A.G. Lombardo

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Autor von Graffiti Palast.

Lebenslauf von A.G. Lombardo

A. G. Lombardo stammt aus Los Angeles und ist dort Lehrer an einer High School. Graffiti Palast ist sein erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von A.G. Lombardo

Cover des Buches Graffiti Palast (ISBN: 9783956142840)

Graffiti Palast

 (2)
Erschienen am 06.03.2019

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Rezension zu "Graffiti Palast" von A.G. Lombardo

Urban Mystery
BluevanMeervor 10 Monaten

Monk ist Semiotiker und untersucht die Zeichen des Graffiti in seiner Stadt. Die Handlung spielt in L.A., 1965 während der Watts-Unruhen, als es im Süden der Stadt zu gewalttätigen Ausschreitungen kam. Innerhalb von sechs Tagen starben 34 Menschen und über 4000 Menschen wurden verhaftet. Auslöser war die rassistisch motivierte Festnahme von zwei jungen Schwarzen und ihrer Mutter durch das LAPD, Lombardo beschreibt die Szene in seiner Romanhandlung. Danach kam es zu Sachbeschädigungen bis schließlich sogar die Nationalgarde eingriff und die betroffenen Stadtteile abriegelte. 

Monk wird Zeuge der Auseinandersetzung, aber kann diese Zeichen leider nicht deuten. Er will eigentlich nur ein paar Graffitis überprüfen, die er als Zeichen der Stadt liest und deren versteckten Botschaften er versucht zu entschlüsseln. Durch die Graffitis kommunizieren auch verschiedene Gangs miteinander, Drogenumschlagplätze werden markiert und Reviere eingegrenzt. Monk wird akzeptiert, denn auch die Gangs interessieren sich für die geheimen Nachrichten ihrer Konkurrenten. Monk ist unterwegs, nur kurz, denn seine Freundin feiert eine Party, sie ist schwanger. Monk verschwindet und bleibt sechs Tage verschollen. 

Seine Reise durch die abgeriegelte Stadt wird eine abgefahrene Fahrt in unwirkliche Gegenden, über die man sich sonst nur in Urban Legends erzählt und gleichzeitig auch eine Reise in die us-amerikanische Geschichte mit ihren rassistischen und kolonialen Wurzeln. Er trifft Drogenbosse , die sein Notizbuch haben wollen und taucht ganz tief ein in die Geschichte der Stadt und seine eigene Vergangenheit. Er lernt einen Mückenjäger kennen und isst mit ihm Erdnussbutter, er raucht Opium mit einem Yakuza-Chef, er lernt die schwarze Rose kennen, die eine Radiosendung moderiert und weder als Amerikanerin noch als Japanerin anerkannt ist, er muss sich vor Vodoozauber schützen und er bekommt ominöse Hilfe durch einen Physiker, der ihn immer im richtigen Moment in der Telefonzelle anruft und er erinnert sich in einem alten Kinosaal an seine frühe Kindheit. Und natürlich trifft er Graffiti-Künstler, die gesellschaftskritische Kunst machen und die großen Werbeplakate der Stadt mit ihren Botschaften zu "bomben", zum Beispiel um zu zeigen, dass schwarze Frauen keine kosmetischen Hautaufheller brauchen um sich schön zu fühlen.

Der Roman ist ein wirkliches Erlebnis, ich habe ihn an einem Abend durchgelesen. Ich musste ein wenig an den Film Mystic River denken - wenn man sich auf die Erzählung einlassen kann und die vielen Wendungen, die der Text schlägt, kann man richtig viel Spaß mit dem Roman haben.


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