A.J. Steiger

 4.4 Sterne bei 48 Bewertungen

Lebenslauf von A.J. Steiger

A. J. Steiger hat ihr ganzes Leben in Chicago verbracht. Sie studierte am Columbia College kreatives Schreiben und fasst die Bezeichnung »Nerd« als Kompliment auf. A.J. Steiger mag Hunde, Craft Beer und Pfannkuchenrestaurants.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von A.J. Steiger

Cover des Buches Jeder von uns ist ein Rätsel9783551583796

Jeder von uns ist ein Rätsel

 (48)
Erschienen am 01.11.2018

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Rezension zu "Jeder von uns ist ein Rätsel" von A.J. Steiger

Jeder Mensch ist anders
Magieausbuchstabenvor einem Monat

Ich weiß nicht, was ich zu diesem Buch schreiben soll. Es hat mich mitgenommen. Es hat mir gezeigt, dass jeder Mensch anders ist und es somit keine Normalität gibt. Ich war schon immer davon fasziniert, wie unterschiedlich wir die Welt wahrnehmen. Und dieses Buch hat mir einen Einblick in die Gedankenwelt zweier Menschen gegeben, die mich total fasziniert haben. 

Auch das Thema Quantenphysik und die Tierwelt fand ich sehr interessant und ich weiß nun mehr über Tiere, als zuvor. 

Die Geschichte zwischen Alvie und Stanley hat mich total berührt. Ihr Weg ist schwierig und ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht und ob es ein Happy End gibt. 

Die Geschichte zeigt auf, wie die Gesellschaft es manchen Menschen erschwert, sich dazugehörigen zu fühlen. Sie zeigt, wie Alvie und Stanley damit umzugehen lernen und wie sie sich gegenseitig unterstützen. Trotzdem zeigt das Buch, dass die Liebe nicht alles wieder gut machen kann. Die Liebe kann auch Probleme hervorbringen, aber auch Probleme lindern. 


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Rezension zu "Jeder von uns ist ein Rätsel" von A.J. Steiger

Toller Entwicklungsroman!
Paperboatvor einem Jahr

In „Jeder von uns ist ein Rätsel“ lernt der Leser Alvie kennen. Bereits auf den ersten Seiten wird man mit Alvies Unkonventionalität konfrontiert. Alvie ist anders als die Menschen in ihrer Umgebung. Was sie ist, kann sich der Leser sehr viel früher zusammenreimen als es ihm auf den Seiten offenbart wird. Alvie ist vom Asperger-Syndrom betroffen, einer Form des Autismus, das es Alvie erschwert andere Menschen, insbesondere ihre Gefühle, zu deuten.
Man erfährt, dass Alvie 17 Jahre alt ist, hauptberuflich im Tierpark arbeitet, alleine wohnt und hin und wieder Besuch von einem Sozialarbeiter bekommt. Bereits in diesem Stadium spekuliert man als Leser über die Hintergründe dieser Umstände und möchte unbedingt mehr über Alvies Vergangenheit erfahren. Zunächst jedoch lernt man zusammen mit Alvie den merkwürdigen Jungen aus dem Park kennen, Stanley. Alvie beobachtet Stanley dabei wie dieser sein Telefon in den See wirft und fragt sich, warum er dies getan hat. Obwohl Alvie Wasser verabscheut, fischt sie sein Telefon aus dem See und nimmt es mit nach Hause. Auf dem Gerät stehen Name, Wohnort und eMail-Adresse von Stanley. Eigentlich hätte sie keinen Grund mit Stanley in Kontakt zu treten, hätte ihr Sozialarbeiter ihr nicht geraten sich zu öffnen und sowas wie Freunde zu finden. Alvie plant von einem Gericht ihre frühzeitige volle Geschäftsfähigkeit zu erhalten, so dass sie bereits ein Jahr früher offiziell selbst für ihr Leben verantwortlich ist ohne Einmischung einer Vormundschaftsstelle, nur deswegen nimmt sie die sich bietende Gelegenheit wahr und kontaktiert Stanley via eMail. Was zunächst als loser Kontakt beginnt, nimmt mehr und mehr Wichtigkeit in Alvies Leben ein, und schon bald entspinnt sich zwischen den beiden Charakteren ein zartes Band der Verbundenheit. Alvie ahnt, dass auch Stanley eine tragische Vergangenheit hat, und gemeinsam erkunden sie ihr fragiles Verhältnis, denn Alvie will sich wie ein scheues Reh immer wieder zurückziehen.

