefängnis erhält er Briefe von einem neunzehnjährigen Mädchen, das vorgibt, Chappy zu bewundern. Sie selbst verbringt die Sommerferien in ihrem Elternhaus und hat ein Auge auf den zwölfjährigen Nachbarjungen geworfen. Zwischen Chappy und dem jungen Mädchen entwickelt sich eine Brieffreundschaft, die um Begehren und Perversionen kreist. Das Perfide und eigentliche Skandalon dieses Romans ist neben den zahllosen geschilderten Widerwärtigkeiten die konsequent durchgehaltene Perspektive eines Menschen, dem es normal erscheint, Kinder sexuell zubegehren.Das Ende von Alice ist ohne Zweifel ein hochkontroverser Roman, in seiner Wirkung vergleichbar mit Bret Easton Ellis' American Psycho. Und wie dieser eine literarische Herausforderung.
'A.M. Homes ist für mich und andere Schriftsteller meiner Generation eine echte Heldin.' (Zadie Smith)
'Somerset Maugham schrieb: ›Das Normale ist die Ausnahme in der Welt.‹ Für jeden von uns, der glaubt, das Normale sei offensichtlich und ausschließlich von uns selbst zu definieren, liefert A.M. Homes' Roman ein starkes, verstörendes Gegenmittel.' (New York Times Book Review)
'Der Grund, warum sich Kritiker und Leser über ein so vorzüglich geschriebenes, ernsthaftes und wichtiges Buch empören, ist, dass sie selbst es erregend finden.' (Will Self, New Statesman)
'Moderne Pornographie, abscheulich. Ekelhafter Dreck.' (New York Times)

Trotz vieler Klischees bietet es dem Leser einen wichtigen Perspektivwechsel.

— littlestupidgod

An sich ein gutes Buch, aber nichts für Weichgesottene....

— Ashimaus

Ganz schwierig zu bewerten: Gutes Thema, aber Umsetzung/ Schreibstil war einfach schlecht. Schlussendlich zu viel Klischee. Schade.

— ClaraOswald

Eine ganz neue Geschichte, die in der Sichtweise des Mörders geschildert ist. Manchmal etwas irretierend, wer da mit wem spricht, aber trotzdem lesenswert.

— WriteReadPassion

ich lese es gerade.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

schon jemand gelesen?

— psychomaeh

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  • Wer dieses Buch gelesen hat, versteht warum es einen Skandal auslöste...

    Das Ende von Alice

    Ashimaus

    26. August 2016 um 09:57

    In dem Buch geht es um einen pädophilen Kindsmörder, der im Gefängnis sitzt und Briefverkehr mit einer 19-jährigen führt, die den 12-jährigen Nachbarsjungen verführen möchte.Dieses Buch ist wirklich harter Tobak und ich kann verstehen, warum es so einen ausgelöst hat.Als Mutter von einer kleinen Tochter und bald auch einem kleinen Sohn, war es für mich wirklich schrecklich zu lesen, wie ein Pädophiler ein Kind sieht und was ihm dabei durch den Kopf geht.Das Buch wird aus Sicht des Pädophilen erzählt. Es besteht aus Rückblicken in seine Kindheit, die Erinnerungen an seine Taten, der Gegenwart im Gefängnis und den Ausschnitten und Erzählungen aus dem Briefverkehr mit dem Mädchen. Die sexuellen Passagen sind erschreckend detailiert und vulgär geschrieben, was bei mir öfters zu Übelkeit geführt hat. Anhand seiner Erzählungen merkt man schnell, dass der Mann intellektuell gebildet ist. Er erzählt teilweise sehr philosophisch, aber oftmals vermischt er in den Abschnitten die Erzählungen des Mädchens mit seinen eigenen Erinnerungen oder Fantasien. Generell ist es manchmal sehr schwer zu verstehen, was jetzt Fiktion, Erinnerung oder Realität war.Das Ende ist grausam und erschreckend, wie das reale Leben leider auch!Fazit: Für Weichgesottene ist dieses Buch wirklich nicht zu empfehlen! Ich selbst bin froh es beendet zu haben und werde mich auch in nächster Zeit erstmal nicht mehr solcher Literatur widmen.

