A. Meredith Walters

 4.2 Sterne bei 63 Bewertungen

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Für uns macht das Universum Überstunden

Für uns macht das Universum Überstunden

 (50)
Erschienen am 10.03.2017
Find You in the Dark

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 (3)
Erschienen am 10.10.2012
Lead Me Not (Twisted Love Book 1)

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 (1)
Erschienen am 05.08.2014
One Day Soon

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 (1)
Erschienen am 18.02.2016

Neue Rezensionen zu A. Meredith Walters

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katha_dbnos avatar

Rezension zu "Für uns macht das Universum Überstunden" von A. Meredith Walters

Liebe auf den zweiten Blick
katha_dbnovor 9 Monaten


Es fiel mir nicht ganz so leicht, mich mit dem Roman anzufreunden, wie ich gedacht hätte. Der Prolog war super und hat mich neugierig gemacht, aber ich war dennoch nicht ganz darauf vorbereitet, was mich erwartet. Zunächst war ich erstmal ein wenig geschockt bzw. irritiert aufgrund der Ausgangslage, weil diese nicht direkt aus dem Klappentext hervorging. Ellies Umfeld ist (man kann es leider nicht anders bezeichnen) asozial, was sich automatisch im Erzählstil widerspiegelt, d.h. es wird viel geflucht, ungefiltert beschrieben, wenn ihre sogenannten Freunde miteinander zur Sache kommen (und das passiert sehr häufig, da im Prinzip jeder mit jedem was hat) und Drogen und Alkohol konsumieren. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Mit Ellie hatte ich daher auch - wie sie als Erzählerin im Prolog selbst angekündigt hat - große Probleme. Sie ist nicht gerade Everybodys Darling mit ihrer großen Klappe und ihrem abweisenden, kühlen Auftreten. Damit kam ich soweit klar. Meine Abneigung rührte eher daher, dass sie nicht in der Lage war, ihren sogenannten Freunden mal Kontra zu geben, obwohl sie sonst keine Probleme damit hat, anderen die Stirn zu bieten. Ich kann sie zum Teil verstehen, denn schließlich sind Danica, Stu & Co. die einzigen Menschen, die sie hat. Natürlich hat man da Angst, sie auch noch zu verlieren. Aber meiner Meinung nach müsste wahre Freundschaft auch Ehrlichkeit vertragen können - was Ellie Gott sei Dank auch allmählich selbst dämmert. Ich persönlich hätte angesichts Danicas Verantwortungslosigkeit und ihrem Egoismus nicht so lange die Ruhe bewahren können (ich habe Danica richtiggehend gehasst). Was Ellies Nachgiebigkeit allerdings auch zeigt, ist, dass ihr hartes Getue nur Facade ist. Im Inneren ist Ellie durchaus sensibel.  Das war einer der Gründe, warum ich weitergelesen habe, denn es ließ mich vermuten, dass sich Ellie zu einer Person entwickeln würde, die ich tatsächlich mögen könnte. Aber erst, als sie endlich für sich bzw. Flynn eingestanden ist, wurde ich wirklich mit ihr warm und habe begonnen, sie zu respektieren. Mein Durchhaltevermögen hat sich also ausgezahlt.

Flynn war - wie prädiziert - wirklich toll, aber eben auch kein einfacher Charakter. Walters hat seinen alltäglichen Kampf sehr gut herausgearbeitet, sodass ich seine Schwierigkeiten bei der Interpretation der Emotionen und Intentionen anderer Menschen und bei der Expression seiner eigenen Gefühle sehr gut verstehen konnte. Gleichzeitig war es dadurch umso bewundernswerter, wie rücksichtsvoll und geduldig Ellie mit ihm umgegangen ist. Die Flashbacks aus Flynns Perspektive sind sehr simpel und kindlich anmutend geschrieben, was gut zu ihm passte (auch wenn ich keine Ahnung habe, ob Menschen mit Asperger wirklich so denken). Manchmal ist diese Ausdrucksweise aber auch in Ellies Sichtweise "hineingeschwappt", was sich wiederum nicht mit Ellies übriger Erzählweise vereinbaren ließ. Allgemein bin ich in Bezug auf den Schreibstil zwiegespalten. Überwiegend handelt es sich um eine Aneinanderreihung von Hauptsätze, wodurch der Rhythmus etwas stockend ist. Im Großen und Ganzen passt das zum Ton der Geschichte, weil es eine gewisse Sachlichkeit und Härte transportiert, aber manchmal fand ich die Schreibweise einfach anstrengend. Letzteres gilt auch für die vielen Wiederholungen in Bezug auf Ellies vergangenes grausames Verhalten und ihren schlechten Charakter (speziell ihre Freude daran, Flynn Schmerz zuzufügen). Zwar wurden dadurch ihre Schuldgefühle besonders deutlich hervorgehoben, aber es wurde auf Dauer auch eintönig. Da das Geschehen davon abgesehen aber eine gute dramatische Struktur aufwies, kann ich darüber weitgehend hinwegsehen. Ellies und Flynns Beziehung ebenso wie Ellies Clique haben für ein stetiges Auf und Ab gesorgt, da beide Handlungsstränge enormes Konfliktpotenzial besitzen. Als Leserin wurde ich durch die abwechselnd süßen und frustrierenden Momente emotional auf Trab gehalten. Aufgrund dessen war "Für uns macht das Universum Überstunden" ein besonderes Leseerlebenis, das ich nicht missen wollen würde.

