Kaffeekavalier

von A.C. Lelis 
4,1 Sterne bei11 Bewertungen
Kaffeekavalier
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (10):
esprite_surveilles avatar

wirklich süß geschrieben :) ich konnte richtig gut mitfühlen

Kritisch (1):
Hotarus avatar

Flüssig geschrieben, aber mit unsympathischer Hauptfigur und wenig glaubwürdigem Happy End.

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Inhaltsangabe zu "Kaffeekavalier"

Alles hätte Eike bei dem späten Termin in seinem Friseursalon erwartet, aber nicht, dass sein Kunde außer einer Frisur auch noch ein Ausbildungsplatz von ihm möchte. Nicht nur, dass Timm älter ist als seine potentiellen Mitbewerber, er sieht mit seinen Tattoos und der etwas rauen Schale auch nicht aus wie der typische Anwärter auf diesen Job. Als Eike ihm dennoch eine Chance gibt, ahnt er noch nicht, was in Timms Vergangenheit lauert – und auch das Knistern zwischen den beiden Männern steht nicht in der Stellenbeschreibung. Doch Timm ist Eikes Angestellter und damit absolut tabu...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958230835
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:412 Seiten
Verlag:Cursed Verlag
Erscheinungsdatum:23.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Dex-aholics avatar
    Dex-aholicvor 9 Monaten
    Süße Romanze mit Tiefgang und viel Herz

    Das Buch hatte mich von Anfang fasziniert und nicht nur allein wegen dem schicken Cover, dass definitiv Blicke auf sich zieht. Kurz zum Inhalt: Eike ist Friseur aus Leidenschaft, liebt seinen Job, sein eigenes Geschäft und ist gerecht und fair. Dass er gerade ein wenig an der Fernbeziehung zu seinem Freund zu knabbern hat, der nach Bern gezogen ist, macht ihn dabei ein klein wenig mürrisch und lässt ihn ein wenig an sich zweifeln. Und dann schneit auch noch Timm in seinen Laden und fasziniert ihn von Grund auf. Eike ist sogar so angetan von seinem Engagement und seiner Willensstärke, bei ihm einen Ausbildungsplatz zu suchen, dass er ihm eine Bewährungschance gibt. Die beiden entwickeln schnell eine Freundschaft, auch wenn diese etwas holprig startet. Als dann aber ein paar unvorhergesehene Probleme auftreten und Eike mehr von Timms Vergangenheit erfährt, scheint es zu kriseln und Eike zweifelt seine Entscheidung, Timm eine Chance gegeben zu haben, mehr und mehr an....
    Die Geschichte an sich ist süß erzählt und umgesetzt. Man liest sich schnell ein und kann das Buch dann nur schwer aus der Hand legen. Eike und Timm, sowie auch Torben, Thies, Diana und alle anderen, sind einem auf Anhieb sympathisch und vor allem Timm schleicht sich gleich ins Herz ein. Wenn Eike dann mal wieder in seinem Selbstmitleid suhlt, da wollte ich ihm manchmal einfach einen kräftigen Klapps auf den Hinterkopf geben. Aber wenn das Herz involviert ist, dann kann ja keiner klar denken... Einige Szenen wirkten auf mich dennoch ein wenig in die Länge gezogen und zäh, es hat aber nicht so sehr der Stimmung geschadet, dass man das Buch nicht weiterlesen wollte. Im Gegenteil, ich war richtig gespannt und neugierig, wie sich denn nun alles entwickeln würde und wer denn nun wie sein Happy End bekommt...und ob er es bekommt. Den ollen Sturkopf Timm will man eigentlich nur fest knuddeln und nie wieder loslasse, daher hatte ich ganz besonders für ihn auf ein Happy End gehofft und gebangt. Ob er es bekommt, das müsst ihr selbst herausfinden. Ich kann "Kaffeekavalier" sehr empfehlen!


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    Lacarians avatar
    Lacarianvor einem Jahr
    Kaffeekavalier

    Worum geht's?

    Timm ist zwanzig Jahre alt, als er sich bei Eike um eine Ausbildungsstelle zum Friseur bewirbt. Im Gepäck hat er eine total verkorkste Vergangenheit, die tiefe Narben auf seiner Seele hinterlassen hat. Eike gibt ihm eine Chance - nicht ganz vorbehaltlos und immer auf der Hut. Er versucht, zu verdrängen, dass da mehr zwischen ihnen entsteht, immerhin ist Timm sein Azubi ...