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  • Das Ende von Alice

    Das Ende von Alice

    Kerry

    20. May 2013 um 21:14

    Chappy sitzt seit über 20 Jahren im Knast, denn ihm wurde der Mord an der zwölfeinhalbjährigen Alice Somerfield zur Last gelegt. Wie viele andere Insassen auch, bekommt auch Chappy regelmäßig "Fanpost", die er allerdings im Laufe der Zeit immer weniger beantwortet. Doch ein Brief erregt seine Aufmerksamkeit. Eine 19-jährige schreibt ihm und dieser Brief ist anders, als alle anderen, denn dieses Mädchen teilt sein Begehren. Er begehrte einst Alice, sie begehrt einen 12-jährigen Nachbarsjungen - eine intensive Brieffreundschaft entwickelt sich. Immer intensiver werden ihre Briefe. Sie schildert ihm, wie sich langsam, aber sicher, ihrem Opfer nähert und Chappy schwellt in Erinnerungen, über seine gemeinsame Zeit mit Alice. Während Chappy hinter Gittern sitzt, sehnt er die Zeit herbei, wenn er endlich wieder in Freiheit ist und kann dennoch einfach nicht von der Vergangenheit, von Alice, loslassen, denn dieses Kind war wie ein Rausch für ihn. Auch hofft er sehr für seine Brieffreundin, dass sie mit ihrem kleinen Freund ebenso erfolgreich ist ... Abartig - aber gut! Der Plot wurde ausgesprochen detailliert und abwechslungsreich erarbeitet. Erzählt wird die Geschichte von Ich-Erzähler Chappy, welche sowohl in der Gegenwart spielt, während des Briefwechsels mit seinem jungen Fan, wie auch Rückblenden in die Vergangenheit inne hat, während seine Erinnerungen immer wieder zu seiner Zeit mit Alice zurückschwenken. Die Protagonisten wurden ausgesprochen tiefgründig erarbeitet, wobei mir bestimmte Handlungen echt an die Nieren gingen. Es hat mich zwischendrin fast gegruselt, weiter zu lesen, denn bestimmte Abartigkeiten waren selbst mir fast ein bisschen zu viel. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd und spannend zu lesen, weswegen ich das Buch am Stück gelesen habe.

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  • Das Ende von Alice von AM Homes.

    Das Ende von Alice

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. April 2013 um 03:41

    Der Erzähler sitzt gerade das Ende einer zwanzig Jährigen Haftstrafe wegen Mordes ab, als ihn ein Brief einer jungen Verehrerin erreicht. Doch die Studentin, die ihm da schreibt, ist, wie sich bald herausstellt, mehr als nur ein Fan des berüchtigten Kriminellen. Sie ist wie er, auf der Jagd nach einem jungen Liebhaber und dabei doch nicht im geringsten auf die Konsequenzen ihrer verbotenen Leidenschaft vorbereitet. Einer meiner ersten Gedanken nach der Lektüre dieses Romans war, so hätte sich „Lolita“ gelesen, wenn statt Vladimir Nabokov Chuck Palahniuk an der Schreibmaschine gesessen hätte. AM Homes, berüchtigt für ihre brisante Themenwahl, kombiniert literarische Perfektion und stilistischen Feinschliff mit der Faszination für das Ekelhafte, das was sich in den Hautfalten und dunklen Straßenecken sammelt und kreiert damit ihre ganz individuelle Version des Hebephilenplädoyers, welches Nabokov in den Fünfzigern zu Weltruhm verholfen hatte. Dabei liefert sie leider wenig neues, lässt ihre größte Stärke, die weibliche Stimme, links liegen und reitet doch nur uralte Klischees wund. Wiedererwarten sind Frauen und Mädchen auch bei AM Homes die ewigen Opfer, bis auf die Nymphe natürlich, die hatte es ja bei Nabokov schon so gewollt und anschließend gekriegt was ein ungezogenes Mädchen verdient. Der Unterschied liegt darin, dass bei AM Homes dieses verdiente Ende und alles andere brutale und vulgäre bis ins kleinste Detail beschrieben wird, bis die Ekelgrenze so stark nach Norden verschoben wurde, dass der Leser vom Titelgeber nicht einmal mehr schockiert ist. In der Mitte ein kurzer Lichtblick, den AM Homes selbst aber nicht bemerkt zu haben scheint, zumindest greift sie ihn nicht auf. Insofern bin ich inhaltlich von diesem Roman enttäuscht, da ich mehr erwartet hatte als die alte Leier und dann doch genau das zu hören bekam. Es fehlt diesem Buch der Sinn, ein Sinn der über etwaige voyeuristische Tendenzen seiner Leser hinausgeht. Denn dann kann ich an dieser Stelle auch das Original lesen und empfehlen, anstatt mir die Mühe zu machen einen neuen Autor den immer gleichen Faden weiterspinnen zu sehen. Leider liefert AM Homes keine neuen Antworten auf die Frage nach dem Bösen im Menschen und schreibt sich damit selbst ins Aus.