Fazit
Anfangs war ich angesichts des toxischen Umfelds der Protagonistin etwas überrumpelt und ich hatte starke Probleme, mich in sie hineinzuversetzen. Da Ellie aber durch die Interaktion mit Flynn ihre softere Seite gezeigt und weil der Handlungsverlauf das Lesen zu einer emotionalen Achterbahnfahrt gemacht hat, ist Walters Roman eine Geschichte, die mir positiv im Gedächtnis bleiben wird.

Rezension auf Buntes Tintenfässchen

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pieggys avatar

Rezension zu "The Contradiction of Solitude" von A. Meredith Walters

Uhhhh.....
pieggyvor einem Jahr

Uh... This book was somehow a bit depressing...

I love dark reads. I love psychological thriller but this one wasn´t really for me :/

Usually I´d summarize the book I read in my reviews but I won´t this time. I think you have to read it to make up your own mind. Also...I´m not really sure what to write.

It´s a book about life and how fate can be cruel. It´s about how other peoples behaviour and words can affect you and make you the person you are /you become. It´s a book about mental health, torture, being hurt, being torn, the monster inside of and around you, about manipulation and emotional abuse. And it´s also about death.

The Contradiction of Solitude was my first book by A. Meredith Walters. I already read that her other books are different so I will give her another chance ;) I liked the writing style. It was good.

But unfortunately I couldn´t connect to the characters. I really, really tried to understand and analize them. While I couldn´t stand Layna from beginning till end, I kinda started to like Elian.

Layna... Well... I hate her. She was sick. And instead of looking for help she blamed everyone else for the way she thought, felt and behaved. It was her DNA, it was her dad, it was her mother, it was her brother, it was the blood, it were the kids at school, it was Amelia, it was Elian, it was...the world. Everyone/everything else was at fault for her being the way she was. In her eyes everything she did was justified. She had an excuse for everything. The weird thing is that she seemed to be torn, that she didn´t want to be like that but at the same time she is exactly doing it. And I´m so mad that she got away with it. If she really would have wanted to be "normal", she just should have gone to a therapist. She didn´t, though , because she obviously loved her dark side. She loved being like her dad. I tried to understand her, to not be mad at her because she was "ruined" and sick... But the more I read the less it became possible to do it. I also hated her for what she did to Elian. SPOILER START For stalking Elian. For torturing and hurting him. For manipulating him and making him love her. For making him dependant on her and making him being obsessed with her. And for killing him SPOILER END

It was easier to like Elian. The one with his mask and the one without. The more I got to know about him, the easier it was to understand him. I´m so sad how everything turned out for him and that he let everything happen to him.

When I was little I also thought stars were the ppl who had died and now were looking from up above and down to their loved ones. And I mean... it´s sweet to think like that. To believe that. Telling kids that. But Layna´s Dad turned it into sth bad. But I won´t go into it any further.

There weren´t much surprises for me to be honest. The story and the characters annoyed me pretty fast. But I kept reading and hoped the book would end soon. I was bored a bit. The story had no real ups and downs. It started slow and kept the pace, which I´m sad about. And it was slow till the end. The book didn´t scare me or make my heart beat faster. I wasn´t excited or intrigued. There was nothing I was hoping for in a dark, psychological thriller :/ :(

At times I was confused. Throughout the whole book questions popped up. Not all were answered though :/

I´m not happy with the way the book ended and also not with the epilogue.
I was def. Team Elian and had hoped for him to have a different ending.

This was not an easy book and it might not be a good book for somone who is currently emotional unstable . I don´t know. It´s just difficult/ different. You need time to process it, to think about it.

Don´t let my review keep you from reading this book. Make up your own mind. Everyone has a different view on things :)

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lara111s avatar

Rezension zu "Für uns macht das Universum Überstunden" von A. Meredith Walters

Ein ganz besonderes Buch!
lara111vor einem Jahr

Das Cover finde ich echt hübsch. Es drückt eine gewisse Sehnsucht aus und gerade durch seine Schlichtheit kann es mich überzeugen. Vor allem passt das Cover auch wirklich gut zum Buch.

Inhalt: Ellie hat früher mit ihren Freunden immer Flynn, den Jungen mit Asperger, gehänselt. Sie haben ihn immer "Flynn der Freak" genannt, was ihn in den Wahnsinn getrieben hat und dafür gesorgt hat, dass er regelmäßig in Tränen ausgebrochen ist. Doch Ellie hat immer etwas für diesen Jungen empfunden, wollte es ihren Freunden aber nie eingestehen. Durch einen Unfall hat sie mit ihnen Freunden Flynns Haus abgebrannt. Nun Jahre später begegnet sie Flynn wieder - und all ihre Gefühle kehren mit einer Wucht zurück. Hass, Trauer, Liebe...

