Für uns macht das Universum Überstunden

von A. Meredith Walters 
4,2 Sterne bei48 Bewertungen
Für uns macht das Universum Überstunden
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Avinjas avatar

Hat mir gut gefallen, das Thema Asperger, wurde auch sehr einfühlsam und angemessen, in die Geschichte eingeflochten.

katha_dbnos avatar

Ellie und ihre Clique waren anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, es lohnt sich aber, am Ball zu bleiben, denn die Lovestory hat viel Tiefgang.

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Inhaltsangabe zu "Für uns macht das Universum Überstunden"

Zwei Leben. Eine Liebe. Viele Hindernisse …

Ellie McCallum wächst in Pflegefamilien auf und trägt eine Wut mit sich herum, die sie an anderen auslässt. In der Schule mobben sie und ihre Clique Flynn Hendricks – Flynn, den Freak, wie sie ihn nennen. Flynn ist anders, hat Asperger, und das reicht der Gruppe schon als Grund, ihn immer wieder fertig zu machen. Obwohl Ellie sich dem Gruppenzwang nicht entziehen kann, keimt zwischen ihr und Flynn eine heimliche Freundschaft. Als die Clique eines Abends Feuerwerkskörper in Flynns Garten wirft, fliegt Ellies Geschoss durch ein offenes Fenster in den Keller und setzt das Haus in Brand. Ellie wird noch am Tatort gefasst und gibt alles zu. Sie wird zu einer Haftstrafe im Jugendgefängnis verurteilt, Flynn und seine Mutter verlassen die Stadt.
Sechs Jahre später hängt Ellie mit derselben Clique rum; das Leben besteht aus Alkohol, Drogen und Sex. Unzufrieden jobbt sie in einem kleinen Supermarkt, und gesteht sich nur langsam die Hoffnung zu, dass es ein Leben außerhalb von Wellston gibt. Zufällig findet sie einen Flyer des örtlichen Community College und schreibt sich dort ein. Und dann taucht er eines Tages wieder auf - Flynn, der Freak, der Junge mit Asperger. Und Ellie muss sich eingestehen, dass da nicht nur Schuld ist ihm gegenüber, sondern so viel mehr. Sie ist verliebt in Flynn. Und war es auch damals schon. Nur konnte sie vor ihrer Clique nicht zu ihm stehen. Als Flynn ihre Gefühle erwidert, muss Ellie sich fragen: Ist sie stark genug für diese Liebe?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423717359
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:10.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    katha_dbnos avatar
    katha_dbnovor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ellie und ihre Clique waren anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, es lohnt sich aber, am Ball zu bleiben, denn die Lovestory hat viel Tiefgang.
    Liebe auf den zweiten Blick


    Es fiel mir nicht ganz so leicht, mich mit dem Roman anzufreunden, wie ich gedacht hätte. Der Prolog war super und hat mich neugierig gemacht, aber ich war dennoch nicht ganz darauf vorbereitet, was mich erwartet. Zunächst war ich erstmal ein wenig geschockt bzw. irritiert aufgrund der Ausgangslage, weil diese nicht direkt aus dem Klappentext hervorging. Ellies Umfeld ist (man kann es leider nicht anders bezeichnen) asozial, was sich automatisch im Erzählstil widerspiegelt, d.h. es wird viel geflucht, ungefiltert beschrieben, wenn ihre sogenannten Freunde miteinander zur Sache kommen (und das passiert sehr häufig, da im Prinzip jeder mit jedem was hat) und Drogen und Alkohol konsumieren. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Mit Ellie hatte ich daher auch - wie sie als Erzählerin im Prolog selbst angekündigt hat - große Probleme. Sie ist nicht gerade Everybodys Darling mit ihrer großen Klappe und ihrem abweisenden, kühlen Auftreten. Damit kam ich soweit klar. Meine Abneigung rührte eher daher, dass sie nicht in der Lage war, ihren sogenannten Freunden mal Kontra zu geben, obwohl sie sonst keine Probleme damit hat, anderen die Stirn zu bieten. Ich kann sie zum Teil verstehen, denn schließlich sind Danica, Stu & Co. die einzigen Menschen, die sie hat. Natürlich hat man da Angst, sie auch noch zu verlieren. Aber meiner Meinung nach müsste wahre Freundschaft auch Ehrlichkeit vertragen können - was Ellie Gott sei Dank auch allmählich selbst dämmert. Ich persönlich hätte angesichts Danicas Verantwortungslosigkeit und ihrem Egoismus nicht so lange die Ruhe bewahren können (ich habe Danica richtiggehend gehasst). Was Ellies Nachgiebigkeit allerdings auch zeigt, ist, dass ihr hartes Getue nur Facade ist. Im Inneren ist Ellie durchaus sensibel.  Das war einer der Gründe, warum ich weitergelesen habe, denn es ließ mich vermuten, dass sich Ellie zu einer Person entwickeln würde, die ich tatsächlich mögen könnte. Aber erst, als sie endlich für sich bzw. Flynn eingestanden ist, wurde ich wirklich mit ihr warm und habe begonnen, sie zu respektieren. Mein Durchhaltevermögen hat sich also ausgezahlt.