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  • Rezension zu "Das Ende von Alice" von A. M. Homes

    Das Ende von Alice

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. December 2012 um 05:27

    Der Erzähler sitzt gerade das Ende einer zwanzig Jährigen Haftstrafe wegen Mordes ab, als ihn ein Brief einer jungen Verehrerin erreicht. Doch die Studentin, die ihm da schreibt, ist, wie sich bald herausstellt, mehr als nur ein Fan des berüchtigten Kriminellen. Sie ist wie er, auf der Jagd nach einem jungen Liebhaber und dabei doch nicht im geringsten auf die Konsequenzen ihrer verbotenen Leidenschaft vorbereitet. Einer meiner ersten Gedanken nach der Lektüre dieses Romans war, so hätte sich „Lolita“ gelesen, wenn statt Vladimir Nabokov Chuck Palahniuk an der Schreibmaschine gesessen hätte. AM Homes, berüchtigt für ihre brisante Themenwahl, kombiniert literarische Perfektion und stilistischen Feinschliff mit der Faszination für das Ekelhafte, das was sich in den Hautfalten und dunklen Straßenecken sammelt und kreiert damit ihre ganz individuelle Version des Hebephilenplädoyers, welches Nabokov in den Fünfzigern zu Weltruhm verholfen hatte. Dabei liefert sie leider wenig neues, lässt ihre größte Stärke, die weibliche Stimme, links liegen und reitet doch nur uralte Klischees wund. Wiedererwarten sind Frauen und Mädchen auch bei AM Homes die ewigen Opfer, bis auf die Nymphe natürlich, die hatte es ja bei Nabokov schon so gewollt und anschließend gekriegt was ein ungezogenes Mädchen verdient. Der Unterschied liegt darin, dass bei AM Homes dieses verdiente Ende und alles andere brutale und vulgäre bis ins kleinste Detail beschrieben wird, bis die Ekelgrenze so stark nach Norden verschoben wurde, dass der Leser vom Titelgeber nicht einmal mehr schockiert ist. In der Mitte ein kurzer Lichtblick, den AM Homes selbst aber nicht bemerkt zu haben scheint, zumindest greift sie ihn nicht auf. Insofern bin ich inhaltlich von diesem Roman enttäuscht, da ich mehr erwartet hatte als die alte Leier und dann doch genau das zu hören bekam. Es fehlt diesem Buch der Sinn, ein Sinn der über etwaige voyeuristische Tendenzen seiner Leser hinausgeht. Denn dann kann ich an dieser Stelle auch das Original lesen und empfehlen, anstatt mir die Mühe zu machen einen neuen Autor den immer gleichen Faden weiterspinnen zu sehen. Leider liefert AM Homes keine neuen Antworten auf die Frage nach dem Bösen im Menschen und schreibt sich damit selbst ins Aus.

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  • Rezension zu "Das Ende von Alice" von A. M. Homes

    Das Ende von Alice

    Lesefee86

    28. September 2012 um 07:22

    Persönliche Zusammenfassung: Es sind nicht erst ein paar Tage, sondern 23 Jahre die "Chappy" im Gefängnis sitzt. In all den Jahren hat er immer wieder Post von draußen bekommen: Beleidigungen, Anfragen für Interviews, Hochzeitsanträge etc.. Doch bisher konnte ihn nur eine Kontaktaufnahme wirklich fesseln: Sie nennt sich Alice, ist neunzehn Jahre jung, und schreibt dem verurteilten Kinderschänder und Mörder von ihren Versuchungen einem Jungen gegenüber; der jünger ist als sie und den sie für ihre Spiele ausnutzen und verführen will. Fasziniert von ihren Beschreibungen, schwelgt er in Erinnerungen an seine Taten und gerät damit in einen gefährlichen Sog. Rezension: Dieses Buch wurde als Skandal angekündigt und von vielen Kritikern in der Luft zerrissen. Das Thema ist schon sehr gewöhnungsbedürftig, aber interessant dargestellt. A.M. Homes erzählt die Geschichte eines Kinderschänders unverblümt und gnadenlos, die man abstoßend findet, aber auch interessiert verfolgt. Der Täter selbst erzählt seine Geschichte, beschreibt seine Beweggründe und zieht den Leser so in den Bann. Zu Beginn ist es schwer in die Sprache die genutzt wird reinzukommen; nachdem man sich aber daran gewöhnt hat, folgt man Satz für Satz im raschen Tempo. Dennoch hat man immer irgendwie das Gefühl, das die Sprachwahl und Worte fast nicht aus dem Mund dieses Menschen, der solch brutale und abscheungswürdigen Taten verübt hat, stammen könnte. Alice wird als junge Frau beschrieben, die eine unerklärliche Sehnsucht nach „kleinen Jungs“ hat. Detailreich werden die Beschreibungen um ihre Taten und Pläne aufgezählt und zeitweise verliert sich der Protagonist in ihren Erzählungen, die er aus ihren Briefen an den Leser weiterreicht. Immer wieder erhält man kleine Einblicke in die Worte die Alice geschrieben hat, dann wieder springt die Geschichte schnell wieder in die Erzählwesie des Täters. Manchmal etwas zu abrupt, so das man erst überlegen muss, wer nun was tut und was real ist. Nach und nach gerät aber der Täter selbst in einen Sog der Erinnerunge und er berichtet über die wahre Alice. Die Alice, die ihn ins Gefängnis gebracht hat, die die er getötet hat. Es ist ein Buch das Abscheu in einem aufkommen lässt. Aber nicht nur gegenüber dem Täter, der kleinen wehrlosen Kindern böses getan hat, auch gegenüber anderer, wie den Mädchen. Denn die zu Beginn unbescholtenen und naiven Mädchen, werden nach seine ersten Berührung plötzlich zu Tätern und verlangen mehr.. Das Ende ist trotz all der Taten eine Überraschung. Denn es gestaltet sich ganz anders als erwartet. Und da fragt man sich, wer in diesem Fall der wahre Täter ist, wobei keinerlei Fragen gegenüber der Tat des Mannes stehen, denn seine Schuld ist deutlich. Ein Buch das wirklich nur der lesen sollte, der keine Albträume von zu detailierten Beschreibungen bekommt. Trotz des Themas, das eine große Abneigung in mir geweckt hat, ist dieses Buch dennoch eine interessante Mischung, aus den verschiedensten Erzählweisen.