Einstieg: Das Buch hat mich schon länger interessiert und ich will es schon lange lesen und jetzt war es dann endlich mal so weit. Das Buch ist immer abwechselnd aus Ellies und Flynns Perspektive geschrieben, wobei Ellies Kapitel in der Gegenwart spielen und Flynns in der Vergangenheit, wodurch man gut den Vergleich zwischen früher und heute ziehen kann. Schon der Prolog konnte mich unheimlich packen und ich hatte einfach richtig Lust auf das Buch, aber ich hatte anfangs so meine Probleme mit der Protagonistin, Ellie, weswegen ich das Buch häufiger dann auch mal zur Seite gelegt habe. Nach 90 Seiten hat sich das gelegt. Das ist aber kein Kritikpunkt, sondern etwas, was das Buch ausmacht. Später gehe ich da noch etwas weiter drauf ein.

Ellie hat in ihrem Leben schon viele schreckliche Dinge erlebt und getan. Sie ist bei Pflegeeltern aufgewachsen und bei ihr wurde eine Bindungsstörung diagnostiziert. Sie war oft gemein zu Flynn, weil sie sich erstens besser gefühlt hat, auf dem Schwachen rumzuhacken und sie von ihren Freunden auch in vielerlei Hinsicht mitgezogen wurde. Auch ihr jetziges Leben hat sie noch nicht wirklich im Griff und lässt sich immer noch von ihrer "Schwester", Dania, und den anderen in ihrer Clique herumschubsen und gerät immer weiter in ein tiefes Loch, bis Flynn auftaucht. Er bewirkt in ihr eine unheimlich große Veränderung und es ist wirklich toll, Ellies Entwicklung im Buch zu betrachten. Auf der einen Seite hasst man sie für alles, was sie getan hat, und auf der anderen Seite beginnt man sie immer weiter zu verstehen und sie in sein Herz zu schließen. So etwas hatte ich noch nie bei einer Protagonistin und deswegen habe ich auch gesagt, dass man dieses Warmwerden mit Ellie nicht als Kritikpunkt auffassen sollte. Denn sie ist eben ein Charakter, den man nicht auf Anhieb versteht. Sie ruft beim Leser widersprüchliche Gefühle hervor und nicht immer kann man alles, was sie tut, nachvollziehen. Doch das ist gerade das Besondere und das was Ellie für mich ausgemacht hat. Sie ist eine wirklich großartig ausgearbeitete Protagonistin.

Flynn hat Asperger und es damit im Leben nicht immer leicht. Er kann Gefühle manchmal nicht ganz nachvollziehen, weiß teilweise nicht ganz, was andere Menschen von ihm wollen, weil er eben anders ist, aber das ist auf gar keinen Fall schlecht. Er ist großherzig, kreativ, leidenschaftlich, schlau und einfach ein toller Mann. Es tut einem im Herzen weh, die Kapitel aus seiner Vergangenheit zu lesen, in denen er so schikaniert wurde für seine Andersartigkeit. Auch er ist ein ganz besonderer Protagonist, den ich unheimlich ins Herz geschlossen habe.

Ellies Clique besteht aus Leuten, die Spaß daran haben, andere Leute runterzumachen, nichts aus ihrem Leben machen und immer nur im Moment leben. Alkohol und Drogen gehören da zum Alltag. Genauso auch bei Danica, die zwar schwanger ist, aber trotzdem nicht mit diesem ganzen Wahnsinn aufhört. Ich wollte sie oft genug schütteln für ihr selbstsüchtiges und unverantwortliches Verhalten. Aber auch diese Charaktere sind super ausgearbeitet und man beginnt sie zu hassen, aber manchmal blickt auch bei ihnen so etwas wie Menschlichkeit durch.

Nachdem ich erstmal im Buch drin war, bin ich auch nicht mehr rausgekommen. Ich habe es dann in einem Rutsch durchgelesen, weil ich mich nicht mehr von den Protagonisten und der Geschichte lösen konnte. Die Story geht einem ans Herz und ist einfach eine ganz besondere Liebesgeschichte. Der Schreibstil hat mir auch sehr zugesagt, sodass ich das Buch schnell und flüssig lesen konnte. Hier erlebt man wirklich eine Achterbahn der Gefühle: Wut, Trauer, Akzeptanz, Freude, Liebe... Ich habe geweint und gelacht bei diesem Buch, weil mich alles so mitgenommen hat.

Fazit:

 "Machmal sagte Schweigen mehr als Worte."
(Seite 299)

Eine Liebe, die sich gegen alle Grenzen wehrt, über alle Fehler hinwegsieht und niemals zerstört werden kann. Ich kann euch allen dieses Buch wirklich nur empfehlen! Es war eine besondere Erfahrung, dieses Buch zu lesen. Man muss sich erstmal darauf einlassen, aber dann wird es der Wahnsinn!

Bewertung:
 5 von 5 Sternen Vielen Dank an den dtv Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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