    Flynn war - wie prädiziert - wirklich toll, aber eben auch kein einfacher Charakter. Walters hat seinen alltäglichen Kampf sehr gut herausgearbeitet, sodass ich seine Schwierigkeiten bei der Interpretation der Emotionen und Intentionen anderer Menschen und bei der Expression seiner eigenen Gefühle sehr gut verstehen konnte. Gleichzeitig war es dadurch umso bewundernswerter, wie rücksichtsvoll und geduldig Ellie mit ihm umgegangen ist. Die Flashbacks aus Flynns Perspektive sind sehr simpel und kindlich anmutend geschrieben, was gut zu ihm passte (auch wenn ich keine Ahnung habe, ob Menschen mit Asperger wirklich so denken). Manchmal ist diese Ausdrucksweise aber auch in Ellies Sichtweise "hineingeschwappt", was sich wiederum nicht mit Ellies übriger Erzählweise vereinbaren ließ. Allgemein bin ich in Bezug auf den Schreibstil zwiegespalten. Überwiegend handelt es sich um eine Aneinanderreihung von Hauptsätze, wodurch der Rhythmus etwas stockend ist. Im Großen und Ganzen passt das zum Ton der Geschichte, weil es eine gewisse Sachlichkeit und Härte transportiert, aber manchmal fand ich die Schreibweise einfach anstrengend. Letzteres gilt auch für die vielen Wiederholungen in Bezug auf Ellies vergangenes grausames Verhalten und ihren schlechten Charakter (speziell ihre Freude daran, Flynn Schmerz zuzufügen). Zwar wurden dadurch ihre Schuldgefühle besonders deutlich hervorgehoben, aber es wurde auf Dauer auch eintönig. Da das Geschehen davon abgesehen aber eine gute dramatische Struktur aufwies, kann ich darüber weitgehend hinwegsehen. Ellies und Flynns Beziehung ebenso wie Ellies Clique haben für ein stetiges Auf und Ab gesorgt, da beide Handlungsstränge enormes Konfliktpotenzial besitzen. Als Leserin wurde ich durch die abwechselnd süßen und frustrierenden Momente emotional auf Trab gehalten. Aufgrund dessen war "Für uns macht das Universum Überstunden" ein besonderes Leseerlebenis, das ich nicht missen wollen würde.

    Fazit
    Anfangs war ich angesichts des toxischen Umfelds der Protagonistin etwas überrumpelt und ich hatte starke Probleme, mich in sie hineinzuversetzen. Da Ellie aber durch die Interaktion mit Flynn ihre softere Seite gezeigt und weil der Handlungsverlauf das Lesen zu einer emotionalen Achterbahnfahrt gemacht hat, ist Walters Roman eine Geschichte, die mir positiv im Gedächtnis bleiben wird.

    Rezension auf Buntes Tintenfässchen

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    lara111s avatar
    lara111vor einem Jahr
    Ein ganz besonderes Buch!

    Das Cover finde ich echt hübsch. Es drückt eine gewisse Sehnsucht aus und gerade durch seine Schlichtheit kann es mich überzeugen. Vor allem passt das Cover auch wirklich gut zum Buch.

    Inhalt: Ellie hat früher mit ihren Freunden immer Flynn, den Jungen mit Asperger, gehänselt. Sie haben ihn immer "Flynn der Freak" genannt, was ihn in den Wahnsinn getrieben hat und dafür gesorgt hat, dass er regelmäßig in Tränen ausgebrochen ist. Doch Ellie hat immer etwas für diesen Jungen empfunden, wollte es ihren Freunden aber nie eingestehen. Durch einen Unfall hat sie mit ihnen Freunden Flynns Haus abgebrannt. Nun Jahre später begegnet sie Flynn wieder - und all ihre Gefühle kehren mit einer Wucht zurück. Hass, Trauer, Liebe...

    Einstieg: Das Buch hat mich schon länger interessiert und ich will es schon lange lesen und jetzt war es dann endlich mal so weit. Das Buch ist immer abwechselnd aus Ellies und Flynns Perspektive geschrieben, wobei Ellies Kapitel in der Gegenwart spielen und Flynns in der Vergangenheit, wodurch man gut den Vergleich zwischen früher und heute ziehen kann. Schon der Prolog konnte mich unheimlich packen und ich hatte einfach richtig Lust auf das Buch, aber ich hatte anfangs so meine Probleme mit der Protagonistin, Ellie, weswegen ich das Buch häufiger dann auch mal zur Seite gelegt habe. Nach 90 Seiten hat sich das gelegt. Das ist aber kein Kritikpunkt, sondern etwas, was das Buch ausmacht. Später gehe ich da noch etwas weiter drauf ein.

    Ellie hat in ihrem Leben schon viele schreckliche Dinge erlebt und getan. Sie ist bei Pflegeeltern aufgewachsen und bei ihr wurde eine Bindungsstörung diagnostiziert. Sie war oft gemein zu Flynn, weil sie sich erstens besser gefühlt hat, auf dem Schwachen rumzuhacken und sie von ihren Freunden auch in vielerlei Hinsicht mitgezogen wurde. Auch ihr jetziges Leben hat sie noch nicht wirklich im Griff und lässt sich immer noch von ihrer "Schwester", Dania, und den anderen in ihrer Clique herumschubsen und gerät immer weiter in ein tiefes Loch, bis Flynn auftaucht. Er bewirkt in ihr eine unheimlich große Veränderung und es ist wirklich toll, Ellies Entwicklung im Buch zu betrachten. Auf der einen Seite hasst man sie für alles, was sie getan hat, und auf der anderen Seite beginnt man sie immer weiter zu verstehen und sie in sein Herz zu schließen. So etwas hatte ich noch nie bei einer Protagonistin und deswegen habe ich auch gesagt, dass man dieses Warmwerden mit Ellie nicht als Kritikpunkt auffassen sollte. Denn sie ist eben ein Charakter, den man nicht auf Anhieb versteht. Sie ruft beim Leser widersprüchliche Gefühle hervor und nicht immer kann man alles, was sie tut, nachvollziehen. Doch das ist gerade das Besondere und das was Ellie für mich ausgemacht hat. Sie ist eine wirklich großartig ausgearbeitete Protagonistin.