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  • Rezension zu "Das Ende von Alice" von A. M. Homes

    Das Ende von Alice

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. August 2012 um 11:04

    Grausam und schockierend. Diese Wörter beschreiben dieses Buch sehr gut. Inhalt Dreiundzwanzig Jahre sind vergangen seitdem Chappy, der pädophile Kindermörder im Gefängnis sitzt. Und trotz der langen Haftzeit und der grausamen Tat die er begangen hat hofft er immer noch auf eine Freilassung. Während seiner Zeit im Gefängnis erhält er Briefe von einem neunzehnjährigen Mädchen, die ein Auge auf ihren Nachbarsjungen geworfen hat, der ganze 7 Jahre jünger ist als sie. Zwischen Chappy und dem Mädchen entwickelt sich eine Brieffreundschaft und sie holt sich Tipps von ihm. Chappy ist dadurch wieder voll in seinem Element und denkt oft an seine Kindheit und an die spätere Zeit mit Alice zurück. Charaktere Erzählt wird diese grausame Geschichte von dem pädophilen Kindermörder Chappy der seit dreiundzwanzig Jahren im Gefängnis sitzt und sich dort mit anderen Insassen herumschlagen muss. Das mit dieser Chappy nicht sympathisch war liegt auf der Hand. Das Mädchen das mit Chappy eine Brieffreundschaft eingeht und Interesse an diesem Mann zeigt hatte das ganze Buch über etwas geheimnisvolles an sich. Man wollte wissen was es mit diesem Mädchen auf sich hat. Und warum gerade sie ihm diesem Pädophilen Briefe schreibt. Die Mutter von Chappy lernte man auch kennen, und die Dinge die sie mit ihm anstellte ließen mich schlucken. So eine Mutter wünscht man keinem. Alice kommt im Laufe des Buches immer mehr zur Sprache. Ein Mädchen das sehr viel Zeit mit Chappy verbringt und nicht überlebt... Schreibstil Am Anfang ist es mir sehr schwer gefallen in dem Buch reinzufinden. Der Schreibstil war sehr verwirrend und die teilweise,längeren Sätzen erschwerten das ganze am Anfang etwas. Aber nach ca. 80 Seiten war ich vollkommen in dem Buch drin kam mit der gewählten Wortwahl besser zurecht und auch die Sätzen wurden kürzer. Ein weiterer Punkt der mich ziemlich verwirrte waren die ständigen Sprünge zwischen Chappy im Gefängnis,den Briefen des Mädchens, Chappys Erinnerungen an seine Kindheit,Chappys Erinnerung an die Zeit mit Alice und das Mädchen und der kleine Nachbarsjunge. Sehr viele Sprünge die auch nicht immer sonderlich gut gekennzeichnet waren, und wenn man nicht aufpasste war die Verwirrung groß. Aber auch damit konnte ich mich im laufe der Geschichte anfreunden. Fazit Ich kann verstehen warum dieses Buch so einen Skandal ausgelöst hat. Es ist wirklich schockierend und grausam. Am Anfang noch nicht mal. Aber es kommt und wenn es kommt dann richtig. Es gab immer wieder Stellen im Buch die nicht so interessant,quasi kurze Verschnaufpausen für den Leser. Doch es folgten daraufhin immer wieder sehr schlimme,abartige und schockierende Szenen. Gerade das Ende hat mich wirklich schockiert! Ein schockierendes,grausames Buch, das einen so schnell nicht mehr loslässt!

