A.J. Steiger

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Jeder von uns ist ein Rätsel

 (30)
Neu erschienen am 01.11.2018 als Hardcover bei Carlsen.

Jeder von uns ist ein Rätsel

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Neu erschienen am 01.11.2018 als E-Book bei Carlsen.

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Jeder von uns ist ein Rätsel

Jeder von uns ist ein Rätsel

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Erschienen am 01.11.2018
Jeder von uns ist ein Rätsel

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Erschienen am 01.11.2018

Neue Rezensionen zu A.J. Steiger

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Rezension zu "Jeder von uns ist ein Rätsel" von A.J. Steiger

Auf der Suche nach einem Weg aus dem Labyrinth
Karschtlvor 4 Tagen

Alvie ist 17 Jahre alt, allein lebend und mit einem Job im Tierpark. Sie würde gern rechtlich für volljährig erklärt werden, damit sie nie wieder Angst haben müsste zu einer Pflegefamilie zurück zu kehren oder gar in ein Heim. Ihr Sozialarbeiter unterstützt sie in diesem Vorhaben, rät ihr aber auch Freunde zu finden, soziale Kontakte zu knüpfen. Doch erstens weiß Alvie gar nicht wozu das gut sein sollte und zweitens hatte sie noch nie Freunde - wie lernt man die überhaupt kennen? Da fällt ihr ein Junge auf, der im selben Park wie sie rumhängt.

Das Buch erzählt Alvies Geschichte aus der Ich-Perspektive, und der Leser lernt sie ziemlich gut kennen - und in meinem Fall auch lieben. Doch auch über Stanley erfahren wir im Verlauf des Buches immer mehr. Auch sein Leben war bisher kein Zuckerschlecken, auch er lebt allein, auch er hat Narben - in seinem Fall nicht nur im übertragenen Sinne. Jeder von ihnen ist sich selbst und vor allem der Umwelt ein Rätsel, aber zusammen funktionieren sie erstaunlich gut. Meistens jedenfalls.

In der Kurzbeschreibung steht, dass ihr gemeinsamer Weg 'zum Teil sehr komisch' ist. Finde ich überhaupt nicht, da ist so gar nichts Humorvolles in dem Roman, noch nicht mal unfreiwillig lustig wie es beim "Rosie Projekt" oft war. Aber das machte das Buch in meinen Augen nicht weniger gut (auch wenn ich solche kleinen witzigen Momente durchaus schätze). Ich fand es bewegend, erschreckend, berührend, aber vor allem unheimlich spannend zu lesen, wie Alvie ihr Leben meistert.

Das Cover finde ich eher unscheinbar, und ich bin wirklich froh dass ich dennoch neugierig genug war um die Kurzbeschreibung zu lesen - und mich daraufhin dann auch für das Buch entschieden habe. Im Nachhinein kann ich die Illustration auf dem Cover auch verstehen, das Original gefällt mir dennoch etwas besser - auch wenn das sicher ein bißchen andere Erwartungen an den Inhalt weckt.

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Rezension zu "Jeder von uns ist ein Rätsel" von A.J. Steiger

Jeder von uns ist ein Rätsel
FrauTinaMuellervor 5 Tagen

Als ich den Titel „Jeder von uns ist ein Rätsel“ las, war ich sofort neugierig auf das Buch. Dieser Satz machte mich auch so neugierig und auch während des Lesens habe ich viel nachdenken müssen. Die Geschichte zwischen der unnahbaren Alvie und dem zurückhaltenden Stanley hat mich sehr berührt!

Alvie und Stanley sind zwei sehr untypische Protagonisten für eine Liebesgeschichte. Sie sind nicht klischeehaft (tolle Körper, tolles Aussehen, perfekt etc.), sondern werden von anderen Menschen eher als untypisch und anders gesehen. Aber wer ist denn bitte schon normal ;-)? Aber das ist eine anderes Thema.

Alvie ist 17 Jahre alt, „leidet“ am Asperger Syndrom und lebt mittels staatlicher Unterstützung alleine. Sie verdient ihr eigenes Geld, aber es fällt ihr sehr schwer auf Menschen zuzugehen und sie zu verstehen. Bei ihrer Arbeit im Zoo eckt sie mit ihrer Art auch immer mal wieder an. Deshalb lebt sie auch alleine und fühlt sich auch nur in ihrer kleinen Wohnung richtig wohl. Auch mit den Tieren im Zoo fällt es ihr leichter zu interagieren, als mit Menschen. Doch dann lernt sie eines Tages Stanley kenne, der Alvie so mag, wie sie nun mal ist. Und auch Stanley hat so seine Probleme, sich Alvie gegenüber zu öffnen. Doch beide spüren, dass sie irgendetwas zu verbinden scheint … Aber als Alvie eines Tages mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, droht ihre Beziehung zu zerbrechen … Oder?