    Flynn hat Asperger und es damit im Leben nicht immer leicht. Er kann Gefühle manchmal nicht ganz nachvollziehen, weiß teilweise nicht ganz, was andere Menschen von ihm wollen, weil er eben anders ist, aber das ist auf gar keinen Fall schlecht. Er ist großherzig, kreativ, leidenschaftlich, schlau und einfach ein toller Mann. Es tut einem im Herzen weh, die Kapitel aus seiner Vergangenheit zu lesen, in denen er so schikaniert wurde für seine Andersartigkeit. Auch er ist ein ganz besonderer Protagonist, den ich unheimlich ins Herz geschlossen habe.

    Ellies Clique besteht aus Leuten, die Spaß daran haben, andere Leute runterzumachen, nichts aus ihrem Leben machen und immer nur im Moment leben. Alkohol und Drogen gehören da zum Alltag. Genauso auch bei Danica, die zwar schwanger ist, aber trotzdem nicht mit diesem ganzen Wahnsinn aufhört. Ich wollte sie oft genug schütteln für ihr selbstsüchtiges und unverantwortliches Verhalten. Aber auch diese Charaktere sind super ausgearbeitet und man beginnt sie zu hassen, aber manchmal blickt auch bei ihnen so etwas wie Menschlichkeit durch.

    Nachdem ich erstmal im Buch drin war, bin ich auch nicht mehr rausgekommen. Ich habe es dann in einem Rutsch durchgelesen, weil ich mich nicht mehr von den Protagonisten und der Geschichte lösen konnte. Die Story geht einem ans Herz und ist einfach eine ganz besondere Liebesgeschichte. Der Schreibstil hat mir auch sehr zugesagt, sodass ich das Buch schnell und flüssig lesen konnte. Hier erlebt man wirklich eine Achterbahn der Gefühle: Wut, Trauer, Akzeptanz, Freude, Liebe... Ich habe geweint und gelacht bei diesem Buch, weil mich alles so mitgenommen hat.

    Fazit:

     "Machmal sagte Schweigen mehr als Worte."
    (Seite 299)

    Eine Liebe, die sich gegen alle Grenzen wehrt, über alle Fehler hinwegsieht und niemals zerstört werden kann. Ich kann euch allen dieses Buch wirklich nur empfehlen! Es war eine besondere Erfahrung, dieses Buch zu lesen. Man muss sich erstmal darauf einlassen, aber dann wird es der Wahnsinn!

    Bewertung:
     5 von 5 Sternen Vielen Dank an den dtv Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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    L
    Lesebegeistertevor einem Jahr
    ...schönes Cover...

    Ellie hat zusammen mit ihren Freunden das Haus eines Mitschülers in Brand gesteckt. Flynn hat das Asperger Syndrom und deshalb ein Aussenseiter. Doch dann verliebt sich Ellie in Flynn. Dies ist aber nicht so einfach. Eine Achterbahn der Gefühle beginnt. Für Fans von Glines oder Hoover bestens geeignet.

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    Nachtschattenmaedchens avatar
    Nachtschattenmaedchenvor einem Jahr
    Eine etwas andere Liebesgeschichte

    In „Für uns macht das Universum Überstunden“ ist eine Liebesgeschichte in der es um einen Jungen mit Asperger und ein Mädchen, das von ihrer Mutter verlassen wurde und ab da von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wurde. Flynn wird in der Schule von Ellie und ihren Freunden geärgert, die sich einen Spaß daraus machen zuzusehen, wie er ausrastet. Doch wenn er zusammen mit Ellie nach der Schule bei sich zu Hause ist sind sie Freunde. Bis etwas passiert, das Ellies Schuld ist. Sechs Jahre später begegnen sie sich wieder und müssen mit ihren Gefühlen und dem was in der Vergangenheit passiert ist umgehen.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Geschichte hat mich berührt und auch zum Nachdenken gebracht. Ich habe mich für die beiden Protagonisten gefreut und auch mit ihnen gelitten. Sowohl mit Flynn als auch mit Ellie, weil sie es beiden nicht leicht gehabt haben.

    Außerdem konnte ich nachvollziehen, warum Ellie sich so verhalten hat und so gehandelt hat. Ich will damit nicht ihr Verhalten rechtfertigen, denn das war absolut nicht in Ordnung aber ich konnte es verstehen. Auch konnte man im Laufe des Buches sehen, wie Ellie sich verändert, wie sich ihr Leben verändert und sie anfängt für etwas zu kämpfen, das ihr wichtig ist.

    An diesem Buch fand ich die Situation sehr interssant, weil man sie so sehr wenig zu Lesen bekommt, jedenfalls ich. Denn hier hatte das Mädchen und nicht der Junge die Probleme / Schwierigkeiten. Auch fand ich es interessant etwas über einen Menschen mit Asperger zu lesen, weil ich das bis jetzt noch nicht hatte und man sehen konnte, wie Flynn mit den Situationen umgeht.