    Details (Spoiler!)

    Eike hat einen eigenen Friseurladen in Hamburg. Der Dreißigjährige beschäftigt zwei Angestellte und sein Salon erhält stets Höchstnoten von seinen Kunden. Als die Geschichte beginnt, geht es Eike nicht besonders gut. Sein Freund hat eine Stelle in der Schweiz angenommen und ist kürzlich ausgezogen. Die beiden versuchen es mit einer Fernbeziehung.

    Timm hat sich einen Spättermin in Eikes Salon geben lassen. Der Zwanzigjährige scheint zunächst eher nicht in den teuren Laden zu passen, mit seiner gebrochenen Nase, dem kaputten Schneidezahn und den Klamotten, die eher an ein Ghettokid erinnern als an Eikes übliche Klientel. Zumindest für die Frisur kann etwas getan werden. Sie kommen ins Gespräch und Eike erfährt, dass Timm ebenfalls Friseur werden will. Am Ende ist sich Eike sicher, dass Timm nicht nur wegen eines Haarschnitts ausgerechnet in seinem Salon gelandet ist. Obwohl er ein komisches Gefühl bei der Sache hat, bietet er Timm einen Praktikumsplatz an und der Junge macht sich mehr als gut. Eike und seine Angestellten sind begeistert und schließen Timm schnell ins Herz. Eike beschließt, ihn auszubilden. Doch gleich am ersten Tag seiner offiziellen Ausbildung erscheint Timm nicht zur Arbeit. Am nächsten Tag fährt Eike zu ihm nach Hause und findet Timm halbnackt und grün und blau geschlagen an seine Heizung gefesselt vor. Er befreit den Jungen und nimmt ihn mit in seine Wohnung. Was er über Timms Vergangenheit herausfindet, ist haarsträubend. Er ist beeindruckt, was für eine Person trotzdem aus Timm geworden ist und lässt ihn bei sich wohnen - bis er etwas besseres gefunden hat.

    Während die Fernbeziehung nicht so richtig funktioniert, steigt die Faszination für Timm, der sich in die Zweier-WG einbringt, sich um Eike kümmert, geheimnisvoll ist und noch dazu unverschämt gut aussieht. Aber weil er zehn Jahre jünger und außerdem sein Azubi ist, verbietet sich Eike, auch nur über mehr nachzudenken.

    Es ist klar, dass die Verdrängungstaktik nicht ewig funktioniert. Die Anziehungskraft zwischen den beiden wird unüberwindbar, da kann sich Eike noch so sehr an seine Prinzipien und seine Bedenken klammern. Im Grunde sorgt er sich vorrangig darum, was andere davon halten würden, er ist immerhin Timms Chef und Timms Vergangenheit ist alles andere als glorreich. Außerdem hat er Angst, verletzt zu werden und Timm zu verletzen, der immerhin gerade eine dreijährige Ausbildung in seinem Salon begonnen hat. Seine dreijährige Beziehung zu Holger endet, während Timm schon bei ihm untergekommen ist. Insgesamt also richtig denkbar schlechte Vorzeichen für eine Beziehung.

    Wie es am Ende trotzdem dazu kommt und warum sich das Resultat so gut anfühlt, muss man einfach lesen.

     

    Und wie war's?

    Ich habe lange nicht mehr so viele Tränen beim Lesen vergossen wie bei diesem Buch. Nicht, weil so viele schreckliche Dinge passieren, sondern weil die Emotionen bei mir richtig gut funktioniert haben. Anders als zum Beispiel bei den Gay-Romance-Büchern von Regina Mars, die mich seit geraumer Zeit begeistern, ist "Kaffeekavalier" aber nicht lustig geschrieben, sondern befasst sich mit so ernsthaften Themen wie Prostitution, Drogen, Alkoholismus und Jugendgefängnis. Zum Glück sind das Themen, die in Timms Vergangenheit gehören, denn schon ihre Bewältigung in dieser Geschichte ging mir sehr nah. Ich bin da wohl sehr empfindlich.

    Die Mischung aus Vergangenheitsbewältigung, aufkeimender Verliebtheit, aber auch die Arbeit in dem Salon und die Freunde drumherum, all das hat mir richtig gut gefallen. Der Salon war übrigens einer der Gründe, das Buch zu lesen. Ein typischer Coverkauf eigentlich. Vorgestellt habe ich mir einen von den modernen auf klassisch gemachten Barbershops, die gerade wieder aus dem Boden schießen und sich so überdeutlich von den profillosen Friseurketten unterscheiden, die ich bisher so kannte.