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  • Rezension zu "Das Ende von Alice" von A. M. Homes

    Das Ende von Alice

    Jimmy

    25. July 2012 um 08:10

    Erster Satz: Wer ist sie, dass sie von dieser Lust belastet ist, dieser eigenartig erworbenen Neigung zum frischestens Fleisch, dass sie eine Geschichte zu erzählen hat, bei der einige von euch grinsen werden, andere jedoch grimmig wüten, dass dieser Albtraum, dieser Horror aufhören muss. Inhalt: Mehr als zwanzig Jahre sind vergangen, seit er für seine Sexualstraftaten ins Gefängnis kam. Nun, gepeinigt von den Insassen und erniedrigt von den Wärtern, sieht er seinen Sinn in dem Briefwechsel zu einem ganz besonderen Mädchen. Kurz vor der Schwelle zum Erwachsensein steht sie und suchte von sich aus den Kontakt zu ihm. Denn sie hat jemanden im Auge. Ihren kleinen Jungen, Matt, knappe 12 Jahre alt und so süß. Sie würde am liebsten über ihn herfallen, aber sie möchte es klug angehen. Also fragt das Mädchen ihn nach Tipps, wie sie ihren Knaben verführen kann. Endlich ist er wieder in seinem Element, fühlt sich geborgen in den gedanklichen Spielereien und Sehnsüchten des Mädchens. Nur zu gern lässt er seit langer Zeit seine Erinnerung auch mal wieder an Alice zurück schweifen. Seine Alice. Und wie Alice Ende kam. Sind die Zwei sich vielleicht ähnlicher als er denkt? Und kann er dem Mädchen helfen, ihren Jüngling rum zu kriegen, obwohl sie satte sieben Jahre älter ist? Meine Meinung: Die ungesunden Abgründe der Gesellschaft haben mich schon immer fasziniert. Nicht weil ich mich voyeuristisch über die Menschen lustig mache, sondern weil ich solche Abnormalitäten, wie sie allgemein genannt werden, interessant finde. Meiner Meinung nach sind das alles Leute wie du und ich. Es hätte uns genau so treffen können. Macht es uns zu besseren Wesen, dass wir das Glück hatten von einem schlechten Elternhaus, sexuellem Missbrauch, einer depressiven Magersucht oder einem späteren Burnout nicht verfolgt zu sein?! Die Menschen, die für ihre Neigungen oder Zwänge, Ticks und Krankheitsbilder vielleicht gemieden werden, können genauso wenig etwas dazu wie 'wir' dafür, dass wir es besser und gesünder haben. Wer weiß schon genau wer dazu gehört und wer vielleicht aus dem eigenen Umfeld betroffen ist? Homes hat ihr ein eindrückliches Werk geschaffen, dass zum einen zeigt, mit wieviel Selbstverständlichkeit Betroffene mit ihrer bspw. Neigung umgehen und zum anderen welch gewöhnliche Menschen sie eigentlich sind. Trotz der vor Perversion triefenden Worte empfand ich so etwas entfernt verwandtes wie Sympathie für den seit 23 Jahren inhaftierten Sexualstraftäter. Ein Verständnis ist es nicht, nein. Egal wie sehr so jemand Mensch ist, so kann ich solche Missetaten an Kindern nicht nachvollziehen. Aber nach und nach entblößte seine Geschichte Schlüsselszenen, die dem Leser klar machen, dass er nicht alleinschuldig ist an der Misere. Sowohl an dem, was der kleinen Alice widerfahren ist als auch an seiner pädophilen Leidenschaft. Doch die Geschichte zwischen unserem Erzähler Chappy und seiner Alice ist nicht der einzige Handlungsstrang des Romans. Im Vordergrund steht der Briefwechsel zwischen ihm und seiner 19jährigen Verehrerin. Abwechselnd berichten sie einander von ihren alltäglichen Geschehnissen. Er lässt einige peinliche Geschichten aus seinem Leben hinter Gittern weg, dafür weiß sie diese Lücken mit ihren abenteuerlichen Fantasien und Erlebnissen ihres Jungen zu füllen. Nur wir als Leser erfahren auch die Gedanken unseres Häftlings, seine Erfahrungen an einem Ort, wo die Männer aus Ermangelung an Frauen, einander genügen. Brilliant werden Chappys eigene Erzählungen nicht nur schrifttypisch, sondern auch bezüglich der Wortwahl von den Briefen des 19jährigen Mädchens auseinander gehalten. Ihre Briefe bekommen wir in kursiven Buchstaben zu lesen und zudem hat sie eine altersgerechte Sprache verpasst bekommen. Im Gegensatz zu ihr weiß der Gefangene um die Kunst der Sprache und weiß diese auch einzusetzen. Er begnügt sich nicht mit lakonischen Aussagen und datenreichen Fakten. Chappy schmückt seine lüsternen