    „Für uns macht das Universum Überstunden“ wird aus der Sicht von Ellie und Flynn erzählt, wobei Ellie dabei immer in der Gegenwart war und die Kapitel aus Flynns Sicht haben in der Vergangenheit gespielt. Das einzige, was ich ein bisschen zu bemängeln hätte ist das es manchmal ein bisschen vor sich hingeplätschert hat, aber nur ganz wenig. Es ist eben ein etwas ruhigeres Buch. Und ich hab gegen Ende auf eine bestimmte Situation gewartet, von der man wusste, dass sie noch kommen würde und sich ein kleines bisschen anders gestaltet hat als erwartet.

    Ich fand es ein sehr gelungenes Buch mit einem wunderschönen Prolog, dass ich nur jedem empfehlen kann. Außerdem hat mir das Buch gezeigt, wie andere Menschen einen beeinflussen können und wie viel schon allein Worte anrichten können, aber auch, dass es manchmal gar keine braucht.

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    ali-buchfreaks avatar
    ali-buchfreakvor einem Jahr
    Kurzmeinung: (3,5 Sterne) Tolle Idee, allerdings war die Umsetzung nicht so meins
    Der Junge mit Asperger und die ehemalige Kriminelle - kann das gut gehen?


    Inhalt:


    Ellie McCallum und ihre Clique haben Flynn, den Jungen mit Asperger, immer gerne gemobbt, obwohl sie damals eigentlich in ihn verliebt war.
    Sie hat zusammen mit ihren Freunden sein Haus in Brand gesetzt und dafür ins Gefängnis gekommen.
    Jetzt, Jahre später, ist sie aus dem Gefängnis raus, arbeitet in einem kleinen Laden und hängt  noch mit denselben Leuten wie früher auf Partys ab.
    Ihre beste Freundin Dania ist dazu noch schwanger, kümmert sich aber nicht um das Baby und trinkt lieber Alkohol mit verschiedenen Typen.
    Als Flynn dann eines Tages auf Ellies Arbeitsplatz auftaucht, stellt sich ihre Welt auf den Kopf und die Gefühle für Flynn kommen wieder an die Oberfläche - Liebe, aber auch tiefe Schuld.
    Kann diese Beziehung funktionieren?
    Kann Flynn sie wieder zurück ins richtige Leben holen?


    Meine Meinung:


    Ich fand den Inhalt sehr ansprechend, obwohl ich etwas skeptisch war, ob ich Ellie als Protagonistin mögen werde.
    Anfangs konnte ich sie gar nicht ausstehen dafür, was sie Flynn damals angetan hat, ihr schlechtes Umfeld und ihre Stimmungsschwankungen - mal mochte sie Flynn, mal hasste sie ihn, so richtig entscheiden konnte sie sich nie.
    Umso mehr ich las, desto besser wurde es, aber so richtig gemocht habe ich sie nie. Das einzige, was sie sympathisch gemacht hat, waren ihre Schuldgefühle für ihre Tat und ihre Nachsicht im Umgang mit Flynn.


    Flynn war ein Charakter, den man eigentlich lieben sollte. Er war unglaublich herzlich und nicht nachtragend und wäre mir in einer anderen Kombination sicherlich ans Herz gewachsen, aber seine Wutausbrüche, die mit seiner Krankheit zu tun hatten, kombiniert mit Ellies Stimmungsschwankungen und Wutausbrüchen, waren mir an manchen Stellen doch etwas zu viel.
    Bei Ellie hat dieses Verhalten mich allerdings mehr gestört, als bei Flynn.


    Ellies Freunde habe ich gehasst, den Umgang untereinander und vor allem Danias Umgang mit ihrer Schwangerschaft. Sie hat auf das Baby überhaupt keine Rücksicht genommen, Hauptsache sie hat Spaß mit Drogen und Alkohol. Ich habe die ganze Zeit nur gehofft, sie würde endlich zur Einsicht kommen.


    Den Schreibstil mochte ich wirklich gerne, die Autorin hat sehr emotional geschrieben.
    Die Geschichte mochte ich dennoch ganz gerne, auch wenn sie teilweise ihre Längen hatte.


    Fazit:


    Die Geschichte war außergewöhnlich und bleibt einem definitiv noch im Gedächtnis. Die Umsetzung war zwar nicht so meins, aber anderen könnte es sicherlich gefallen :)
    3,5 Sterne

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    mylittlebookworlds avatar
    mylittlebookworldvor einem Jahr
    Konnte mich leider nicht komplett überzeugen

    Worum es geht:
    Zwei Leben. Eine Liebe. Viele Hindernisse …
    Ellie McCallum hat keine Zukunft und verdient es auch nicht anders. So sieht sie das zumindest. Denn als Jugendliche hat sie mit ihrer Clique das Haus ihres Mitschülers Flynn in Brand gesetzt. Doch dann taucht er eines Tages wieder auf - Flynn, der Freak, der Junge mit Asperger. Und Ellie muss sich eingestehen, dass da nicht nur Schuld ist ihm gegenüber, sondern so viel mehr. Sie ist verliebt in Flynn. Und war es auch damals schon. Nur konnte sie vor ihrer Clique nicht zu ihm stehen. Als Flynn ihre Gefühle erwidert, muss Ellie sich fragen: Ist sie stark genug für diese Liebe?
    [Quelle: Verlag]

    Was ich über ... denke:

    ... die Geschichte...:

    Die Geschichte hat mir ganz gut gefallen. Leider hatte ich ziemliche Probleme rein zu kommen und war erst nach über der Hälfte von diesem Buch wirklich gefesselt, was ich sehr schade finde.
    Die zweite Hälfte hat sich dann aber super schnell lesen lassen, weil ich total in der Story dein war und einfach wissen musste wie es mit Ellie und Flynn weitergeht.