     

    Die Wertung:

    Da es ein Coverkauf war, sind fünf Punkte für die Coverabbildung natürlich ein Muss. Ich habe den Verlag zunächst nicht um Erlaubnis gebeten, das Cover hier abbilden zu dürfen, weil ich bei Gay-Romance-Büchern immer etwas vorsichtig bin. Viele sind so "billig" geschrieben und mit Schreibfehlern durchsetzt, zum Teil so auf Erotik reduziert, dass ich sie zwar lese, es aber keinem erzähle. Ich bin froh, wieder ein Buch gefunden zu haben, bei dem das anders ist. Natürlich bleibt Gay Romance Gay Romance. Das bedeutet für mich  mehr oder weniger schmalzige schwule Liebesgeschichten, die zu Herzen gehen und zuweilen meine Tränendrüsen quetschen. Erotik spielt hier durchaus auch eine Rolle. Wichtig ist für mich nur, dass die Geschichte nicht um die Erotik herumgeschrieben ist und dass ich beim Lesen und am Ende glücklich bin. 😃 Ein Happy End ist mir richtig wichtig.

    So viel zum Cover.

    Bei der Orthografie habe ich am Anfang nicht aufgepasst, als ich sicherheitshalber erstmal die Leseprobe auf meinem Kindle hatte. Danach habe ich vier Schreibfehler gefunden, was bei rund 400 Seiten keinen Punkt Abzug in der Wertung bedeutet.

    Der Ausdruck ist einfach und unauffällig. Ich habe keine literarisch besonders hervorstechenden Passagen bemerkt, weder positive noch negative. Unauffällig und solide.

    Über die Unterhaltung kann ich mich ebenfalls nicht beschweren. Im Gegenteil! Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen! Die Autorin hält sich nicht mit seitenlangem Geschwafel auf, das nirgendwohin führt. Wie üblich war bei mir irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich es nicht mehr erwarten konnte, dass die Protagonisten endlich von ihren Zweifeln ablassen und ich hoffte, dass sie nicht noch eine Schleife drehen müssen. Aber das gehört wohl einfach dazu. A.C. Lelis verwöhnt den Leser immerhin damit, dass sich die Figuren während des ganzen Prozesses auf andere Weise näherkommen. Das sorgte für die schon erwähnten Emotionen. Die Geschichte und ihre Figuren haben sich so gut angefühlt, dass ich unablässig weiterlesen wollte. Wenn das keine Unterhaltung ist...

    Strukturell ist "Kaffeekavalier" nicht herausfordernd. Die Geschichte ist einigermaßen geradlinig, es gibt nur wenige Nebenhandlungen und auch die Handvoll Locations bergen nicht die Gefahr, sich als Leser zu verlaufen. Meistens hatte ich das Gefühl, der Schauplatz wäre vollständig, das bedeutet, mir als Leser reichte es, was ich darüber wusste, um mich gedanklich dort gut einzurichten. Auch die Anzahl an Nebenfiguren ist für den Leser sehr gut beherrschbar. 

    Bei den Gay-Romance-Büchern von A.C. Lelis werde ich definitiv am Ball bleiben. Und "Kaffeekavalier" ist ein Schmachtroman, den ich Genrebegeisterten sehr gern weiterempfehle.

     

     

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    Hotarus avatar
    Hotaruvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Flüssig geschrieben, aber mit unsympathischer Hauptfigur und wenig glaubwürdigem Happy End.
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    esprite_surveilles avatar
    esprite_surveillevor einem Jahr
    Kurzmeinung: wirklich süß geschrieben :) ich konnte richtig gut mitfühlen
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    Shaddowlinos avatar
    Shaddowlinovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ihr Schreibstil lässt sich einfach wunderbar lesen, auch wenn das Ende schneller kam als gedacht.
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    Carthamuss avatar
    Carthamusvor 3 Monaten
    Sinfonias avatar
    Sinfoniavor 8 Monaten
    TimGlaabs avatar
    TimGlaabvor einem Jahr
    Lacarians avatar
    Lacarianvor einem Jahr
    Sophie333s avatar
    Sophie333vor einem Jahr

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