A.J. Betts

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Rezension zu "Zac And Mia" von A.J. Betts

Eine positive Überraschung
Schlehenfeevor 3 Jahren

Der siebzehnjährige Zac liegt nach einer Knochenmarktransplantation isoliert in seinem Krankenhauszimmer. Nebenan zieht wieder ein neuer Patient ein, Zac kennt das Prozedere schon auswendig. Doch dieses Mal wird er von der lautstarken, zigfachen Wiederholung eines Lady Gaga-Songs in den Wahnsinn getrieben. Er klopft an die Wand und erhält eine zaghafte Antwort von Mia, dem Mädchen nebenan. Zac und Mia könnten unterschiedlicher nicht sein, doch da wo man einander am besten versteht, entsteht eine Freundschaft, die beiden Hoffnung und Mut im Kampf gegen den Krebs gibt.

„Zac and Mia“, zu deutsch „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“, punktet vor allem mit seinen authentischen Charakteren, allen voran den beiden Protagonisten.
Der siebzehnjährige Zac wirkt ruhig, er nimmt den Kampf gegen den Krebs bereits seit längerer Zeit auf, unterstützt von seiner Familie. Zac ist ein großer Fan von Statistiken und googelt nachts die Überlebensraten unterschiedlicher Krebsarten. Ganz der Realist, weiß er, dass Mia die Glückliche auf der Station ist, denn sie hat die besten Überlebenschancen.

Mia wiederum ist voller Wut und hasst jeden, der ihr etwas von Überlebenschancen erzählen will. Sie streitet sich lauthals mit ihrer alleinerziehenden Mutter und weckt zu Beginn nicht viele Sympathien im Leser. Doch Mia hat viele Selbstzweifel und möchte ihre Krankheit vertuschen, um weiterhin das angesagteste Mädchen mit einem perfekten Leben zu sein. Erst als Mia aus dem Krankenhaus entlassen wird und der große Bruch mit ihrem bisherigen Leben erfolgt, setzt bei ihr ein glaubwürdiger Charakterwandel ein.

Alle Gedanken und Wortwechsel der Protagonisten sind aus dem Leben gegriffen und real, das Buch ist einfach erfrischend echt. Dazu kommen immer wieder Schilderungen des Krankenhausalltag und der Krebstherapie, die nichts beschönigen und wiederum zur Authentizität beitragen.

Positiv überrascht war ich, dass das Buch in Australien spielt, so dass man endlich eine andere als die US-amerikanische Perspektive auf krebskranke Jugendliche erhält.
Das australische Englisch hat mich manchmal mit unbekanntem Slang bzw. Begriffen herausgefordert, aber das Wesentliche war wunderbar zu verstehen.

Aber auch das Ende konnte mich überzeugen, dass „Zac & Mia“ nicht „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ kopieren möchte, es gibt jede Menge Hoffnung und ein offenes Ende.
Letztlich bleiben Zac und Mia sehr gute Freunde mit der Option auf mehr. Ich finde es gut, dass die Autorin auf eine echte Romanze verzichtet hat, auch wenn dies Auswirkungen auf die Emotionalität hat. A.J. Betts bleibt mit ihrem Roman aber stets sehr authentisch, daher fügt sich dieser Aspekt harmonisch in die Handlung ein.

Ein tolles Buch, dass ich jedem empfehlen kann, egal ob auf deutsch oder auf englisch.

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