    ... die Charaktere...:
    Mit Ellie hatte ich so meine Probleme. Grade am Anfang, wo sie noch sehr kalt, fast schon gefühllos und manchmal ein ziemliches Biest ist, bin ich gar nicht mit ihr klar gekommen. Ich habe ihr Verhalten einfach nie so 100%-ig nachvollziehen können und fand sie ziemlich anstrengend.
    Das hat sich aber glücklicherweise mit der Zeit geändert. Je näher Ellie Flynn gekommen ist, desto mehr hat sie sich verändert - in eine absolut positive Richtung, wodurch ich gleich viel besser mit ihr als Protagonistin klar gekommen bin.
    Dadurch, dass ich Ellie fast das halbe Buch über nicht mochte, konnte ich mich leider nicht so wirklich in sie hineinfühlen und sie ist für mich doch immer etwas angreifbar geblieben.
    Flynn als Charakter zu bewerten finde ich schwierig. Er hat das Asperger Syndrom, eine Variante des Autismus. Ich persönlich habe nie wirklich Erfahrungen mit Personen gemacht, die Asperger oder Autismus haben und finde es daher schwierig zu bewerten, wie gut oder schlecht diese Entwicklungsstörung bei Flynn dargestellt wurde.
    Ansonsten fallen ls Figuren eigentlich nur noch Ellie's Freunde auf, die ich allesamt nicht ausstehen kann. 
    Einzig Dania macht eine einigermaßen gute Entwicklung durch und trifft am Ende zum ersten Mal im ganzen Buch eine wirklich gute Entscheidung.

    ... das Cover...:
    Haut mich ehrlich gesagt nicht total um, passt aber irgendwie zu der Story. 
    Allerdings mag ich den Titel des Buches richtig gerne.

    Was mir am besten gefallen hat:
    Ab der Hälfte mochte ich die Story wirklich gerne und auch Ellie mochte ich ab da viel lieber. Flynn fand ich von Anfang an sehr interessant, finde es jedoch schwierig einzuschätzen, wie gut die Autorin das Asperger Syndrom dargestellt hat.

    Was mir nicht gefallen hat:
    Die ganze erste Hälfte. Die Story konnte mich nicht packen, Ellie ist mir eigentlich nur auf die Nerven gegangen und ich war ein paar mal kurz davor das Buch abzubrechen, doch glücklicherweise ist es dann um einiges besser geworden.

    Bewertung: 3 von 5 Sternen
    Leider konnte mich die erste Hälfte des Buches überhaupt nicht überzeugen, die zweite Hälfte hat dann allerdings einiges wieder rausgerissen, wodurch das Buch immerhin noch 3 von 5 Sternen bekommen hat.

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    merlin78s avatar
    merlin78vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein großartiger Roman, der mich bewegt und mitgerissen hat!
    Ein großartiger Roman, der mich bewegt und mitgerissen hat!

    Zwei Menschen, so unterschiedlich und doch so gleich…

    Ellie hält sich nicht nur für einen schlechten Menschen, sie weiß, dass sie schlecht ist. Seit frühster Kindheit wandert sie von einer Pflegefamilie zur nächsten und genießt seither die Freundschaft mit Dania, die trotz Schwangerschaft raucht, säuft und Drogen konsumiert. Sie ist in einer Gruppe von Menschen gefangen, die alle ihr Leben bereits aufgegeben haben. Das beweist auch ihre Zeit im Jugendgefängnis, die sie zusätzlich geprägt hat.

    Flynn hat das Asperger-Syndrom und ist sehr empfänglich für Emotionen. Obwohl das Schicksal es mit ihm nicht leicht gemeint hat, scheint er einen Weg gefunden zu haben, mit dem Leben zurechtzukommen. Obwohl Ellie vor sechs Jahren alles zerstört hat. Doch mit einem Mal ist er zurück in dem kleinen Ort, der alles für ihn verändert hat. Und auch Ellie ist wieder da, zurück in seinem Leben…

    Autorin Meredith Walters hat mit ihrem Werk „Bei uns macht das Universum Überstunden“ ein unglaublich emotionales Thema aufgegriffen, denn sie beschäftigt sich nicht nur mit dem Asperger-Syndrom und seine Auswirkungen, sondern auch mit Mobbing in schlimmster Form. 

    Dieses Buch hat mich unglaublich bewegt. Doch bevor ich über meine eigene Meinung schreibe, möchte ich erst einen Blick auf die Charaktere und den Inhalt der Geschichte werfen.