und gierigen Erinnerungen aus, beschreibt sie mit Synonymen und bedarf sich zahlreicher Stilmittel. Ekelerregend, hässlich und penetrant! Mit solchen wohlgewählten Worten schickt uns die Autorin auf die Spuren eines Übeltäters, dessen Vergangenheit verschmutzt ist, jedoch umso schneller aufgedeckt werden muss. Je dreckiger die beschriebenen Momente sind, umso wortgewandter gibt sich der Erzähler und weiß seine rethorischen Fähigkeiten gekonnt einzusetzen. Oft habe ich aufgrund der zu obszönen und entfremdenden Schilderungen überlegt, das Buch beiseite zu legen. Doch der Schreibstil fesselte mich, die Auflösung des Rätsels zog mich in seinen Bann und ja, ich gebe es zu, ich wollte wissen, was Chappy mit der kleinen Alice angestellt hat! Keiner, der dieses Buch bis zur Hälfte hin durchhält, kann mir erklären, es hätte ihm nicht unter den Fingernägeln gejuckt, zu erfahren, was nun weiter passiert. Wäre dies eine der zahlreichen Erotikwerke einer inzwischen namhaften Autorin, das sich in jeder Buchhandlung gleich neben den klassischen Frauenromanen stapelt, dann hätte ich die Geschichte sicher gelangweilt, unangetastet zurück gelassen. Aber dies ist etwas ganz anderes. Hier wird kritisiert - an der Gesellschaft, der Politik, an dem Zeitalter der Anpassung und Massenbewegung. Wenn ein Mensch nicht funktioniert, wird er eben ausgesondert. So lautet der Grundsatz unserer Systems, wenngleich das kaum einer zugeben würde. Kinder werden in Rollen gedrängt, ihnen werden Masken aufgesetzt, die ihrer Persönlichkeit nicht entsprechen. Sie können sich nicht frei entfalten, weil die teilweise hinrverbrannten Erwachsenen ja die Vormunschaft besitzen. Und solange diese Erwachsenen nicht allzu auffällig werden, hat der Staat keinen Grund einzugreifen. Hier rede ich nicht einmal von Deutschland, auch nicht von dem Staat, aus dem diese Story stammt, sondern ich spreche von der Gemeinheit, von unserer Welt. Holmes greift hier keine einzelnen Menschen an. Sie beklagt sich darüber, dass jeder einzelne Mensch (Ausnahmen bestätigen die Regel) in dieses Zahnrad des Bösen und Blöden mit eingreift. Die Kinder, deren eigenes Ich nicht zugelassen wurde, werden irgendwann zu zerstörendem Sand im Getriebe. Jedoch nicht weil sie rebellieren, sondern weil sie zu einem Chappy werden, oder zu so einer 19jährigen, die auf einen kleinen Bubi scharf ist.... Ich möchte bei dieser Rezension gerne auf ein Zitat verzichten. Egal an welcher Stelle ich den Roman wahllos aufgeschlagen hätte, mir wäre eine Passage vor die Augen gesprungen, für die es hier nicht der richtige Platz ist, sie zu veröffentlichen! Wen es reizt, genau so etwas zu lesen, der möge sich dieses wirklich gelungene Stück Literatur kaufen. Denn, ich sage es gerne noch einmal, die schriftstellerische Leistung von Holmes ist hier enorm! In mir zehrt es nach einem abschließenden Wort der Schriftstellerin. Ein Statement ihrerseits fehlt mir. Ich würde gerne wissen, was sie dazu zu sagen hat, dass ihre Geschichte in den USA so skandalös verbreitet und verpönt wurde. Und außerdem interessiert es mich, wie sie es überhaupt geschafft hat, solche abartigen Fantasien zu entwickeln und aufs Papier zu bannen oder wer ihr im Zweifelsfall dabei geholfen hat. Schlussendlich bleibt es offen, ob die Geschichte lediglich Chappys in die Jahre gekommenden Fantasie entspringen, oder sich in seiner Vergangenheit wirklich so zugetragen haben sollen. Zwar wird innerhalb eines gerichtlichen Termins der faktische Hergang noch einmal wiederholt, jedoch wird von Seiten der Justiz hier natürlich nicht erwähnt, wem die erste Annäherung zwischen dem damals 31jährigen Mann und dem Mädchen zu verdanken ist und wieviel das Mädchend selbst zu dieser ominösen Beziehung beigesteuert hat. Wenn wir Chappy glauben wollen, ist dies ein Werk für alle Schuldigen wie Unschuldigen, für alle Kritiker sowie Befürworter - egal für welche Seite. Mein Fazit: Ein gräuseliges Buch über die Abgründe, die Menschen dorthin treiben, wo sie verenden .. für die tolle Erzählstimme und die wahnsinnig realistischen Details: schaurig schlimme ~ 4 Sterne ~ papierkruemel.blogspot.com