Fazit: Eine berührende, tiefsinnige, authentische und einmal etwas andere Liebesgeschichte der besonderen Art! Diese Geschichte birgt sehr viel Leben, Tiefgang, Authentizität, Trauer, Schuld, Mut, Freundschaft etc. in sich, dass man dann und wann das Buch zur Seite legt und einfach mal über das Gelesene nachdenken muss. Grandios! Und es ist einfach so: Jeder von uns ist ein Rätsel … und das macht das zwischenmenschliche Leben ja auch so spannend …

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Rezension zu "Jeder von uns ist ein Rätsel" von A.J. Steiger

Schöne Geschichte aber ohne Tiefe
buchmagie88vor 8 Tagen

Die siebzehnjährige Alvie war schon immer anders als ihre Mitmenschen. Sie lässt sich nicht gerne anfassen und generell zieht sie lieber die Gesellschaft von Tieren den Menschen vor. 'Asperger', so haben die Ärzte Alvies Anderssein genannt, doch ihr selbst fällt es schwer etwas mit diesem Begriff anzufangen, weil sie nicht verstehen kann, warum man Abweichungen im gesellschaftlichen Verhalten überhaupt mit irgendetwas bezeichnen muss. 
Alvie fühlt sich wohl in ihrer Wohnung und bei ihrem Job als Tierpflegerin im Zoo, obwohl ihr immer wieder Menschen begegnen, die Alvie ihr abweichendes Verhalten vorwerfen. Doch dann ändert sich plötzlich alles, als Stanley in Alvies Leben tritt. Ein Junge, der in Alvie Gefühle weckt, von denen sie sich sicher war, dass sie sie niemals fühlen würde. Und das gefällt ihr eigentlich überhaupt nicht, da Alvie Veränderungen noch nie gemocht hat. Oder etwa doch?

Der Inhalt von "Jeder von uns ist ein Rätsel" von A.J. Steiger hat mich sofort angesprochen, da ich eine Schwäche für Geschichten habe, die mit besonderen Charakteren einher kommen. Mir gelang es dann auch sehr schnell einen Einstieg in die Geschichte zu finden, da es der Autorin gut gelungen ist Alvies eigentlich sehr schweres Schicksal mit leichten Worten zu beschreiben. Im weiteren Verlauf scheint auch nichts an der Geschichte zu stocken oder den Lesefluss zu beeinträchtigen. Und doch hat mir trotzdem etwas in der Story gefehlt. Es gab keinen Funken, der übergesprungen ist, kein schweres Luftholen, in dem all der Schmerz, den die Figur, von der du gerade liest, empfindet und der in gewisser Weise auf dich übertragen wurde, sich befand. Es gab einfach nicht "das gewisse Etwas", das "Jeder von uns ist ein Rätsel" für mich persönlich zu etwas Besonderem gemacht hätte. Woran das genau lag, kann ich nicht genau benennen, womit dieses Gefühl eher zu den individuellen Empfindungen meinerseits zählt.
Sehr schnell aufgefallen ist mir auch die Tatsache, dass ich keinen Zugang zu 'Alvie' als Figur finden konnte. Etwas, was mir normalerweise leicht fällt, vor allem, wenn die Geschichte aus der Sicht des besonderen Charakters erzählt wird, wie das bei "Jeder von uns ist ein Rätsel" der Fall gewesen ist. Obwohl ich Alvies innere Kämpfe und der Zwiespalt, in dem sie sich immer wieder drängt, hautnahe miterlebt habe, haben sie mich doch irgendwie nicht erreicht. Ich möchte an dieser Stelle mir nicht anmaßen von fehlender oder unzureichender Authentizität zu sprechen, weil ich dafür einfach viel zu wenig informiert bin. Es war wohl einfach eine "höhere Macht", die dazu geführt hat, dass es Alvie und ich nicht auf eine Ebene geschafft haben. Auch die Liebesgeschichte zwischen Alvie und Stanley, die sich während der Lektüre langsam und zart entwickelt, bleibt am Ende leider blass. 
Trotzdem ist "Jeder von uns ist ein Rätsel" keineswegs eine schlechte Geschichte geworden. Wie bereits erwähnt, fällt es nicht schwer viele Seiten dieses Buches mit einer leichten und lockeren Sprache zu lesen und auch die Auflösungen in den jeweiligen Lebensgeschichten der agierenden Protagonisten besitzen einen gewissen Schockeffekt und tragen auch zum Unterhaltungswert der Geschichte bei, aber schlussendlich muss ich zugeben, dass mir die Tiefe gefehlt hat. Etwas, was das Buch in meinem Bewusstsein verankert und immer wieder an das erinnert, was ich beim Lesen gefühlt habe. Das sind aber am Ende alles individuelle Empfindungen, die keineswegs davon abhalten sollten Alvies Geschichte zu lesen, denn jede Geschichte gibt etwas, dem einen mehr, dem anderen weniger. 

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