    Ganz im Mittelpunkt und damit im zentralen Geschehen der Geschichte steht Ellie, die den Leser durch ihre Worte authentisch mitnimmt. Sie ist kein netter Mensch, vielmehr eine Person, die durch kranke Lebensumstände geprägt worden ist und sich ihre Stärke aus dem Verletzen anderer zieht. Als sie Flynn das erste Mal sieht, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Doch zeitgleich möchte sie auch nicht verletzt werden, weshalb es ihr leichter fällt, den Jungen mit dem Asperger zu hänseln und zu ärgern. Dabei wirkt sie weder sympathisch noch freundlich, doch irgendwie dennoch leidenschaftlich und herzlich. Denn eigentlich weiß sie genau, welche Fehler sie begeht, doch sie kann aus ihren bekannten Mustern nicht ausbrechen. Erst Jahre später soll sie die Chance erhalten, ihre Fehler wieder gut zu machen.

    Flynn ist ein liebenswerter Kerl, der unter seinem Syndrom leidet und dadurch im Fokus der Öffentlichkeit steht. In der Schule wird er als Flynn der Freak verschrien, seine Mitschüler ärgern ihn, sperren ihn ein und schlagen ihn. Doch Ellie bricht ihm das Herz. Jahre später erinnert sich Flynn an die Erlebnisse, die ihn sein halbes Leben begleitet haben. Dabei sind diese Erzählungen so dramatisch und tragisch, dass kaum ein Auge trocken bleibt.

    Die Handlung wurde wunderbar durch zwei verschiedene Zeitepochen zusammengefasst. Ellie beschreibt die Gegenwart, beide sind inzwischen 22 Jahre alt und bewegen sich auf eine unbekannte Zukunft zu.
    Flynn reflektiert die Erlebnisse von vor sechs Jahren, als er neu in die Kleinstadt gezogen ist und dort auf neue Freunde hoffte.

    Schriftstellerin Meredith Walters verwendet bei ihren Beschreibungen eine moderne und lebendige Erzählweise. Sie nimmt auch kein Blatt vor den Mund und verschönt nichts. Sehr realistisch erlebt der Leser die teilweise grausamen, manchmal aber auch wunderschönen Momente, die dieses Werk so besonders machen.
    Doch es geht hier nicht nur um schreckliche Ereignisse, vielmehr bietet es auch eine Möglichkeit für den Aufbau für etwas Positives, denn durch Flynn und Ellie wird deutlich, dass nichts in Stein gemeißelt ist und jeder aus seinen Fehlern lernen kann.

    Ein großartiger Roman, der mich bewegt und mitgerissen hat!

    Mein persönliches Fazit:
    So authentisch und herzlich, aber auch ergreifend und verletzend.
    Meine Meinung zu diesem Werk lässt sich nur schwer in Worte fassen, denn es ist nicht nur fesselnd und aufregend, sondern auch traurig und tragisch. Flynn und Ellie stammen aus zwei Welten, doch ihre Einsamkeit verbindet sie und bringt sie zusammen. Ich habe mit ihnen mitgelitten und mich für sie gefreut. In den traurigen Momenten flossen Tränen, wenn sie sich gefreut haben, konnte ich ebenfalls lachen. Mich hat das Buch perfekt unterhalten und ich habe es tatsächlich in wenigen Stunden verschlungen. Einmal begonnen, konnte ich mich nicht mehr aus der Geschichte lösen, denn ich musste einfach wissen, wie es mit den beiden ausgehen würde. Von mir gibt es für alle Leser mit Herz eine ganz klare Leseempfehlung. 

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    saras_bookwonderlands avatar
    saras_bookwonderlandvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieses Buch geht wirklich unter die Haut!
    Dieses Buch geht unter die Haut!

    Inhalt:

    Zwei Leben. Eine Liebe. Viele Hindernisse …

    Ellie McCallum wächst in Pflegefamilien auf und trägt eine Wut mit sich herum, die sie an anderen auslässt. In der Schule mobben sie und ihre Clique Flynn Hendricks – Flynn, den Freak, wie sie ihn nennen. Flynn ist anders, hat Asperger, und das reicht der Gruppe schon als Grund, ihn immer wieder fertig zu machen. Obwohl Ellie sich dem Gruppenzwang nicht entziehen kann, keimt zwischen ihr und Flynn eine heimliche Freundschaft. Als die Clique eines Abends Feuerwerkskörper in Flynns Garten wirft, fliegt Ellies Geschoss durch ein offenes Fenster in den Keller und setzt das Haus in Brand. Ellie wird noch am Tatort gefasst und gibt alles zu. Sie wird zu einer Haftstrafe im Jugendgefängnis verurteilt, Flynn und seine Mutter verlassen die Stadt.
    Sechs Jahre später hängt Ellie mit derselben Clique rum; das Leben besteht aus Alkohol, Drogen und Sex. Unzufrieden jobbt sie in einem kleinen Supermarkt, und gesteht sich nur langsam die Hoffnung zu, dass es ein Leben außerhalb von Wellston gibt. Zufällig findet sie einen Flyer des örtlichen Community College und schreibt sich dort ein. Und dann taucht er eines Tages wieder auf - Flynn, der Freak, der Junge mit Asperger. Und Ellie muss sich eingestehen, dass da nicht nur Schuld ist ihm gegenüber, sondern so viel mehr. Sie ist verliebt in Flynn. Und war es auch damals schon. Nur konnte sie vor ihrer Clique nicht zu ihm stehen. Als Flynn ihre Gefühle erwidert, muss Ellie sich fragen: Ist sie stark genug für diese Liebe?

    Quelle: dtv


    Cover:

    Mir gefällt das Cover wirklich gut. Ich mag die farbliche Gestaltung und die Schlichtheit, die das Cover ausstrahlt.