Ich finde, dass A.J. Steiger einen wunderbaren Entwicklungsroman mit dieser herzergreifenden Charakterkonstellation geschaffen hat. Zunächst haben mich Alvie und ihre Lebensumstände ein wenig deprimiert und ich habe mich schwer getan kontinuierlich weiterzulesen (was sicher aber auch damit zu tun hatte, dass ich selbst nicht ganz auf dem Damm war, als ich dieses Buch begonnen habe). Alvie ist jedoch ein ganz einnehmender Charakter, den man unbedingt weiterverfolgen möchte.
Vor dem Ende wird es nochmal richtig spannend, und ich konnte besonders auf den letzten Seiten gar nicht aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte wie die Geschichte ausgeht.

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Rezension zu "Jeder von uns ist ein Rätsel" von A.J. Steiger

Bunter Gefühlscocktail von komisch bis traurig - hinreißende Liebesgeschichte
EmmyLvor einem Jahr

Alvie möchte keinen staatlichen Vormund mehr haben oder von einer Pflegefamilie zur nächsten gesandt werden. Für sie ist es wichtig vorzeitig aus dem staatlichen Programm entlassen und mündig gesprochen zu werden. Als Vollweise mit Asperger-Syndrom muss sie aber erst beweisen, dass es für sie möglich ist, vollständig auf eigenen Füßen zu stehen. Das bedeutet sie muss einem Job nachgehen, eine eigene Wohnung finanzieren und den Alltag managen. Für ein gerade siebzehnjähriges, autistisches Mädchen ist dies eine gewaltige Leistung. In regelmäßigen Abständen kontrolliert ein Sozialarbeiter ihre Fortschritte. Er legt ihr bei einem Besuch auch nahe, dringend soziale Kontakte zu pflegen und Freunde zu finden, da er sonst ihrem Antrag auf vorzeitige Mündigkeit vor dem Gericht nicht zustimmen kann. Für Alvie ist dies eine schier unerreichbare Aufgabe. Unter anderem steht ihr fehlende kognitive Empathie sowie Unvermögen in sozialer Interaktion und Kommunikation im Weg. Durch einen Zufall findet Alvie das Handy von Stanley mit seinem Mailkontakt. Die zögerliche Kontaktaufnahme entwickelt sich schnell zu einem regelmäßigen, umfangreichen Informationsaustausch. Stanley nimmt Alvie ernst, reduziert sie nicht auf ihre Einschränkung und ist unendlich geduldig. Leider hat auch er ein schweres Los zu tragen. Trotz aller Hindernisse finden die beiden Jugendlichen zueinander.

Die Geschichte wird von Alvie in der Ich-Form im Präsens erzählt. Ihre Schilderungen täglicher Erlebnisse sind durchbrochen von Rückblicken, die traumatischen Flashbacks ähneln. Erzählstil, Satzbau und Gedankenfluss sind dem Profil der Protagonistin mit Asperger-Syndrom angepasst. Dadurch wirkt der gesamte Roman unglaublich realitätsnah und für den Leser authentisch.

Als Weise mit Asperger-Syndrom hat es Alvie nicht leicht. Durch ihre autistischen Eigenarten, ist sie überall in der Öffentlichkeit hämischen Kommentaren und gemeinem Mobbing ausgesetzt. Sie erfährt nicht nur auf Arbeit die Abwertung der Gesellschaft von jedem der aus dem „normalen“ Raster fällt. Trotz aller Widrigkeiten kämpft Alvie darum, ihr Leben selbstbestimmt führen zu können. Auch wenn nicht immer alles glatt läuft verfolgt sie hartnäckig und zielorientiert den aufgestellten Plan.

Stanley hat zwar mit Kommunikation und gesellschaftlichen Normen kein Problem, aber seine körperliche Konstitution setzt ihm starke Grenzen. Auch er ist ohne seine Eltern oder richtige Freunde allein.

Interessanten Gespräche und liebevoll skizierte, sympathische Charaktere mischen sich hier zu einer sensiblen wundervollen Liebesgeschichte. Ein bunter Gefühlscocktail von komisch bis traurig rundet die hinreißende Geschichte perfekt ab.

Das Buch ist für junge Erwachsene ab 14 Jahre sehr zu empfehlen.

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