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  • Rezension zu "Das Ende von Alice" von A. M. Homes

    Das Ende von Alice

    steffibeffi90

    21. June 2012 um 13:44

    Cover und Titel: Auf dem Titelbild kann man einen Schmetterling in einem verschlossenen Glas erkennen. Die Hintergrundfarbe des Covers ist ein schmutziges Weiß. Der Titel "Das Ende von Alice" kann mehrdeutig sein und vieles bedeuten. Man erfährt erst mehr darüber, wenn man sich den Klappentext durchliest. Der Schmetterling passt gut zur Geschichte, da Alice gerne Schmetterlinge gefangen und sie dann in einen Sammelkasten gegeben hat. Das schmutzige Weiß könnte damit zusammenhängen, dass die Tat, die der Kindermörder Chappy begangen hat, über zwanzig Jahre zurück liegt. Einteilung und Schreibstil: Das Buch ist in 16 Kapitel unterteilt, teilweise gibt es Absätze und Abschnitte, wenn ein Orts- bzw Situationswechsel stattfindet, oder wenn Chappy von einem anderen Thema berichtet. Die Autorin wählt eine Art gehobene Sprache, die wiederum zur Geschichte passt. Umgangsprache oder ähnliches würden nicht dazu passen. Manchmal haben die Personen auch eine vulgäre Aus-drucksweise. Inhalt: Die Geschichte erzählt von Chappy, einem pädophilen Kindermörder, der nun schon seit mehr als zwanzig Jahren im Gefängnis sitzt. Er bekommt viele Briefe. Unter anderem schreibt ihm ein 19-jähriges Mädchen, das ihn als eine Art Vorbild sieht und Hilfe von ihm benötigt, da sie eine pädophile Ader an sich entdeckt hat. Sie möchte einen 12-jährigen Jungen namens Matthew erobern. Es findet ein reger Briefwechsel zwischen Chappy und ihr statt. Weiterhin berichtet Chappy von seinem Gefängnisleben, seinen Erlebnissen mit seiner Mutter und Großmutter und seinen Erfahrungen mit Kindern, vor allem mit Alice.... Personen: Chappy: Er spielt die Hauptperson in diesem Buch. Aus seiner Sicht wird auch die Geschichte erzählt. Chappy ist ein pädophiler Kindermörder, der früher in einem Kinderschuhgeschäft, als Verkäufer gearbeitet hat. Auffällig ist, dass er immer nach der Uhrzeit frägt, wenn er die Gelegenheit dazu hat. "das Mädchen": Einen Namen hat "das Mädchen" nicht, sie ist 19 Jahre alt und hat sich in einen 12-jährigen Jungen verliebt. Weiterhin gibt es noch Alice Somerfield, das 12-jährigen Mädchen, in das sich Chappy "verliebt" hat. Clayton, der auch im Gefängnis sitzt und mit Chappy eine Art Affäre hat. Es gibt noch weitere Personen, wie Chappys Mutter und Großmutter, die Eltern von Alice,.... Fazit: Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Das Buch hat mich sehr erschüttert. Teilweise hat die Autorin Dinge geschehen lassen, die über meine Grenzen gehen. Nun kann ich auch verstehen, dass das Buch in Deutschland zuerst nicht erschienen ist und auch in den USA viel Ablehnung erfahren hat. A.M. Homes schreibt aus der Sicht von Chappy. Man erfährt sehr viel über seine Gedanken und Gefühle. Er berichtet immer wieder von "Alice". Dennoch weiß ich bis jetzt noch nicht, ob die Geschichte mit diesem Mädchen wirklich passiert ist, oder ob sich das ganze nur in Chappys Fantasie abgespielt hat, da er immer wieder davon berichtet, wie Alice ihn verführen möchte und ich weiß nicht ob so etwas wirklich schon im Kopf einer 12-jährigen Platz hat. Mich hat es oft davor geekelt, was in dem Buch geschehen ist. Ich musste auch öfters eine Pause einlegen, da das Buch eine echte Herausforderung und nicht gerade leicht zu lesen ist. Nichtsdestotrotz hat die Autorin mit diesem Buch ein Werk geschaffen, das tiefe Abgründe beschreibt und einen dennoch nicht los lässt. Ich vergebe trotz alledem vier Sterne, da man das Buch mit keinem anderen vergleichen kann.