    Meine Meinung:

    Ellie hatte eine fürchterliche Jugend und dementsprechend auch nichts aus ihrem Leben gemacht.
    Einzig und allein Flynn, der Freak mit dem Asperger-Syndrom, scheint immer wieder an Ellie heranzukommen, obwohl doch gerade diese ihm das Leben auf der Highschool zur Hölle gemacht hat.
    Durch Flynn lernt Ellie etwas mit ihrem Leben anzufangen und auch Flynn entwickelt sich weiter und scheint von Seite zu Seite weniger gefangen zu sein in seiner leichteren Form von Autismus.

    Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen, auch wenn Ellies Leben und vor allem ihre Perspektive mich geradezu erschüttert haben.
    Dennoch ist schnell klar, das viel mehr hinter dieser hart erarbeiten Fassade steckt.
    Geschrieben ist das Buch meist auch Sicht von Protagonistin Ellie. Wenn die Autorin allerdings in einigen Kapitel aus der Vergangenheit berichtet, kommt auch Protagonist Flynn zu Wort.
    Der Schreibstil ist sehr detailliert und ein wenig ausschweifend, woran ich mich zumindest am Anfang sehr gewöhnen musste.
    Aber um einen Charakter wie Flynn zu beschreiben, seine Gefühle und Gedanken wiedergeben zu können, ist so eine Art des Schreibens besonders wichtig.

    Flynn hat Asperger und leidet somit an einer milderen Form von Autismus. Er sagt immer was er denkt und kann die Gefühle, Mimik und Gestik anderer Personen nicht deuten. Das Lesen von Emotionen anhand von Gesichtsausdrücken musste er sich hart erarbeiten und kann es meist nur bei Ellie problemlos anwenden.
    Trotz allem hat mich Flynn von der ersten Seite an fasziniert. Er ist klug, herzensgut und ein wahrer Künstler. Er scheint seinen Weg zum Leben gefunden zu haben und entwickelt sich dennoch stark weiter.
    Die Erzählungen aus der Vergangenheit, die Hänseleien und Sprüche seiner Mitschüler, sind mir wirklich unter die Haut gegangen und haben mich ziemlich traurig und sogleich wütend gemacht.
    Flynns Gabe zu Verzeihen und nur das Beste zu sehen ist wirklich erstaunlich.

    Ellie ist das totale Gegenteil und ein Prachtexemplar von misslungener Jugend.
    Alkohol, Drogen und Knast gehören zu ihrer Vergangenheit. Und auch wenn sie mir dadurch am Anfang etwas unsympathisch war, konnte ich mit der Zeit ihr Verhalten immer besser verstehen.
    Ebenso wie Flynn macht auch Ellie ihre eigenen kleinen und große Schritte in ein besseres Leben.

    Der Verlauf der Geschichte war der absolute Wahnsinn, wenn ich das mal so sagen darf.
    Emotional war ich total hin und weg. Die Gesichte um Flynn und Ellie, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart, hat mich bis auf die Knochen berührt und mir das Herz schwer werden lassen, wie bisher kein anderes Buch.
    Die Story ist wenig vorhersehbar und somit umso fesselnder. Sehr gefallen hat mir, dass es nicht immer nur Fortschritte gab, sondern die Charaktere auch die authentischen Schicksalsschläge des Alltags nicht umgehen konnten.
    Die Art wie Ellie und Flynn einander lieben, sich gegenseitig helfen, unterstützen und einfach nur glücklich werden ist einfach nur herzzerreißend.
    Ich empfehle dieses Buch unbedingt weiter. Es ist zu schön, um nicht gelesen zu werden.


    Bewertung:

    Dieses Buch beinhaltet eine unheimlich schöne und besondere Geschichte, mit tief unter die Haut gehenden Charakteren.
    Wer sich emotional abholen lassen möchte, ist hier definitiv richtig.

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    annso24s avatar
    annso24vor 2 Jahren
    Eine berührende sowie ernste Geschichte

    Cover:
    Ich finde das Cover wundervoll gestaltet, denn für mich passt es super zum Buch. Es ist schlicht gehalten und zeigt den zentralen Teil der Geschichte - Zweisamkeit und Liebe. Für mich passt es damit nahtlos zur Geschichte und leutet bereits die Atmosphäre des Buches ein.


    Inhalt:
    "Für uns macht das Universum Überstunden" ist in meinen Augen auf jeden Fall eine Geschichte, die es in sich hat. A. Meredith Walters thematisiert sehr viele Probleme und verpackt sie in einer berührenden Liebesgeschichte, die mich zu Tränen rühren konnte.
    Der Einstieg in die Geschichte ist teilweise erschreckend, da man in Ellies Lebensweise geworfen wird, die hauptsächlich vom Alkohol bestimmt wird. Man ist schnell mitten im Geschehen. Der Verlauf der Geschichte wird dabei von Rückblicken in die Vergangenheit von Flynn und Ellie unterstützt.
    Ich empfand die Handlung als gut durchdacht und logisch sowie auch spannend gestaltet, da es immer wieder zu Herausforderungen für die beiden Protagonisten kommt. Bis zum Ende hin habe ich mit den beiden mitgefiebert und die Geschichte voller Neugierde verfolgt.

