A.P. Schlöglmeier

 4.6 Sterne bei 9 Bewertungen

Lebenslauf von A.P. Schlöglmeier

Geboren ja und somit auch gezwungen zu leben in einer absurden Welt, welche die Satire und die Ironie dem Schlöglmeier als zwar nicht wirkungsvolles aber hilfreiches Mittel erscheinen lassen .... und darum merke: sich nicht wundern, die Welt ist klein und man trifft sich und die Leute sind närrisch und wissen es oft nicht.

Alle Bücher von A.P. Schlöglmeier

Über die Unbewohnbarkeit des Paradieses

Über die Unbewohnbarkeit des Paradieses

 (6)
Erschienen am 28.09.2007
Vorprogramm

Vorprogramm

 (3)
Erschienen am 01.02.2004

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Rezension zu "Vorprogramm" von A.P. Schlöglmeier

Rezension zu "Vorprogramm" von A.P. Schlöglmeier
HeikeGvor 8 Jahren

Das Leben als ewiges Vorprogramm
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A. P. Schlöglmeier, Gastronom, Maler, Schriftsteller und Reisender, hat sich der Satire verschrieben. Zwei Bücher veröffentlichte der Wiener bisher, die beide dem Genre Schelmenroman zuzuordnen sind, aber dennoch einen recht unterschiedlichen Duktus offenbaren. Ging es im zweiten Werk „Über die Unbewohnbarkeit des Paradieses“ um einen Hochstapler, so begibt sich Andreas Pankraz Schlöglmeier - “eine Kunstfigur, die hoffentlich an Absurdität nicht zu übertreffen ist“, wie der Autor sich selbst bezeichnet - in seinem Debüt in die Musikszene. Dass er sich darin bestens auskennt zeigt sein Brotberuf. Schlöglmeier führte das Musikszenelokal „Hemingway‘s Pub“ im niederösterreichischen Neunkirchen, das es zu einiger Berühmtheit brachte.
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Satire stellt für den österreichischen Autor einen Ausweg aus der lachhaften Welt um ihn herum dar und diese vermag er wunderbar in seine Texte zu integrieren. Er ist sozusagen ein unter der Oberfläche Suchender und Grabender. Seine „Helden“ sind meist mehr oder weniger Gescheiterte, aber er umgibt sie mit einer unglaublichen Liebenswürdigkeit, so dass sie einem direkt ans Herz wachsen.
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Auch „Vorprogramm“ bietet solch einen charmanten gesellschaftlichen „Verlierer“. Ewald Schiener, Sänger von „Ewald and the other losers“, einer erfolglosen, aber hartnäckigen Band, die seit Jahren ausschließlich den Support beginnender „Berühmtheiten“ - salopp „angehender Wichser“ - bestreitet, schlägt sich mehr schlecht als recht durch den Alltag. „Im Leben einer Vorgruppe gib es das Wort ,Erfolg‘ nicht. Es gibt einige schöne Worte: Frust, Langeweile, Scheiße, ... aber ,Erfolg‘ ist das Fremdwort schlechthin. (...) Das Leben als ,ewiges Vorprogramm‘ ist beschissen.“ Lichtblicke sind einzig noch Angela, die er eigentlich ganz gut findet und seine kleine Tochter, die die Sonntage bei ihm verbringt, ja und trotz alledem... natürlich die Musik.
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Und ganz so einfältig wie uns der Autor seinen Helden zu Beginn vorstellt ist er nicht. Ewald denkt viel über sich und seine eingrenzende Welt nach und erfährt nach und nach durch Van Morrison, Bob Dylan und andere den Weg zur kleinen Bescheidenheit.
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A . P. Schlöglmeier ist ein flotter, kleiner Roman über die Musikszene gelungen.
Aufgebaut ist das Buch analog einer CD-Track-List. In 42 kurzen Kapiteln verknüpft der Autor mit unglaublicher Leichtigkeit und Eleganz - trotz des im Buch vorherrschenden rauen, aber kongenial zur dargestellten Szene passenden Umgangston - die einzelnen Kapitel und erzeugt einen ständigen imaginären Sog, ein permanentes Vorwärtstreiben durch den Text. Vergleichbar mit einem guten Konzeptalbum, ist ihm eine wunderbare Satire auf das Musikgeschäft gelungen. Einmal mehr setzt er den kleinen, unscheinbaren Leuten ein Denkmal. Schmunzeln oder herzhaftes Lachen ist auf jeden Fall vorprogrammiert, nein „Vorprogramm“.
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Der gesamte Titel des Buches lautet übrigens "Vorprogramm - we let the goldfish go", eine Textzeile Van Morrisons aus seinem "Enlightenment"- Album. Schwer zu entschlüsseln und eine der Hauptfragen des Buches.
Und wer den Unterschied zwischen „Mercedes Benz“ und „Bohemian Rhapsody“ noch nicht kennt, der wird darüber gleichfalls aufgeklärt. Nur soviel, es sind ungefähr vier Minuten und es hat auch „noch ganz, ganz viel mit Sex zu tun“, denn „Musik und Sex gehören zusammen.“

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Rezension zu "Vorprogramm" von A.P. Schlöglmeier

Rezension zu "Vorprogramm" von A.P. Schlöglmeier
Beaglevor 10 Jahren

Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe - wunderbar direkt geschrieben, teils sarkastisch und mit brillanten Übergängen zu den nächsten Kapiteln, man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Ewald erzählt aus seiner Sicht als Sänger der hartnäckigsten Vorgruppe aller Zeiten, seine Meinung zu den "angehenden Wichsern", wie er die Gruppen nennt, vor denen er mit seiner Band "Ewald and the other losers" auftritt, seiner Liebe zu Angela, die durch den Krebs nicht mehr lange zu leben hat, seiner Tochter Monika, die Probleme mit den Adoptiveltern und vor allem seiner Liebe zur Musik. Schlöglmeier schreckt nicht davor zurück, wieder einmal "leck mich am Arsch" einzufügen, was dem Buch einen wunderbar ehrliche Geschichte verleiht. Es wirkt dennoch nie plump derb, denn seien wir uns doch mal ehrlich: Als Ich-Erzähler darf er Ewald so reden lassen, wir denken uns doch auch oft genug, dass uns jemand mal kann, oder?

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Rezension zu "Über die Unbewohnbarkeit des Paradieses" von A.P. Schlöglmeier

Rezension zu "Über die Unbewohnbarkeit des Paradieses" von A.P. Schlöglmeier
Beaglevor 10 Jahren

Ein "paradiesisches" Buch - im wahrsten Sinne des Wortes: Der Autor versteht es geschickt, seinen Schelmenroman auch als solchen zu lesen zu geben. Die Sprache ist erfrischend anders, der wechsel zwischen der Erzählform und dann immer wieder die Ich-Form Einlagen. Die Geschichte selbst, wie sich der Schelm langsam bildet und formt, formen lässt - gigantisch.

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A.P. Schlöglmeier wurde am 20. Juni 1970 in Wien (Österreich) geboren.

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