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  • Rezension zu "Das Ende von Alice" von A. M. Homes

    Das Ende von Alice

    Alle-Meine-Buecher

    05. June 2012 um 18:06

    Verstörned, wahnsinnig, angsteinflößend. Die Autorin erzählt diese Geschichte aus der Sicht eines verurteilten Sexualstraftäters, der einen regen Briefwechsel mit einer 19-jährigen Studentin führt, die mehr oder weniger die gleichen Neigungen verspürt wie er. Zum Einen erfährt man aus den Briefen der jungen Frau, dass sie sich in einen 12 jährigen Jungen verliebt hat und sie erzählt wie sie ihm immer näher kommt, bis sich daraus eine "Beziehung" entwickelt die bis zum Äußersten geht. Zum Anderen schwelgt Chappy in seinen Erinnerungen an seine Erlebnisse mit Alice. Ob diese alle der Realität oder wohl eher größtenteils seiner Phantasie entspringen, klärt sich nicht. Chappy beschreibt Alice als eine kleine Lolita, die in verführt hat und er, damals 31, konnte nicht anders als sich in dieses Mädchen zu verlieben. Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben und die Geschichte ist absolut fesselnd. Jedoch musste ich feststellen, dass die Autorin an manchen Stellen für meinen Geschmack eindeutig zu weit geht und das an Stellen, an denen es nicht um den Missbrauch selbst geht. Das hätte man sich wirklich sparen können, denn teilweise habe ich mich schon sehr geekelt. Andererseits bewundere ich ihren Mut ein solches Buch absolut ohne Verschönerung, Verschleierung oder Umschreibung zu verfassen, denn sie hat sicher einiges an Kritik dafür einstecken müssen. Was ich vermisst habe sind ein paar abschließende Worte der Autorin, mit denen sie z. B. auch erklärt wie sie die Recherchen zu diesem Buch gemacht hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie einfach eine so abartige Phantasie hat.

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  • Rezension zu "Das Ende von Alice" von A. M. Homes

    Das Ende von Alice

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. May 2012 um 19:10

    Inhalt: Chappy ein pädophiler Sträfling hat schon einige Jahre seines Lebens hinter Gittern verbracht. In all der Zeit hat er sehr viel Post bekommen, von Bewunderern, aber auch von Menschen die ihm Morddrohungen schicken. Als er dann Post von einer jungen Frau bekommt, die ihm Einblicke in ihr Leben zeigt und sie ebenso wie er eine Faszinationen und Erregung für die jüngsten und "schwächsten" Menschen dieser Erde verspürt, ist er von ihr gefangen.. Cover: Das Cover finde ich sehr gelungen, es wirkt sehr unschuldig spiegelt meiner Meinung aber auch den Inhalt des Buches wieder, der Schmetterling ist gefangen und auch Pädophile sind in ihrer Denkweise gefangen und auch wenn sie es ändern wollten, können sie diese Neigung nicht einfach mal so ablegen.. Meinung: Das ist ein Buch, bei dem es absolut schwer fällt eine Rezension zu schreiben. Das was man in diesem Buch zu lesen bekommt ist so widerlich und ekelerregend, das man es eigentlich gar nicht weiter lesen möchte und dennoch bleibt man dran.. Warum nur? Ich kann und will mir das nicht so recht erklären können. Das Thema ist sehr schwierig, dennoch hat es was interessantes in die Gedankenwelt eines pädophilen Platz nehmen zu können, auch wenn diese Gedanken einem missfallen, so versucht man doch zu verstehen wie sie das ganze Betrachten. Das schlimmste in dem Fall war, dass er es absolut nicht verwerflich fand auch kleine Mädchen zu stehen. Für Chappy war es einfach Normalität und er hatte kein Verständnis dafür, wieso das gegen das Gesetzt ist. Aber auch das junge Mädchen sieht die Perversion in ihrer Vorliebe nicht.. Das Buch ist zudem auch sehr detailliert geschrieben worden, ich musste das Buch des öfteren aus der Hand legen, einfach um ein bisschen Abstand von all dem zu gewinnen. Es waren keine schönen Bilder die einem da in den Kopf gesetzt worden sind. Oftmals hatte ich auch das Gefühl, dass die Autorin unbedingt schocken wollte und einiges extra eklig geschrieben hat. Nicht nur Szenen zwischen Kind und Erwachsenem wurde beschrieben, sondern auch Selbstbefriedigung und Sex zwischen Chappy und seinem Zellengenossen. Alles auf eine vulgäre und widerliche Weise.. Dennoch halte ich das Buch für wichtig und lesenswert, es ist schon äußerst interessant und auch wenn ich nicht weiß inwiefern das wirklich die Denkweisen eines pädophilen wiederspiegelt, halte ich es für wichtig mal zu versuchen sich in sie hinein zu fühlen, denn ihre Neigung suchen sie sich ja nicht aus.. Es regt einem sehr zum nachdenken an, das finde ich toll. Sprachlich war es mir oftmals zu hochgestochen, hier wurde sehr darauf geachtet möglichst intelligent zu klingen, was für so ein Buch wahrscheinlich auch gar nicht so unwichtig ist, damit es überhaupt ernst genommen werden kann.. Dennoch hat es den Lesefluss enorm beeinträchtigt.. Alles im allem ein schwieriges, aber sehr zu empfehlendes Buch. Ein Buch das man gelesen haben sollte, so schwer einem das auch fallen mag.

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