     

    Charaktere:
    Die Autorin wählte mit Ellie und Flynn schwierige Charaktere würde ich sagen, die für ein emotionales Abenteuer sorgen.
    Flynn hat das Aspergersyndrom. Mit ihm leidet man selbstverständlich am meisten mit, denn aufgrund seiner Krankheit wurde er in der Schule extrem gehänselt, obwohl er nur Freunde finden und gemocht werden wollte. Man muss ihn einfach gernhaben und am meisten war ich von seiner Entwicklung beeindruckt, denn er ist an seinen Herausforderungen gewachsen und tat es mit Ellie nur noch mehr bis zum Ende hin.
    Ellie ist schwierig, keine Frage. Sie ist ein Mitläufer, deren Leben aus dem Ruder gelaufen ist. Es liegt nun an ihr, sich aus ihrem Loch herauszufinden und ihre Träume wahr werden zu lassen. Klar, kann man Ellie in ihrer Lebenssituation als zu übertrieben erachten, doch ich finde, dass gerade durch sie die Probleme unserer heutigen Gesellschaft deutlich herausgeschrien werden. Vor allem in Bezug auf Flynn.
    Die Entwicklung der beiden Charaktere fand ich großartig und auch authentisch!
    Auch die anderen Charaktere passten sehr gut zur Geschichte und es trug jeder seinen bedeutenden Teil dazu bei, wobei man manche mehr und manche weniger mag.

    Schreibstil:
    Die Autorin konnte mich mit ihrem leichten, fließenden Stil überzeugen, denn ich las das Buch innerhalb weniger Stunden. Sie führte mich sehr gut durch die Geschichte mit einer unglaubwürdigen Ernsthafitgkeit aber einer genauso starkem Emotionalität.
    Man verfolgt die Geschichte aus der Sicht von Ellie, was ich als sehr spannend empfand, da man ihr dadurch besonders nah sein und ihren Sinneswandel sehr stark nachvollziehen konnte.
     

    Fazit:
    A. Meredith Walters konnte mich einerseits mit ihrem Buch "Für uns macht das Universum Überstunden" sehr unterhalten und andererseits gleichzeitig schocken und berühren. Die Seiten flogen nur so an mir vorbei, was von einem überzeugendem Schreibstil aber auch von einer fesselnden Handlung zeugt.
    Die Autorin thematisiert so viele Probleme aber auch eine extrem starke Liebe, die auf mich so echt und berührend wirkt, dass ich mir so einige Tränen nicht verdrücken konnte ... Ich kann es euch auf jeden Fall empfehlen!

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    Booksarehomevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Liebe kann Menschen verändern und dieses Buch beweist es!
    Liebe kann Mesnchen verändern!

    Meine Meinung:Zuerst einmal ein großes Dankeschön an den dtv Verlag für dieses wundervolle Buch!Ellie vertraut so gut wie keinem. Nicht mal ihrer besten Freundin zu 100%. Sie baute immer eine Mauer um sich, doch ein Junge durchbricht diese Mauer schon zum zweiten Mal. Flynn. Flynn wird von Ellies Clique und ihr früher oft beleidigt und als "Flynn der Freak" bezeichnet. Der Junge hat das Asperger Syndrom. (Das Asperger Syndorm ist eine milde Variante des Autismus. Hier ist vor allem die Fähigkeit, nichtsprachlicher Signale wie zum Beispiel Gestik oder die Mimik bei anderen Personen zu erkennen und zu verstehen, beeinträchtigt.) Doch auch wenn er merkwürdig auf andere wirkt, Ellie fühlt sich zu ihm angezogen. Sie verbringt immer mehr Zeit mit ihm und geht oft mit zu ihm nach Hause.Daraus entwickelt sich eine Freundschaft. Vor ihren Freunden hält sie das geheim und in der Schule ist sie weiterhin total gemein zu ihm. Er versteht das nicht und ist oft traurig deswegen. Durch einen dummen Fehler zündet sie sein Haus an und muss dafür ins Gefängnis. In der Zeit versucht sie Flynn zu vergessen und nachdem Gefängnis verbringt sie ihre Zeit nur mit ihren Freunden. Zusammen feiern sie oft und zwar mit viel Alkohol, Drogen, Sex und manchmal kommt es sogar zu Gewalt. Plötzlich taucht Flynn wieder auf und verändert Ellies leben. Sie geht nun ans College und wendet sich zunehmend von ihren Freunden ab. Auch von ihrer besten Freundin, die schwanger ist und trotzdem nicht aufhört mit Alkohol und Drogen. Ellie vertraut Flynn immer mehr und auch er scheint sich bei ihr zu verändern. Beide merken, dass es Liebe ist, doch wird die Liebe halten? Oder zerbricht sie doch?
    Die Charaktere waren sehr einzigartig. Man merkt wie sich Ellie verändert und zwar um 180°. Sie wird ein ganz anderer Mensch und diese Entwicklung ist wirklich toll. Auch Flynn verändert sich. Auch die anderen Charakter im Buch sind sehr gut dargestellt worden. Man konnte sie sich alle bildlich gut vorstellen.Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig.
    Fazit:Ich fand das Buch großartig. Es war was ganz anderes und meiner Meinung nach, sollte das Buch viel mehr Aufmerksamkeit bekommen. Ich kann es wirklich jedem ans Herz legen, dieses Buch zu lesen. 
    Eins der schönsten Zitate: "Irgendwie mussten wir einen Weg finden, nicht nur uns zu vergeben, sondern auch unserer Vergangenheit." S. 263Das Buch bekommt absolut verdiente 5 von 5 Sternen.

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